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Preis: Zihrlich 9 M.
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Amtliches Organ Mr AaSt- unö Lauökrels Hanau.
GrscheiM WgLH mit Uvsnshme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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für Stadt- und 2tn* kreis Hanau 10 ^ Hi 4gespaltme Garmond geile oder bereit Kaum, für Auswärts 15 ^,
Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, ffc
Auswärts 30 ^.
Mittwoch Leu 6. April
1898
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Amtliches.
StLLHM^srS ^anaw VcksMMschNKM des OherbörgermeistersALes.
Bekanntmachung.
Es wird hiermit zur Kenntniß gebracht, daß durch Beschluß des Gemeinde Ausschusses vom 31. v. Mts. die Wahlen
Gefunden: Eine Brille. Eine Knabcnpelzkappe. Eine Kommandant Korvetttru-Kapitän Jccobien, am 6. April von Militärmütze. Ein leinenes kleines Wagentuch. Ein schwarzer Port of Spain (Trinidad) nach Pbrnanbuco in S e zu Sonnenschirm. "
Hanau am 6. April 1898.
Zur innerpolitischen Lage.
Die öffentliche Stellungnahme der Parteien wird jetzt so gut wie ausschließlich durch die — in Kürze ausgedrückt — Politik der Sammlung und der Gegensamm-
gehen.
Bismarcks Dü«k. Die „Hamburger Nachrichten" veröffentlichen nachstehendes Dankschreiben: Zu meinem Ge- s burtstage sind mir vom In- und Auslande, so viele Be- : grüßungen zu gegangen, daß ich, auch wenn ich mich voller
für die Stadtverordneten Versammlung für gültig erklärt
^Hanau^am 2. April 1898. ^.^ n g beeinfluß Von Werth" ist, klar zu stellen, worin
Der Magistrat.
Dr. Gebeschus.
Bekanntmachung
eigentlich der sachliche Gegensatz zwischen den Anhängern der 5868 Sammlung und der sogenannten Gegensammlung besteht.
Der gemeinsame Grundgedanke, welcher die Männer der Samnilnng vereinigte, ist, wie die „Berl. Pol. Nochr." zu-
_ i treffend bemerken, aus der Erkenntniß hervorgegangen, daß,
Bon der Stadtverwaltung wird zum alSbaldigen Eintritt' abgesehen von einzelnen, nicht entscheidenden und wenigstens ein junges Mädchen gesucht, das gewandt stenographiren unb j.334 ~^l ^.wf»».,» ^itu»^.»;;:««».«« tU «»f die Schreibmaschine bedienen kann. Gehalt 75 Mk. monatlich. dem Boden des Schutzes der nationalen Arbe't stehenden
praktisch nicht bcdeuiss«en Meinungsverschiedenheiten die auf
Meldung umgehend.
Hanau am 5. April 1898.
Der Oberbürgermeister Dr. Gebeschus.
Gesundheit erfreute, doch nicht im stande sein würde, jedem Einzelnen meine« herzlichst empfundenen Dank auszusprechen. Ich hoffe aber, daß meine Freunde, die in diesen Tagen meiner wohlwollend gedacht haben, es mir nicht verdenken werden, wenn ich sie auf diesem Wege bitte, meinen verbindlichsten Dank für ihre Glückwünsche freundlichst entgeger-zunehmen. von Bismarck.
Vsm Fürsten Bismarck. Hamburg, 4, April. Die „Hamb. Nachr." veröffentlichen folgende Richtigstellung! „Germania", „Volksztg." und „Frankfurter Ztg." enthalten wörtlich übereinstimmend eine Notiz, wonach ein Klub in Hanrover „eine Fahne für den Thurm des Schlosses in Friedrichiruh" gestiftet, die Stange dazu aus dem Sachsen- walde erbeten und auch erhalten habe, jedoch unter Nachnahme von 150 Mark! Wird sind ermächtigt, diese ganze
produktiven Stände, Landwirthschaft, Industrie, Gewerbe und Handel, nur in der Vereinigung diejenige Macht und derjenigen OiüfluB auf die Parlamente üben können, welche
2 die nothwendige Mehrheit und für die gleiche Ziele ver-, . i folgende Regierung einen festen Boten für die Duräführunz' Städtische geverbt. MßiwfiMt.^^ “rt ^""° *"“* ""' ^°"" f P v SMp itnvmen ttt betten »in- fftfAe ntih Hoffn
Ausstellung von Schiilcrarbeiten
5232
Fahnengeschichte für „vollkommen erstunken und erlogen* zu erklären. Die „Volksztg." behauptet ferner, feine Zeitung habe berichtet, Fürst Bismarck hätte auf eine Die Formen, in denen eine |«4< «■»«» »H 3*&Ä »ÄÄÄ“?1ÄK valilik,,sührt will, bestimmen stch nicht allein durch to
— - " - ' 1 ' -z - . - i wohl auf solche Feiern an als darauf, daß man sich darnach
Di- Mftetof ta Im S^uljaSr, 1887/98 anyfatielm «uffanung im A»«,, fonb.tn z« »WÜ« Th.il- auch ™ “^\ S,""^ % E,^™ ’Xt m" Echbl-r-rb-um wild GranOonKrft«, »«« 7. ».««».,! durch di- Shtagnatm, d-S «-sluud-, ant lassen m«‘<;S g'^ %tt8«.
WWW««* 11 m «IM -nd b.u,tt t» -iuschli°blich^°ch uicht gestimmt fefliegen; so M ist aber gemiS, duß « MM*A Äi»t Äa te«S M«->«->8 W» 11. I. «., t-ilich äsn 10 bis 4 Utr. |»reinigten probuttioen .«lassen nur ,um Stete lammen,’™ M ÄeteÄ »X $«3
Die SeSrierren, «lern m» «nge*ij,n »? Schüler, w»«-u, w-uu st- «-,-ui«, aus-iumd.r di- S-bShr-ud-^ ^ ^, ,'iu- Aufru« u.ch ein, solch-
Rücksicht nehmen. Drese zu fordern und dadurch eine t
all« TH-il-u fremmmbe Miii-lliui- zu fi»d-°, ist uuM-is-!-1 -« «-"S»°°- « to
!£ S> i"t M°»°"- ”* bm ^“f «“ ®“m' 3« »en P°f,k-nv-„li°n-» mit Rußluud wirb
sowie sonstige Interessenten ladet hiermit zum Besuche der Ausstellung ergebenst ein
Der kom. Dirigent:
C. Wankel.
Hana«, April 1898.
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lung erließen.
Ein solches Zusammengehen ist, wie die Dinge in Deutsch-
land liegen, gegenwärtig ohne eine Verstärkung des Schutzes
der Beil. „Post" aus Petersburg geschrieben: In VeterS bürg befinden sich zur Zeit Delegirte der Postverwaltungen
Dieuptlachiichtc» aus dem Kreise.
der Landwirt!
im nächsten
S „ 8 71 V 7^ ' L - ^T,g Deutschland- und Oesterreich-Ungarns, uvd zwar sürDeutsch- h,ch amgeschloffm. Es wno sich z^gen, daß ^ ^ ^etr Kraetke, für Oesterreich Herr Neubauer und für Parlammie ohne die Aenderung der b-st-hrndeu „ ^ ^ ^ die h er -iug°ir°ffm sind, um Sere in=
Handelsverträge nach dieser Richtung feste Mehrheiten nicht
Zugelaufen; i$in vuineigtivtt ticmci ymw u>. vtfiyu, n] nr - j bar Unzen zu treffen über Abänderunz und Ergänzung der
mit Marke Nr. 663. Ein brauner Jagdhund mit wnd-r^' '.' ( oll3it?66I*J[tunÄ ^‘ .Ä»;«™ ”H Rußland abgeWtoiKnen P»stkm,-ution-n. Die D-le- Brust mb 4 meinen Beinen, w. Geichl. Ein weiß undi»-.».».'« b-r. L-udwrrthlch.st au, -m-u -ersia.»,,-« - ..... - -
Zugelaufen: Ein dunkelgelber kleiner Hund m. Geschl
iorun unv * weinen ötiisr«, w. «siti^u «m wr>v “uv llirten beriethen u. A. über möglichst baldige Einführung der
schwarzer Foxterrier mit rothem Kopf und stumpfer?W; ^ sonnten „colis postaux*, kleiner Postpackete bis zum Ge-
empfangn*, b-i Satte Wilhelm Such ,u L-uz-udi-buch. W' «"f^N°»l,« .»ch d<-b-r-chtigt.»W°»!ch- Bi^le M ÄilogrcmB| io <ßofi„t„jie „it Ruhluud. «u weiß und gelber F«kl-n«r w. G-M Ein Mch-aiig-r "" «nannti, o(l86r>,,n. -........-...... ..... -- - ■
der Industrie gefährden.
röihlicher Hund mit langen Ohren und langer Ruthe.
Verloren: Ein seidener Regenschirm ohne Griff. Eine Quittungskarte Nr. 2 für den Schlosser Paul Albert Wurl aus Kleinzschocher, Kr. Leipzig.
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Für diese außerhalb Rußlands bekanntlich bereits längst ein-
Tagesschau.
geführten „colis postaux", die sich der Billigkeit ihres Tarifes
und der Eivfachheit seiner Berechnung wegen beim Publikum
'.Von der Mektino. Laut telegraphischer Meldung an großer Beliebtheit erfreuen, werden in Rußland im Verkehr
das Oberkommando der Marine beabsichtigt S. M. S. „Geier", mit dem Auslande folgende Sätze gelten: für jedes Post-
FeuMetsn
Die Osterwoche in Jerusalem.
Von Joseph Fligl.
(Nachdruck verboten.)
Der historische Schauplatz des welterneuernden und welt- versöhnenden Ereignisses des Christenthums erweckt in dem Pilger hehre Gedanken und edle Empfindungen.
Zu dem kleinen Jerusalem sieht mau in der Charwoche unzählige, von nah und fern herbeigeeilte Pilgerschaaren um- ®‘e $°de Basilika, die Kirche der Auserstehung 9Mt mit Andächtigen überfüllt. Der Gol- gatha-. Lgel, dre Stätte der Passion und das Felsengrab, in weitem der greße Todte beigesetzt worden war, b- finden sich m dieser Kirche. An dieser imposanten Heiligen GrabeSkirche haben sechs Kuchengemernschasten Antheil die römischen Ka- °£f ?^m-r, dre Griechen,' die Armenier, die ja- kobltischen Sprier, die Kopten und die Abpssinier; die einzelnen Al.'-re fte^n aber ohne jedwede Einfriedigung neben- emander. Der Golgarha Hügel und die unter der großen Kuppel befindliche Grabkapelle stehen für die Anhänger sämmtlicher christlichen Religionen zu Andachtsübungen zur gemeinsamen Verfügung. Die große Anzahl silberner Kirchenlampen wird stets brennend erhalten und bildet das Eigenthum der oben erwähnten Konfessionen. Fällt der Feiertag nach dem alten und neuen Testament auf einen Tag, dann verrichten diese sämmtlichen Kirchengemeinschasien ihren Gottesdienst in einer bestimmten Reihenfolge bei den gemeinsamen Heilig- thümer».
Kaum entfernt sich der lateinische Patriarch vom Altare, so tritt schon der griechische Pope in fast noch glänzenderem Ornate als sein Vorgänger an dessen Stelle, und es beginnt
in der Kirche, in welcher weder Bänke noch Stühle angebracht sind, ein riesenhaftes Drängen, ein rast- und ruheloses Hin- und Herwandern der den verschiedensten Konfessionen angehörenden Gläubigen. Im Uebrigeu aber, währenddem hier der römisch-katholische Priester vor der Grabkapelle eine große, musikalische Messe cUebrilt, begehen da die Armenier, dort die Griechen in prunkvollen, kirchlichen Prachtgewändern, Wachskerzen in den Händen haltend, mit- markerschütternder Stimme singend, eine Prozession.
Ich betrachtete die bunte, aus aller Herren Länder zusammengewürfelte Völkerversammlung vom Erker der großen Kuppel und war von dem riesigen, an die Sprachverwirrung zu Babel ermahnende Tongemenge ganz betäubt.
Zu gleicher Zeit wurde hier der Allmächtige von allen Nationen in allen Sprachen verherrlicht und Hochg'priesen. Es ist ein Anblick reich an Poesie.
Am Charfreitag werden am Golgathahügel nach der Abend-Prozession, in Gegenwart der dort angesiedelten und der hinzrpilgeiten Europäer von römisch-katholischen Priestern bald in deutscher, bald in französischer und italienischer Sprache Predigten gehalten. Der Versammlungsort ist nicht sehr geräumig, und von frommen Pilgern jederzeit dicht besetzt. Man kann hier in inbrünstige Gebete und in Betrachtungen versunkene und durchgeistigte Gestalten knieend sehen . . . Frauen und Männer, die des Schmerzen?todeS des ErlöserS unter Thränen gedenken.
Nachdem die Predigten beendigt sind, begebt sich bte Prozession zur Kapelle des heiligen Grabes. Zu dieser kleinen Kapelle — welche an die große Basilika gebaut ist — führt eine Vorhalle. Ueber dem Grabe des Heilands hängen goldene und silberne Lampen von hohem Werthe.
Andächtige Pilger verbringen diese Nacht neben der Kapelle in Selbstbetrachtungen versunken. . . . Bor der Pforte des
,■■—■ 1 MHMMI lll■l■MM^a■M■■■■m^m^»■■■^^■■^■a■MB^ heiligen Grabes hielt, wie dirs jedes Jahr geschieht, ein europäischer Offizier mit gezücktem Schwert bis zum Hellen Morgen Wache. Dies ist das äußere Zeichen der innigen Religiosität, der wahren Andacht des Soldaten.
*
Charsamstag wird in Jerusalem die Feier des heiligen Feuers begangen. Diese Feier hat einen echt orientalischen Anstrich. Die Kirche ist schon am frühen Marge» von Pilgern überfüllt. Der „Bischof deS heiligen FeuerS" nimmt seinen Platz unter glänzender Asststenz, in prachtvollem, kirchlichen Ornate — vor den vornehmen weltlichen Gläubigm — der Heiligengrab-Kapelle gegenüber, ein. Türkisches Militär bildet von dem Baldachin des Bischofs bis zur Kapelle Spalier. In gegebenem Moment werden sämmtliche Lampen verlöscht, die Lampen der römisch-katholischen Altare nicht ausgenommen; jeder Pilger hält einen kleinen WachSstock in der Hand. Beim Verlöschen der Lamp.-n ruft ein Jeder: „Wenn es Gott gefällt, so sinkt das heilige Feuer vom Himmel hernieder!" Sodann wirft der Bischof des heiligen Feuers sein Ornat von sich und tritt in schlicht- weiße« Priestergewande, eine Wachskerze in der Hand, in die Kapelle des heil. Grabes; die Thür schließt sich hinter ihm, währenddem die Menge unausgesetzt schreit und heult: „Wenn es Gott gefällt, so sinkt das heilige Feuer vom Himmel hernieder!" Nach Verlauf von kaum zehn Minuten taucht in dem kleinen Fensterchen der Kapelle eine Kerzen- flamme auf, und die in ihrer Nähe sich Befindlichen entzünden ihre Kerzen an dieser Flamme. . . Einer übernimmt daS Feuer vom Anderen, und im Nu erstrahlen in den dichten Weihrauchwolken der Kirche unzählige kleine Kerzen- flammen, die freudig erregten Pilger berühren ihre Brust mit der heiligen Flamme und so mancher Bart und Lockenkopf fällt der allgemeinen Freudenbezeugung in dem Tumulte zum Opfer.