ir
Erstes Blatt.
d»«Kement*<>
PreiS:
Jährlich 9 .*.
Mhrl. 4 J4 50 * Vierteljährlich
2 ^ 25 ^J.
gär auswärtige Stavmenten mit dem betreffmden P-st-mfschla^
Sie einzelne Kummer kästet
H anauer WHiyezaer.
Zugleich G
Amtliches Gvgsn für 5taöt- unö Lauökreis Hanau.
SinrüSun-». gebühr
für Stadt- und Landkreis Hanau 10 ^ die ^gespaltene Garmondzeile oder deren Raum, für Auswärts 15 *
Im Reklamentheil die Zeile 20 ^ fit
Auswärts 30 *
19*
WcheiMtägÜch mit ABnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
SSMZ
Samstag den 26. März
1898
Amtliches.
c^anö^rsi^ ^anau
men von mindestens 1500 M. jährlich neben freier Dienst- folge vorgenommen. Das Leiden, welches den Altreichskanzler Wohnung oder angemessener Mikthsentschädigung erhalten seit Monaten an den Krankenstuhl gefesselt und zu dem Ge- _ , - , o k . . soll. Laut Art. 2 kann mit Genehmigung der bischöflichen rächte Anlaß gegeben hat, daß Wassersucht in den Beinen
BLiaMiMaHkNgeU des KsmgUlyek Lanora.psamtes. «Behörde eine Ortszulage dauernd bewilligt, auch dem Stellen- aufgetreten sei, bestand thatsächlich in einem Wiederauftreten In Schöllkrippen, Bezirksamt Alzenau, ist die Maul-inhaber eine Ortszulage aus die Dauer oder auf Zeit ge= i her alten Venenentzündung am Bein, ein Residuum aus der und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöstsperre ««geordnet währt werden. Nach Art. 3 kann die bischöfliche Behörde^ worden. ' anordnen, bei Psarrstillen, für welche das Dimsteinkommen
Petersburger Zeit, wo der Fürst infolge der ungeschickten
Hanau am 26. März 1898.
Der Königliche Landrath
V. 3575
v. Schenck.
noch den örtlich, n Behältnissen als unauskömmlich oder wegen der befon'sers schwierigen und anstrengenden Verwaltung nicht als angimesse» zu erachten ist, daß das Stelleneinkommen bis auf 2100 M. jährlich durch eine Ortszulage auf Dauer und Zeit erhöht werde. Nach Art. 6 werden 3 288 400 M. jährlich aus Staatsmitteln bereitgestellt behufs
Dienpiillchrichten aus dem Äreisc.
Gesunden: Sechs Schulbücher (für höhere Schulen) Gewährung von widerruflichen Beihilfen an leistungsunsähige mit der Inschrift „Bauschet. -katy. Pfarrgemeinden, weiche zvr Ausbringung von Zuschüssen zur
Entflogen: Ein Kanarienvogel. Erreichung des Mindeststellen-Eirkowmers und vou Alters-
Berloren: Eine schwarze Remontoiruhr in einem Etui, ober Ortszulagen für die beim Inkrafttreten dieses Gesetzes Hanau am 26. März 1898. bssichenden, n it einem Stellenein kommen von weniger als
2 300 Mk. jährlich verbu»denen Pfarrstellen Umlagen auS-
KL^HM^eis ^anaxu
AelsMWkchMgm des OLerbürgermeistersmIes.
Bekanntmachung.
Nach einer Stiftung von Chr. Weis Haupt soll „all-
schreiben müssen. Nach Artikel 8 werden 200 000 Mk. aus Staatsmitteln bereit gestellt behufs Gewährung von Beihilfen an neuzuerrichtende leistegsunfähige katholische Pfarrgemeinde« u. s. w. Dieses Gesetz soll auch am 1. April 1889 in Kraft treten. Beiden Gesetzen sind Begründungen beigegeben, sowie eine Denkschrift, b.trrffe'id die Ausbesserung der Gehälter der Geistlichen.
Uniform Aenderungen. Das „Armeeverordnungs-
jährlich ein besonders tKlentvsüer Goldarbeiter (Bijoutier, Graveur, Juwelier) oder Silberarbeiter, welcher noch eine Zeit lang der Fortfetznng des Ä^m^^ te«™ V.-i-°« b-M«- A: 1) Di- Z^d°°m^lsich°rm
hith «ük^i?klkikÄn «»!: «»h.miH.U IUK »X u»d R-se-mdai-, di- Divijions-, Gou»-r»M-»ts- Md ®ami= son-Auditeure — so weit diesen nicht der Rang ber Räthe Ettpendir«vr von Mark erhalten, ^jbrter Klasse verliehen ist — sowie die Intendantur- und
Als Ausgabe str Erlangung diejes Stipendiums wrrd ^^^ ^^ x^h Garnison-Bauinspektoren erhalten an Stelle der ^'"UU R„HU(«4M.ra durch Meine Ordre vom 27. Dezember 1888 eil geführten
„Cniwutf eines Hand pregels (ßfit @r ff 20 ^em sm^m^ solche nach den beifolgenden von mir genehmigten
Blatt" enthalt folgende Verordnungen: Aus den Mir gehal-
r s ! Achselstücke solche nach den beifolgenden von wir genehmigten
lang), eines Rieck flascychkN". ( ow hoch) n . Proben. 2) Dcwentsprcchend führen die Jntendanturaffefforen Bonbonniore (5 cm Durchmesser) in msdernern ^^^ Garnison-Bauinspektiren auch auf den Epaulettes zwei goldene Rosetten. Auf den Mir gehaltenen Vorkag g-nehmige , „ , ich dix Mir vorgelegte neue Probe für die Achselstücke der
und lind he «M> "!»•'”"% "”3*,^ »rm,- M-Mmspiji<-,m nnd i-pimm- gl-i«M, «,. H8» Siotto D(tf<h«, »»<« Sctjugung W«mej» M ^us-nd-rs, z t Warshoi-ipin, EtabShsrnistm »nd Stabsliomx-I-r m nmm «Ichl-ff-n-n «°-«^ L Vür li-I-N-» gelangen SchM-st-ck-, foule
^-r- f1’ ^. tzt', ^ep.ember or. an dir KSvl ! ch- tjllE ^eibbinte nach den Mir angelegten graben zur Ein- ^ee^nafabemee dahier ->»zu!>e^in. sih>mWm« sührung. Die Schulterstücke, mit den Unterscheidungszeichen
Wer lorderu hn-nach zur B,Werbung um du, ettpmdtnm ^ Trug,euch«ls (Haupt-Kad-It-nanst-lt), (»nie
Ä'^l? -°"u'^^ ‘ÄJ“„'S1?;Ä »Ä -nßerdem mit r-!«udn-n Abzeichen für Mus>kdi--I-°-,n »ud ÄE>M 'ft-, daß der B-m-rb-r -chul-r der ht-sigen K°n,g- Vufitbiriamlen ' ersetzen die Schulte, klappen (Achietschnüre, uchen Zeichenakaoemre war. s ' — * -
Charakter, für Ausführung in Gold mit Email und
Stein en",
Zeichenakademie dahier einzuliefern.
Hanau am 15. März 1898.
Der Stadtrath.
Dr. Gebeschus.
Epaulettcs) des WaffenrockS, (Koller, Attila, Ulanka), der Litewka und des Mantels. Die Stabstrompeter der Ulanen-
ärztlichen Behandlung einer Verletzung, die er sich, wenn ich nicht irre, beim Reiten zugezogen hatte, von diesem Uebel zum ersten Male befallen wurde. Alsdann trat ein äußerst heftiger und typisch ausgebildeter Podagraanfall hinzu, wie er in dieser ausgeprägten und schmerzhaften Form bisher noch nicht dagewesen war. Die Schmerzen, die der Fürst infolge dessen auszuhslüu hatte, waren sehr groß und stellten im
454K regimenter tragen jedoch bei Paraden ihre bisherigen Epau- ° lettes. Die Leibbinde, von der Farbe des Schulterstücks mit Tresseubesatz und Schloß, wird zu jedem Dienst angelegt, bei welchem der Helm (Tschako x.) zum Anzüge gehört. Die
Diertsteittkommen der Geistlichen. Die Gesetz- Stabstrompeter der ^farm^eg^
entwürfe, betreffend das Diensteinkommen der evangelische« binde rächt. 2. Die Waffe wird am Unter,chnallkoppe ge^ und katholischen Pfarrer, sind am Donnerstag im Uhgeord-tragen; der Stabstrompeter Meines Regiments er Waides netenhause erschienen. Nach Artikel 3 der Vorlage für die> Corps behalt l-doch zu ferner Galauniform das Ueber- evangelischen Geistlichen wirb behufs Gewährung von! schnallkoppcl. 3. Bekleidungsstücke au, fernerem -ruch und widerrsflichen Beihilfen an leistungSunfähige evangelische Hosen, welche einen etwas engkren Schnitt haben als biejen^ Kirchengemeinden, welche zur Ausbringung der Grundgehälter,! s;ku für Mannschaften, dmfen im Dien«! genügen werde . Alterszulage-Kassenbeiträge und Zuschüsse für die beim In- Wilhelm.
krafttrete« dieses Gesetzes bestehenden, bei der Alterszulage-' China ttnd Rnßlaxd. Die „Times melden aus kasse versicherten Pfarrstellen Umlagen ausschreiben müssen,! Peking vorn 24. d. TU Chwa nahm gestern ^sämmtliche eine Summe von 6 208 903 Mk. jährlich aus Staatsmitteln Russische Forderungen an. Die Zugeständnisse sind folgende, bereitgestellt. Der jährliche Antheil an dieser Summe wird! 1- die Verpachtung von Port Arthur auf 25 Juhre als be- bestimmt 1. für die eva-.^gelische Landeskirche der älteren !ftstigter Marinestützpunkt; 2. die Verpachtung von Tallen Wan Provinzen auf 4 227 237 Mk., 2. für die evangelisch luther- als offener Hafen und zugleich als Endstation für die tranS-
ische Kirche der Provinz Hannover auf 610 979 Mark, mandschurische Eisenbahn für eine ähnliche Zeitdauer und mit
3. für die evangelisch-lutherische Kirche der Provinz Schles- dem Recht auf Befestigung; 3. das Recht für Rußland, eine
mig-Holstein auf 188 880 Mk., 4. für die evangelischen Eisenbahn von Petuna nach Talien Wan und Port Arthur
Kirchengemeinden des Konsisorialbezirks Cassel auf 664 513 unter denselben Bedingungen, wie bei der mandschurischen Mark, 5. für die deS Konsistorialbezirks Wiesbaden auf! Bahn, zu erbauen. Das Telegramm fügt hinzu, daß Chma
367 189 Mk., 6. für die evangelisch-reformirten Kirchen ber! W Stellung wahre durch Beibehaltung nomineller Ober-
Provinz Hannover auf 100 105 Mk. Nach Artikel 5 der: Hoheitsrechte, aber die Verpachtung sei im Uebrrgeu glelchbe-
erstgenannten Vorlage wird ein Betrag von 600 000 Mk.; deutend mit Abtretung.
jährlich aus Staatsmittelu bereitgestellt behufs Gewährung von: ~
Beihilfen an neu zu errichtende leistungsunsähige Kirchengcmein- VvM Fürsten BjsMtll'ck.
den, welche zur Ausbringung der Grundgehälter, Alterszulage-; Von einem Gewährsmann, der Beziehungen z« rsried- kassenbeiträge unb Zuschüsse für neu zu gründende Pfarrstellen j richsruh hat, wird der Wiener „Neuen Fr. Pr." neuerdings Umlagen ausschreiben müssen. Dieses Gesetz soll nach Art. 10 l geschrieben: „ r .
am 1. April 1899 in Kraft treten. Der zweite Gesktzent- Das Befinden des Fürsten Bismarck bessert fiel) ™l’SIQH1/ ^urf bestimmt in Art. 1, daß Jeder für ein dauernd errich-! aber stetig. Er bedient sich zwar noch des Rollsinhls, aver tetes Pfarramt bestellte katholische Pfarrer ein Stelleneinkom-' die Gehversuche werden jetzt häufiger und mit größerem ur=
Die heutige Nummer umfaßt außer dewMuterhattuugsblatt 14 Seiten.
TKgesschart.
Zusammenhang mit der Steigerung der Schlaflosigkeit, welcher der Fürst überhaupt leicht ausgesetzt ist, so hohe Anforderungen an die Widerstandsfähigkeit des Dreiur^achtzigjährigen, daß man über die Möglichkeit ihrer Erfüllung erstaunt sein mußte. Unter diesen Umständen darf der Verlauf der Krankheit und der Heilung, obgleich er Monate in Anspruch genommen hat, nach der Auffassung der behandelnden Aerzte als relativ günstig und schnell bezeichnet werden. In einem so hohen Alter pflegen derartige schwere Fälle meist nicht so glücklich zu verlaufen, und jedenfalls erfordert ihre Heilung sehr lange Zeit. Jetzt dürfen die Kraukhertserscheinungen im Allgemeinen als behoben gelten, und es ist anzunehmen, daß unter dem Einflüsse des herannahenden Frühjahres der Fürst bald wieder ganz hergestellt sein wird und die lang« und schwer vermißten Spaziergänge und Spazierfahrten in den Sachsenwald wieder aufnehmen kann. Ob dies freilich bis znm 25. März, wo der Fürst bekanntlich sein sechzigjähriges Militärjabiläum feiert, oder bis zu seinem Geburtstage, am 1. April, möglich sein wird, ist zweifelhaft. . . . Wie ich höre, wird der Fürst bei seinem diesmalige,> Geburtstage, der vorwiegend den Charakter eines Famili-nfestes tragen dürfte, die Freude haben, auch seine beiden Enkel aus Königsberg und Schönhausen, Klaus und Otto, zum ersten Male um sich zu sehen. Die Stimmung des Alt-Reichskanzlers ist jetzt vorzüglich, sein Humor köstlich, und die nähere Umgebung weiß nicht genug über die geistige Frische des Fürsten zu berichten; sein Appetit ist vortrefflich, der Magen vollständig in Ordnung. Es ko»mt vor, daß der Fürst zehn bis zwölf Pfeifen an einem Tage mit Behagen raucht. Gewiß ein günstiges Zeichen. Viel Heiterkeit erregt es in Friedrichsruh, daß seit einiger Zeit fast taz- täglich lange Telegramme aus Amerika von Politikern und Zeitvngcn Einlaufen, welche „eingeklemmte" Antwortformnlare enthalten, die der Fürst benutzen soll, um auf dem Drahtwege den betreffenden Absendern seine Meinung über die Kuba-Frage oder die „Maine^'Angrlegeuheit zu übermitteln. Ich brauche wohl kaum hmzuzufügev, daß nicht ein einziges dieser Telegramme beantwortet wird und daß die Notiz, welche neulich die Presse durchlief, daß der Fürst seine Ansichten über die Kuba-Frage einem Interviewer gegenüber ausgesprochen habe, aus Erfindung beruht. Der Fürst liest, angeregt durch den Prozeß Zola, außer geschichtlichen Werken und den politischen TageSblättern jetzt öfter in den Werken deS französischen Romanciers. Gegenwärtig lieft er „Paris". Noch seinem Geschmacke sind die Zolaschen Romane zu sehr „mit Polsterung bepackt", mit übermäßigen und deshalb überflüssigen Schilderungen von Nebensächlichkeiten. Ferner meint der Fürst, die Feindschaft, die sich Zola von Seite des fran- zösischen Klerus und der französische« Armee zugezog-n habe, sei wohl die Quittung für „Lourdes* und „La DGbäcle“.
Aus Stadt- «nd LaadrrM HariS^-
Nachdruck unserer Lokalartike! nur mit OueLesAi^bk .^r- Auz.
VIII. große allgemeine Gestrig,l- Ausstellung
des Vereins für Geflügel- und Singvögelzucht, verbunden mit Prämürung und Verlsosuug.
In den Räumlichkeiten des Deutschen HauseS fand heute Morgen Vill Uhr in Gegenwart der Spitzen unserer Militär- und Zivilbehörden, der Herren Generalmajor v G i l s a und "Landrath v. Schenck, die Eröffnung der VIII. großen allgemeinen Geflügelausstellung des Vereins für Geflügel- und Singvögelzucht statt. Herr Lehrer Ohl etöffnete die Ausstellung durch eine die Bedeutung der einheimischen Geflügelzucht würdigende Ansprache, die in einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser ausklang. In den entsprechend eingerichteten Räumlichkeiten ist diesmal ganz Außerordentliches geboten. Der Eingang zum Deutschen HauS weist eine schöne Dekoration auf und ladet zum Besuch der