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für Stadt- und La>ch» kreis Hanau 10 ^ W ^gespaltene ©arntoeb« zeit« oder deren Ran», für AuSwärtS 15 ^

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^ D,

AuSwärtS 30 ^

Amtliches Grgsn für $faöf- unö LsnöKreis Tanau.

Erscheint täglich Mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Dienstag den 31. Mai

1898

^MW:<;-»»''A>-.^.,«^v^Ar,^.^;51Sa^^^>'3®glKS5^^

Dicllstliachrichtcn aus dem Kreise.

Gefunden: Ein Porzellanschild mit der Aufschrift: Reichert, 10. Comp. 94. Regts. (G. v. S.)/ Ein Notiz­buch (Brodbuch) mit der Inschrift:Bäcker Brill". Ein Regenschirm (von der Post). Ein fast neuer Kinderschiebe- karren.

Verloren: Ein goldner Kinderohrring. Eine Double,-- Granatbroche. Ein schwarzer Damenregenschirm. Ein Porte-

forderliche persönlich an Ort und Stelle in die Wege ge- richtung einer Schullehrerinnen-Vorbereitungsschule daselbst leitet. Die unter dem Vorsitz des Ministers im Beisein der jeden Sonntag um 81/» Uhr in der Pfarrkirche eine mit betheiligten Ministerialbeamten und Eisenbahndirektions-Präsi- einer deutschen Predigt verbundene Meff: gelesen werde. Der

deuten und unter Theilnahme eines Vertreters des Herrn katholische Pfarrer in ChLteau-Salins soll aber diese Anord- ^^m^m^a ; ^ w-uyt-- «j^"2 ^ f*- ^^inung am Sonntag den 15. Mai in der Kirche in französischer

Finanzministers in Essen stattgehabte Berathung hat für die

monnaie mit 13 bis 15 37 Mk.

Zugelaufen: Am mit "schwarzen Ohren, m.

Hanau am 31. Mai

Mk. Ein Portemonnaie mit ca.

28. d. M. ein weißer Foxterrier Geschl.

1898.

Erhöhung der Leisturm skähigkeit der Staatsbahnen, wie wir hören, wichtige Beschlüsse bereits im Gefolge gehabt, theils vorbereitet.

Sinn- des Handwerks. Angesichts der in der Ausführung begriffenen Organisation des Handwerks mögen einige Daten über den gegenwärtigen Stand des Handwerks und seine bisherige Organisation in Preußen von aktuellem

| Sprache mit folgenden Worten angekündigt haben alsla novation fatale, qui mest personnellement tres

Das italienische Kabinet di Rudini zurückgetreten.

Diese Nachricht, die ein Telegramm aus Rom meldete, ist um so überraschender, als gerade in der letzten Zeit trotz der jüngsten Unruhen in Italien nichts von einer grund­sätzlichen Meinungsverschiedenheit innerhalb des Kabinets di Rudini an die Ocffentlichkeit drang. Der Riß scheint erst Samstag Abend hervorgetreten zu sein, als aus Anlaß von Differenzen, die in dem Ministerrathe wegen des Pro­grammes der parlamentarischen Arbeiten entstanden, der Minister des Aeußern, Visconti Venosta, erklärte, daß er seine Entlassung nehme. Infolge dessen überreichte der Ministerpräsident di Rudini sofort im Namen seiner Kollegen dem König die Demmission des gesummten Kabinets. König Humbert beauftragte di Rudini mit der Bildung eines neuen Kabinets. Ueber die Richtung, nach welcher dieser nun das Ministerium bilden wird, sind verschiedene Gerüchte im Um­lauf. Man glaubt, daß jetzt mehrere Senatoren in sein Kabinet eintreten werden. Sollte es ihm gelingen, ein solches wiederum unter seiner Flagge zusammenzubringen, so wird es das dritte Ministerium di Rudini sein. Das zurückgetretene Kabinet di Rudini war seit dem 11. Dezember im Amt, hat also nur eine Lebensdauer von sechs Monaten gehabt. Ueber die nähere Ursache des Rücktritts- berichtet folgendes Telegramm:

Rom, 28. Mai. Die Demission Visconti Venostas wurde dadurch veranlaßt, daß er größere Beschränkungen des Preßgesetzes, des VcreinSgesetzes und des Wahlgesetzes ver­langte, als die übrigen Minister, besonders Zanardelli, gut- heißen wollten. Die Bildung deS neuen Ministeriums ist schwierig; als gewiß gilt der Eintritt von Freunden Gio- littis, ohne dessen Unterstützung eine Neubildung nicht gut

Interesse sein. Die Zahl der Handwerksmeister betrug An­fang des vorigen Jadres ungefähr 735 000, von diesen waren innungsmäßig organisirt rund 225 000, also noch nicht 31 Prozent. Die Zahl der Innungen betrug nahezu 8000, so- daß im Durchschnitt rund 28 Handwerksmeister auf eine In­nung enifallen. 1408 Innungen besaßen auf Grund des § lOOe der Gewerbeordnung die Befugniß, Streitigkeiten

desagrSable et qui sera, je 1espere, desagreable a vous tous. Jaurais bien voulu vous epargner le supplice, dentendre un sermon dans une laigue incomprehensible . . Ce sermon se tiendra aprös la messe et jespäre que vous vous empresserez de sortir de feglise et de laisser cette predication et son audition a ces intrus. ( eine fatale Neuerung, die wir persönlich sehr unange­nehm ist und die, wie ich hoffe, Euch Allen unangenehm sein wird. Ich würce gerne bereit sein, Euch die Strafe zu er­sparen. tine Predigt in einer unbegreiflichen Sprache anhören zu müssen . . . Diese Predigt soll nach der Messe gehalten werden und ich hoffe, daß Ihr Euch befleißigen werdet, die

zwischen Handwerkslehrlingen und ihren nicht zur Innung Kirche zu nerlaffen und die Anhörung der Predigt diesen gehörenden Meistern zu entscheiden und die zur Regelung' Eindringlingen zu überlassen"). Dazu schreibt dieKöln, des Lehrlingswesens erlassenen Vorschrist-n auch auf Ztz.": Gegen diese Darstellung ist, trotzdem eine Woche ver- außerhalb der Innung stehende Handwerker und deren Lehr- laufen ist, keine Berichtigung durch den P'arrer erfolgt; sie linge auszudehnen. Dagegen ist von der B fugniß gemäß scheint also leider nur zu wahr zu sein. Sie fällt unter zwei scharf zu trennende Gesichtspunkte, den kirchlichen und den

§ 100f der Gewerbeordnung, den Innungen das Recht zu verleihen, Nichtinnungsmitglieder zu den Kosten gewisser Jnnungseinrichtungen mit Beträgen heranzuziehen, nur in 90 Fällen Gebrauch gemacht. Es gehörten mithin 1718 pCt. aller Innungen zu den privilegirten Innungen, deren Um­wandlung in Zwangsinnungen das Organisationsgesch aus ihren Antrag zuläßt, ohne daß es dazu der Zustimmung der Mehrheit der betheiligten Gewerbetreibenden des Bezirks be-

politischen. Den kirchlichen können wir hier außer acht lassen. Was aber den politischen Gesichtspunkt betrifft, so wollen wir hoffen, daß der Statthalter von Elsaß-Lokhringen mit diesem eigenartigen Pfarrer ein recht deutliches und deutsches Wort reben wird. In den verflossenen acht Tagen wird es eine Leichtigkeit gewesen sein, auch amtlich den Thatbestand festzustellen und darnach entscheidende Beschlüsse zu fassen. Es ist eine geradezu unerhörte Sache, wie hier ein deutscher Unterthan auf deutschem Boden in amtlicher Eigenschaft die Gefühle aller ehrlichen Deutschen verletzt und verhöhnt hat. In der Verurtheilung dieses Benehmens müssen alle Deutschen, einerlei, ob sie Katholiken oder Evangelische sind, einig sein, und der Pfarrer, der, obwohl selbst deutscher Unterthan, in dieser Weise gegen den von seinem eigenen Bischof ungeord­neten Gebrauch der deutschen Sprache verhöhnt hat, verdient einen tüchtigen Denkzettel.

Zum Piesberger Ausstand. Der Georgs Marien- Bergwerksverein beruft auf den 8. Juni eine außerordentliche Generalversammlung ein mit der Tagesordnung:Beschluß­fassung über Fortführung oder Einstellung des Bergwerksbe- triebes am Piesberge". Hiernach droht den ausnändigen Arbeitern ernstlich die Gefahr, ihre Arbeitsstätte zu verlieren,

möglich ist.

Hd. Row, 30. Mai. Rudini hält eine rasche Losung der Ministerkrisis für sicher. Visconti Venosta, Zanardelli und Luzatti werden nicht mehr in das neue Kabinet ein- teeten. ' Ihre PoctrseuiSe sollen durch Senatoren besetzt werden. Wie das neue Ministerium von der Kammer auf- genoarmen wird, ist zweifelhaft, aber nebensächlich, da Rudini die Auflösungs-Verordnung bereits in Händen hat.

Rom, 31. Mai. Es verlautet, Pelloes werde das Ministerrum des Aenßeren übernehmen und zum Marine- ausersehen. Letzterer ist der hegen­der italienischen Schiffsdivision vor

minister sei Canevaro bärtige Befehlshaber Kreta.

g e B f ch a rr

_ Verkehrsmatzregeln. Im Bereiche der Preußischen ^tamseisenbahnverwaltung sind, wie wir hören, tm Hinblick auf den im Leibst zu erwartenden weiteren Verkehrsaus- schwung alle Vorbereitungen im Gange, die darauf abzielen, auch den erhöhten Aufgaben möglichst gerecht zu werden. Die zur Vermehrung deS Personals, des Fuhrparks und der Bahnanlagen erforderlichen Maßnahmen, die dem Verkehr im nächsten Herbst noch zu Stätten kommen können, sind, ge­troffen. Die deutschen Wagenbauanstalten werden m dem Zeitraum vom I. Oktober 1897 bis dahin 1898 etwa 20 000 Güterwagen der Staatseisenbahnverwaltung abgelufert haben, ebenso wird bis dahin der Lokomotivpark entsprechend ver­größert sein. Auch eine große Zahl von Anlagen, die ge- elgnet sind, den Verkehr zu erleichtern und zu beschleunigen, stehen in der Ausführung, insbesondere werden Glerser- mciterungen, Ueberholungsgleise bis zum Herbste tu " hergestellt, Güterschuppen erweitert sein.

ordnungen für das hierbei am '

darf. Die Zahl der Jnnimgslehrlinge betrug etwa 138 000, also wenig über 61 pCl. der Jnnungsmeister. Da eine größere Zahl von Meistern mehr als einen Lehrling hält, so dürfte nahezu die Hälfte aller Jnnungsmeister ihr Gewerbe ohne Lehrlinge betrieben haben. Da nach der Gewerbe- zahlung von 1895 in Preußen im Ganzen 336 782 gewerb­liche Lehrlinge vorhanden waren, so ergibt sich, daß die In­nungen nur Zweifünftel aller Lehrlinge in sich schließen. Den Jnnungskrankenkassen endlich gebörten nur etwa 7 pCt. der im Handwerk beschäftigten Gesellen und Lehrlinge an. Die bei ihnen Versicherten bildeten wenig m-hr als 1 pCt. der bei allen Krankenkaffen zusammen Versicherten.

Fürsorge für Kriegstheilnehmer. Auch in Bayern werden nach neuerdings ergaugenen ^Bestimmungen nunmehr die Theilnehmer an den Feldzügen 1866 oder 1870/71, die unterstützungsbedürftig sind und weder ........------------ r

aus Landes-, noch aus Reichsmitteln eine Pension oder eine berges gegenüber, welche sich an dem Streik nicht detheiligt Unterstützung beziehen, eine fortdauernde oder einmalige Halter.

Unt rstützung erhalten. Zu diesem Zwecke wird die bayerische Gine Rede des Präfidenten Fattre. Präsident KrieaSmrwazarng voirtK? Mlche» ZinsmanfaCe d«it Stamm- Faare »echte mk 19. L M. in St. Etlenne das OeUmat kapitalstes neu'zu gründenden Unterstützungsvereins für die für die Kämpfer des Jahres 1870 ein. Am Abend nahm Hinterbliebenen von bayerischen Offizieren, Sanitätsoffizieren der Präsident an einem Bankett theil, das die Stadt ihur und oberen Beamten der Militärverwaltung je nach Maß- zu Ehren veranstaltete. In Beantwortung eines Trinkspruchs aabe des Bedürfnisses das Zinsenerträgniß aus einem Kapital! deS Maire hielt Präsident Faure eine längere Rede, worin von 1000 000 M. zur Verfügung gestellt erhalten. Das^er das französisch-russische Bündniß erwähme uno koastatirte, Stammkavital für den neu zu bildenden Unterstützungsverein! dasselbe erleichtere die Aufgaben und befestige die Stellung besteht aus dem Stammkapital des bayerischen Militär-Wittwen- ®«tho h»..

und Waisenfonds und dem zu dessen Erhöhung aufgewendeten Betrage von 613500 M., welcher der an Bayern über- wieseuen Summe aus den Ersparnissen der von Frankreich für die deutschen Okkupationstruppen gezahlten VerpflegungS- aeldec entnommen, sammt den bisher au gesammelten Zinsen.

Ein Wahlkuriofum wird aus Greiz gemellet.

Der bortigen Zeitung zufolge!ann die Greizer Schloßgemeinde bei der Reichstegswahl märt mitwählen. Sie bildet inner­halb der Stadt ein eigenes Gemeinwesen, wählt bei der Reichs- taaSwahl aber mit einem städtischen Bezirk. Da der Ge- n-eindevorftand der Stadt keine Listen über die Angehorrgen

und dieser Gefahr stehen auch diejenigen Arbeiter des Pies-

Frankreichs, sowohl wenn es seine Stimme im Rathe der Mächte zu Gunsten des Friedens hören ließ, als auch, wenn es seine eigenen Rechte wahren wollte. Auf den spantfch- amerikanischen Konflikt übergehend, bedauerte der Präsident, daß es dem Bemühen Frankreichs im Verein mit dem der

andern Mächte nicht gelungen sei, den Krieg zu verhindern, und erklärte, Frankreich fei entschlossen, strengste Neutralität zu beobachten. Er sprach den Wunsch aus, daß die An­strengungen der neutralen Staaten zum Frieden führen werden. Faure bemerkte sodann, daß die Situauou Frankreichs und seine auswärtigen Beziehungen die wachsende Schätzung und das Vertrauen bezeugten, welche ihm seine Loyalität und

(S&lafmemeinbe besitzt, ihm solche auch nicht zugestellt seme Hingabe an die erhabenen zioilisawrischeu Ideen ein- wnrro sonnte er dieselben auch nicht auslegen. Da nun | brachten und seine Ehre vor der Geschichte ausmachten. An- S Ausleauna der Listen von spätestens den 18. d. M. an, dererseits verdanke Frankreich seinen Platz im Rache Europas ad&eben müssen, so sind alle innerhalb der Schloß- dem politischen Geiste seiner Demokratie und dem Gefühle «smeinde Wohnenden, zumeist Beamte, wie der Regicrungs- seiner Verantwortlichkeit. Das Recht, welches er besitze, die ® 5nbert der Kammerpräsident rc. bei der Reichstagswahl Geschicke -es Vaterlandes zu letten, lege ihm große Ver- ncktn der Lage, ihre Stimme abzugeben. -pflich.ungen auf. Seine, des Präsidenten, Aufgabe sei es,

patriotischer Pfarrer. In Lothringen hat sich die Verpflichtungen in Erinnerung zu bringen, nämlich die

Wn in der Ausführung, tnobefonbere roerhen twi «y das jedem ehrlichen Deutschen die Koutmuttät m d^ aller Opser

werterungen, Ueberholungsgleise bis zum Herbste m großer M treiben muß. Nach einem Berichte die Armee und die Marine tm Hinblick auf die Erhaltn n^

Zahl hergestellt, Güterschuppen erweitert sein. Um in: Am ^a Leitung", der schon eine Woche lang durch die eines würdigen und starken äußeren Friedens. Der Präsideng

- nungen für das hierbei am meisten rr Betracht «ta-W ©er weiter verbreitet worden ist, ohne Wider- trank schließlich auf die Vereinigung aller Franzosen zu be^ K'M-westfälische Kohlenrevier möglich -iuh-M ch und, -r^ rbe . ^ ^- Siege dieser Politik. Der Rede des Präsidenten folgte ein-

treffen zu können, hat sich d-r Eisenbahnmniister m ffp uch ^ ftud-n, ^atea«^^ mit Rücksicht aus die Er- stimmiger, begeisterter Beifall. 3

°en letzten Tagen in dieses Revier begeben und dort das Er- georoner, >

vervrenei wmven >,», vym ^iv^- »»i v^ ^»^»»^»»^ uu« $ttuijtqen zu oe^r

bischöfliche Behörde in Metz an- Siege dieser Politik. Der Rede des Präsidenten folgte ein-