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Amtliches Grgsn für Sfaöf- unö Lsnökreis Hsnsu

Grschevch täglich mit AvSnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Mittwoch den 30. März

Hierzu

Amtliche Beilage" Nr. 23

Amtliches.

^an£&rew ^anatu Ktkannturachimgeu des Königliches Landrathsamtes. In Lindheim, Kreis Bildungen, ist die Maul» und Klauen­seuche ausgebrochen und Gehöstsperre »»geordnet »orden. Hanau am 39. März 1898.

Der Königliche Landrath

v. Schenck.

^fadiftww ^anau. BeZssRimsch«SM deß Oberbürgermeisteramtes.

Oeffentliche Sitzung des Gemeinde-AusschußeS (Schltttzfitz«ng)

Donnerstag den 31. März 1898,

nachmittags 51/« Uhr.

Berathungs-Gegenstände:

1. Abänderung des BaufluchtlinienplancS südlich der demiestraße.

2. Desgl. SandeldammNordstraße.

Aka-

3. Desgl. Heuser'sche Wiese.

4. Befestigung des Wegs zu den Küchler'schen Häusern bezw. Unterhaltung des Wegs betr.

5. Nachverwilligung von M. 128 für Vertretvxgsstundeu an der Knabenmittelschule.

6. DeSgl. von M. 88 auf Tit. 1 Sp.-E. E. pro 1897/98, Vertretung in der Knabenvolksschule.

7. Prüfung der Stadtverordnetenwahlen.

Gemeinschaftliche Sitzung mit dem Stadtrath.

Feststellung des EtarS pro 1898/99. 4734

Am Donnerstag den 31. März er., nachmittags von 4 Uhr ab, findet tm unteren Sitzungssaale des Nenstädter Rathhauses, Zimmer Nr. 1, part., öffentliche Sitzung des Geryerbegerichts statt, in welcher Partheien etwaige Strei­tigkeiten, Klagen rc. zur Schlichtung anbringen können.

Hanau am 30. März 1898.

Der Vorsitzende des Gewerbegerichts

Dr. GebeschnS. 4778

Die Annahme des Flotten-Gesetzes

Sinrückuu^ß.

gebühr

für Stadt- und Laub» steil Hanau 10 -^ dir ^gespaltene Garmond» zrile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.

Im Reklamentheil dir Zeile 20 ^ fit KuSwärti 30 ^

1898

überwältigender Stärke bricht das einhellige Empfinden des tragt werden soll, ob, und bejahendenfalls, in welcher Weise Volkes hervor. Diese Einsicht spendet dem vaterlandsliebenden die Unterzeichner der bei dem Reichstage eingehenden Peti- Herzen Trost in den Nöthen der Zeit, erweckt aber freilich tionen gegen die Bekanntgabe ihrer Namen an Personen, gleichzeitig den breuneude« Wunsch, daß es auch auf andern welche dem Reichstog nicht angehören, fichergestellt werde« Gebieten, des öffentlichen Lebens bald, recht bald ebenso werden sollen. Er empfehle die Annahme dieser Resolution. Abg.

möge.

Das Gelinge« des großen Werkes nöthigt aber auch zum innigen Danke gegen alle diejenigen, die den Gedanken der deutschen Seegeltung zuerst in seiner ganzen Bedeutsamkeit er­faßt und seiner Verwirklichung in mühevoller Arbeit die Bahn

sollen. Er empfehle die Ännatzme dieser Resolution. Abg.

Graf v. Roon (kous.) führt au8, d^ß die Autorität der

Regierung vor Allem geschützt werden müste. Ueber anonyme Petitionen könne doch die Regierung nicht »erhandeln; daS würde zu Gegensätzen führm zwischen ihr und dem Reichs­tag. Staatsminister Graf ». PosadowSkp betont, wer

geebnet haben. Allen voran erstrahlt da das Bild unseres ,.^ ..^^^,_I|V ^^ .... ^.., ^...., ... ^,ViM(Wll,lu Kaisers. Er wie kein zweiter hat mit der Gabe des rechten l»it feinem Namen zu vertreten. Es erscheine nicht unbe-

sich beschwere, müsse auch den Muth haben, die Beschwerden

Hohenzollern, die stets noch der Zeit ihre eigensten Forderungex j denklich, die Namen der befchwerdeführevden Beamten der abzulauschen wußten, erkannt, daß die Gegenwart ein see- Regierung vsrzventhaltrn. Jedenfalls behalte sich die Regie- krastiges Deutschland verlange, und diesem Ziele sein bestes rung ihre Handlungsfreiheit vor. Abg. Hammach er

Wollen geweiht.

(uaüit.) ist für die Resalution. Die Namen der Petenten

Nächstdem aber gebührt der größte Dank den leitenden brauchten der Regierung nicht bekannt gegeben zu werden. Männern der Flotte, die das thätige Leben des Kriegsmannesi Der Inhalt der Petitionen werde der Regierung mitgetheilt, so vortrefflich mit dem nationalen Lehramte zu verbinden und und das sei doch die Hauptsache. Abg. Singer (Soz.) die Forderungen unserer Wehrkraft mit so meisterhaftem Ge-i tzebt hervor, daß der Reichstag daS »olle PetitionSrecht wahren

schicke vor Parlament und Oeffeutlichkeit zu vertreten wußten.! müsse, nachdem man schon durch den Streikrlaß in die per- Eine eigenthümliche Laune der Geschichte hat es gefügt, daß; fänliche Freiheit eingegriffen habe. Staatsminister Graf v. der Entscheidungstag des Flottengesetzes mit dem JahrestagPosadowskp erwidert, der Streikerlaß gehe von richtigen der Gründung deS Marineamts zusammenfällt. So wird R-a«-*.--» ^"^^"^ ^- «»-^-- **-^

dieser Tag künftighin in doppelter Hinsicht ein Erinneru»gs- und Ehrentag sein.

Möge nunmehr das Flottengesetz seiner Ausführung ent- gegengehen zum Heile Deutschlands und seiner friedliche« Entwicklung. Millionen freundlicher Segenswünsche folgen ihm nach.

Vom nächsten Kaisermanöver.

Bekanntlich wird während der Kaisermanöver sowohl dem

B-rauSsttzunzen svS. Bezüglich der Petitionen hoffe er, daß

die Kowmission zu einem auch für die Regierung annehm­baren Beschluß kommen werde. Abg. Nickert (freist Der.) sagt, dir Petitionen seien eine rein innere Angelegenheit des Reichstags. Abg. Frhr. v. Stumm (ReichSp.) will auch bezüglich der Petitionen volle OeffeuÜichkctt walte« lasten. Abg. Graf v. Roon (konf.) hebt hervor, wenn die Neue­rung die Namen der Petenten nicht erfahre, könnten auch Unbefugte petitioviren. Abg. Lieber (Ctr.) hält die Re­solution für wohl begründet zum Schutze des Petitissßrechts,

7. als auch dem 10. ^ der Beamten. Hierauf wird die Resolution

sion zugrtheilt, nämlich dem ersteren die 7. Jssantcrie-Dioi-l^^' ^^n^

ston, dcm letzteren die 17. Infanterie-Division. Wie man' ^asitrageu dr;

in bierju «» t* « -toMto«. «reife» », ,®»*^^ iÄÄXrÄ wird es sich um außerordentlich wichtige Versuche hinsichtlich Rklchssvze ger ^croffentlrchre Ber chu^nz eines m einem d-r -mchi hch-p.» Zus°m«m!chmg d.r Arm,-k°-ps I« «K» °?" ,3°»-- löSI >°-g,dmm,»m Druckser- ,»r °«- «-!-», h-nd-In Die Frazr, ob M8 Wnroforpä au» W-i -«g «U.t »erb« fette 1«Je bot 3«« der R-chS- >,,, .,s hlM.uterte&Honen -,, Ulken fei. til Mn WM?-. »bg. Sl-dlh-,-» 8° ) d-,ri»d-t die

Beim Etat des Reichskanzlers beantragen die

oder aus drei Infanterie-Divisionen zu bilden sei, ist von

Ux w »C« tWHWtm SaifermanSoe«, »ie sich üb-r- W'm B-E>d--°n,m eorneimen »Me. 3>u

iaopt Wr l-hr--ich röt Werbers geftalieu dürst!»" Sie -»>>«-" 'st --" »»---g S^mm «ma, «r «nie ag Wgtlifeit nimlli, dmch °rr,chi-dmL»«- ©tuppirong See; ^R ^ «=W ber Se-otuhon Zu r na# ag 11« ferne

»Ä* LL ^SU^b .'".WiW ^ fei. « "T bei U* Wer i,'reifsen wl«, saun «an Hefe W« » *tm.e!«r,8 u.r g^»Jt &X. M?Ä E ÄÄ neben- oder Hintereinander verwenden. Das Bestreben, die < ^s ^t des R-chstags bezüzllch

wichtigen und entscheidenden BewegungS-, Angriffs- oder Ver- dem betr-ffenden Gesetz bestehe kem Zweffel. ES Hand.. ^ tbeüiaunaseinrichtunse« mit den Havptkräften zu bedenkeu, »ur um em Derfehm. Die Bericht guvg^ s

Das Flottku-Gesetz ist vom Reichstage in dritter Lesung .^ ^ ^ ^ ^ __ ....... ....

angenommen worden. Der Tag der Annahme bedeutet einen. j'hM^ngseinrl'chtunzen mit den Havptkräften

Triumph des nationalen Gedankens und einen Markstein!Unwichtiges untergeordneten Kräften zn übertragen, die Noth- nachdem^sich der Staatssekretär ^. Innern mit dem Pr^ unseres öffentlichen Lebens. Das deutsche Volk hat durch die: ^x^digkeit, beim Einsetzen der Divisionen zum Kampfe en er t^« ^ m ^

Mehrheit seiner Vertreter nunmehr endgültig bezeugt, daß es,Gkfsch)zreserve des Armeekorps auSmscheiden alles daS!'^^.^ n ^-erewsnmmnng unt dem danal^m was zvr Erhaltung deutscher Größe und Macht im Jnlande i ^hrte bei den Heeresbewegungen häufig, bei den Schlachten' §Ä?aMr°sU»mM» ^'m'on ebrmkalls nne'« und Auslande, und damit zur Erhaltung deS Friedens er- ^ Zerreiße» mindestens einer Division, vielfach beider. Reichsgesetzblatt errolgt. Auch him De»»tgesetz hatten k n« sorderl ch ist, auch g-währt wissen will. 'iAder Tag unserer neuesten Kriege ist dafür ein Beweis. MW

Immer stiller und stiller war allmählich die Gegnerschafti^^ aber verliert die Division ihren Charakter als ^"cht habe die Berichtignugm alS gesetzlich^'lli^au rk^^ im Lande geworden und immer überwältigender, immer-Echiachteneinbeit. Durch die Dreüheilsng werden diese ?^L- Frhr. v. -L>tum« (Reichsp.) legt^dar, daß o^e riesenhafter schwoll auf der anderen Seite die Zahl der -«-! uebelstöntze »«« beseitigt Zwei Divisionen in erster Linie, ,H Rede stehende Derichtsguvg geuau dr- b-s Nuchs- stimmenden Kundgebungen an. Der Belehrung, wie sie mit|^c ~ ' * " b'r «So- thr aber seht noch tor-

nngehemmtcm Eifer von der Regierung und ihren Freunden - ^_z c^Hewegnngen wie f. ... _____

tn§ Werk gesetzt wurde, konnte sich auf die Dauer das ge- G^avviruna ist allen Fällen gewachsen. DaS Armeckorps fünde Denken des Volkes nicht emzichen. Und der Um- ~' ' ' "

; 1J £ RfZn T Abg. Frhr. v. Stumm (Reichsp.) legt dar, daß die ^r

m da die Berichtigung im Einvernehwe« mit dem Reichstags-

Gruppnung ist ollen Füllen gcwaHjen. ^LQv »umctro. so fcleifir die t^raae iu erörtern ob

. kann sich dann bei den Heeresbewegungen nach vorwärts pläsidenten erfolgt ist, so tuewe^

fchwung dcr öffentlichen Memuug zog seine Wellenkreise weiter ^,^ seitwärts schnell mit zwei seiner Einheiten zum Kampf. »«mJ er ?ÄS ^

uud werter brs m den Reichetag hinein. Wer Fühlung «nt ^ilt, in Reserve haltend Es kann zwei ^^ öu klaren, beantrage er, beide Antrag 1

ÄttSüÄÄ-Ä ®S» SS S«M S;F?5si.S2 ü «ääsäw51^"' .........- »«= K££S

einmal der Neuforderung zweier Kreuzer zugestimmt hatte, billigte soeben den umfassenden Flottenplan der Regierung.

Es liegt etwas Tröstliches und Erhebendes in diesem Rückblicke, das dem großen Erfolge noch eine über seine eigene Bedeutung hinausreichende Weihe verleiht. Das Schicksal der Flottenvorlage zeugt wieder einmal für die Mecht der Wahrheit und beweist aufs klarste, daß unser Volk trotz aller Irrungen und Wirrnisse sich doch noch den Sinn für die großen, allgemeinen Fragen seiner nationalen Zukunft be­wahrt hat. Das Fraktionswesk« ist noch nicht Alles, wie es manchmal leider den Anschein gewinnen könnte.. Wenigstens ben Anforderungen nationaler Wehrkraft gegenüber erweisen f1^ die Schranken t'es Parteigeistes als ohnmächtig, und mit

«^^,^ der Verweisung der Anträge an die Geschäftsordnungskom-

Deutscher Reichstag. ! Mission emversianden. Es sei deukbar, daß Berlchtlgvngen

(Sitzung vom 29. März.) !erfolgen könnten, für die kein Grund vorliege. Deshalb

Der Reichstag hat heute zunächst einige Rechnungesachen: müsse die Mitwirkung des Reichstags gewohrt werden. Abg. rrledigt und fodann die dritte Berathung d e s R e i ch s- j S t a d t h ag e n (soz.) meint, der Prasisent könne nicht der Haushaltsetats begonnen. Nach einer kurzen General- Interpret des vonzen Reichstags sem. Staatssekretär dirkufsion kommt beim Etat deS Reichstags der Abg. Nieberding betont, daß d,e Berichtigung -^n korrekten Fieber (Ctr.) auf den schon bei der zweiten EtatSberalhung Sinn der Beschluffe der Reichstagsund des Bun^esruihs ur Sprache acbrochten Wursch zurück, daß die Unterzeichner wiedergebe. Nach einer wet eren Debtte werden berve Anträge von Petitionen der Regierung nicht genannt werden sollen, der GeschäMordnungskommisfion übtrwltsen.

um das Vetilionkrecht zu wahren. Deshalb habe der A^g. Berm E:at des Auswärtigen Amts sragt der Abg. Gröber eine Resolution eingebracht, nach welcher die Ge- Richter (freis. Voiksp.) wegen der provisorischen Ber^ schäslkcrdnungskommission mit der Prüfung der Frage bcauf-'rung des Handelsvertrags mit England und wegen deS Ver-

Beim Etat des Auswärtigen Amts fragt der Abg.