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3 Januar

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Verem seine Abendunterhaltung mit dem ewig schön bleibenden Versteigernngs- <L Berpachturrgs- re. Kalender ChorEin Kirchlein steht im Blauen", komp. von Becker, für Dienstag den 4 Jinurr.

wobei der strebsame Verein uns wieder den Beweis lieferte, WWWMWW _____________________ .... _

daß er auf der Höhe seiner Leistungen steht. Die einzelnen chausstrten Straßen (s. Hau. Atz." Nr. 296 amtl. Theil) Plogrammnummern alle zu besprechen, würde zu weit führen ' *..... 1 *

und so sollen hier nur die sehr schön zum Vortrag gebrach ten Soli der Herren Jüngling (Baß) und Meerbott (Sariton), das Duett der Herren Odenwald und M ü l l e r, welche mit großem Beifall ausgenommen wurden, lobende Er Zähnung finden. Eingeschaltet ins Programm ward^ ein Gedicht:Die kleine Versetzen«", vorgetragen von dem Söhn- chrn des Mitgliedes Herrn Julius Adam, das, waS die Vortragsweise anbelanzt, großartig zu Gehör gebracht wurde, und so fügen wir dem kleinen Vortragenden zu seinem ersten Debüt die herzlichste Gratulation bei. Den humoristischen Theil hatten dieHerren Bollert, Rauteuverg, Schien, Gemmer und Hach übernommen und auch hierin zeigte der Verein, daß er im Besitz guter Kräfte für den komischen | Theil ist. Die Küchler'sche Kapelle vervollständigte durch guten Vortrag ausgewählter Pichen das Ganze. Daraus folgte ein Ball, der bis in die frühe Morgenstunde dauerte. Der Verlauf der Unterhaltung erbrachte wiederum den Beweis, daß der GesangverejuFröhlichkeit" es v-rsteht, Feste zu arraugi-

ren und zu feiern.

* Sylvesternnfttg. Wir haben diesmal eine laute, geräuschvolle Silvesternacht zu verzeichnen gehabt, ein Beweis, daß sich Hanau auch nach dieser Hinsicht zu einer Großstadt entwickelt. Während in den Familien in der bisherigen trau- ten Weise gefeiert wurde, war in den Straßen und auf den öffentlichen Plätzen schon recht bald ein von halbwüchsigen radausüchtigen Elementen in Szene gesetztes Treiben zu be­merken, das recht oft zu rohen Exzessen ausartete. In der Wolfsgasse wurden gegen 12V- Uhr patrouillirende Schutzleute mit Steinen beworfen. Den Schutzmann K. traf ein wuch­tiger Steinwurf, zum Glück nur auf den Helm, besten Spitze durchschlagen wurde. Dieser rohen That folgten noch andere. Auf ein in dem Hause Altgaste-Fischergassenecke stehendes Dienstmädchen wurde von einer Rotte halbwüchsiger Burschen ein Schuß aus einem Revolver abgegeben. Das Geschoß durchbohrte die Fleischtheile des rechten Beines. Nach voll­brachter Heldenthat suchte die Gesellschaft schleunigst das Weite. In der Frankfurter Landstraße wurde ein Doppelhaus in den Morgenstunden von Nachtschwärmern mit Steinen bombardirt und dabei einige große Fensterscheiben eingeworfen. An Roll- ' läden wurde verschiedentlich Unfug verübt.

* Unfall. Ein Bewohner des HauseS Badergaste 4 i erlitt in der Sy'vesternacht dadurch einen Unfall, daß er bei seinem Vorhaben, einem Mitbewohner des HauseS zu gratu- liren, auf der Treppe ausglitt und den Arm brach.

Für hettte. Kunstverein: In der Aula Kgl. Zeichen- akademie : Ausstellung von Oelgemälden (das BildAsrael" sowie die Lithographien und Zeichnungen sind in der Aus­stellung Inbegriffen); geöffnet von 10 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags; Eintritt für Nichtmitglieder 20 Pfg. Weihnachtskaffru:zum schwarzen Bären",zur gold. Feder", Dürgerbräu" undzum Löwengärten": Erste Auflage und Ausnahme neuer Mitglieder. Evanz. Männer- und Jüng liygsverein: Abends 8 Uhr: Vortragsabend (Evang. Ver- einshaus). Verein der Briefmarkensammler; Abends S1^ Uhr: Zusammenkunft im VereinslokaleRestaurant Mohr". Turn- u. Fechtklub : Abends von 8T/a10 Uhr: Turnen der Herrenabtheilung. Abends 9 Uhr: KlubAmi- csiia": Vereinsabend in derBrauerei Weismantel"; Freiwillige Feuerwehr, 5» Komp.: Zusammenkunft in der RestaurationAllemania"; Brandwache und Rettungskorps in der Brauerei Kaiser.

Gegenstand des Bergbaues geworden. In seinen Kohlen­lagern hingegen besitzt Schantung in der That einen großen Schatz, der voll erst zur Geltung kommen wird, wenn das Land durch neue Verkehrswege erschlossen sein wird.Nie war ein Land geeigneter für Eisenbahnen, als Schantung, und keine Provinz China's bedarf ihrer mehr," so hat I. Markham schon 1869 geurtheilt. Das Alter dieser Kultur, hat eben auch hier den dem heutigen China eigenthümlichen Verfall nicht verhindem können. Die Landstraßen, die noch jetzt Spuren ihrer ursprünglich vorzüglichen Arbeit zeigen, sind heute für ein anderes Gefährt, als den landesüblichen Karren, kaum passirbar. Einst prächtige Brücken sind ver­fallen und durch dürftige und gefährliche Nothstege aus Kauliang-Stengeln, die mit Lärchenholz gedeckt sind, ersetzt.

Trotz dieser unverkennbaren Spuren des Verfalles macht Schantung dem Reisenden noch heute vielfach einen sehr vortheilhaften Eindruck. Einzelne Theile des Landes sind überaus dicht bevölkert; es mögen da etwa 15 000 Menschen auf die Quadratmeile kommen. Das gilt be­sonders für die den Norden der Provinz bildende Ebene, die sich unabsehbar weit völlig flach erstreckt, dicht bebaut und mit Städten und Dörfern eng besetzt ist. Diese Ebene ist es, die dem von Norden her eintretenden, den Kaiserkanal benutzenden Reisenden die Fahrt ungemein reizlos gestaltet. Keine noch so geringe Erhöhung belebt die unend­liche Fläche und es ist eine Erlösung, wenn am Horizonte die ersten Gipfel des Berglandes erscheinen. Auch daS geniale Werk des den Süden und den Norden des Reiches ver­bindenden Kaiserkanals ist von Schantung aus in Angriff ge­nommen worden. Hier erreicht er seine Paßhöhe, von der aus allein die Konzeption des großartigen Baues möglich ^7 der ^noch heut den Hauptverkehrs- und Handelsweg der

Die Bevölkerung von Schantung, die sich im Ganzen auf etwa 30 Millionen belaufen mag, trägt einen scharf ausge- pragten eigenen Charakter. Als Richthofen von Westen her

Hanauer Anzeiger

für Dienstag den 4 Jrnurr.

Angebote auf Kleinfchlag'ieferimg zur Neudeckung von

sind bis vormittags 11 Uhr an das Oberbürgermeisteramt

einzureichen.

II Grotz»uhetm, 2. Jrnurr. Die hiesige Krieger- kameradschaft 1870/71 begeht das Geburtsfest Sr. Majestät deS Kaisers mit Rücksicht auf anderweitige Feierlichkeiten am Samstag den 5. Februar, bestehend in Abendunterhaltung mit anschließeudem Ball.

8 Fechenheim, 2. I IN rar. Daß die hiesige Lehrer­schaft sich eines großen Wohlwollens seitens der wohllöblichen Gemeindebehöcde erfreut, zeigt die kürzlich vollzogene Neu regulirung der Lehrergehälter. Durch einstimmigen Beschluß mürben folgende Sätze bewilligt: Grundgehalt 1400 Mk., Alterszulagen 150 Mk. und Miethsentschädigung 400 Mk.

Barometerstand

mittags 12 Uhr am 31./12.

Sehr trocken

Beständig

Schön

770.

760

Veränderlich

..750

Regen (Wmd)

Viel Regen 740.

Sturm

730.

720,

710.

Aus der Provinz und den Nachbargebieteu.

Frankfurt, 31. Dezbr. Die Sylvesterfeier auf den Straßen der Außenstadt zeigte sich verhältnißmäßig ruhig; hie und da ertönte vor Mitternacht einKanonenschlag" oder es wurden von einigen übermüthigen BubenFrösche" auf die Straße geworfen, die sich nur allzu laut bemerkbar machten. Als später vom Pfarrthurm daS neue Jahr eingeläutet wurde, öffneten sich überall fast blitzschnell die Fenster und von allen Seiten tönte es dann wahrhaft ohrenbetäubend: Prost Neu­jahr! hinüber und herüber. Mit Punschgläsern in der Hand, beleuchtet von buntfarbigem bengalischem Feuer, standen in der Außenstadt Weiblein und Männlein lustig plaudernd an den Fenstern und schauten dem harmlosen Neujahrstreiben zu Anders, weit lebhafter, schaute es in der Altstadt aus. Schon in den Nachbarstraßen der Zeil, wie Vilbeler-, Friedberger- und Schäfergaste drängte sich eine kolossale Menschenmenge, die in feucht-fröhlicher Stimmung ohne Unterlaß Prosit Neu­jahr ! schrie. Man wurde förmlich geschoben und dieFrosche" spielten auch hier eine große, die Nerven quälende Rolle. Nun zur Zeil! Die Passage, Ecke Neue Zeil, Friedberger- und Fahrgasse war von circa 120 Schutzleuten, 12 Wachtmeistern und den Kommissaren von 6 Revieren besetzt, um die Straßen für den Verkehr freizuhalten. Es herrschte hier ein lärmen­des Treiben, Arm in Arm zogen die Schaaren brüllend die Zeil hinaus. Wohl war der Schutzmannschaft strengste Ordre gegeben, keine Zusammenrottungen von Menschen zu dulden und unnachsichtlich alle Diejenigen festzunehmen, die den polizeilichen Anordnungen nicht folgten. Das ist

das Land betrat, fiel ihm die Reinlichkeit, Ordnungsliebe und

Kultur der Schantungleute im Vergleiche zu der bettelhaften und schmutzigen Bevölkerung von Kiangsu sofort auf. Und diese Eigenschaften kennzeichnen die Bewohner der ganzen Provinz. Aus der Verschmelzung der alten hier ansässigen Stämme und des erobernden Volkes hervorgegangen, zeigen sie im allgemeinen eine hohe schlanke Figur, eine dunklere Hautfarbe und weniger schräg gestellte Augen, als die Chinesen des Südens. Sie sind ihrem Charakter nach nicht Handels­leute, sondern Ackerbauer; den Auswanderern aus Schantung dankt auch die Mandschurei die Urbarmachung und Bebauung großer Strecken. Im allgemeinen neigen sie aber dazu, im Lande zu bleiben, wo sie fleißig arbeiten und in festen Häusern von größerer Gediegenheit und Gefälligkeit, als in China im allgemeinen üblich ist, wohnm. Die Familien halten treu zusammen und oft sieht man alle ihre Angehörigen gemeinsam auf dem Felde arbeiten. Auch in der Gemeinde scheint ein gewisser Sinn für die Zusammengehörigkeit zu leben; wenigstens ist beobachtet worden, daß in ihren Dörfern sich zumeist ein Platz mit Steinsttzen unter hohen Bäumen findet, wo die Männer des Abends sich mit ihrer Tabakspfeife zur Berathung einfinden. Die Schantunger sind im allgemeinen geistig reg­sam und stellen einen großen Bestandtheil zur Beamtenschaft und zur Gelehrtenwelt. In der Kunst aber haben sie wenig geleistet, und außer der in der Nähe der Kohlenfelder ent­standenen Töpferei und Glaswaarenfabrikaion werden sich wenig einheimische Jadustrieen finden. Der Boden und sein Ertrag sind hier in der Hauptsache alles.

Vergleichen wir die Eigenart der Bewohner von Schantung mit denen der anderen chinesischen Stämme, so zeigen sie eine geistige Ueberlegenheit, die sie sofort als ein altes Kulturvolk charakterisirt. Zu dieser Ueberlegenheit mag auch das Gefühl beitragen, daß Confucius, der große Heilige und Reformator der Chinesen, ihr Landsmann ist. Bei Kio-fu-hsien soll er in einer Höhle das Licht der Welt erblickt haben, in dieser Stadt wohnt sein Geschlecht, dem sich acht von zehn ihrer

»«o«ckt »ab verlest in der Buchoruckerti bei verein, ev. Waiseuhausej», Verantwortlicher Redakteur: <8. Schrecke^.

jedoch gegenüber einer solchen Riesenmasse leichter gesagt als gethan. Dennoch erfolgte eine große Anzahl Verhaftungen. Nur die größten Tumultuanten, etwa dreißig, wurden nach der Wache gebracht. Bald nach 12 Uhr, als das wüste Treiben seinen Höhepunkt erreicht hatte, hörte man die Feuerwehr durch die Friedbergergasse heranjagen. Unter fortwährendem Glockensignal jagte die Abtheilung Burgstraße nach der Töngesgasse, wo ein Feuermelder gezogen war. Wie wahnsinnig geberdete sich dabei die Menge, die Pferde wurden scheu und ein Schutzmann wurde durch ein Feuerwehrpfer. niedergerissen. Er wäre sicher verunglückt, wenn nicht einige Kameraden ihn schnell hervorgerissen hätten. So lange die Feuerwehr die Menge beschäftigte der Brand soll übrigens durch Feuerwerkskörper entstanden sein, gab es auf der Zeiletwas Luft", und allmählig, gegen 1 Uhr hatte man sich auch genügend heiser geschrieen und ging nach Hause oder in die Wirthschaften, sodaß bald nach 1 Uhr auf den Straßen wieder die wohlthuende g-wöhnliche nächtliche Ruhe herrschte. An Unfällen an der Haupt- und Konstabelerwache waren bis gegen 1 Uhr 7 zu verzeichnen. Es handelte sich meistens um leichtere Verletzungen. Nach einer späteren Meldung gab es zusammen 20 Verwundete. Wie jedes Jahr so verfügte auch dieses Mal die Rettungsgesellschaft über ge-

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nügend hilfreiche Hände.

Frankfurter Theater-Repertoir.

Opernhaus. Dienstag, den 4. Januar: Zum ersten Male:A Basso-Porto (Am unteren Hafen"). Mitt­woch, 5., nachmittags SVs Uhr:König Löwe". Abends 7 Uhr:Die Fledermaus". Donnerstag, 6.;Der Trouba­dour". Freitag, 7.: Geschloffen. Samstag, 8., nach­mittags 3^4 Uhr:König Löwe". Abends 7 Uhr:Die Hugenotten". Sonntag, 9., nachmittags 3Va Uhr:Kö­nig Löwe". Abends 7 Uyr: Zum 1. Male wiederholt:A Basso-Porto. Hierauf:Die Nürnberger Puppe".

Schauspielhaus. Dienstag, den 4. Januar: Hans Huck'bein".' Mittwoch, 5.; Zum ersten Male: Ewige Liebe". Donnerstag, 6.:Götz von Berlichingen". Freitag, 7.!Die Kinder der Bühne". Samstag, 8.: Zum ersten Male wiederholt:Ewige Liebe". Sonntag, 9.; nachmittags 3st» Uhr:Jugendfreunde". Abends 7 Uhr: Ewige Liebe". Montag, 10.:Minna von Barnhelm".

Berloofungen.

Brauttschwelger 20 Thlr.-Loose vom Jahre 1868. Ziehung am 31. Dezember 1897. Auszrhlung am 31. März 1898. Hauptpreise: Serie 7190 Nr. 5 a Mk. 45 000. Serie 5276 Nr. 34 L 12 000 Mk. Serie 1181 Nr. 19 L 6300 Mk. Serie 1863 Nr. 48 ä 3750 Mk. Serie 1181 Nr. 3, Serie 3 546 Nr. 16, Serie 4943 Nr. 50, Serie 5975 Nr. 23, Serie 6249 Nr. 4, Serie 6583 Nr. 26, Serie 7119 Nr. 15, Serie 7308 Nr. 44, Serie

7607

1038

Nr. 30, Serie 8197 Nr. 11 fe 300 Mk. Serie

Nr. 16, Serie 1425 Nr. 5, Serie 3984 Nr. 42, Serie 4621 Nr. 31, Serie 7308 Nr. 30, Serie 9137 Nr.

(Ohne Gew.)

11 je

240 Mk.

Schiffsbertcht.

Bremen, 30. Dezbr. Der Dampfer des Norddeutschen LloydDarmstadt" ist gestern in Port Said eingetroffen.

London, 27. Dezbr. Der Castle - DampferLismore Castle" ist aus der Ausreise vorgestern in Durban angekom­men

New * Uork, 29. Dezbr. Der DampferObdam" von der Niederländisch - AmeriInischen Dampfschifffahrts- Gesellschaft ist gestern hier eingerroffen.

---------- Bewohner beizählen. Ihm ist das Amt des Stadtoberhauptes erblich überlassen, und im Range von Herzögen, nur den kaiserlichen Prinzen nachstehend lebt hier seine unmittelbare Nachkommenschaft. Große Tempel Tempel sind sonst in Schantung auffallend spärlich ehren in und bei Kio-fu des Philosophen Andenken und eine 12 (engl.) Fuß hohe Statue zeigt ihn als einen starken, wohlbeleibten Mann mit einem schönen großen Gesichte. Und noch ein anderes be­rühmtes religiöses Heiligthum ziert Schantung: der Thai­schan bei Thai-ngan-fu, einer der fünf heiligen Opferberge der Chinesen. Er ist 5000 (engl.) Fuß hoch, wild und rauh, der Aufstieg zeigt großartige Gebirgsszenerien: schäumende Bergbäche und mächtige Felsgeschiebe. Viele große Männer sollen den Aufstieg vergeblich versucht haben: auch Con­fucius kam nur bis zur halbe« Höhe, wo ein Tempel den Punkt bezeichnet. Ein anderer Tempel befindet sich auf der Höhe; er ist derHeiligen Mutter", derKönigin des Himmels" geweiht;, kinderlose Frauen suchen ihn gern auf und opfern hier, um Erhörung ihrer Wünsche flehend, ein Scherflein. Es ist wohl nicht zweifelhaft, daß die Heiligkeit des Thai-schan einen Rest des alten Höhenkultus der Chi­nesen b erstellt, wie denn die fünf Opferberge nur aus einer Anzahl anderer Berge als besonders heilig in alter Zeit aus­gewählt worden sind.

So ist Schantung in geschichtlicher wie in religiöser Hin­sicht so recht das Herzland von China. Von hier empfing der Norden den Ackerbau, von hier der Süden die große Verbindung mit den Hoangho-Ländern, von hier ganz China seine Religion und Sittenlehre. Obwohl nicht das Eldorado, als das es einst gerühmt wurde, ist es doch reich an Boden­schätzen aller Art, und wenn eine neue kräftige Kultur diesen alten Kulturboden wieder düngt und bebaut, wenn das Land dem allgemeinen Verfalle Chinas entrissen wird, so hat es sicher noch eine große Zukunft.