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Nr. 121
W,imtmr«t».
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Mahr!. 4 ^ 50 ^ Vierteljährlich
Mr auswärtige
ANmenten mit dem
Betreffeitben
Artzaufschlag.
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für Stadt- und LaH» kreis Hanau 10 ^ tV ^gespaltene ©arnto* zeile oder deren Ran», für AuSwärt« 15 ^
Im Reklamentheü die Zeile 20 ^, D,
Auswärts 30 ^.
Amtliches Grgsn für Htaöt- unö LanöKreis Hanau
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Doimerstag den 26. Mai
1898
Hierzu
„Amtliche Beilage" Nr. 38.
A-Ech«s.
hanseatischen) Division und der Kavrllerndivision ab. Zum keit Deutschlands getäuscht sah. — Die Ent- Paradefeld ist diesmal das Gelände bei Wettbergen gewählt. Wickelung der Thatsachen hat also den klaren Beweis Die Divisionen des Korps beenden ihre Divisionsmanöver geführt, daß der Entschluß der deutschen Regierung, gegen einen markirten Feind am 30. August und beziehen an den gesetzlichen Zollsätzen festzuhalten, gleichmäßig im Jn- an diesem Tage in der Nähe des Paradefeides (Eldagsen,! teresse der Reichskasse, im Jutereffe der Landwirthschaft, im Springe, Vötkeu, Lehrte, Jtten u. s. w.) Quartiere. Dies Interesse des ehrlichen inländischen effektiven Getreidehandels
C-S^Xlt 0’1^3?'£10 stillt Ctlt. ! Parade über das 7. Armeekorps (mit der 7. sMagdeburgi-- seküMtMachungen des Königlichen Landrathsamtcs. U'^Div.sion) finden am 4 S.ptember bei Minden statt. _ _ , a , . m , .„ .. ! Der Kaiser und die Kaiserin begeben sich von Hannover nach
Zu -Lcharmuhle bei Rendel, Kreis i)rwdberg, ist bte Otynbausen, wo sich das Kaiserliche Hauptquaitier während Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöstsperre an- beg Manövers befinden wird, das si<>m Wesentlichen links geordnet worden. von der Weser abipielen wird. Don Ocynhaufen wird der
Hanau am 26. Mai 1898. - - - ' - - .
Kaiser mit der Kaiserin einen Besuch in Bückeburg machen, auch das Kaiser Wilhel»r-Tenkmal an der Porta besichtigen.
V. 6049________________v. D ch eN ck. _______________ ! Neben der Entwickelung gi vßkr Kavallerie-Massen wird das
, . ,, . . ^Manöver auch großartige Artillerie-Käopfe bringen; die Feld-
Dicustiiachnchtcn aus dem Kreise. artillerie wird in großen V-rbänden auslretev, etwa 80 Bat-
Verloren: Eine runde Double Broche. Eine goldne !^"^n wer den an dem Manöver iheilvelmen.
Kravattennadel (Halbmond) mit weißem Steinchen; dem , ^^^^^^^ ^^ Gstrei-ezolle. 4-er ^ersuch
Der Königliche Landrath
und auch im Interesse der deutschen Getreidekonsumenten durchaus gerichtstrtigt war.
Beherzigenswerth. Der bayerische Thronfolger Prinz Ludwig, dessen schlicht deutiche, herzgewinnente Art schon manches ungesunde Wort zu den Zeit- und Streitfragen der Gegenwart gesprochen, hat, wie wir gestern bereits kurz mit- getheili haben, gelegentlich einer Laudwirthe-V.rsammiung in Rosenheim eine Rede gehalten, in welcher er die Loge der Landwirthschaft einer durchaus objektiven Beurtheilung unterzog und beherzigen?werthe Worte fallen lieh, die sich auch diejenigen radikalen Elemente einpräzen mögen, welche mit der Wahlparole „gegen die Brodvertheurer" in den Wahl
w..«^^«,,. „„v w>»t>VMV»M Der Versuch kampf gehen. „Herr Freiherr v. Cello hat gesagt, durch den der lir-krstehenden Parteien, die in den Ltzten Monaten und Verkehr wäre die Lage der Landwirthschaft eine schwerere ge- : W-ch^ ‘"■•f^™ rv»^»itz.-^^»:k. ... »4^— M»i*»fin« g-g---- ^io ««-»-—, Ich g.be das zu in einer gewissen Richtung, im Getreidezölle und zur Wahlpolitik auszunutzen, ist jämmerlich! großen Ganzen bedauere ich, dem Freiherrn d. ©dto in dieser sehlgeschlagen. Wie recht die verbündeten Regierurgen daran Beziehung widersprechen zu müssen. In der That sind es gethan, sich durch die Agitation für Aufhebung der Zölle! die Landwirthe selbst, die ja fortwährend nach neuen Verkehrs- nicht beeinflussen zu lassen, dafür ist ein zwingender Beweis ■ Mitteln streben. Dieselben wollen Verbefferungen ihrer Straßen, die Entwickelung der Getreidepreise in Frankreich, dessen der Staatsstraßen, der Distriktsstraßen, auch der Gemeinde- Parlament und Regierung sich angtsich-.s der Preissteigerung wege. Ja noch mehr. Wie eie Alle wissen, wollen sie
7 ■ *— In überall dm Anschluß an die Eisenbahn, wollen sie überall
,Frarkreich notirte die Tonne Weizen nach den Inftl. Vizinalbahuen. Also die Laudwirthe sind keine Feinde des
Wiederbringer eine Belohnung. .. .
Gefunden: Ein Portemonnaie mit einigen Pfennigen. Wo^en erhöhten Getreidepreise zu einer Agitation gegen dw^worceu.
Hanau am 26. Mai 1898.
^taöt&rei# ^anait.
VeZLMtVschuvNv des OberLürgermeisteromtes.
Bekanntmachung
^•"*»!Ä 2”'.
soll in öffentlicher Submission vergeben werden.
Arbeitsausma und ^edinannaen liec en von Leute ab im statistiqu. unmittelbar vor der Aufhebung der Zölle (nach Verkehrs, sie wollen den Verkehr, und Jeder ist glücklich,
deutschem Gelde) 259 M., Roggen 178 M. An dem wenn er an den allgemeinen Weltverkehr angesessen wird.
Al/tt^ Tage, an dem die Aufhebung der Zölle in Kraft trat,! Er muß dabei das Unangenehme unbedingt mitnehnen, er
ÄSAi.Ä^rS^ am 4. Mai, fiel die Preisnotnung — aber keineswegs etwa > soll aber die Vortheile, die der Verkehr bietet, auch für sich
**fg Ä Är"Ä‘»ä °-ch nur -mitz-md um b-n Betrog des Zolles (für Wetz«, jä Nutze» machen. Nutz da komme ich o»S em-andme Sache, nungstermin „Mittwoch M.), sondern nur um einen Bruchtheil dieses Be-j Durch Erschwerung des Verkehrs wird der Landwi-thschast
tags 11 Uhr , bei oben bezeichneter Amts sie lle emzurelchen. z Weizen notirte 243 M., Roggen 170 M. Der nicht genutzt, sondern durch Erleichterung des Verkehrs. Es
Der Eröffnung der Angebote können etwa erschienene ^ . . sf 1ß M., der Roaaeuvreis car nur aibt aam andere Arten. der Landwirthschaft in nützen. Da
, Roggen 170 M. Der nicht genutzt, sondern durch Erleichterung des Verkehrs. Es
Weizenpreis war also nur 16 M., der Roggenpreis gar nur gibt ganz ant ere Arten, der Landwirthschaft zu nützen. Da
um 8 M. niedriger. Würde die Aufhebung des Zolles in möchte ich bezüglich des Staates sagen und des Reiches: Es
ihrer vollen Höhe einer Erniedrigung der Gefteidepreise zu ist selbstverständlich, der Landwirth wünscht wie Jeder, daß
77ß9 gute gekommen sein, so würden am 4. Mai für Weizen nur er theurer verkaufen kann, als er prsdnziren kann. Nun,
' 202,30 M. und für Roggen 153,70 M. haben notirt werden wie ist des zu machen? Auf der einen Seite dadurch, daß
; —“ l bürfen. Der Preis hielt sich aber pro Tonne für landwirthschastliche Erzeugniffe entsprechender Schutz ge-
Da der Hebetermlu für Steuern und Schulgeld beretts Weizen um 40,7 0 Mark, bei Roggen um währt wird, auf der anderen Seite daturch, daß die Lasten, abgelausen ist, wird festgesetzt, daß da, wo die Steuerzettel ^ggo Mark höher! Mit anderen Worten: den fran- welche die Laudwirthschaft drücken, erleichtert werden. Ich nicht bei Beginn des Hebetermius ausgetzeben waren, die »ffsch«» Verbrauchern ist aus der Aufhebung der Zölle will mich hier nicht in Details einlassen, aber das ist kein Beträge sür April bis Juni 1898/99 bis spätestens 14 Tage ^n^ er or^ dritte Theil des Be-Zweifel, daß namentlich in der letzten Zeit, was die Er-
nach Empfang der Abgabenzettel entrichtet sein müssen, da derselben zu Gute aekommen; die übrigen leichterung der Lasten der Landwirthschaft an betrifft, ein Er- nach Ablauf dieser Zeit mit Mahnung und Zwangsvollstreckungs ?j Drittel des Zollbeftages haben sich die in-? kleckliches geschehen ist, und ich glaube, wenn wir in der ländischen und aus°ländischrnSpekulanten Richtung fortfahren, daß dann für die Landwirthschaft noch getheilt — Der am 4. Mai wie gesagt nur auf 243 M.i manches geschehen kann. Meine Herren! Ich möchte, weil für Weizen, 178 M. für Roggen erniedrigte Preis hielt sich ich von landwirthschasilichm Zöllen rede, auf eines aufmerk- - —- o-.....- — ^" '~ «;*♦ ^a.fam machen. Zölle, d ie das Leben der anderen
Bieter beiwohnen.
Hanau den 20. Mai 1898.
Der Magistrat Dr. Gebeschus.
bei Weizen um 40,70 Mark, bei Roggen um währt wird, auf der anderen Seite dalurch, daß die Lasten,
will mich hier nicht in Details einlassen, aber das ist kein ; Zweifel, daß namentlich in der letzten Zeit, was die Er
begonnen werden muß.
Die Steuer- 2c. Beträge für die weiteren Vierteljahre können zu jeder Zeit vor Beginn der betreffenden Termine j)o ......... 7,.._ ,.^
in den auf den Zetteln angegebenen Kasseustunden eingezahlt qu, ^ 'om ^5^^ $oge/ um von da en, nicht etwa werden. In fnlYpn fnnhrrn um erneut nt sieiaen. D
getheilt.
--------- . . . . . weiter zu fallen, sondern um erneut zu steigen. Denn auf
Zwecks schnellerer Abfertigung der Zahler wird dringend ^ DOn ber s„uzöfischen Aushebung des Zolles er-
ersucht, das Geld, so wie es aus den Atgobenzetteln für bte bic Ausfuhrländer insbesondere den Weizenpreis so- ...--------
einzelnen Vierteljahre vor gemerkt ist, abgezahlt zur Kasse zu ^ ^ r-r gg^^n stieg vom 2. zum 5. Mai stehen können.
bringen. -- ~ ~ l „«n««..™. m. f».i„
Menschen sehr beschweren und unmöglich mache», die wollen viele Landwirthe nicht,
sie wollen nur Zölle oder Schutz, daß sie b e-
Hanau den 20. Mai 1898.
Städtische Steuerkaffe,
Markt Nr. 16, Zimmer Nr. 6—7 zu ebener Erde.
7758
fo/t Die Notiz für Weizen stieg vom 2. zum 5. Mai stehen könn en. Und da möchte ich, wenn von Lebensmittel- in N e w - N o r k um 34 M., in Od essa um 7 kezw. 6 M. vertheurung die Rede ist, vor Allem sagen: bevor man den Land- Der Rvagen preis zog um etwa eire Mark an. Die; Wirthe» Dorwurf macht, daß durch die Zölle auf landwirth-
Städtische Gas- und Wasserwerke.
Für die auf dem Karabineracker an der keipzigerstraße projektirte zweite Pumpstation ist zunächst ein gemauerter Brunnen herzustcllen. _ . _ ,,,
Zeichnungen und Baubedingungen hierüber sind täglich vormittags von 10 bis 12 Uhr im technischen Bureau des städtischen Gaswerks einzusehen und werden Offerten für die Ausführung bis Mittwoch den 15. Jnni d. I., vor. Mittags 10 Uhr, an die unterzeichnete Direktion erbeten.
Hanau am 26. Mai 1898.'
Die Direktion des städtischen Gas- und Wasserwerks.
v. Gäßler. 7948
L a g < S f ch a «.
Ueber die diesjährigen Kaisermanöper wird aus Hanurver berichtet: Der Kaiser und die Kaiserin werden voraussichtlich am 2. September hier eintreffen und im Königlichen Schlosse Wohnung nehmen. Die VeränderungS- bauten am Schloß und die ErreveruugsarbeittN in der Schloßkirche werden Ende Juli oder Anfang August beendet sein. Am 3. September hält der Kaiser hier die große Parade über daS 10. Armeekorps mit der 17. (mecklenburg-
Antb-bo«a der französischen Getreidezölle hatte.schaftliche Produfte die Lebensmiitclvcrtheuertwerden, möchten also im wesentliche n nur zur Preissteigerung die städtischen und andere Gemeinden von den auf dem Weltmärkte beigetragen, während Oktrois und ihren Stadt- und Gemeinde- den französischen Verbrauchern damit nur in ganz verschwindendem Maße gedient war. Dieses Sachverhältniß wurde noch durch die Aufhebung der Getreidezölle in Italien verschärft. — Hatten sich nun auch noch, wie es der Wunsch der linksstehenden Parteien im deutschen Reichstage war, die d e u t s ch e n R e- gierungen zur Aufhebung der © e t r e ib e= bewegen lassen, so würde zweifelsohne die
Oktrois und ihren Stadt-
grenzen Ab st and nehmen. (Beifall.) Wenn man von Lrbeusmittelvertheuerung spricht, sollen zuerst diese Zölle fallen. (Bra»o).
Politische und unpolitische Nachrichten.
(Depescheu-Bureau .Herold'.)
Berlin, 25. Mai. Das Kaiser paar wird am 6. Juni in Wilhelmshöhe eintnffev.
iÄHe beweaen lasen, 0 wurde zwei ersvyur vit, m 4a.uii#riui»^»yc ‘"““ii1“.
P, itzs M-NM !us d,»> «!,»..-« dcmcnlsprtchcnd »°ch! Berlin, 25. Mai. Di. .Ra.dd. Mg. K,> lchr-M: ^ärfer gewesen sei» und wir hätte» nichts anderes erreicht,-Der Pariser „Matin" hat die Wirkung seiner Berichte über 5s der Internationalen Spekulation auf Kosten der Reichs« den jüngsten Aufenthalt des Kaisers in den Reichslanden M, »Ä SÄ in ben S«°ß jU wrrfrn. - für ti. ft°»!-M«,» SeRr W«* zu „hihm foUrn geglaubt, Än dock manchesterliche Blätter eingestauden, daß auf die! daß er dieser Reise einen militärischen Zweck beilegte. U. A. lL falsche R^ auch Deutschland w 0 l l e die weiß das Blatt emgehend über einen Vorttag zu berichten, Kett enteise ausheten, eine erneute Preissteigerung auf dem den der Kaiser im Thale von Mas-Münster durch einen ^« konisch n Markte einzusetzen begann. Das Manöver GeneralstabSosfizier über die strategische Verwerthung dieses s^^ ^nur nicht weiter geführt werben können, weil sich die Geländes in einem künftigen Feldzuge gegen Frankreich habe KL^ „Nachricht- zu schnell herausfiellte. Halten lasten. Wir finden es nicht hübsch, daß der „Matin" Uuwahrhast'greit^ener ^^ ^tz der Aushebung der seine Phantasie zu Attentaten auf die Nerven der Pariser QM, her $rei6 für Weizen und Roggen erneut fortdauernd benutzt und wollen zur Beruhigung mittheilen, daß der £ n b ail 12 £ ir Preisrückgang be- Kaiser bei dem Aukfluge in das Thal von MaS-Münster ^«nachdem die internationale Speku-^auch nicht von einem einzigen GeneralstabSosfizier be- kation ihre Rechnung auf die Nachgiebig- gleitet war.
den der Kaiser im Thale von Mas-Münster durch einen GeneralstabSosfizier über die strategische Verwerthung dieses
gann,