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für Stadl- und Land­kreis Hanau 10 ^ bk ^gespaltene Garmond- zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.

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Amtliches Organ für 5faöf- unS LanSKreis Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Montag den 14. März

^^MMKL«S«M?E0M

1898

AMtliches.

^anö&ret£ ^anau.

Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.

Den Herren Ortsvorständen bringe ich hiermit meine Verfügung vom 24. September 1894, V. 8149, Kreisblatt Nr. 230, betreffend die am 25 -. Mti. fällige Nach- weisung über dir seit dem 1. Oktober v. I». sertiggestellten und nutzbar gewordenen Gebäude rc., in Erinnerung.

Hanau am 11. März 1898.

Der Königliche Landrath

V. 2993 v. Schenck.

mächte mit wirttschastlichiN Opfern von uns erkauft haben, in der bisherigen Form fernerhin aufrecht zu erhalten sein wird.

Die wirihschaftliche Zukunft Deutschlands hängt von der künftigen Gestaltung unserer handelspolitischen Beziehungen zum Auslande ab. Die Reichsregierung hat durch Begrün-

sichtigung aller Zweige des Erwerbslebens stehen. An alle Anhänger deS Schutzes der nationalen Arbeit ergeht daher die dringende Aufforderung, schon bei der Aufstellung der Kandidaten sich über die Wahl von Männern zu einigen, welche rückhaltSlos auf dem Boden der nationalen Wirth- schaftSpolitik stehen."

Die Schweineseuche in dem Gehöft des Weißbinders Heinrich Ludwig in Niederrodenbach ist erloschen. Die Gehöftsperre ist wieder aufgehoben worden.

Hanau am 14. März 1898.

Der Königliche Landrath

V. 3058 d. Schenck.

dung des wüthschaftlichen Ausschusses und durch wiederholte Eine zugkräftige Wahlparole ist damit ausgegeben. Nicht ausdrückliche Erklärungen den festen Willen bekundet, die um politische Fragen wird sich der Kampf bei den Wahlen vielseitigen und schwierigen Fragen nnsercs Erwerbslebens zu zum Reichstage drehen, sondern um wirihschaftliche: vertiefen und begründeten Forderunae» nach wirksamem es handelt sich um den S ch u tz d e r n a t i 0 n a l e n A r- Schutze unserer schaffenden Arbeit gerecht zu werden. beit unter gleichmäßiger Berücksichtigung Der ReichSregierung auf dieser Bahn zu folgen, liegt im aller Zweige des Erwerbslebens. Unter dieser allgemeinen Interesse aller Stände. Fahne gilt es, die Wähler zu sammeln. Eifrige Arbeit ist

Die Entscheidung aber liegt bei dem neu zu wählenden dringend erforderlich; es muß alle Kraft daran gesetzt Reichstage, der sowohl über den zeitgemäßen Ausbau unseres werden, um den in dem Ausruf ausgesprochenen Anschauungen Zolltarifs witz über den Abschluß neuer Handelsverträge zu gerecht zu werden. Schon rüsten sich die Gegner, deren Ver- beschließen haben wird. Von dem Ausfall der Reichstags- suche, die Politik der Sammlung zu durchkreuzen, bisher miß- wvhlen hängt die Durchführung einer nationalen Wirthschafts- lungen sind, zu neuem Kampf. Umsomehr heißt es für die politik ab. ! Anhänger der Sammlungspolitik, getreulich aus dem Posten

Daher ist die Sammlung aller derjenigen Parteien vnd zu bleiben bis zu Ende der Wahlschlacht und dem Ansmrm

Dienstilachrichten aus dem Kreise.

Gefunden: Zwei Brouillonkarten Sektion VI von Langenfelbold.

Zerloren: Ein goldnes Armband mit 3 Blättern. Eine goldne Broche mit Perlen. Eine Invaliden Quittungs- karte Nr. 5 für den Tagelöhner Adam Micth auS Klein- krotzenburg.

Hanau am 14. März 1898.

$UMtei0 ^anau.

VekaMtmachuvgm des Oberbürgermeisteramtes.

Bekanntmachung.

Der Kunst- »nd HandelSgärtner Georg Äuglet hier beabsichtigt auf dem Grundstück Karte U. 105 und 106 hiesiger Gemarknng Kinzigheimerweg ein Wohnhaus und verschiedene Treibhäuser zu errichten.

Es wird diese Absicht gemäß dis Gesetzes vom 11. Juni 1890, betreffenddie Gründung neuer Assiedlungen ic.N, mit dem Semerlen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Einwendungen gegen die Ausführung innerhalb von zwei Wochen bei der Königlichen Polizeidirektion hier erhoben, die Zeichnungen und Beschreibungen bei dem Unterzeichneten eingesehen werden können.

Hanau am 11. März 1898.

Der Oberbürgermeister

Dr. Gebeschus. 3739

Bekanntmachung.

Der Kunst- und Handelsgärtner Ludwig Küchle? hier beabsichtigt auf den Grundstücken Karte U. 235/94, 98», 99, 100, 101 und 252/103 hiesiger Gemarkung Kinzig- heimerweg 10 Arbeiternohnhäuser zu errichten.

ES wird diese Absicht gemäß deS Gesetzes vom 11. Juni 1890, betreffenddie Gründung neuer Ansiedlungen re.", mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Einwendungen gegen die beabsichtigte Ausführung innerhalb von zwei 'Wochen bei der Königlichen Polizeidirektion hier erhoben, die Zeichnungen unb Beschreibungen bei dem Unter­zeichneten eingesehen werden können.

Hanau am 11. März 1898.

Der Oberbürgermeister

Dr. Gebeschus. 3740

wirthschaftlichen Gruppen, welche an Stelle des Kampfes der des wüthschaftlichen und politischen Radikalismus sich uner-

Interessen gegen einander den friedlichen Ausgleich derselben schrocken

i nationale

erstreben für die bevorstehenden Wahlen geboten.

Die Vertreter von Industrie, Landwirthschaft, Handel bleiben.

und Gewerbe müssen sich vereidigen, innerhalb der einzelnen politischen Parteien nur für solche Kandidaten einzutreten, welche fest auf dem altbewährten Programm des Schutzes

entgegenzuwersen mit dem Feldgeschrei:Hie Arbeit!" Dann wird der Sieg nicht aus-

Tagrsfchau.

. - . ,r ., ., , ... ^ «. -..-_, Vervollständigung der Bahnanlagen. Die Er-

der nationalen Arbeit und glerchmaßiger Berucksich- -^^^ des letzten Herbstes veranlassen den Eisenbabn- tigurig aller Zweixe des Erwerbsleben- iichen. minister, der Wiederkehr von Eisenbahnunfällen vorzubeugen,

®n °^,e Anhänger des Schutzes der nationalen Arbeit ^^ dies überhaupt durch menschliche Vorkehrungen erreicht ergeht daher die dnngen'.e Aufforderung, schon beider Auf- Erden kann. Den vielen za diesem Zwecke bereits ergangenen stellung der Kandroate» sich über die Wahl von Männern zu Verfügungen reiht sich jetzi ein neuer Erlaß des Ministers einigen, welche rückhaltlos aus dem Boden der na ti»n al en - - - - -- - - - '

Thiele« an, worin darauf hingewiesen wird, daß aller Vor­aussicht nach der eingetretene außergewöhnliche Verkehrsaus- schwung auch noch weiter andauern und im kommenden Herbst ; sich zu einem bisher nicht erreichten Umfange steigern werde. ,Zur Verminderung der hieraus zu erwartenden Schwierig-

Wirthschaftspolitik stehen.

(F»lgen die Unterschriften.)

Der Aufruf zur Sammlung.

Nachdem in ben tepten LoH.N Um d!e tdie 1 üge und im ,,, dürst nichts verabsäumt werden, um die Bahnanlagen preuStWtn W8earb«tenha«fe M«W» der wnlhschast- den zu ermartenben V-rl-H.Sd-dürsnislm -niipr-ch-nd bis zum Irchen EammlnugS-Pbirdk w-s-°tl,ch g,««i war, ,» Jett ^ , z |o ndl mie ^,4ollnundigen. Die durch die Veröffentlichung bei Ausrufs zur Sammlung em ~ 3 - - 9 -

weiterer erheblicher Schritt vorwärts gethan worden. Die

Mebrbewilliguvgen des neuen Etats sollten in erster Reihe

.. /. r A . -, , .,7 , ,, für diejenigen Anlagen in Anspruch genommen werben, deren

B-°-uIung dreier Kund,,bung kann nrcht bester--r°nl«°ul,cht x^igstellm, bis zum nächsten Herbst möglich sei. Der Mi- ^^ce^n/ ^ rf^ «' ' -hukiache, daß der S trercha avd.r ni^[er ordnet daher an, daß mit allen derartigen Bauten und First BiSmarck den Aulr», «>, unter,-tchnet hat und °°ß »-> ^!,chastu°,m alsbald nach Bereststelluug der Mittel begannen *6" Putern über »0° Mamner aus dem pr-It'V-- «rd«, .sa«; für besonders dringliche Bauten tat die 8ie= Leben. Landwr.rhe, Industrielle, Handel- und Bewerbe- I,,,..,.,.. t*on ;,,. aiiSaelckrieben und die SlnlAläa. ernni

seimigen schon jetzt ausgeschrieben und die Zuschläge event.

- f , . . , 1 unter dem Vorbehalt der Bereitstellung der erforderlichen

runter Namen von gutem Klang, aber auch solche einfacher { b 1 a

M^n aus olle« Theilen bei Reiches. 1 Ehrexssld. Als auf Anregung bei nationalliberalen

Abz. Grafen Orrola im vorigen Winter statt wie bii dahin

treibende ihre Unterschrift gegeben haben- Wir finden da-

Männer aus olle» Theilen bei Reiches.

Der Aufruf darf als ein Muster von sachlicher Dar-'

stellungswerfe bezeichnet werden. Oh«e sich aus Par.e»- ^ 15 000 künftig für 20 000 Veteranen auS ben dazu be- ^iagen ^nzulaffen, weist er ln klaren, knavp« n ratzen aus ftimten Mitteln-des Reichsinvalidenfonds ein Ehrensold von bie unumgänglichen Mfordenuffe der wirthschaftlichen Laze ^^Mk. auf das Jahr ausgeworfen wurde, machte er darauf hin and zieht daraus mit Wmgender Logik die ^olgernagen ^fmerksam, daß auch damit noch nicht alle Empfangsberech- Politlk.^ Zunächst wird gesagt, es muffe j^en bedacht sein würden. Diese Voraussetzung ist einge- ^' -^!"d ^kun Handels»« trage zmeis-lhast erfchernen, - ^^ und so hat die Budgetkommission beschlossen, die ReichS- ob die beflehende MeistbegunstlgmizsEiauscl, die allen rcgterung zu ersuchen, für noch 3100 Veteranen, deren gesetz- Staaten auch solche Konze fionen »hne Entgelt zusallen laßt, H$e ^lnsprüche nicht befriedigt sind, in einem Nachtragsetat w-lch- britte $«tra88w«t6te mt >»MH!»°M«° Opfern »> etforberlicjen MiN-l atijnwerfen.

uns erreicht haben, in der bisherigen Form sich werde auf-

recht erhallen lassen. Sodann heißt es, die Reiche regiern» g habedurch Begründung bei wirthschaftlichen Ausschusses und durch wiederholte ausdrückliche Erklärungen den festen Willen bekundet, die vielseitigen und schwierigen Fragen unseres

Preußischer Landtag.

Abgeor-n-tenh»«s.

(Sitzung vom 12. März.)

Für den am 4. Juni 1881 hier geborenen Daniel Brandt ist um Entlassung aus dem preußischen Staats­verband Uachgesucht worden.

Hanau am 11. März 1898.

Der Oberbürgermeister

Dr. Gebeschus. 3757

Schutz der nationalen Arbeit.

Folgender Aufruf geht uns zur Veröffentlichung zu:

Am 31. Dezember 1903 laufen unsere Handelsverträge mit Belgien, Italien, Oesterreich-Ungarn, Rumänien, Nuß­land, der Schweiz und Serbien ab und wir werden vorher "chtzeitig auch in eine Prüfung unserer anderweitigen Han­delsverträge einzutreten haben. Bei dem erneuten Abschluß solcher Verträge erscheint es aber zweifelhaft, ob die bestehende -l^eiftbegünstigungSklausel, die allen Staaten auch solche Äon« Zessionen ohne Entgelt zusallen läßt, welche brüte Bertrags­

Im Abgeordnetenhause erklärte zu Beginn

der heftigen

Erwerbslebens zu vertiefen und begründeten Forderungen^ Im Abgeordnetenhause erklärte zu Beginn der heutigen nach wirksamem Schutze unserer schaffenden Arbeit gerecht zu; Sitzung Abg. Frhr. v. Zedlitz (freikons.) mit Bezug auf seine werden:" und es liege im gemeinsamen Interesse aller Stände, s Rede vom 18. Februar, daß er derNationalzeitung" nicht der Reichsregierung auf dieser Bahn zu folgen. Wie das zu1 habe den Vorwurf machen wollen, durch ihre politische Haltung geschehen hat, zeigen die solgenden Sätze: Zwecke «»derer Art z» fördern. Dagegen werde dieNational-

vie Entscheidung liegt bei dem neu zu wählenden zettnng" die daraufhin gegen ihn, den Redner, gerichteten

Reichstage, der sowohl über den zeitgemäßen Ausbau unseres; Angriffe zurücknehmen.

Zolltarif» wie über den Abschluß neuer Handelsverüäge zu Die zweite Berathung des KultusetatS wurde fort- beichließen haben wird. Von dem AuSfall der Reichstags- aesetzt und das Kapitel höhere Lehranstalten erledigt. Abg. wählen hingt die Durchführung einer nationalen WirthschaftS- W e t e k a m p (freis. Volkjp.) tritt dafür ein, daß die Ge» politik ab. Daher ist die Sammlung aller derjenigen Par- Haltsaufhefferung der Lehrer an staatlichen Anstalten auch teien und wirthschaftlichen Gruppen, welche an Stelle des denen an den anderen zu Theil werde. Es müsse ein Jn- Kampses der Interessen gegeneinander den friedlichm Aus- stitnt fliegender Hülfslehrer geschaffen werden, die dahin ge- gleich derselben erstreben, für die bevorstehenden Wahlen ge- schickt »irden, wo Stellvertretung nöthig sei. Redner boten. Die Vertreter von Industrie, Landwirthschaft, Handel wünscht, daß allen ueunNasstscheu höheren Lehranstaltm die und Gewerbe müssen sich vereinigen, innerhalb der einzelnen Berechtigung zum Studium der Medizin zuerkannt werde, politischen Parteien nur für solche Kandidaten einzutretc«, Ministerialdirektor Althoff will die Vorschläge des Vorredners welche fest auf dem altbewährten Programm des Schutzes in Erwägung nehmen. Abg. Dittrich (@h.) führt au», d e r nationalen Arbeit und gleichmäßiger Berück- daß dem Lehrerstande hinsichtlich der Bezüge immer noch eine

Zwecke «»derer Art z« fördern. Dagegen werde dieNational-

Die zweite Berathung des Kultusetats wurde fort-