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Hanmrer Unzeiger

2. Mai

werbsähigkeit stehe er nicht ablehnend gegenüber, allerdings unter Vorbehalt der durch das Bedürfniß gezogene« Grenzen. Auch er halte die Approbation einiger weiblicher Aerzte für wüsschenswerth, die Möglichkeit, diese zu erreichen, sei aber reifen jungen Damm schon heute durch private Gymnastal- kurse möglich. Er halte es aber für grundfalsch, schon zwölf­jährige Kinder in eine Gymnastallaufbahn hinein zu drangen. Die jetzigen Schulen sollten die Frauen nicht zu Gelehrte«, sondern zu Gefährtinnen des Mannes unb tüchtigen Haus­frauen erziehen. Ohne ein dringendes Bedürfniß dürfe ein öffentliches Institut, wie es der Antrag wünsche, wegen der sozialen Gefahr nicht gegründet werden, ein solches liege aber nicht vor, da sich bei einer Bevölkerung von über 4 Mil­lionen in Schlesien nur 24 Mädchen gemeldet hätten. Das

Verlangen der Fraue«, mit den Männern in jeder Beziehung;

zu ko»k«rrire», sei widernatürlich, da auch die Pflichten ganz außerordentlichen Anforderungen Nachträglich Allerhöchst ver- verschieden seien. Noch sei die Zeit des Amazonenkorps und liehen.

der weiblichen Landwehr nicht gekommen. Auch die Mehr­

zahl der Dozenten sei gegen die Zulassung der Frauen zum zur Kenntniß zu bringen: Zum 1. Juni d. I. können eine Uuiversitatsstudium, und zwingen könne man sie nicht. Ferner größere Anzahl Dreijährig-Freiwillige bei der IV. Matrosen-

enthalte der vorgelegte Lehrpla« eine außerordentliche Mehr- Artillerie-Abtheilung in Cuxhaven eingestellt werden. Die

belastung der Mädchen gegenüber den Gymnasiasten, und endlich sei die Frage des Reformgyumasimns noch gar nicht abgeschlossen. Nach den vorjährige» Verhandlungen sühle er sich in Uebereinstimmung mit der Mehrheit des Hauses. Wen» der Magistrat von Bresla« sich über das Fehlen der Gründe in dem ablehnenden Bescheid verletzt fühle, so be­dauere er das, gebe aber zu bedenken, daß die Antwort nicht dem Magistrat, sondern der Breslauer Regierung ertheilt sei,

und ferner habe er geglaubt, diese Gründe bei dem häufigen Kreuter jun. und Ernst Treusch gewählt. Die Beisammensein mit dem Oberbürgermeister Bender diesem mit-, Wahlbetheiliguug war äußerst schwach.

theile» zu könne«. * Ludwig Lettrv f» Zu Bad Rauheim verschied am

Auf Antrag des Abg. Rickert (freist Ver.) wird in eine 26. v. M. infolge eines HirnschlageS ein geborener Hanauer, Besprechung der Interpellation eingetreten. Abg. R ick er t Herr Ludwig Lettr ö, Mitinhaber der Firma Bändert n. (freis. Ver.) befürwortet eine Erweiterung der Frauenbildung. Lettrö, Berlin. Durch unermüdliche rastlose Thätigkeit und Die Bewegung sei mit dem ablehnenden Bescheid des! große Umsicht haben die beiden Inhaber es dazu gebracht, Ministers nicht beseitigt. Eine Kraftprobe der Frauen-; daß ihr Haus heute mit au erster tonangebender Stelle in bewegung sei der Antrag nicht. Die Rede des Staatssekretärs § der Goldwaarenbranche dasteht, in weiten Kreisen Hochange- ». Posadowsky vom 28, Januar habe ganz andere Hoff-.'sehen und hochgeschätzt, sodaß der Verlust des leider zu früh nuugen erweckt, der Minister müsse daher das ganze Material, Dahinzeschiedenen in alle« Kreisen tief betrauert wird, zumal der Oeffentlichkeit vorlegen. Abg. Graf Limburg-Stirum sein streng rechtlicher, echt deutscher Sinn ihm viele Freunde (kons.) erklärt, daß feine Parteifreunde ganz auf dem Stand- s gewann und sein Wohlthätigkeitssinn stets an rechter Stelle p«nkte des Ministers stäaden. Abg. W e t e k a m p (freis. zu helfen bereit war.

Volksp.) spricht sich für die Errichtung von Mädchengym-. * Feldbergturntag Der gestern Vormittag in Hom-

nasten aus. Ei» Bedürfniß daz« liege vor, einen Vorstoß bürg statlgeyabte Feldbergturntag beschloß die Punktzahl von

gegen die Regierung bedeute der Antrag nicht. Abg. D i t t r i ch (Ctr.) ist der Ansicht, daß die Regierung in der Frauen-

(6tr.) ist der Ansicht, daß die Regierung in der Frauen-, den 19. Juni statt und hat der Turnverein Homburg wieder frage schon zu weit gehende Konzessionen gemacht trabe. Der die erforderlichen Vorarbeiten übernommen.

eigentliche Beruf der Frau sei und bleibe die Ehe. Abg. S t ö ck e r (b. k. F.) wendet stch entschieden gege« Frauen- bildung auf klassischer Grundlage, wünscht aber weibliche

Aerzte und weibliche Lehrkräfte in den obersten Klassen der! Vereinen vertreten war. Nachdem der Vorsitzende des Bun- höheren Töchterschulen. Sodann bekämpft er die Aas- des, Herr S chm idt-Friedberg, die Anwesenden begrüßt und schreitungen, namentlich die politischen Bestrebungen der für ihr vollzähliges Erscheinen gedankt hatte, schritt man zum Frauenrechtlerinnen. Minister Bosse hält es für «nmög-; 1. Punkt der Tagesordnung: Aufnahme neuer Mitglieder, lich, weibliche Aerzte mit einem geringeren Maß von Vor-; Vorgeschlagen waren 5 Vereine:Liedertafel",Liederhalle" bildung zu schaffen, und erklärt, daß den berechtigten Be-!undLiederzweig" von Darmstadt,Gesangverein Klingen- strebungen der Frauen niemals größerer Abbruch gethan sei berg" undHarmonia" Offenbach. Die ersten vier Vereine als durch den Berliner Frauenkonzreß. Abg. Glattfelter wurden ohne erhebenswerthe Diskussion einstimmig aufgenom- (Ctr.) wendet sich ebenfalls gegen die Ausschreitungen der^men. Ueber die Aufnahme des letzteren VereinS, derHar- Frauenbewegung. Abg. v. Schenckendorff (natlib.) monia"-Offsnbach, entspinn sich eine lebhafte Debatte. Da der tritt dafür ein, daß auch den Reilschulabiturienten die Be--genannte Verein sich der in Offenbach bestehenden Sänger- rechtigung zum medizmischen Studium gegeben werde, dann Verbindung trotz mehrfacher Aufforderung bis jetzt nicht an werde sich auch die Frage der weiblichen Aerzte leichter regeln geschlossen hat, so glaubten die Vertreter von Offenbach dem lassen. Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Gotheiu Verein aus verschiedenen Gründen die Aufnahme in den (freist Ver.), Pl (Cr.) und Wetekamp (freis. Volksp.) Bund verweigern zu müssen. Da der Verein aber sonst nicht wird die Besprechnug geschlossen. i wider die Statuten des Bundes verstößt, so ermähnte der

Es folgt der Bericht der Staatsschuldenkommisfion über Vorsitzende die Vertreter von Offenbach, kleinliche Bedenken

auf alle mögliche Weise zu fördern. Der Anblick ihres sterbenden Schwiegervaters regte mannigfache Gefühle und Gedanken in ihr an. Sie schrieb zu dieser Zeit:Lieber Bylly, laß uns nie zu Bette gehen ohne im Stillen durch- zugehen, « wir des Tag über gethan haben, wenn es etwas Schlechtes war, damit wir baun das große Wesen, das gnadenvoll ist, um Verzeihung bitten, mit dem Entschluß, jene Sünde nie wieder zu begehen und dann kannst Du ruhig einschlafen und muthig tragen, was Dir au Unglück beschicke« ist, oder doppelt freudig empfinden, was Dir an Segen zu Theil wurde.

(Schluß folgt.)

Spanierin und Amerikanerin.

' Während zwischen den beiden Staaten, die geographisch, ethnographisch und völkerpsychologisch so sehr weit auseinander- lieze«, der Krieg wüthet, dürfte es wohl nicht uninteressant sein, die Völkerschaften selbst sich ein wenig näher zu besehen. Die am meisten in die Augen springenden, national-eigen­thümlichen Eigenschaften zeigen sich aber nicht so sehr im Stu­dium der Gebräuche, Sitten, des häuslichen Lebens und der Bestrebungen in der Kunst, als vielmehr im Gesammtleben der Frauen.

Thatsächlich kann die Spanierin ebenso wie die Amerika­nerin als der lebende, in seinen feinsten Details nüancirte Ausdruck des gesammten TypuS jedes der beiden Nationen gelten. Die Spanierin und die Amerikanerin wolche Gegensätze ! Die Tochter der Romantik und die Tochter der Realistik. Hier das Land des lyrischen Liedes, der Helden­sage, das Land der ritterliche« Ueberlieferungen und der sonstigen Poesie drüben der trockene Sjnu für die prak­tische Alltäglichkeit und daS Geschäft. Eines das diametrale Gegentheil des andern.

die Verwaltung des Staatsschuldenwesens im Rechnungsjahr 1896/97, für die Entlastung ertheilt wird; ebenso werden einige weitere RechnungSsachen ohne Debatte erledigt.

Nächste Sitzung Montag 11 Uhr: Privatdozeutenvorlage, Berichte und Nachweisungen, Petitionen.

Aus Stadt- W«d Landkreis Harram.

»«chdrirck unserer Lokalartikel nur mit QuellenangabeHau. Anz." gestattet.

* Verliehen. Den Bürgermeistern Reul»Windecken und Laubach-Eichen wurde der Königliche Kronenorden 4 Klasse und den Bürgermeistern Eb ert - Bischofsheim xnb Schröder-Niederissighei« das Allgemeine Ehrenzeichen aus Anlaß der Kaisermanöver und in Anerkennung der sorgsamen Durchführung der bei dieser Gelegenheit an sie gestellten

* MMtarisch-s

Wir werde« ersucht, Nachstehendes

einzustellenden Leute müssen mindestens 1,67 m groß sein. Etwaige Gesuche, welchen ein kurzer Lebenslauf und der Meldeschein zum freiwillige« Militärdienst bezw. Loosungs- schein beizufügen ist, sind baldigst beim Königlichen Melde­amt hierselbst, Wilhelmstraße 15, abzugeben.

* Ersatzwahl. Bei der heute Vormittag stattgefundenen Ersatzwahl für drei Stadtverordnete in der zweiten Klasse wurden die Herren Rechtsanwalt Eberhardt, Fr.

22 auf 24 Punkte zu erhöhen. DaS Fest findet Sonntag

* Delegirtentag des Mainthal-Sängerbundes. Am gestrigen Sonntag hielt der Mainthal - Sängerbund eine außerordentliche Delegirtenversammlung dahier ab, die von 14

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Die Spanierin, ob reich oder arm geboren, fühlt sich immer in edlem Stolze als die Tochter eines historischen Landes, als die Castiliauerin, die zurückblickt auf die ruhm­reiche Epoche eines Karl V., in dessen Reich die Sonne nicht uuterging. Die Amerikanerin kennt wohl auch gewissen Nationalstolz, aber er entspringt nicht der tiefen Innerlichkeit als vielmehr der Selbstüberschätzung und dem Machtwahne, die Tochter eines reichen, rastlos thätigen und energisch strebenden Volkes zu sein. Darin liegt der feine Unterschied! Die Spanierin ist stolz auf ihr Land, die Amerikanerin auf ihr Volk.

Diese Verschiedenheit im Empfindungsleben äußert sich am deutlichsten schon in der Erziehung des Mädchens. Die vor­nehme, reiche Spanierin erzieht ihre Tochter schon von frühester Kindheit an zur Dame. In der Abgeschlossenheit des Fa­milienlebens soll sie vor allen Einflüssen des Außmlebens bewahrt werden, genau so, wie dies während ihrer Klosterzeit der Fall war, die bis zu ihrem Eintritte in die Familie dauerte. Die große, herrliche Welt ist der junge«, vornehmen Spanierin versperrt, ist und bleibt ihr ein Räthsel, das sie nie löst, dem sie nie auf den Grund kommt. Das gesell­schaftliche Leben ist enge abgegrenzt, es beschränkt sich auf wenige Besuche und Plauderstündchen, während deren man Süßigkeiten nascht und Bonbons knuspert. Von Politik haben sie keine Ahnung, bekümmern sich auch blutwenig darum; die gesammte Lektüre besteht aus Romanen und illustirte« Zeitschriften/ Eine Ausnahme macht hier und da das Theater und das nationale Fest des Stiergefechts. Da ist freilich die Spanierin eine ganz Andere, als wir sie sonst kennen. Da bricht die ganze Leidenschaftlichkeit ihres heißen Wesens hervor, da tritt das flammende Blut des Südens in seine Rechte und beherrscht mit tausend Gewalten ihre auflodernde Seele. Als Eoerett Smiles zum ersten Male einem Stiergefecht beiwohnte und die sanatistrten

fallen zu lasten und dem Verein die Aufnahme in den Bund nicht versagen zu wollen und man könne gewiß sein, daß der Verein über kurz ober lang sich im eigenen Interesse der Offenbacher Sänger-Verbindung anschließen werde. Nach ver­schiedenem Für und Wider gaben denn auch die Offenbacher Vereine ihren Widerspruch auf und stimmten selbst für die Aufnahme des Vereins, die denn auch ebenfalls einstimmig erfolgte. Mit diesen neu aufgenommenen Vereine« umfaßt der Bund nunmehr 19 Vereine mit über 700 Sänger«. Im weiteren Verlaufe der Sitzung ermähnte sodann der Vor­sitzende des Bundes die verschiedenen Vertreter der Vereine, darauf hinzuwirken, daß die Einstudirung der Maffenchöre für das am 6., 7. und 8. August b Js. stattfindeude Bun- des-Sängersest in Offenbach nicht zu sehr auf dir lange Bank geschoben und oberflächlich darüber hinweggangen würde und daß besonders die Hauptprobe in Offenbach von sänmtlichen Vereinen vollzählich besucht werde, da sonst eine tadellose Auf­führung der Gesänge nicht erzielt werden könne. Herr Lab er-Offenbach beruhigte die Versammlung hierüber und führte aus, daß an einem guten Gelingen des Sängerfestes gar nicht zu zweifeln sei. Sodann ergriff Herr Panl-Hanau das Wort und sprach über das demnächstige Jubiläum des GesangvereinsFröhlichkeit". Hiernach findet dasselbe am 25., 26. und 27. Juni d. J. statt. Redner dankte zunächst den Vereinen für die über alles Erwarten so thatkräftige und zahlreiche Unterstützung und bat fodann die Vertreter der Vereine, die den am 25. Juni stattfindenden Kommers durch Deputationen zu beschicken gedächten, ihm die Anzahl der Personen zukommen zu lasten, um für die nöthigen Freiquar- tiere sorgen zu können. Weiter führte derselbe aus, daß, nach­dem die Genehmigung des Festzuges eingelaufen und das Fest somit gesichert sei, er ein zweites Zirkular in Form eines Fragebogens an die verschiedenen Vereine verschicken würde, und bat um möglichst schleunige Rückschickung desselben. Nach­dem noch an einen durch Kraukheit verhinderten Delegirten ein Begrüßungstelegramm gesandt wurde, schloß Herr Schmidt die Versammlung. Die Delegirten unternahmen so Dann einen Rundgang durch die Stadt und versammelten stch später mit den Mitgliedern derFröhlichkeit" im Saalezum deutschen Haus", um die noch bis zum Abgang des Zuges freie Zeit in gemüthlicher Weise zu verbringen. Für Unterhaltung sorgte dieFröhlichkeit" durch einige Gesänge und komische Vor- träge, und schied man mit der Versicherung von einander auf Wiedersehen beim 25jährigen Jubiläum derFröhlichkeit" in Hanau.

* Freiw. Metterwehr. Am Samstag Abend fand im Saalezum Deutschen Haus" im Beisein der staatlichen und städtischen Behörden die Ueberreichung der Ehrendiplome an die 50 und 25 Jahre der freiwilligen Feuerwehr ange« hörenden Mitglieder statt. Die Herren AuMt Zwick e t und Christian Kühn sind seit 50 Jahren aiätaluhpr ^ r freiwilligen Feuerwehr und wurden dieselben aus diesem Au- laß zu Ehrenmitgliedern derselben ernannt und ihnen die ent- sprechesden Diplome durch den Oberkommandanten überreicht. Sodann erfolgte die Auszeichnung der 13 seit 25 Jahren zur freiwilligen Feuerwehr gehörenden Mitglieder. Herr Oberbürgermeister Dr. G eb e s ch u s überreichte ihnen nach einer Ansprache die von der Stadt gestifteten Diplome; es sind dies die Herren Wilhelm H ü g e, Carl H i r t e 3, Jean Eisenhuth, Peter Berneaud, Wilh-lmFauer- b a ch, Wilhrlm Bang, Georg G o l d b a ch, Peter Weber, Christian Ehrlich, Jakob Kreß, Carl A n d r 6 e, Emil Hamburger, Franz D i b e l i u s. Während des Kommerses toastete H°rr Landrath v. S ch e n ck auf die Feuerwehr, Herr Jakoby auf die Vertreter der Behörden, Herr Beigeordneter P a n n o t auf die Sänger der Feuerwehr. Herr Wilh. Bang dankte im Namen der Jubilare. Der Sängerchor erfreute durch hübsche Vorträge.

Spanierinnen sah, wie sie dem schauderhaften, schrecklichen Blutbade zujubelten, brach er in die Klagen aus:Hätte ich dies doch nie mitgemacht! Das edle Bild der spanischen Frau ist meinem Geiste entrissen worden, in meiner Erinne­rung wird nur nach ihre Herzlosigkeit fortbestehen."

Aber dieseHerzlostzkeit" ist ein nationaler Fehler. Bei der Spanierin äußert sie sich in ihrem koketten Wesen, in dem Gleichmuth im Liebesleben, in der ganzen Act, wie wenig ernst sie das Sein nimmt und es nur von der heiter­leichten Seite betrachtet. Sie mag keine ernsten Dinge, denn es gibt für sie nichts Ernsteres als ihre Person, die den Mittelpunkt ihrer gesammten Betrachtungen bildet. Wenn sie ihre Süßigkeiten, ihre Cigaretten, ihre Limonade und Musik hat, ist sie zufrieden.

Die Erziehung der Amerikanerin bastrt alledem gegenüber auf vollständig anderen Methoden, das Leben zu betrachten und zu genießen. Von der zartesten Kindheit an kennt die Amerkanerin nur ein Gebot, das der unbegrenzten Selbst- ständigkeit. Was die Albiontochter unter dem Patronate her most gracious majesty angebahnt hat, das hat die Tochter der United. States ausgeweitet und zum Prinzipe wie zur Grundlage ihrer gesammten Existenz erhoben. Unter dem Star sprangled banner hat die Frauenemanzipation nicht nur ihren Höhepunkt erreicht, sondern auch den Triumph des glänzende« Sieges erfochten. Die Amerikanerin kennt nicht das Zurücktreten hinter den Mann; sie gehört ebenso in das öffentliche Leben und in den Kampf um die Existenz wie in das Ringen um die Hegemonie, wie dieS der Mann für sich beansprucht. Der amerikanische BolkScharakter kennt nur ein treibendes Element business! Geschäft ist alleS, und alles ist Geschäft, eS gibt keinen an­deren Gesichtswinkel, von dem auS man die Erscheinungen des LebenS und Alltags betrachtet. Diese Ueberzeugung ist die treibende und erhaltende Kraft seines Wesens. Und da