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Hanauer Anzeiger
30 Dezember
Politische und mip0litif$t Nachrichten
(Depeschen-Bureau ,H erold.")
Berlin, 29. Dezbr. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bestätigt, daß die Verhandlungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Nordamerika betreffs der Handelsverträge noch sortdauern.
Berlin, 29. Dezbr. Wie aus Hannover gemeldet wird, ist dort die Ernennung des Grafen Stollberg zum Oberpräsidenten von Hannover heute eingetroffen. Der bisherige Oberpräsident von Bennigsen wird sich am 31. ds. verabschieden.
Berlin, 29. Dezbr. Wie der „Vossischen Zeitung" aus Stockholm berichtet wird, hat der Gesundheitszustand der Kronprinzessin von Schweden in der letzten Zeit allmählich eine Wendung zum Schlechteren genommen. Die neuerdings wieder aufgetretenen Ohnmachtsanfälle stellen sich jetzt fast täglich ein; außerdem hat der Husten zugenommen und die Kräfte nehmen ab. Infolgedessen wird die Kronprinzessin auf den bestimmten Rath der Aerzte in den nächsten Tagen nach Italien reisen, um dort den Rest des Winters zu vergingen.
Berlin, 29. Dezbr. Wie die „Volkszeitung" hört, ist Professor Dr. Lab and in Straßburg (Elsaß) von der griechischen Regierung um Abgabe eines Gutachtens in einer streitigen Frage ersucht worden. Professor Dr. Laband be findet sich gegenwärtig in Berlin zum Besuch seiner hier lebenden Verwandten.
Berlin, 29. Dezbr. Bischof Anzer stattete der „Post" zufolge heute Vormittag einen Besuch auf dem Auswärtigen Amte ab, wo er mit dem Direktor der Kolonialabtheilung, Unterstaatssekretär Freiherrn von Richthofen, eine Unterredung hatte.
Berlin, 29. Dezbr. Ueber eine drohende und zum Theil bereits ausgebrochene Revolution in Persien gehen der „Post" weitere Nachrichten zu. Es wird berichtet, ganz Persien mit seinen Geistlichen an der Spitze habe entschiedenen Protest eingelegt gegen die Regierunzsweise von Muzafar Eddin, die das Land in eine verzweifelte Lage versetzt habe. Ueberall herrscht die größte Geldnoth und unbeschreibliche Theuerung, und zwar sogar für die Gegenstände des dringendsten Bedarfs. Als Ursache des allgemeinen Nothstandes bezeichnet man, daß der Schah den Sadrasam (Leiter des auswärtigen Amtes) sowie die Rathgeber seines ermordeten Vaters entlassen und alle wichtigen Aemter an unfähige Günstlinge vergeben habe, die nur darauf aus'gehen, sich durch Erpressungen zu bereichern. Es zeigten sich daher schon die Anfänge der Anarchie und der staatlichen Auflösung. Die Geistlichkeit nehme entschieden Partei gegen den Schah und stellt an ihn die Forderung, dem Volke die ihm längst in Aussicht gestellten Reformen zu gewähren. Durch ein förmliches Ultimatum hat die Geistlichkeit dem Schah die Lage klar gelegt und ihn der Regierungsunfähigkeit bezichtigt. Der Protestbewegung haben sich die angesehensten Personen des Reiches und sogar einzelne Mitglieder des Herrscherhauses augeschlossen.
Kiel, 29. Dezbr. Anfang Januar wird ein weiterer Lloyddampfer mit Marinetruppen nach Ostasien abgehen.
Leipzig, 29. Dezbr. Der Friedrichsruher Gewährsmann der „Leipz. Neuest. Nachr." schreibt dem genannten Blatte, daß dem Fürsten Bismarck die Schlaflosigkeit fast noch unerträglicher ist, als der Schmerz im Bein. Professor Schweninger zweifelt zwar nicht an der Möglichkeit, das Uebel zu beseitigen, aber dies ist bei dem hohen Alter des Fürsten schwieriger und langwieriger als in jüngeren Jahren. Der Fürst befaßt sich nur selten mit den politischen Tages- fragen; auch bei dem Besuch des Kaisers und des Prinzen Heinrich ist wenig von Politik die Rede gewesen. Bezüglich der chinesischen Angelegenheit steht Fürst Bismarck auf dem Standpunkt, daß, nachdem die Sache angefangen, diese auch kräftig durchgeführt werden muß. Er trage aber keinerlei moralische Verantwortlichkeit für das deutsche Vorgehen, umsomehr, als der Fürst auch bei Beginn der chinesischen Angelegenheit nicht um Rath gefragt worden ist. Solchen Rath zu ertheilen, wäre er auch nicht bereit und in der Lage gewesen. Ueberhaupt betrachtet Fürst Bismarck die Kiau-Tschau- Frage nicht als eine Haupt- und Staatsaktion, von der das Wohl und Wehe Deutschlands abhängt. Seine wohlwollende Beurtheilung der Frage beruht hauptsächlich darauf, daß das Vorgehen Deutschlands im Einoerständniß mit Rußland erfolge. Schon das Verhallen Deutschlands im chinesisch- japanischen Kriege hat der Fürst nur unter der Voraussetzung gutgeheißen, daß es ein Mittel zur Annäherung an Rußland sein soll.
Budapest, 29. Dezbr. Offiziös wird versichert, daß nach Ablauf der mit dem Auslande abgeschlossenen Handelsverträge eine Revision der Getreidezölle vorgenommen und in dem neuen Zolltarif dem Wunsche Ungarns entsprechend eine Erhöhung der Getreidezölle angestrebt werden soll.
London, 29. Dezbr. Daily Mail meldet aus New- ?)ork; Auf den Rath der amerikanischen Admirale soll das amerikanische Geschwader in den chinesischen Gewässern um drei weitere Kreuzer vermehrt werden.
Rew-Pork, 29. Dezbr. Eine große Feuersbrunst hat die Stadt Lynn in der Provinz Norfolk heimgesucht. Mehrere Magazine und Häuser stnd^ abgebrannt. Personen sind nicht verunglückt, doch wird der Schaden auf eine Million Dollar geschätzt.
Witternngsbericht.
Voraussichtliche Witterung; Wechselnde Bewölkung; sonst ziemlich heiter und mild.
Aus Stadt- und Landkreis Hanau. Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit Quellenangabe „Han. Anz." gestattet.
* Kirchliches. Gewiß wird vielen Brwohnern unserer Stadt die Mittheilung erfreulich sein, daß in her NeujahrS- nacht von 12— Val Uhr das neue Jahr durch feierliches Ge- läute der Glocken der Marien- und Johanniskirche eingeleitet werden wird.
* Liturgischer Gottesdienst. Morgen Abend 7 Uhr findet in den beiden Altstädter Kirchen liturgischer Gottes- dienst statt.
* Pfarrstelle. Bewerber um die durch Ableben ihres seitherigen Inhabers zur Erledigung gekommene Vsarrstelle zu Mittelbuchen, Klasse Bücherthal, können ihre Mel- duugszesuche durch Vermittelung ihres zuständigen Superintendenten binnen vier Wochen bei Königl. Koastftoriun in Cassel einzureichen.
* Prüfung. Zur Vornahme der Prüfung für den einjährig freiwilligen Militärdienst ist als Anfangstermin für die Frühjahrs-Prüfung 1898 der 21. März festgesetzt worden.
* Konkursverfahren. (Aus dem „Amtsblatt".) In der Konkurssache des Spezereihändlers Heinrich Ritter hier ist Schlußrechnung bei Königlichem Amtsgerichte, Abthl. I, hier gelegt, wonach der Betrag von Mk. 54,09 = 4,31 pCt. Div. an die nicht vorberechtigten Gläubiger, deren Forderungen Mk. 1255,74 betragen, zur Vertheilung kommt. Schlußtermin ist aus den 1 7. Januar 1898 angesetzt.
* Schutzmannschaft. Die bisherigen Schutzleute auf Probe Georg Brethaner und Gerhardt wurden definitiv angestellt, der bisherige Sergeant Rüssel mit der probeweisen Wahrnehmung einer Schutzmannsstelle bei hiesiger Polizeidirektion beauftragt.
* Carl Burger t. Heute Vormittag 11 Uhr wurde unter zahlreicher Betheiligung seiner früheren Turngenoffen eine Persönlichkeit zu Grabe getragen, die auch in weiteren Kreisen über die Grenzen unserer Vaterstadt hinaus bekannt war; wir meinen das um die edle Turnersache hschverdiente langjährige Mitglied der Turngemeinde, Herrn Carl Burger. Während er in der Turngemeinde als Vorturner eifrig bestrebt war, seine Kunst auch anderen zu Gute kommen zu lassen, ist er auf zahlreichen Turnfesten unter starker Konkurrenz als Sieger hervorgegangen. Im Jahre 1890 errang er aus dem Gauturnfest in Mühlheim am 6. Juli den 1. Preis; am 5. August desselben Jahres auf dem Kreisturnfest in Coblenz den 10. Preis und am 18. August auf dem Feldbergfest den 4. Preis. Im Jahre 1891 errang er daun seine höchste Auszeichnung, nämlich auf dem hier stattgefundenen Kreisturnfest am 29. Juli den 1. Preis, was ihm damals zahlreiche Ehrungen von Seiten der Tnrner- schaft, wie auch unserer Mitbürger einbrachte. Am 26. Juni 1892 ging er als Erster bei dem Wettturnen auf dem Feldbergfest hervor, von welcher Zeit ab das langwierige Lungenleiden, dem er nun so früh erlegen ist, seiner turnerischen Thätigkeit ein Ziel setzte. B., dessen Eltern kurz nach einander unter Zurücklassung mehrerer unmündiger Kinder verschieden, hat treulich für seine Geschwister nach Möglichkeit gesorgt, was seinem Andenken zur besonderen Ehre gereicht. R. i. p.
* Ein Jubiläum eigener Art bildet das nun bald $i Ende gehende Jahr 1897. In diesem Jahre sind es nämlich 50 Jahre geworden seit dem großen Theuerungsjahr 1847, dem Vorläufer des Revolutions- und Sturmjahres 1848. Nur wenige unserer Mitbürger werden sich der damaligen großen Noth erinnern. DaS „Wests. Volksblatt" erinnert an einige Einzelheiten. Die Ernte von 1846 war eine völlige Mißernte; der Scheffel Brodkorn von 80 Pfd. stieg bis zu 5 Thaler, für ein 6- bis 8-pfündiges Brod mußte 2 bis 2,50 Mk. nach heutigem Gelde bezahlt werden. Die Kartoffeln waren zum ersten Male faul geworden infolge der großen Nässe. Man denke sich diese theueren Verhältnisse bei den damaligen niedrigen Arbeitslöhnen und Gehältern ! Der höchste Tagelohn betrug 1 Mark. Manche Familie mußte sich derart einschränken, wie unsere heutige Gme- ration eS nicht kennt und hoffentlich auch nicht kennen zu lernen braucht. Eine nur halbwegs zahlreiche Familie brauchte den ganzen Verdienst ihres Ernährers dazu, um Brod zu kaufen. Erst als die Ernteaussichten des Jahres 1847 sich günstiger zeigten, begannen die Preise nach und nach zu fallen. Aber noch Jahre lang hatten die meisten Leute an den Brodschulden des „Hungerjahres 1847" zu zahlen.
* Geldrollen, die mit der Bezeichnung ihres Inhalts und mit einem za dieser Bezeichnung in Beziehung gebrachten Namen versehen worden sind, können laut einem reichsgerichtlichen Erkenntniß für beweiserhebliche Privaturkunden gelten. Mithin kann das Beschreiben einer solchen Geldrolle mit einer wissenschaftlich falschen Inhaltsangabe als „Urkundenfälschung" angesehen werden.
* Warnung. Die Pariser Firma H. Bonfils versendet Prospekte nach Deutschland, tn denen Pariser Weltausstellungsloose und Prämienobligationen verschiedener Unternehmungen zum Kaufe angeboten werden. Nach dem Berichte des deutschen Konsuls in Paris ist es hierbei auf Täuschung des Publikums abgesehen.
* Enteignung. Nach einer bezügl. Bekanntmachung im „Reichsanz." ist der Gemeinde Rückingen im Kreise Hanau auf Grund des Gesetzes vom 11. Juni 1874 das Recht verliehen worden, zur Erweiterung ihres Begräbniß- platzrs eine an diesen in nördlicher Richtung sich anschließende, ungefähr 24,5 a große Fläche des in der Grundsteuermutterrolle des Gemeindebezirks Rückingen unter Art. 220 einge- tragenen Grundstücks Kartenblatt A, Parzelle 83, im Wege der Enteignung zu erwerben.
* Das Fahrrad im Dienste der Polizei. Die hiesige Kriminalfchutzmannschaft wird nun ebenfalls mit Fahrrädern ausgestaltet, da die diesbezüglichen Versuche bei größeren Polizeiverwaltungen von günstigem Erfolge begleitet gewesen sind.
* Lamboyfest-Freuden. Für das nächstjährige Lamboyfest laufen schon jetzt Gestattungsgesuche von Schaubuden- rc. Besitzern in solch großer Zahl ein, wie bis jetzt noch in keinem Jahre konstatirt worden ist. Jedenfalls trägt hierzu bei, daß das nächste Lamboyfest für derartige Unternehmungen besonders günstig fällt, da die Frühjahrsmesse vom 5. bis 12. Joni dem Volksfest« vorangeht.
^ Mit einer unerwarteten Erbschaft wurde gestern eine Familie im b.nachdarten Mainflingen als nachträglich« Weihnachtsgabe erfreut. Das Rechtskonsulat John Kolemann zu New Ank benachrichtigte nämlich durch die 76jährige unve, beiraryete Anna Maria Fellmann in Seligenstadt deren Schwager, den Schuhmacher Jetzeck in Mainflingen, daß der am 23. November 1897 zu New-Dork verstorbene Gottfried E<nst den Sohn des Jetzrck's zum Universalerben seiner Hinterlassenschaft eingesetzt habe. Der glückliche Erbe, der 26 Jahre alte Gottfried Jetzeck, ist des Erblassers Tauspathe und gegenwärtig in Remscheid als Arbeiter beschäftigt. Seine Eltern siedelten vor einigen Jahren von Seligenstadt nach Mainflingen über. Die Hinterlassenschaft beträgt Litrl. 2397 — 47 940 Mk. Als Miterbe wurde testamentarisch sur ein weiterer Tauspathe und Enkel, Gottfried Ernst zu New Aork, eingesetzt. Der unverhoffte Glücksstrahl verursachte unter den in ärmlichen Verhältnissen lebenden Angehörigen des Erben begreiflichen Jubel.
* Finsternisse im Jahre 1898. Ja diesem Monate werden zwri Finsternisse nattfinden, nämlich eine Mond- finsterniß in der Nacht vom 7. zum 8. und eine Sonnenfinsterniß am Morgen des 22. Die Mvndfiasterniß beginnt nach mitteleuropäischer Zeit um 12 Uhr 47 Min. nachts, erreicht ihre Mitte um 1 Uhr 35 Min. und endigt 2 Uhr 23 Min. Früh. Der Mond steht zu dieser Zeit im Sternbilde der Zwillinge. Die Finsterniß ist sichtbar in Asien, im Indischen Ozean, in Europa, auf dem Atlantischen Ozean und in Amerika, llebrigens wirb nur ein kleiner Theil der unteren Mondscheibe verfinstert, nämlich zur Zeit der größten Verfinsterung etwa Vs des Monddurchmessers. Die Sonnenfinsterniß am Morgen des 22. Januar beginnt für die Orte deS mittleren Europa schon vor Sonnenuntergang; in Deutschland, mit Ausnahme der östlichen Grenzgebiete, ist bei Sonnenaufgang die größte Bedeckung durch den Mond schvn vorüber und nur ein kleiner Theil der Seme noch verfinstert. Die Finsterniß überhaupt wird im mittleren und östlichen Europa,, in Afrika, mit Ausnahme der Südspitze und der westlichen Gebiete Norrafrikas, im Indischen Ozean und auf dem asiatischen Festlands mit Aasnahme des nordöstlichen Theiles zu sehen sein. Sie ist vollständig auf einer schmalen Zone, die von der afrikanischen Küste über den Indischen Ozean durch Varder - Indien gegen das HimalayagebirKe streicht. Der Mondschatten trifft die Erde zuerst am Niger in 11° 22 n. Breite und 9* 20' i. ß. v. Gr. nxb verläßt den Erdball wieder in der Nähe von Peking; er durchläuft diese Strecke in nur fünf Stunden sieben Minuten. Die längste Dauer der völligen Finsterniß ist 157 Sekunden und tritt ein für einen Punkt mitten im Indischen Ozean.
Für heute. Kunstvereta; In der Aula Kgl. Zeichen- akademie; Ausstellung von Oelgemäldeu (daS Bild „Asrarl" sowie die Lithographien und Zeichnungen sind in der Aus- st-Äang inbegriffen); geöffnet von 10 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags; Eintritt für Nichtmitglieder 20 Pfg. — Nachmittags 5 Uhr: Oeffentliche Sitzung des Gemeinde- Ausschusses. — Kirchenchor der Johanniskirche : Abends 8 Uhr; Hauptprobe in der Kirche. — Evang. Männer- und Jünglingsverein: Ebenfalls abends 8 Uhr: Bibelbesprechung (Eving. Vereinshaus); — Abends 9 Uhr; Kaufmännischer Verein Hanau : Vereinsabend in der Restauration „Carlsberg" ; — Radfahreroerein „Vorwärts"! Zusammenkunft im Gasthaus „zur Sonne"; — Radfahreroerein Hanau 1885; Klubabend in der „Restauration Mohr vorm. Kippert"; — Erste Hanauer Poulegesellschaft: Preisspiel tm Restaurant „Carlsoerg"; — Freiwillige Feuerwehr 2. Komp in der „Brauerei Beck". — Spessart - Touristenverein : Abends 9Va llhr: Zusammenkunft im Vereinslokale „zum Elephanten".
6 Ravolzhausen, 29. Dezbr. Die^Gemeindebehörden haben in der heute Abend stattgefundenen Sitzung beschloss«», das Grundgehalt des hiesigen Lehrers auf 1200 Mark und den Einheitssatz der Alterszulage auf 150 Mark zu erhöhen. In diesem Vorgehen kann nur ein besonderes, Anerkennung verdienendes Wohlwollen der Gemeinde gegen ihren Lehrer erblickt werden, welches im Interesse der Schule, die infolge des umsichtigen und thatkräftigen Wirkens des Lehrers sichif in einem Durchaus guten Zustand befindet, fortbestehen möge.
Vermischte Nachrichten.
Ermordung einer Familie in Tiflis. Der Edelmann Magradse nebst Frau und beiden Kindern wurde, von einem Verwandten ermordet, weil letzterer zweihundert Rubel Mitgift zu wenig erhalten.
Todtschlag in einer Kaserne. In der Kasern des ersten Bataillons des 6. Fußartillerie-Regiments zr Glogau gerieth der Kanonier Ballion mit dem Kanonier Michalski in Streit, in dessen Verlaufe Ballion dem Michalsk mit einem Gewehrkolben zwei derartig heftige Schläge au Kopf und Rücken versetzte, daß der Verletzte nach mehrere, Stunden starb. Ballion ist verhaftet.
Vier Menschen verbrannt. In Goldberg 1 Schl brach am zweiten Feiertag morgens in einem Hause in de