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Hanauer Anzeiger
16. Dezember
sei viel zu spät an die Durchführung eines Börsengesetzes herangegangen. Im Weiteren bespricht Redner die Folgen der Vorjährigen Börsenkampagne. Redner geißelt sodann den Schutzverband zur Bekämpfung agrarischer Uebergriffe und verlieft die Namen der Berliner Mitglieder, welche zum s größten Theile der haute finance angehören.
Abg. Ahlwardt (b. k. F.) wird beim Betreten der Trrbüne mit Unruhe begrüßt. Er führt darüber Beschwerde, daß er mit Tönen begrüßt worden sei, die aus dem Thier- reiche zu stammen schienen. Aber da ihm heute das Glück zu Theil geworden, daß er überhaupt das Wort erhalten habe, wolle er es trotz der vorgerückten Stunde festhalten. In längerer Ausführung macht Redner Vorschläge zur Verbesserung der Situation des Mittelstandes und des Handwerkerstandes. Die Großindustrie müsse so belastet werden, daß sie die Kleininduftrie nicht mehr erdrücken könne. Ebenso nothwendig sei die Beschaffung ausreichender möglichst amor- tisirbarer Kredite für den Mittelstand und zu diesem Zwecke die Verstaatlichung der Reichsbank. Als größten Schaden für die Landwirthschaft bezeichnet Redner bett Zwischenhandel, wie er jetzt besteht. In Amerika existire eine Gesellschaft unter Führung des Londoner Rothschild, welche überall Speicher errichtet und den Getreidehandel mynopolisirt habe. Redner empfiehlt die Uebernahme eines eben solchen Instituts in Deutschland von Seiten des Staates. Es müßten Speicher errichtet werden, von denen aus das Getreide überall dahingebracht werden könnte, wo es gebraucht werde. Bebel hat darin Recht, daß die Lasten der indirekten Steuern besonders von den breiten Schichten des Volkes getragen werden. Ein Zusammenleben der Juden und Germanen führe allmählich zur Verarmung der Arbeiter. Die Germanen standen auf dem Boden der Arbeit, die Juden aber nicht. Diese verständen d^sto besser, denen, die arbeiten, den Verdienst abzunehmen. (Schließlich ersucht Präsident v. Buol den Redner, zum Etat zu sprechen.) Redner spricht sich gegen eine Volkswehr aus und bedankt sich sodann für das ihm geschenkte Gehör.
Es folgen persönliche Bemerkungen der Abgeordneten v. Stumm, Singer, Bebel, Ahlwardt, Rickert und Hahn. Bei diesen persönlichen Bemerkungen bezeichnet v. Stumm eine Behauptung des Abg. Bebel in Bezug auf das Vorleben des Herrn Fink als Verleumdung. Daraufhin erklärt Bebel, wenn Herr v. Stumm das Wort Verleumdung, welches falsche Anschuldigung wider besseres Wissen bedeute, nicht zurücknähme, so erkläre er ihn für einen gemeinen Menschen.
Wg. v. Stumm bestreitet, Bebel Verleumder genannt zu Haven.
Präsident v. Buol verspricht, morgen nach dem amtlichen Stenogramm den Thatbestand festzustellen.
Nächste Sitzung morgen 12 Uhr. Tagesordnung: Anträge zur Geschäftsordnung. Rest der heutigen Tagesordnung und Militärstrafprozeßordnung. Schluß 7 Uhr 10 M.
Tagesschau.
Bsn der Marine. Laut telegraphischer Meldung an das Oberkommando der Marine ist S. M. S. „Kaiserin Augusta", Kommandant Kapitän zur See Koellner, am 14. Dezember in Singapurs angekommen und beabsichtigt, am 16. Dezember nach Hongkong in See zu gehen.
Den Marinesywpathien der deutschen Jndu- Hkiellen haben verichiedentliche in Westdeutschland letzthin veranstaltete Kundgebungen lebhaften Ausdruck verliehen. Solche Kundgebungen fanden u. a. in Aachen und in Düren statt. Der leitende Gedanke hierbei war, daß das fernere Blühen und Gedeihen der hochentwickeKen deutschen Industrie mit ihrem bedeutenden Export wesentlich durch den Schutz bedingt sei, welchen eine starke Flotte dem deutschen Handel im Auslande gewähren könne. Ein Rückgang der deutschen Industrie aber werde nicht nur das ganze Geschäfts- und Erwerbsleben der Nation, sondern auch die zahlreichen industriellen Arbeiter in ihren innersten Lebensintereffen aufs Empfindlichste schädigen.
Die Aushändigung der Wilhelms-Medaille an die Veteranen wird, nachdem die Schutzleute dieselbe am 1. Dezember erhalten haben, wie nunmehr bestimmt worden ist, an zwei Zeitpunkten und zwar am 15. und 29. d. M. erfolgen, so daß noch vor Ablauf des Jahres alle dazu berechtigten Preußen im Besitz der Denkmünze sein werden. Von Nichtpreußen, besonders Norddeutschen, wie Mecklenburgern, Anhaltinern und Sachsen, laufen bei den Krieger- vereinen und Behörden noch immer viele Gesuche um Berücksichtigung bei der Verleihung ein, doch müssen alle diese Petenten abschlägig beschieden werden, da nach einer Bestimmung des Kaisers zunächst nur preußische Staatsangehörige die Medaille erhalten sollen.
Ueber die Gehaltsverhältnisse der unteren Bahnbeamten wird in einer offiziösen Auslassung betont, daß die Staatsregierung keineswegs die Verbesferungsbedürf- tigkeit eines Theiles der Gehälter dieser Beamten verkenne und daß sie bereits die bessernde Hand an dem Punkte, an dem die Abhilfe am dringendsten war, angelegt habe. Durch den nächsten Etat soll eine große Anzahl — mehr als 10 000 — neu etatsmâßiger Stellen für früher diätarisch beschäftigte Beamte eingestellt werden.
Von Haiti. Daß auf Haiti nach Erledigung des Falles Lüders wieder mehr Ordnung eingekehrt ist, erhellt, abgesehen von der sofortigen Weiterreise unserer beiden Schulschiffe, auch aus dem Umstande, daß, wie aus Porte-au- Prince berichtet wird, auf der dortigen deutschen Gesandtschaft ein Ballfest stattfand, an welchem die deutschen Offiziere und die Spitzen der deutschen Kolonie theilnahmen. Freilich wird allem Anscheine nach der für Haiti wenig erfreuliche Verlauf
des Zwischenfalles noch ein weiteres Opfer fordern. Der dortige amerikanische Gesandte Pawell, der dem Präsidenten Sam Hoffnung auf Unterstützung seitens der Vereinigten Staaten für den Ernstfall gemacht zu haben scheint, nachdem er vorher sich für Lüders ins Mittel gelegt hatte, dürfte die längste Zeit in Porte-au-Prince thätig gewesen sein. In London ist aus Newyork die gut beglaubigte Meldung ein- oetroffen, daß die Regierung von Haiti in Newyork die schleunige Abberufung Pawells beantragt habe.
Ein Wort zur rechten Zeit.
Angesichts des, mit einem parlamentarischen Ausdruck nicht zu bezeichnenden Verhaltens der Berliner Stadtverordneten in der Denkmals-Angelegenheit für die März-Gefallenen von 48, scheint es nicht uninteressant das Urtheil eines den damaligen Ereignissen sehr nahestehenden Mannes zu hören. Es ist dies kein geringerer als der spätere Feldmarschall — Kriegsminister von Roon. Wir entnehmen den „Denkwürdigkeiten aus dem Leben des General-Feldmarschalls Kriegsministers Grafen von Roon" folgende besonders bezeichnende Stellen:
I. B. S. 130. .Nochmals bitte ich Dich, beunruhige Dich nicht über das, was Du über den Berliner Unfug in den Zeitungen liesest .... — das Gesindel besteht meist aus Fremden; man reicht ihm, d. b. von Seiten der unbekannten Führer, unentgeltlich so viel Branntwein, als es mag, dann geht der Unfug los."
S. 133. „Der eigentliche Bürger d. h. die angesessenen Handwerker, Krämer, Kauslente, haben sich nicht nur nicht gegen die Truppe geschlagen, sondern im Gegentheil mehrfach ihre entschiedene Abneigung gegen die Tumultanten, Arbeiter, Lohnburschen, Kommis, Studenten, Vagabunden aus Leipzig, Hamburg, Mannheim, Polen, zu erkennen gegeben. Aus den Häusern ist nichts gegen die Truppen geschehen mit der Ausnahme, daß einige liederliche Dirnen aus den Fenstern Glas und Scherben auf die Kavallerie geworfen haben. Das beweist am besten, daß sich die Bürgerschaft an diesem scheußlichen und sinnlosen Skandal nicht bethciligt.'—
Hub weiter schreibt Roon unterm 17. März: „Die hiesigen Zustände sind eigentlich die alten. Man geht „zur Revolution' wie zu irgend einem anderen Schauspiel." —
In der Beschreibung des 18. März heißt es S. 138 unter Andern,: „Die rothe Fahne und das Geschrei „Es lebe die Replchlik" deutet ebenso sicher als andere Kennzeichen darauf hin, wem wir diesen entsetzlichen 18. März verdanken. Die Eisenbahn hat in den letzten Tagen ganze Schaaren von Sendlingen aus Leipzig, Mannheim, Paris u. s. w. herbeigeführt." —
Und diesen Leuten wollen die Vertreter der deutschen Haupt- und Residenzstadt 27 Jahre nach der Errichtung des deutschen Kaiserreichs ein Denkmal in ihrer Stadt errichten? Werden die Väter der Stadt sich wirklich von einigen sozialdemokratischen Hetzern so einschüchtern lassen, daß sie sich und damit ganz Deutschland auf ewige Zeiten vor der ganzen Welt ein Denkmal ihrer Feigheit errichten? Noch steht das Denkmal ja nicht und wird auch, so lange noch ein Funke von Ehrgefühl in der Brust der berufenen Vertreter des Vaterlandes ist, nicht zu Stande kommen.
Möge die Berliner Stadt-Vrrordneten-Versammlung es bei der Berathung bewenden lassen, schon damit hat sie sich genugsam blamirt. Will die Stadt Berlin in dieser denkmalsüchtigen Zeit noch ein Denkmal haben, so kann sie, unserer Erachtens nach, billiger dazu kommen, wenigstens brauchten die Herrn Stadtverordneten der Linken ihren Säckel dazu nicht zu öffnen. Soviel uns bekannt besitzt nur die Stadt Görlitz ein Denkmal des Mannes, der durch seine treue, heldenhafte Vor- und Mitarbeit an der Reorganisation der Armee der Stadt Berlin zu ihrer jetzigen Stellung und Bedeutung verhalfen hat. Diesem Manne, einem der biet Paladine „Wilhelms des Großen", ein Standbild in ihren Mauern zu errichten wäre wahrlich eine dankbarere und zeitgemäßere Aufgabe wie jenem „fremden Gesindel" !" — Es bedürfte zur Beschaffung der Geldmittelnur eines Appells an die Armee und Hunderttausende von Händen würden sich mit Freuden öffnen, um so einen Theil des Dankes abzutragen, welche sie dem Manne schulden, der seinem „geliebten Herrn" geholfen die Armee zu dem zu machen was sie ist und in die Bahnen zu lenken, auf denen sie jetzt wandelt. X.
Aus Stadt- und Landkreis Hanau. Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit Quellenangabe „Han. Anz." gestattet.
Beamtenpersonal Nachrichten.
Ernannt: die Landgerichtsrâthe von Hinüber zu Lüneburg, Lindemann zu Aurich und Haas zu Wiesbaden zu OberlandeSgerichtsrâthen bei dem Oberlandesgericht zu Celle,
der Referendar Dr. Freytag zum Gerichtsasseffor,
der außerordentliche Pfarrer Klappert zum Gehülfen des Pfarrers Faulhaber zu Gmsungen,
die Rechtskandidaten Kühl, Roos und von Carlshaufen zu Referendaren,
die Lehrer Alt zu Hanau zum Organisten und Breidenbach daselbst zum Kantor an der dasigen Johanniskirche.
Ueberwiesen: der Regierungs-Assessor Ludovtci der Regierung zu Cassel zur weiteren dienstlichen Verwendung.
Versetzt: die Amtsgerichts-Sekretäre Wacker von Herzberg an das Amtsgericht zu Hrss.-Oldendorf, Ranzow von Meinersen an das Amtsgericht zu Rodenberg und der Amtsgerichts-Assistent Stichnote von Rodenberg an das Amtsgericht zu Herzberg a/H.
der Gerichtsdiener Böhle zu Eiterfeld an das Amtsgericht zu Wanfried.
Verliehen: dem ordentlichen Lehrer an der Königlichen Kunstakademie, Professor und Architekten Hugo Schneider daselbst der Königliche Kronen Orden dritter Klasse.
Entlassen: der Provinzial-Schulrath, Geheime Regierungs- rath Kannegießer auf Nachsuchm vom 1.Jrnuar k. I. ab.
Pensionirt: der Oberlandesgerichtsrato, G.heime Justizrath Frank zu Celle vom 1. April k. J. ab,
der Regierungs-Sekretär Vauth zu Cassel.
* Ordensverleihung. Herrn Oberbürgermeister Dr. Gebeschus wurde von Sr. Königl. Hoheit dem Prinz- Regenten von Bayern das Ritterkreuz I. Klaffe des Militär- Verdienstordens verliehen. Das hierauf bezügliche Schreiben lautet:
„München, 13. Dezbr. Seine Königliche Hoheit der Prinz-Regent haben Sich inhaltlich Allerhöchster Entschließung vom 6. lfd. Mts. Allergnädigst bewogen gesunden, Euer Hochwohlgeboren aus Anlaß der freundlichen Aufnahme, welche die bayerischen Truppen während der diesjährigen Manöver in der Stadt Hanau gefunden haben, sowie für Wohlderen außerordentliche Mühewaltung daS Ritterkreuz I. Klasse des Militär-Verdienstordens zu verleihen. Euer Hochwohlgeboren beehre ich mich, zu dieser Auszeichnung meinen herzlichsten Glückwunsch auszusprechen und zugleich die betreffenden Ordensinsignien zu übersenden. Der Kriegsminister ^Frhr. v. Asch. — An den Oberbürgermeister der Stadt Hanau, Herrn Dr. Gebeschus, Hochwohlgeboren."
* Ernannt. Schwartz, Proviantamts-Kontrolleur auf Probe, in Hanau, wurde zum Proviantamts-Kontrolleur ernannt.
* Eingabe an den Minister betr. Wilhelmsbad. Die vorgestern Abend in der vom Verein für städtische Angelegenheiten einberufeneu Volksversammlung beschlossene Eingabe an den Herren Minister, verfaßt von Herrn Steller, hat folgenden Wortlaut:
Hanau, 15. Dezember 1897.
An den Herrn Königlichen Staatsminister Minister für Landwirthschaft, Domänen und Forsten Freiherrn von Hammerstein-Loxten Excellenz zu Berlin.
Betrifft:
Den Verkauf eines Theiles der Wilhelmsbader Parkanlagen.
Euerer Excellenz berichten wir hierdurch ehrerbietigst, daß in gestriger Bürgeroersammlung, welche zur Erörterung neben- bezeichneter Angelegenheit einberufen war, mit Einstimmigkeit eine Kundgebung beschlossen wurde, deren Wortlaut wir beizufügen uns gestatten. Damit beauftragt, die beschlossene Vorstellung zur Ausführung zu bringen, unterbreiten wir Euerer Excellenz auf Grund der Absichten betreffs der Veräußerung, soweit sie uns aus öffentlichen Mittheilungen bekannt geworden sind, ehrerbietigst folgende Thatsachen und Erwägungen.
Ist der vordere Park mehr mit eigentlichen Kunstanlagen ausgestattet und für den belebteren Verkehr des Publikums bestimmt, so daß dort zumal der Raum für Konzertveranstaltungen und Volksfeste gegeben ist, so bietet der hinter den Kurgebäuden befindliche Parktheil mehr Natur mit breitem Wiesingelände, mit einer Waldparzelle, mit anziehend lauschigen Wegparthien, so daß dieser Parktheil dem Publikum mehr mit Ruhe und Einsamkeit zu beschaulichem Sinnen und Betrachten dient. Letzterer Parktheil ist der größere und zumal für den Naturfreund der schönere. Der Naturfreund findet daselbst, während Lebensfreude und heiteres Spiel im Vorder, parke unter buntbewegtem Treiben herrscht, Zurückgezogenheit zu friedlich sinniger Muße. Die Anlagen beider Theile bilden daher mit ihrer verschiedenen Eigenart gegenseitig die nothwendige, von dem Urheber wohlerkannte Ergänzung zu einem vollkommenen Gesammtwerke. Die Einheit und Harmonie wird durch jede Verkürzung und durch Ausscheidung größerer oder kleinerer Parzellen des einen oder anderen Parklheiles Noth leiden und dem Publikum wird die jetzige Freude am Ganzen dadurch wesentlich beeinträchtigt werden. Andererseits ist in Erwägung zu ziehen, daß der Hintere Parktheil mit der sogen, kleinen Wirthschaft insbesondere von der weniger bemittelten Bevölkerung besucht wird. Es stände zu erwarten, daß Wilhelmsbad nur noch ein Aufenthalt für ein exklusives Publikum werden würde, während es. wie in der Resolution hervorgehoben, eine Sache der öffentlichen Wohlfahrt bedeutet, dem Wilhelmsbade durch Erhaltung des Hinteren Parktheileâ die Eigenschaft eines Volkserholungsortes zu bewahren. Nicht aber nur das eigene Interesse an Erholung und Naturgenuß, sondern vor Allem auch im Allgemeinen der Sinn für den Werth einer Schöpfung, die an sich, — eben wegen ihrer Vollkommenheit und schönen Einheit — als erhaltungswürdig erkannt wird, würde durch die Veräußerung des Hinteren ParktheileS verletzt werden. Es ist derselbe, allen Verständigm gemeinsame Sinn, der nicht duldet, daß an einem öffentlichen Denkmale oder Gebäude, das von einem Meister der Kunst geschaffen worden ist, ein Schaden verübt oder in einer öffentlichen Anlage auch nur ein Neupflänzling geschädigt werde.
In seiner Schrift über das Wilhelmsbad weist nach eingehender Darstellung G. W. Roeder darauf hin, daß der fürstliche Stifter nicht nach Zufall oder Laune die Bilder und Formen der Anlage hinstellte, sondern sein Werk nach Geschmack und nach einer sinnreichen Idee zu einem schönen Ganzen ausgeschmückt hat, derart, daß die verschiedenen Gruppen in dem Parke Sinnbilder aus der Geschichte der Zeiten darstellten: auf das Alterthum weise der Atlas, der Aeskulap und die Pyramide hin, auf das Mittelalter die Eremitage, die Ritterburgruine und das Ringelrennen des Karouffels, während mannigfaltig die Neuzeit vertreten fei, so durch die Kurgebäude, das Theater, den Schießplatz u. s. w. So erscheine, wie Roeder mit vollem Rechte heroorhebt, in dem engen Rahmen Wilhelmsbads ein sinniger Kranz von Zeitbildern und Wechselgestalten in plastischen Kunstformen und das Ganze stelle sich in edler Harmonie dar. Daß diese durch den Verkauf des Hinteren