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Kr. 301. Freitag den 24. Dezeinber 181-7.

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Amtliches.

Wir bringen hiermit den in letzter Generalversammlung beschlossenen Statuten Nachtrag zur Allgemeinen Kenntniß.

Hanau am 22. Dezember 1897.

Der Vorstand

der Ortskrankenkasse für den Landkreis Hanau.

Dr. L. Gans, Kommerzienrath, Vorsitzender.

3 $. gelaufen: Ein schwarzer Spitzhund m. Geschl.; Empfangnahme beim Spezereihändler Joseph Wolfarth zu Groß-Steinheim.

Verloren: Ein Zwanzig- Markschein. Ein gelber s. g. Tisch laufet mit Stickereien.,

Hanau cm 24. Dezember 1897.

m. Nachtrag

zu dem Statrtt der Ortskrankenkasse für den Landkr-kis Hanau vom 16. November 1892.(

Der § 13, Absatz 1, pos. 3 des Statuts wird wie folgt «-geändert:

3. im Falle der Erwerbsunfähigkeit vom dritten Tag« der Erkrankung ab bis zum Ablauf der 26. Woche für jeden Arbeitstag einschl. der auf Wochentage fallenden Festtage

Lin Krankengeld und zwar:

a. für Mitglieder der I. Klasse

b.

c.

d.

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II. III. IV.

bei fortdauernder Erwerbsunfähigkeit ab bis Mm Ablauf eines Jahres:

1 Mk. 84 Pf.,

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von der 27. Woche!

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für Mitglieder der

I. Klaffe — Mk. 92 Pf^

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Weihnachten.

Fröhliche Weihnachten! Das sei heute unser Gruß an imsere Leser. Das Kirchenfest, das von allen am meisten zum Volksfest sich gestaltet hat, das Fest der christlichen Ge­meinde, das ein rechtes Fest des deutschen Hauses geworden ist, bringt Fröhlichkeit und Glücksgefühl mit und löst bei ^ung nnd Alt, bei Re ch und Arm so manchen Bann der Sorge in heiterer Feiertagsfreude auf. Es ist etwas Großes, : wenn jedes Jahr einem ganzen Volke eine solche Festzeit bringt, in der das unablässige Getriebe des täglichen Geschäftes und der harten Berufsarbeit vergessen ist und den Herzen Raum bleibt, ihrem reinsten Empfinden, ihrem schönsten Triebe nachzugeben, Liebe zu üben, sich Liebe erweisen zu lassen, Freude zu bereiten und in der Mitfreude an der Freude der Anderen sich selbst wahrhaft froh zu fühlen. Und es ist etwas Großes, daß dieser mächtige Strom der Festfreude, der zu Weihnachten durch unser Volk hindurchwallt, eine Gemein­samkeit und Einigkeit des Sinnes erzeugt, die wir sonst oft so schmerzlich vermissen. Nicht in den trauten vier Wänden

Dieser Nachtrag tritt vom 1. Jsnuar 1898 an in Kraft Hanlur am 27. August 1897.

Der Vorstand

der Ortskrantenkaff- für den Landkreis Hanau. Dr. L. Gan s.

Vorstehender III. Nachtrag zu dem Statut der Orts->

des eigenen Hauses schließt die Liebe sich ein, nicht an der Freude, die. den Hausgenossen, aus den Augen strahlt, läßt sie sich genügen, sie ruft unter den glänzenden Lichterbaum die Heimathlosen und die Einsamen, sie führt an den sorgsam bereiteten Gabentisch die Armen und Bedrängten; die himm­lische Kunde: „Friede auf Erden", 'm diesen Tagen des Festes findet sie trotz allen Unfriedens, der die Menschheit spaltet, eine sichtbare Bestätigung.

Woher aber stammt die Gewalt, mit der dieses Fest die

bereitet, das hohe Fest der himmlischen Liebe zu feiern. Gott aber schenke uns Allen zu Weihnachten solch fröhliches und gläubiges Herz!

Kaiser und Volk.

Wir Deutschen sind gewiß nicht furchtsam, aber wir sind zuweilen schreckhaft. Jahrhunderte lang, im alten Reiche, waren wir vortreffliche Landsknechte, im politischen Sinne aber Prügelknaben für fremden Ehrgeiz und fremde Habsucht. Der nationale Gedanke hat zuerst den seefahrenden Nationen geleuchtet, den Spaniern zur Zeit ihrer überseeischen Ent­deckungen, den Engländern im Zeitalter der Elisabeth, als Admiral Howard, der Zerstörer der Armada, und Drake, der Weltumsegler, vaterländische Begeisterung weckten und als Notionalhelden gepriesen wurden. Frankreich, kriegerisch ge­stählt in den Kämpfen des Königs Franz I., des Rivalen des Kaisers Karl V., war in der zweiten Hälfte des sech­zehnten Jahrhunderts im Innern noch von hefügen dynasti­schen und religiösen Kriegen unter Führung der Häuser Valois, Bourbon und Guise zerwühlt, aber es hatte den inneren Hader doch schon überwunden, als über das alte deutsche Reich das Elend des dreißigjährigen Krieges herein­brach.

Während in England der Streit zwischen Volk und Thron um konstitutionelle Rechte ausgetragen wurde und in Frank­reich das nationale Königthum seinen verhängnißvollen ver­schwenderischen Glanz entfaltete, blieb Deutschland in viele widerspruchsvolle kleine Theile zerstückelt. Groß und kühn als Dichter und Denker, blieben wir doch politisch klein und ängstlich als Spießbürger und Philister, trotz der hinreißenden Größe kriegerischer und staatsmännischer Thaten und Werke

des hohenzollernschen Hauses. Erst die napoleonische Fremd­herrschaft rüttelte ganz Deutschland auf, und das damals für die nationale Gestaltung Deutschlands Begonnene vollendete sich unter Wilhelm dem Großen.

krankenkasse des Landkreises Hanau wird hierdurch auf Grund Gemüther der Menschen umfängt? Von der alten und ewig! Aber was lange Jahrhunderte Uebles am National-

des § 24 dss Gesetzes, betreffend dir Krankenversicherung der

Arbeiter, in der Fasfuug des Gesetzes vom 10. April 1692 (R. G. B. S. 379) genehmigt.

Cassel beet 10. Ok-ober 1897.

Namens des Bezirksausschusses Der Vorsitzende.

B. A. 3357. Z. V.: Heinecke.

18’067

DlkHrttilUNivtkN aus »M Kreist.

Gefunden: Am 18. ds. Mts. aus dem Fußwege von MiLtelbvchen bis Hanau eine Breche mit 3 Ringen und 3 Perlen nebst kleinem Herz; Empfangnahme beim Ortsvorstand ju Mittelbuchen. Ein schwarzes Halstuch.

neuen Geschichte, die einst aus Engelsmunde den Hirten ist erzählt worden, von der frohen Botschaft, daß das Herz des himmlischen Vaters in seinem eingeborenen Sohne sich dem sterblichen Geschlechte zugeneigt und mit der Welt, die im Argen lag, Frieden gemacht hat. Zu diesem Quell aller Weihnachtsfreude müsfen wir uns hinwenden, wenn wir recht fröhliche Weihnachten erleben wollen. Das Herz, das mit der Gewißheit von der ewigen Liebe, die uns hält und trägt, '.»urchdrungen, das Herz, das dankbar sich an des Heilandes jdripplein gestellt und dort das kostbare Unterpfand der Ver­söhnung Gottes und der Welt, die Vermählung von Himmel und Erde, der Erlösung aus den Banden der Sterblichkeit und aus der Knechtschaft der Sünde, erkannt hat, das ist recht JKÜÄ'K SeSRSI ---------

charakter gewirkt, tilgt sich nicht mit einem Male aus. Einer

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Emanuel Geidels Vorfahren.

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Die allen Freunden wmm zu empfehlende Zeitschrift „Das Hessenland" bringt aus der Feder des Herrn H. H e u f o h n- Hanau folgende Abhandlung:

Vielfach ist die irrige Ansicht verbreitet, daß die Eltern unseres berühmten Dichters Emanel Geibel „in Wachen­buchen bei Hanau als Pfarrersleute lebten, bis ie nach Lübeck übersiedelten", wie u. A. auch im „Hessen- icnd" 1892, S. 300 zu lesen sicht. Im Januar d. Js. lief unter der Spitzmarke „Sie geistige Bilanz Kurhessens" une der FrcnlsurNr Zeitung entstammende Notiz durch eine Reihe hessischer Zeitungen, worin es u. A. hieß, daß die Allein Emanuel Geibel's „aus Wachenbuchen waren und aicht lange vor der Geburt desDichters nach .e^r Hansastodt übersiedelten". Diese unrichtigen Angaben tützten sich auf den bekannten Vers Geibel's:

Und kam ich auch am Nordseestrond Das Licht der Welt zu suchen, Mein Stammhaus steht im Frankenland Im Dorf zu Wachenbuchen.

)ies ist indeß nur so aufzufassen, daß die Vorfahren >es Dichters aus Wachenbuchen stammten; denn daß der Vater Geibel's Dr. Johannes Geibel am 1. April 776 zu Hanau geboren, auch bereits 1798 Pastor der tsormirren Gemeinde zu Lübeck war und sich dort ver- ikirathete, war längst bekannt.

, Veranlaßt durch die eingangs erwähnte immer wieder- ehrende unrichtige Angabe, theile ich nun mit, was sich über

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die Vorfahren Geibels nach den Kirchenbüchern von Wachen­buchen und Hanau feststellen läßt.*)

Zunächst berichten die Wache nbuchener Kirchen- ö ü ch e r:

I. „den 3. August 1667 ist Henr rch Geibel be­graben worden." Von ihm sind folgende Kinder nachzu­weisen:

1. Lor nz, getauft 20. XII. 1649. begaben 27. IV. 1652.

2. Katharina, getauft 7. VII. 1643, begraben 31. V. 1685, unverheirathet.

3. Konrad, getauft 25. VIII. 1649, begraben 9.

IL 0/ 3) Konrad Geibel, Sohn des Henrich Geibel, hiesiger fördert ältester und Geschworener, heirathet am 14. IV. 1670 Elisabeth geb. Schmitt, welche am 13. V. 1721 begraben wurde. Folgende Kinder sind âus dem Taufbuch nachzuweisen (von 1670—1677 ist das Taufbuch lückenhaft):

1. Apollonia, getauft 16. III. 1679.

2. Friedrich Ernst, getauft 20. II. 1682, beerdigt ' 2. VII. 1739.

3. Johann Philipp, getauft 14. VII. 1684, gestorben 18. IV. 1748.

unserer inneren Feinde ist noch immer unsere eigene Schwer­fälligkeit, der - Hang zu kleinlicher Hypochondrie geblieben; viele sonst Tüchtige unter uns sehen noch lieber über den Gartenzaun als über das weite Meer und erschrecken vor neuen großen Ansprüchen an unsere Thatkraft.

Als vor Jahr und Tag der Gedanke an eine starke Ver­mehrung unserer Wehrmacht auftrat, war Mancher geneigt, sich darüber wie über eine unnütze kostspielige Liebhaberei zu entrüsten. Eine schwierige Aufklärungsarbeit war nö-hig, um den Gedanken in weiten Kreisen durchdringen zu lassen. Als nach dem wiederholten Mord deutscher Missionare in China unser Kaiser die Besetzung der Kiautschau-Bucht befahl, wax

2.

3.

5.

6.

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Anna Margarethe, getauft 17. VII. 1707.

^ ohann Henrich, getauft 5. I. 1710. begraben 26. IV. 1742.

Anna Marie, getauft 27. XL 1712.

Jobann Philipp, getauft 19. II. 1716. gestorben 3. IV. 1716.

Johann Kaspar, getauft 15. IX. 1718.

o . ^' <HL 3) Johann Henrich Geibel, Ernst Erbrich S ^n, heirathet den 13. II. 1738 Anna Elisa- oeth geb. Nones aus Hitzkirchen, welche den 1. IV. 1761 itarb. Der Ehe find zwei Söhne entsprossen:

1. Johann Kaspar getauft den 10. VIII. 1738, ae- storben 3. VII. 1807. 3

Johann Friedrich, getauft 26. II. 1741.

Der ad 1 genannte Johann Kaspar hat sich in Wachen- buchen verdnraihet und die Familie bo^ fortgesetzt, dagegen ^nbet sich über Johann Friedrich keine Notiz mehr im dortigen . Nach einer noch heute in Hanau fortlebenden ^"?^^ Uâlieferung soll der Großvater Emanuel Geibel s Rothsdrener in Hanau gewesen sein und dessen Sohn gewisser Ursache wegen keine Anstellung in ^anau habe erlangen können, weshalb er sich nach Lübeck gewandt habe. Hv' en wir also was die Krichenbücher der e v a n g e-

2.

in- ^L 2) ,®r "^I^"^^ Geibel, Konrad's l i s ch e n M a r i e n k i r ch e (vormals die „Hochdeutich-refor- m. biesiaer Kncl>«nöltester und ßierirhtamatin üpirAtüpt nm mtrfe* Äirdfipl forrt Af#n ♦

Sohn, hiesiger Kirchtnältester und Gerichtsmann, heirathet am 15. III. 1705 Anna Margarethe gib. Vix, welche am 26. X. 1746 starb. Aus dieser Che entstammen folgende Kinder;

1. Anna Elisabeth, getauft 28. 11.1706. begraben 10. V. 1706.

*) Die betr. KirchLuch-Anszüge verdanke ich der Güte der Herren Metropolitan Witt ekindt zu Wachenbuchen und Pfarrer Sopp, ersten Predigers der ev. Marienkirche zu Hanau.

iijwcti Munenin mirte" Kirche) berichten:

Die heutig« Nummer umsatzt außer dem Unterhaltungsblatt 12 Seiten

,7,?'k.°l"",§.""ch V7?- Nr. 7: .Am so.Februar ist kopulirt worden I o h a n n F r i e d r i ch G e i b e l Raths-, Bürger- und Amtsdiener-Adjurctus in der Altstadt^ Hyland Johann Heinrich Geibel, gewesenen Mitnachbarn zu Wachenbuchen, nachgelassener ehelicher Sohn mit Jungfrau w ^/ n V« Katarina, des Johannes Ermentraut, Tochter^" ^"^kr- und Amtsdiener in der Altstadt ehelichen