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für Stadt- und So* kreis Hanau 10 ^ Mt 4gefpaltene Garmond» zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.

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Jm Reklamentheil die Zeile 20 ^, fik ÄugmärtB 30 ^.

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Nr. 84. Dienstag den 12. April

1898

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Amtliches.

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Unter dem Rindviehbestande des Oekonom Adolf SLett­ner vor der Kinzigbrücke hierselbst ist die Mattl- und Klottenseriche ausgebrochen. Ueber das Gehöft ist die Sperre verhängt worden.

Hanan am 12. April 1898.

Königliche Polizeidirektion.

J. V.: Schneider, Kreissekretär.

^anoBxöw ^anau. BekanKtWAchmZe« des Königliches LandraLhssNteß.

In Nsckingerr ist die Maul- und Klauenseuche, sowie in Windecken die Schweineseuche (Schweinepest) erloschen nnd sind die a«geordncten Sperrmaßregeln wieder orifße- hoben worden.

Die Herren Ortsvorstände wollen Vorstehendes ortsüblich bekannt machen.

Hanau am 12. April 1898.

Der Königliche Landrath.

V.4161/62 J. V.: Schneider, Kreissekretär.

den vormittags von 1012 ^/- nnd mittags von 35 Uhr abzuholen.

Hanau am 7. April 1898.

Der Oberbürgermeister Dr. Gebeschus.

Nttih- wo er in verschiedene« Stellungen am Rhein und in Schlesien als Brückenbau-Ingenieur thätig war. Im Jahre 1871 wurde Baensch, nachdem er sich durch seine Arbeiten über Strom-

regulirungen einen , großen Ruf verschafft hatte, in daS 5441 Ministerium^ für öffentliche Arbeiten, dem er bis zu seinem ' i Tode angehörte, als vortragender Rath berufen. In dieser s Stellung hat er sich durch seine Leistungen auf dem Gebiete i der Stromr^gulirung und des Küstenschutzes große Verdienste u _____________ mit der erworben, bis die Erbauung des Kaiser Wilhelm-Kanals

Frankfurter Landstraße nach dem endgültigen Ausbau ver-^ seinen Hamen in der ganzen Welt bekannt «achte.

binden wird, hat die BezeichnungJosefstraße" erhalten.

Hanau am 6. April 1898.

Bekanntmachung.

Die Straße Nr. 37, die den Fasanerieweg

Der Oberbürgermeister Dr. Gebeschus.

Handslsvertraß mit China. Wie dieZentral- stelle für Vorbereitung von Handelsverträgen" mittbeilt, sind die zwischen den Regierungen vo» Deutschland und Chile 5529 schwebenden Verhandlungen so weit fortgeschritten, daß der : sörmliche Abschluß eines neuen Handelsv-rtrages in nicht zu

SiirNAeL ÄLL GtMdtVe^LZxdM^N-^Ermr Zukm.ft zu erwarten steht. Der bisherige Freund- W Schafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag mit Chile vom 1.

Versammlung

Mittwoch den 13. April 1898

Februar 1862 ist von der chilenischen Regierung unterm 27.

In Zellhousen, Kreis Offenbach, ist die Maul- und Klauenseuche erloschen und die Sperre aufgehoben worden.

$mu am 12. April 1898.

Der Königliche Landrath.

V. 4141 J. V.: Schneider, Kreissekretär.

nachuüttagS 5 Uhr, im oberen Saal des Neustädter Rathhauscs.

TKgksSpANAirg!

1. Vereidigung der Mitglieder des Stadtrathes.

2. Wahl der Beigeordneten.

August 1895 gekündigt worden und demgemäß nebst den i Zusatzvertzandlnugen vo^r 14. Juli 1869 am 31. Mai 1897 s außer Kraft getreten, nachdem es gelungen war, die Gültig- s keitsdaner noch um ein halbes Jahr zu verlängern. Seit s diesem Termin genießen auf beiden Seiten die Waaren bei

anderen Landes das Meistbegünstigungsrccht, das man sich / j in Rücksicht auf die Handelsverbindung gegenseitig zugestand.

1 Der neue Zola Prozeß wird vor dem Schwurge- . L r? g c K * «s ü A. ! richt der Seine und zwar in der erstes Hälfte der Monats

Der Kaiser hat durch Kabinetsordre aus Homburg vom Mai staitsindcn. Allgemein ist die Ansicht vorherrschend,

7. April bestimmt, daß »am ersten Seebataillon sich eine daß d-e neue Berhaxdlung eigentlich eine Revision des Abordnung, bestehend aus dem BataiLons-Kommandeur, Dreyfuß-Prozeßes sein werde. Die Zola freundlich gesinnten

DicnMnchnMK aus Sem Kreise.

Gefunden: Eine große rothe Brieftasche mit 1 Brief. Eine Bescheinigung über die Endzahlen der Aufrechnung der Quittungskarte Nr. 7. Ein Messer mit 2 Klingen. Eine silberne Damenuhr. Ein Helles Rädchen. Ein gelber Henkel­korb mit Inhalt.

Verloren: Eine Denkmünze (2 Mk.-Stück), der Kaiser Friedrich. Ein goldnes Armband. Ein Halblitergemäß.

Zugelaufen: Ein gelb und weißer schottischer Schäfer­hund.

Hanau am 12. April 1898.

HaMilwi# ^anau.

MZWLtNkchmM des OberSürgermeisteraWteS.

Die Militärpflichtigen hiesiger Stadt werden hierdurch aufgefordert, ihre Loo-!

einem Hauptmann und einem Lieutenant unter Führung deS. Blätter erklären, daß im Mittelpunkt des Prozesses die Be- Juspiktems der Marine-Infanterie, Oberst von Hoepfner, ziehonge» Estrrhazyo zu dem früheren deulschm Militär­behufs Beglückwünschung des Großherzogs von Baden an- Attacke Oberst von Schwartzkoppen stehen würden.

läßlich der erfolgte« Stellung desselben ä la suite des. ZttM Untergang der ^Maine" b-ingt die Londoner ersten Seebataillons nach Karlsruhe begeben solle. Die Ab ;Daily Mail" eine fenfütioxeHe Miltheilunp, wofür ihr die ordnung wird am 12. d. M. abends in Karlsruhe eiuteeffen Berantwortung übei lassen bleiben muß. Danach ist bei den und am 13. vom Großher o^r empfangen werden. Washingtoner Behörden nunmehr von dem Vertreter einer

Aus der «ationalliberaleit Partei. In Nürn- englische« Firma, der vor mehr als 18 Monaten Minen im Berg fand eine Ve:trauensmänner-Versammlung der national- Hafen von Havan»a legte, die Erklärung abgegeben worden, liberalen Partei statt, welche sich mit der Delegirtenwahl für i daß die unter derMame" explodirte Mine keine automatisch den Berliner Parteitag beschäftigte. Gewählt wurden zu De-^ oder bei Kontakt wirkende, sondern eine solche war, welche legirten Justizrath von Kreß, Landgerichtsrath Zehler und nur durch ein Zusammenwirken von vier verschiedenen Stellen Kunsimühlenbentzer Bauriedel. Die Delegirten werden ersucht, absichtlich znr Explosion gebracht werden konnte. Dazu ge- gegen die Versuche, die Partei für freihändlerische, freisinnige,-wn zwei Schlösser, jedes mit einem besonderen Schlüssel sowie für agrarische Tendenzen zu gewinnen, Stellung zu zu öffnen, um gewikse Mechanismen darin i« Wechfelverbindung nehmen nnd für das bayerische Reservatrecht in der Militär- zu dringen, ferner ein drittes Schloß, eb usalls mh einem

Strafgesetzordnung einzutreten. ; befnnbeteu Schlüssel; dies enthielt Gummi-Isolatoren, welche

Der Erbaner des Kaiser Wilhelm Kanals, entfernt werden mußte«, um den elektrisches Strom mit der Wir«. Geh. Rath Otto Baensch, ist nach schwerer Krankheit Mine in Verbindung zu bringe«, waprend ein viertes Schloß 1UNgSla,eLNS ornnen 14 ^,agen^ anf vem gestorben. Er wurde am 6. Juni 1825 in Zeitz geboren den Knopf zur Stromschließung für d.s Adftuern der Mine städtischen Meldeamte in den Vüveanstnn- und trat im Jahre 1848 in den preußischen Staatsdienst, enthielt. Hiervon hatte außer de^ Firma und den spanischen

^cMiäeteM.

Was uns der Frühling bringt.

Eine Modenplauderei von C. Eysell.

(Nachdruck verboten.)

Was uns der Frühling bringt 1 Warme, blaue, sonnige bin flöhliches Werden überall; Genesung den Kranken, und Much den Verzagten, eine gesteigerte, hoffuungssrohe Freude am Dasein uns Allen! Und es ist, als ob die Werdelust, der Trieb zum Schaffen, der die Natur beseelt, sich auch ihren Geschöpfen mittheile; überall ersteht Neue», Hübsches, ,em Auge Wohlgefälliges, etwas, das direkt aus der Fruhlmgsstimmung heranszeboien zu sein scheint. Und nicht zum wenigsten auf dem Gebiet der Mode. Alles waS die Industrie lange im Verborgenen vorbereitet, worüber in« geniöse Köpfe lange gegrübelt, woran fleißige Hände seit Monaten gearbeitet, jetzt wird es offenbar, endlich sehen wir das Resultat aller dieser Mühen, an die der Laie so wenig denkt, und die nur daS eine Ziel haben, irgend etwas Be­sonderes, noch Niedagewesene» aus den Markt zu bringen.

Mit diesemNiedagewesenen" ist es nun freilich eine eigene Sache. Jede Saisonwende baut sich auf der vorher­gehenden aus, sie schafft weniger NeueS, als daß sie Vor­handenes variirt, daß aber die Variation dennoch über­raschend wirkt, das ist der Trick.

Unsere Sommermode wird sich luftig und farbenfreudig genug präseutiren. Farben, die man sonst nur für den Ballsaal gewohnt war, werden sich wüthig in das Licht bei ^M» wagin nicht gerade in daS Straßengewühl der ^roßstudt, wo immer etwas Jndiffrrentes, Gedämpftes guter Ton bleilen wird, aber dcch auf die Promenade, in ^ommersriscb,« «1«K mRSov <r^ "ik. -» .;.. ^«..» w»^

violet, das man für Kleider verwendet, das namentlich aber für Hüte eine Rolle spielen wird einzelne große Berliner Putzgeschäfte steht man ganz in dieser neuen Farbe dekorirt, gibt es ein kräftiges Mandaringelb, ein etwas dunkleres, dennoch leuchtendes Bronze, gibt es Neurosa, Fraise, Flieder­farben, Lavendelblau, gibt es vor allem die unzähligen grünen, gedämpften und leuchtenden, ins Gelbliche oder Graue spielenden Töne. Alle diese Farben kommen zu doppelt brillanter Wirkung, da die Stoffe meist glänzend sind, baregeartig und mit Mohair oder Seid-nfäden durchschoffen. Die größte Mode bleibt aber immer da» Schottische. Dabei darf man nun aber nicht an das denken, was früher schottisch" war: Hart nebeneinanter gestellte Farben in der ganzen Skala der Regenbogens, die meist unkleidsam genug waren. Das moderneSchottisch" ist etwas ungemein Raffi- nirtes, Weiches, Verschwommenes. Es sind meist nur wenige Farben: nilgrüu, graublau, schwarz und weiß fraise, deige, creme und schwarz zusammeugeftellt; die Farben, die auf »eiche, wollige Stoffe übertragen sind, lausen sanft ir= einauder, haben nicht» Auffälliges und kleiden gut selbst jene Frauen, die über den Lenz des Lebens hinaus sind. Allerdings gehört zu der Kleidsamkeit auch eine geschickte Verarbeitung, die schon manchem Konfektionär schlaflose Nächte verursacht hat. Endlich ist die Frage gelöst worden und die Lösung heißt: schräge Verarbeitung, einfarbige glatte oder überbeutende Tuchtaille in der Haupifarbe des karrictrn Grundstoffes mit karrirten Aermeln, Einsatztheilen oder Auf­schlägen. Das ist kleidsam und hübsch und bietet dem Auge einen Ruhepunkt in dem Farbengewirr.

Diesen Ruhepunkt i« großen bcdeutet die schwarze Toilette in der Menge der farbigen. Je bunter sich die Mode im allgemeinen gestaltet, um so mehr Gewicht wird im besonderen den ganz schwarzen Kleidern beigelegt. Wohlverstanden den

t'-eilweise wieder mit dicken Blumen aufgworfenen seitens Gazen, diese abgepaßten, rund gewebten Spitzenröcke, mit schwarze« Perlen und Gelatineflitter« besäet, durch Sammet­applikationen bereichert, vertreten allerdings die exquisiteste Eleganz. Sie werden nur über seid.nen Fmte:röcken ge­arbeitet und nur über seideuen Futterröcken getragen. Hut und Schirm wählt man dazu in Uebercinstimmaug u^d leuchtend farbig; schlüßt sich auch der seidene Jupon dieser Farbe an, so bleibt auch der anspruchösollstm Modedame nichts mehr zu wünschen übrig.

Was der Frühling den Dawen ferner bringt? Vor allem weiße Besätze; weiße Tressen in Wolle oder Seide oder noch beliebter schmale, weiße Tuchblerden, die Rock und Taille gleichmäßig, oft in sonderbaren Verschnörkelungen, garniren, welche breite Aufschläge, weiße Tuchwesten, die wieder durch Stahl, viel Stahl, in kleinen facettirten Points, in Gestalt großer und kleiner Knöpfe, Schlösser, Agraffen oder auch winzigen Nägelchen, die einen Besatzstoff ganz als Plein be­decken.

Und weiter: sehr viel karrirte Sonnenschirme in der praktischen Ent-tout-cas-^orm, mit barocken Griffen, die irgend ein Thierköpfchen darstellen, der Bezug mit Hellem Fond und hart abstehenden Streife«karrean». Sie bleiben an feiner Wirkung sehr hinter den oben beschriebenen karrirten Stoffen zurück, sollen aber auch nicht zu diesen getragen werden, sondern gerade die einfache Toilette beleben helfen.

Die Hüte haben an Breite verloren, an Höhe gewonnen und zeigen häuflg eine imponirende Kronevform. Bast in den ver'ichiedensten bunten Farben herrscht vor, dazu enorm hohe, linksseitige Garnituren, wehende Reiherbüschel, mächtige Blumenzweige, hochausragende steife Schleifen, der Kopf mit besticktem Tüll umwunden. Die Schleier sind in der Hut-