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Hanauer Anzeiger

19 März v

Seite 10 __________________

Politische und unpolitische Nachrichten.

(Depeschen-BureauHerolds)

Berlin, 18. März. Wie die Abendblätter melden, ist der Staatspräsident beim Kammergericht Dr. jur. Coing, der Präsident der Prüfungs kommission für das erste juristische Staatsexamen, zu einem Pistolenduell herausgefor­dert worden. Der Herausforderer ist ein Rechtskandidat, der zum wüten Male beim Referendar.Examen durchfiel.

Berlin, 18. März. Nach einer Meldung aus Altona ist im Prozeß des Oberförsters Lange gegen den Fürsten Bismarck dem Letzteren die Ableistung des sormulirten Eides zugeschoben worden. Erfolgt die Eidesleistung, dann wird der Kläger abgewiesen.

Berlin, 18. März. DemLokalanzeiger" wird aus Kiaotschau gemeldet, daß der Unteroffizier Lehman« und zwei Soldaten, welche in dem Dorfe Konschmtino chinesischen Arbeitern Lohn ausbezahlt hatten, auf dem Rückwege von Chinesen Überfällen wurden, welche die Deutschen berauben wollten. Letztere fetzten sich zur Wehr und nachdem ein Chinese tödtlich verwundet worden war, entflohen die An­greifer und entkamen unbehelligt. Die Untersuchung ist so­fort eingeleitet worden.

Berlin, 18. März. Die Märzfeier auf dem Friedhofe in Friedrichshain hat bis jetzt einen ruhigen Verlauf genom­men. Die Polizei war schon frühzeitig in großer Anzahl zur Stelle und überwachte die Tausende«, die mit Kränzen den Gräbern der Märzgefallenen zuströmten. Die Menge stellte sich in Reih und Glied auf und «arschirte bann nach dem Friedhof. Um 10 Uhr waren bereits mehr als 500 Kränze niedergelegt worden Der Sohn eines Märzgefallenen hielt an dem Grabe seines Vaters eine Ansprache. Die Kränze trugen meist entsprechende Widmungen, die zum Theil von der Polizei als gegen die öffentliche Ordnung und Ruhe ver­stoßend, entfernt wurden. Diesem Schicksal verfielen beispiels­weise die schwarzen Widmungsschleifen der von den Anarchisten niedergelegten vier Kränze, sowie die Schleifen der von den Redaktionen besSozialist" und desArmen Konrad" ge­widmeten Kränze. Die neue Fraktwn der Linken der Stadt­verordnetenversammlung erschien vollzählig auf dem Friedhof und legte einen prachtvollen Kranz mit schwarz-weißer Schleife am Grabe nieder. Von den übrigen Kranzspenden seien er­wähnt, diejenige der liberalen Vereinigung Berlins, der Ber­liner sozialistische« Wahlvereine, der Sozialisten Deutschlands und der anarchistischen Frauen.

Köl«, 18. März. DieKöln. VolkSztg." schreibt zu der Berathung der Centrumsfraktion über die Marinevorlage; Nach unserm Informationen wird ein großer Theil des Centrums für daS Gesetz stimmen. Das Blatt meint, ein Zerwürfniß im Centrum brauche deshalb nicht zu entstehen. ES bestehe im Centrum kein Fraktionszwang, auch bei dem Flottengesetz habe jeder das Recht zu stimmen, wie er es für das richtigste halte.

Athen, 18. März. In Hofkreisen wird versichert, daß die Installation des Prinzen Georg zum Gouverneur von Kreta Mitte Juni erfolgen wird.

Gesammtkataloge sind zu 1.20 Mk., die neuester!

Verhafteten, und zwar ebenfalls auf dem Friedrich Werder-- L.,--.-...».».. P«T ,-----,--,

scheu Kirchhof, 16,000 Mark in Werthpapieren gefunden; Nachträge Nr. 15 und 16 zu je 20 Pfg. in der Bibliothek worden. Dieser neuerdings gemachte Fund hat zur Verhaf- zu haben. n

tung des Angeschuldigten geführt. Grünenthal ist vor Jahresfrist aus dem Staatsdienst freiwillig und ohne Pen­sion ausgeschieden. Er hat es anscheinend kurz vor seinem Austritt verstanden, die Scheine an sich zu bringen. Die bisher in dieser Angelegenheit geführten Recherchen haben keinen Anhalt für die Mitthäterschaft anderer Personen er­geben. Die in Umlauf befindlichen Gerüchte über die Ver­haftungen von 11 Personen sind vollständig unbegründet. Bisher ist in der Sache, die freilich noch dringend der Klä­rung nach den verschiedensten Richtungen bedarf, lediglich Grünenthal in Haft genommen worden. Derselbe wird im Uebrige« auch beschuldigt, falsche Scheine angesertigt zu haben; denn es haben sich unter dem aufgefundenen echten Gelde einige gefälschte Noten befunden. Dieser Punkt der Anschul­digung ist j.-doch noch nicht soweit auf seine Richtig­keit geprüft, um ein klares Bild der Sachlage zu ge-' von ^Dr. K. v. Reinhardstöttmr. ^1891. winnen. Zur Zeit wird Grünenthal eine« scharfen r "avx* '

Verhör dieserhalb unterzogen. In der Reichsdruckerei hat der Fall selbstredend auf das Peinlichste berührt. Es wird angenommen, daß der Angeschuldigte durch irgend wel­chen unglücklichen Zufall seine That hat ausführen können. Setter", so wurde dem Berichterstatter desLokalanz/ an kompetenter Stelle gesagt,ist es trotz bet sorgfältigsten Kon­trolle nicht immer möglich, derartige Verbrechen zu verhüten.

Räudige Schafe finden sich überall. Ein abschließendes Ur­theil über die Sachlage zu fällen, ist zur Zeit ganz und gar unmöglich. Es ist noch alles in' der Schwebe, in dem ersten Stadium. Die in die Welt gesetzten Behauptungen, daß alle Hundert- und Tausendmarkscheine infolge dieser unglücklichen Affäre werden eingezogen werden müssen, fi^d aber arge Uebertreibung!.«. Dem Staatssekretär von PodbikMi, bem j die Reichsdruckerei untersteht, wurde im Laufe des Tages > wiederholt Vortrag in der Angelegenheit gehalten. Außerdem,

Neuanschaffungen aus den letzten Jahren sind:

H a r e, A. F. C. Freifrau von Bunsen. Ein Lebens­bild aus ihren Briefen zusammengestellt. 1885.

Erinnerungen eines deutschen Ossi-

Hartmann, J. ziers 1848-1871.

Poschinger, H.

M

Grimm, Herm. Mautegazza,

v. Aktenstücke zur Wirthschaftspolitik des Fürsten Bismarck. 2 Bde. Bis 1884. 1890/91.

Fürst Bismarck als Volkswirth. (Von 18851890). 1891.

Homer. Jlias. 1.9. Gesang. 1890.

P. Epikur. Die Physiologie des

Haffes.

Casati, Major Gantano. Zehn Jahre in Aequatoria und die Rückkehr mit Emin Pascha. Aus dem Jtal. übers.

Nathusius, Marie. Tairebuch eines armen Fräuleins.

*

*

Redwitz,

1890.

Rückerinnerungen auS einem Mädchenleben. 1890.

Z. Modelle. Novellen. 1891.

). Gutmann's Reisen. 1892.

Das Odseld. Eine Erzählung. 1889.

Fabian und Sebastian. Eme Erzählung.

1882.

O. v. Hymen. Roman. 1887.

Glück. Roman. 1890.

Reichenau, R. Aus unsern vier Wänden. 1890. (Fortsetzung folgt.)

Verloosungen.

Freiburger 10 Fres.-Loose vom Jahre 187S.

fanden ausgedehnte Konferenzen "zwischen dem Unterstaats-' ^^ ^ nas^l^T^

sekretär Fritsch und dem Kurator der Druckerei Geheimem , K7n Oberpostrath Pressel statt. i q7Rs)

Aus Saalfeld s Vergangenheit Eine Festdichtung 6402 in einem Bühnenvorspiel und lebenden Bildern, der steinernen 8503 Chronik Thüringens gewidmet von Wilhelm Clobes, so lautet der Titel einer soebr« in Arbeit befindlichen Bühnendichtung,; welche im Laufe des Sommers vollendet werden und in Buch- i ^q0 form erscheinen dürfte. Nach einem dramatischen Vorspiel auf 5153 der Bühne, führt der V»fasser die folgenden historischen 400 ^ Serie 317 Rr 19 Serie 2953 Nr 15 Serie Tableaux aus der bilderreichen und wechselvollen Vergangen-gg^* iR ^ o^i 1 x ?

H S°ch-Id- mit »--bmd-nd-- Dichtung vor Sagen: L». ^V ? SS ioui ' »T 6 SS L 15' theilung: 1. Bonifacius bekehrt die thüringischem Heiden zum ^.^^ 2 x2^^^ 40 ^3

Christenthum 763. 2. Sieg Karl des Großen über den ^15 S b 8 ? 3 enthaltenen Nummern

Sorbenköniz Samela an der Saale 805. 3. Saalfeld wird 'mter Heinrich dem Finkler befestigt 930. 4. Kaiser Otto! der Große in Saalfeld, Weihnacht 954, Reichsstadt, Reichstag 1194. ' I

heit Saalfelds mit verbindender Dichtung vor Augen; I. Ab­

Wetterbericht.

Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch Fortdauer des bestehenden Witteruugscharakters.

Vermischte Nachrichten.

Unter der Anschuldigung, die 44,000 Mark aus der Reichsdruckerei entwendet zu haben, welche man unter einem Grabstein aus dem Friedrich-Werder- schen Kirchhof gefunden hat, ist der frühere Oberfaktor der Reichsdruckerei Grünenthal verhaftet worden. Außer diesem Gelde, welches seitens der Reichsdruckerei noch nicht zur Aus­gabe bestimmt war, find auf dem Grabe der Tochter deS artium zu machen, fest entschlossen, die Brücken hinter sich aozubrechen und nicht wieder in die lähmende Enge der alten Verhältniffe zurückzukehren.

So begann er denn in Christiania daS Leben eines Litteraten. Er schrieb Stücke, die auch wohl zur Aufführung gelangten, wurde von den Ideen deS JahreS 48 bewegt, rebigirte eine Wochenschrift mit, und zwischendurch hungerte er tapfer, denn die Einkünfte waren überaus knapp. Indeß trat in seinen Verhältnissen ziemlich bald eine Besserung ein. Noch heut sind die Verhältniffe in Norwegen immerhin so klein, daß sich auf jedes, einigermaßen beachtenswerthe Talent recht bald die Aufmerksamkeit des Landes richtet. So kam es, daß Ibsen schon im Jahre 1851 einen Ruf an das Theater in Bergen erhielt.

Von Bergen ging damals eine Bewegung zur Refor­mation des norwegischen Theaters auS. Hier zuerst machte man den Versuch, sich von d» bis dahin im Lande allein herrschenden dänischen Schauspielkunst loszumachen und eine nationale norwegische Bühne zu begründen. Diesem Unter­nehmen sollte Ibsen als Theaterdichter und alsSzene- instrukteur", d. h. Regisseur, dienen, und es sind die sechs Jahre, die er in dieser Stellung gewirkt hat, für ihn inso­fern von hoher Bedeutung gewesen, als der «erdende Drama­tiker hier mit der Praxis des Theaters in engste Berührung trat und an ihr seine bisher schwankende und unbehilfliche Technik wesentlich verbesserte und festigte. Im Uebrigen stehen feine Jugenddramen, wie dieNordische Heerfahrt" und Die Kronprätendenten" ganz auf dem Boden bet Romantik, wie sie sich in Norwegen national entwickelt hatte; mit Vor­liebe sucht er die Welt der Sage und die Gestalten bet alten Heldenzeit zu neuem Leben zu erwecken, wobei er freilich be­reits gelegentlich eine eigenthümliche, herbe Größe der Charakteristik und eine eindringende psychologische Feinheit an den Tag legt.

1575

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10087 10141 10153 10192 10706.

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9315

1342 3^63 615s 8369 9482

Hauptpreise:

9107 Nr. 7 L 30 000 Frcs. Serie 3760 Nr. 6 i

Frcs. Serie 80 Nr. 23, Serie 1570 Nr. 4, Serie

Nr. 22, Serie 6156 Nr. 19, Serie 9315 Nr. 12 je ' 1- Serie 317 Nr. 19, Serie 2953 Nr. 15, Serie

. , _ ................... (Ohne Gew.)

* r , Stadt Mailand 10 Fr.-Loose vom Jahre 1866.

' Ziehung am 16. März. Auszahlung am 15. Zum 1898.

Nr. 687 772 804 1265 2173 2448

9 9 2870 3459 3512 3598 3633 3792 3869

_ ® ;4111 4229 4479 4583 4755 5063 5211 5713 6678

a A k 6940. Hauptpreise: Serie 5713 Nr. 20 a 50 000 Frcs.

jährige Krieg 1640. III. Abtheilung: 1. Aufnahme der 500 » ä - ---- - ' _

geflüchteten Salzburg» 1732. 2. Der siebenjährige Krieg 4229 Nr

führung der Reformation in Saalfeld 1530.

Blüthezeit 1534. 3

Serie 804 Nr. 94 L

1759. 3. Heldentod des Prinzen Louis Ferdinands von Preuße« 1806. 4. Saalfeld im Jahre 1813. 5. Die Bürger­garde anno 1848. 6. Saalfeld unter dem Einheitsbanner. 7. Das heutige Saatfeld (Apotheose).

Die städtische Bibliothek

Bangertstraße 2, erster Stock, ist Sonntags, Mittwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet.

. Serie 3598 Nr. 99, Serie 3633 Nr. 3, Serie 4229 Nr. 7, Serie 4583 Nc. 63 je 100 F,cs. Serie

1265 Nr. 8, 12, Serie 2523 Nr. 41, Serie 2674 Nr. 56, Serie 2870 Nr. 37, Serie 3598 Nr. 81, Serie 3792 Nr. 14, Serie 3869 Nr. 45, Serie 4479 Nr. 26, Serie 6678 Nr. 21, 23 je 50 Frcs. (Ohne Gew.)

Stadt Paris 400 Fr.-Loose vom Jahre 1886.

Ziehung am 5. März. Auszahlung am 25. März 1898. Hauptpreise: Nr. 201496 a 100 000 Frcs. Nr. 546684 3, 50 000 Frcs. Nr. 32748 122542 130969 310872 je 10 000 Frcs. Nr. 187210 332806 397299 679895 je

Von Bergen berief man ihn nach Christiania. Seine Stellung war die gleiche, und doch wieder eine ganz andere. Auch in Christiania machte man jetzt den Versuch, die Szene zu nationalistren. Da aber hier ein festes dänisches Theater bestand, allgemein anerkannt und geschätzt war, so entstand hier, was in Bergen nicht der Fall gewesen war, zwischen den beiden Bühnen und ihren Anhängern ein Kampf, der mit der ganzen Leidenschaftlichkeit des norwegischen Charakters und der Erbitterung nationaler Kämpfe geführt wurde. Mitten in diesen Kampf sah sich nun Ibsen hineinaestellt, und bald war er bet Gegenstand wüthender Angriffe von beiden Seiten. Der Kampf wurde persönlich, leidenschaftlich, rücksichtslos geführt, und auf die Brust deS Mannes, der nach Freiheit und Schönheit lechzte, legten sich die vergifteten Verhältnisse der Heimath mehr und mehr wie ein schwerer Alb. Innere Kämpfe kamen hinzu. Denn es wogte und wallte in ihm, AtteS brach. Und schwer und langsam bildete sich Neues. DaS Neue tvat zum ersten Male in die Er­scheinung in derKomödie der Liebe."

Wenn Ibsen hier den Gedanken durchführt, daß die Liebe, wenn sie erst zur Ehe geführt hat, von der kläglichen Welt und dem platten Alltagsleben getödtet wird, wenn er räth, sich die Liebe als eine ungetrübte, weihevolle Erinnerung zu bewahren und in der Erinnerung nur eigentlich ihre wahre Schönheit sucht, so erscheint er zum ersten Male als der scharfe Kritiker und unerbittliche Richter der modernen Gesell­schaft und ihrer Verhältniffe. Und die moderne Gesellschaft empfand das, und sie beantwortete die Anklage mit einem Schrei der Entrüstung. Eine Fluth herber Kritiken wälzte sich über das Drama. Alles, was mit dem amtlichen Theile der Menschheit in dienstlicher oder in freiwilliger Beziehung stand, äußerte seinen Abscheu über Ibsensunmoralische" Auffassung der Ehe, und als es sich später darum handelte, Ibsen ein Stipendium zu gewähren, da hat ein Universitäts­

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professor erklärt, daß die Person, die dieKomödie der Liebe" geschrieben habe, Stockprügel und nicht ein Stipendium verdiene.

Diese Erlebnisse schlugen dem Faffe de« Boden aus. Unerträglich war Ibsen die Heimathslust geworden, und als ihn vollends im Jahre 1863 die laue Haltung Norwegens in der dänischen Angelegenheit verdroß, da litt es ihn nicht langer in Norwegen, und mit Hilfe eines endlich erreichten Stipendiums reiste er Italien zu. Je weiter er südwärts kam, um so leichter wurde sein Herz, um so freier sein Sinn, und die nordische Heimath erschien ihm nur noch wie eine dunkle, unleidliche Erinnerung. Aber diese grimme Natur war nicht danach angelegt, das alles, was das Vaterland an ihm verschuldet hatte, so ruhig hinzunehmen, und so schritt Ibsen zu einer dichterischen Abrechnung mit Norwegen. Dies geschah inBrand",Peer Gynt" und demBund der Jagens". InBrand" geißelt er die Enge und Härte der Gesinnung feiner Landsleute, an der eine große Natur, wie Brand, rettungslos zu Grunde gehen muß. In der Gestalt deS Peer Gynt stellt er die Willenshalbheit der Norweger an den Pranger, die über Anfängen und halbes Vollbringen nicht hinauskommt. ImBand ber Jugend" verspottet er daS egoistische und engherzige Treiben der norwegischen Poli­tiker. Sind so diese Stücke ohne ihre nationalen Voraus­setzungen nicht voll verständlich, so besitzen doch speziell die beiden erstgenannten Werke eine weit über das Nationale hinauSreicheude Bedeutung. In einer glänzenden, schwung­vollen, ausdruckSreichen und bildergesättigten Sprache, bereit Reize leider im Deutschen völlig verloren, ist imBrand" ein Faustproblem, imPeer Gynt" daS Problem der Ueber- macht der Phantasie im Charakter in großartigen Szenen und ergreifenden Darstellungen behandelt. ES spricht für die dichterische Kraft Ibsen, daß Stücke, die aus einer polemischen Absicht erwuchsen und nationale Verhältnisse zunächst im