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Hanauer An^nqer
16 November
Thlr. Nr. 14489 30557 32722 65377 67647 108350 127442 166862 224559 je 60 Thlr.
Vermischte Nachrichten.
Ein angenehmer Schreck. Sitzt da in einem sehr bekannten Bellmer Restaurant am Momag Abend der nicht minder bekannte Leiter des Ganzen. Die Abendblätter kommen, er ergreift das eine und fängt an zu lesen. Aber bald läßt er die Zeitungen fallen: „Mir wird schwach; Kinder, gebt mir einen Kognak P ruft er. Neugierig fragt nun alles: „Was ist denn los?" — „Na unter Loos !" — war die Antwort und so war es auch thatsächlich. Während 64 Jahren war das Loos in der Familie gespielt worden, ohne daß es auch nur ein einziges Mal — selbst mit einem Freiloose — herausgekommen wäre. Jetzt sind nun 200,000 Mark gefallen, und der sehr bekannte Restaurateur hat davon ein Viertel in seinem Besitz. Unter solchen Umständen konnte er sich schon erlauben, schwach zu werden und einen Kognak zu verlangen.
Von den Todten auferstanden. Eine mysteriöse Geschichte macht, wie man aus Bad Wildungen schreibt, dort von sich reden. Die gemüthskranke Frau eines Werkmeisters wurde vermißt und überall gesucht, bis man sie am zweiten Tage auf dem Hausboden in einer Ecke zusammengekauert und in vollständig erstarrtem Zustande vorfand. Die Angehörigen zweifelten nicht am Tode der leidenden Frau, und ohne einen Arzt zu Rathe zu ziehen, erfolgte die Anzeige von ihrem Ableben beim Standesamte. Dieses stellte den Todten- schein aus (?), und daraufhin wurde seitens der Gerichtsbehörde die erforderliche Genehmigung zur Bestattung anstandslos ertheilt. Als man sich nun nach Erledigung dieser Formalitäten um die Verstorbene selbst bekümmerte, stellte es sich zum Schrecken aller heraus, daß die Frau, für welche bereits der Sarg bestellt war, überhaupt nicht todt war, sondern infolge von Starrkrampf scheintodt gewesen war. Schwierig ist nun, die „Todte" in den Büchern des Standesamtes wieder „lebendig zu machen", denn ohne Gerichtsbeschluß darf eine Korrektur der Bücher nicht vorgenommen werden.
Wie die holländischen Dorfschönen gefreit tverden. Der jetzige Monat wird in Holland als der wichtigste im Wnzen Jahr betrachtet. Und zwar erlangt der in anderen Ländern wenig beliebte November dort eine so außerordentliche Bedeutsamkeit durch seine vier Sonntage, die über das Glück manches bangenden Mädchenherzens entscheiden. Die niederländischen Dorfbewohner nennen die Novembertage „Musterungs"-, „Entscheidungs"-, „Anfrage"- und „Verlobungs-Sonntag". Aus diesen Bezeichnungen kann man so ziemlich die Bedeutung der wichtigen Tage erkennen. Am Donnerstag vor dem ersten Sonntag im November nimmt in jedem Dorf eine Art Volksfest seinen Anfang; die ganzen Landbewohner erscheinen in ihrem schönsten Staat, tummelt sich zwischen den Buden und Karousfels und bethei- ligt sich in allen Lustbarkeiten. ■ Besonders fröhlich geht es aus dem Tanzboden zu, wo aber zu Anfang des Festes nur wenig von andern als bereits verheiratheten und verlobten Paaren der holden Terpsichore gehuldigt wird. Die jungen Mädchen und Burschen, die noch nicht gewählt haben, stehen meist von ferne und sehen zu. Der erste Sonntag bringt schon einige Veränderung. Da spazieren die heirathâlustigen jungen Männer, nachdem der Vormittagsgottesdienst vorüber ist, in ganzen Reihen die Dorfstraße aus der einen Seite auf und nieder, während die noch ledigen Jungfräulein dasselbe auf der gegenüberliegenden Seite thun. Beide Parteien starren sich dann ganz ungenirt an und mustern sich gegenseitig nach Herzenslust. Gewöhnlich sucht sich ein Bursche zwei oder drei von den schmucken, blühenden Mädchengestalten zur engeren Wahl aus und entscheidet sich zuletzt für die, die seinen höflichen Gruß bei der nächsten Begegnung am freundlichsten erwidert. Zeigen darf er es allerdings erst am närsten Sonntag, auf wen seine Wahl gefallen ist. Hat die Schöne nichts gegen den Freier einzuwenden, dann tanzt sie mit ihm und erlaubt ihm, ihr zarte Aufmerksamkeit zu erweisen. Der dritte Sonntag wird dem mehr prosaischen Theil der Angelegenheit geweiht; es gilt die Zustimmung der Eltern zu erlangen und alle Details inbezug auf Hochzeit und Mitgift zu erledigen. Erst am vierten Sonntag ist es dem jungen Pärchen ge stattet, sich etwas deutlicher ihre Liebe zu bezeigen, als nur durch rärtliche Blicke oder einem stummen Händedruck.
Eine harte Selbstkritik. Aus Thüringen, 9. Nov., schreibt man: In einem thüringischen Blättchen findet sich folgende seltsame Ehrenerklärung: „Die gegen meine Braut, Fräulein A. S., öffentlich ausgestoßenen Beleidigungen nehme ich hiermit reumüthig zurück, da dieselben von mir völlig erlogen sind. Hingegen erkläre ich mich für einen frechen Verleumder und gemeinen Spitzbuben, der von Rechtswegen ins Zuchthaus gehörte. E. W. Kutscher." Hoffentlich wird die an ihrer Ehre gekränkte Dame mit dieser aufrichtigen Erklärung zufrieden fein.
Das Bittgesuch einer Mutter. Dem Chef des Kaukasusgebiets ist von einer Bäuerin aus Jrisk folgendes ergreifende Bittgesuch zugegangen: „Vor 6 Jahren habe ich meinen eigenen Sohn an die Kette gelegt, und er befindet sich auch jetzt au derselben. Ich weiß, daß ich eine Denunziation gegen mich selbst schreibe, aber ich bin Mutter und bereit, jede Strafe zu erleiden, um das Schicksal meines un- âiückiichen Sohnes zu erleichtern. Vor 6 Jahren verfiel mein ^jâhriger Sohn Iwan, der bisher an stillem Wahnsinn ge- Utten hatte, in Tobsucht. Ich bin eine Wittwe von 45 ^rra ^â noch eine Tochter von 21 Jahren, die an V Wahnsinn leidet, und außerdem 4 kleine Kinder und cV ‘ der etabt Jrisk besitze ich ein kleines Hüttchen, in dem unsere ganze Familie zusammengepfercht ist. Ich muß
durch unermüdliche Arbeit ein Stück Brod für meine Familie schaffen und kann keinen Menschen miethen, welcher meinen Sohn, der das Leben eines Thieres führt, überwacht. Zuerst wurde er mit Stricken an das Bett gebunden; er zerbiß dieselben, riß sich los, und nur Gott hat ihn vor einem Verbrechen bewahrt. Ich sah ein, daß dies so nicht bleiben könne, und so mußte ich, die eigene Mutter, ihn an die Kette legen. In seinen selteneren lichten Augenblicken, wenn ich ihn weinend anflehe, vernünftig zu werden, sagt er selbst, daß er dieses nicht könne, und bittet mich, ihn an der Kette zu halten. Vor dem Eintreffen Ew. Erlaucht in der Stadt Jrisk drohte mir die Polizei, daß ich wegen dieser Mißhandlung zur Verantwortung werde gezogen werden, und nahm mir die schriftliche Verpflichtung ab, meinen Sohn nicht an der Kette zu halten. Aber ich kann diese Verpflichtung nicht erfüllen. Selbst die Polizei, welche meine ausweglose Lage sieht, hat bei der Gemeinde angeregt, meinen Sohn auf Gemeindekosten in ein Irrenhaus zu bringen. Die Gemeinde weigert sich dessen. Indem ich nun den Schriftwechsel zwischen der Polizei und Gemeinde beilege, bitte ich dringend, zu verfügen, daß mein Sohn in ein J.renhaus aufgenommen wird."
Großer Einbruchdiebstahl in London. „Die Diamond-Merchants-Alliance" in London wurve von einem schweren Einbruchsdiebstahl betroffen, trotzdem dieselbe mit allen erdenklichen Vorrichtungen gegen Einbruch und Feuer geschützt war. Der Eingang in das Geschäftslolal geht von Doverstreet durch einen eisernen Gang, dessen Thür durch stählerne Rie-el abgeschlossen ist. Diese Riegel wurden durchsägt und das Gewölbe erbrochen. Sonnabend Nachmittag verließen die 6 Angestellte, unter Beobachtung aller seit Jahren bestehenden Vorsichtsmaßregeln, das Geschäftslokal und am Montag früh war durch Einbruch mehr als Mk. 500 000 an Gold und Juwelierwaaren gestohlen. Unter der Beute befinden sich mit Edelsteinen besetzte Kämme, Armbänder, Vorstecknadeln und Uhren. Auch ein Paar Ohrgehänge, mit Rubinen und Diamanten im Werthe von Mk. 90 000 wurde eine Beute der Einbrecher. Bis jetzt hat man von Letzteren noch keine Spuren.
Verhütet bei den Stubenvögeln die Erkältung! Wie oft kann man sehen, daß jetzt am Morgen beim Reinigen der Zimmer die Fenster geöffnet werden, ohne daß man sich die Mühe nimmt, den Vogelkäfig, der gewöhnlich dort seinen Platz hat, auf kurze Zeit wegzustellen. Oft geschieht dies aus Bequemlichkeit oder Unkenntniß, obwohl man bei einiger Beobachtung klar werden muß, daß diese Behandlung den Stubenoögeln nicht gerade angenehm sein kann, wenn sie plötzlich der kalten Lust, ja meistens Zuglust ausgesetzt werden. Durch das Aufstellen der Federn und Ruhigsttzen bekunden sie ihr Unbehagen. Erkältungen, die sich durch Heiserkeit bei Singvögeln, ober Rheumatismus der Füße kennzeichnen, sind, wie der „Praktische Wegweiser,,, Würzburg (vierteljährl. Abonnementspreis 30 Pf.) schreibt die Folge und dann wundert man sich noch, daß der Vogel nicht mehr singt und krank werden kann.
Gebrauchsmuster.
Nr. 83 279. Knopsfuß mit federnden Flügeln und zusammenbiegbarem Steg. Ochs u. Bonn in Hanau, vom 25. September 1897 ab. — O. 1077. Kl. 44.
Nr. 83 254. Durch Rippen abgethrilter Mantel für Ofenrohre zur Gewinnung der Wärme der Rauchgasse. Nicolaus Becker in Frankfurt a. M. - Sachsenhaufen, Kl. Schifferstraß! 5—7, vom 5. Juni 1897 ab. — B. 8486. Kl. 36.
Nr. 83 103. Gesellschaftsspiel mit zentralem Landschaftsbild, diefes in Gestalt eines stehenden Kreuzes umgebenden Stufenleitern und zu den letzteren führenden, in den Ecken angeordneten und in Stationen eingetheilten Feldern. Rudolf Bautz in Frankfurt a. M., Unterer Atzrmer 13, vom 2. Oktober 1897 ab. — B. 9092. Kl. 11.
Nr. 83 079. Würfelförmiger, drehbarer Mischapparat für Beton, Mörtel zc. mit Wasserzuführung. L. Wagner in Wiesbaden, Dotzheimstraße 17, vom 16. September 1897 ab. — W. 5901. Kl. 80.
Nr. 82 872. Klosetreiniger, bestehend auS einem über den Trichterrand greifenoen Blechrahmen mit Führungszylinder für die Stange des mit einem Ventil versehenen Kolbens. Franz Sebastian in Frankfurt a. M., Mörfelderlandstr.
137, vom 7. September 1897ab. — S. 3713. Kl. 85.
Schiffsbericht.
Der Dampfer „Palatia" ist am 12. November wohlbehalten in New-York angeksmmen.
Hamburg, 12. Novbr. Der Dampfer „Scandia" von der Hamburg-Amerika-Linie ist gestern in Barcelona und der Dampfer „Helvetia" vorgestern in Kingston eingetroffen.
Wremen, 10. Novbr. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Kaiser Wilhelm II" ist gestern in New-York und der Dampfer „Sachsen" vorgestern in Hongkongs eingetroffen.
Lsnvsn- 13. Novbr. Der Union-DamPser „Tartar" ist auf bet Ausreise gestern in Kapstadt angenommen.
New-York, 10. Novbr. Der Dampfer „Friesland" von per „Red Star Linie" ist von Antwerpen gestern hier angrkammen.
Philadelphia, 13. Novbr. IDer Dampfer „Indiana" von der America« Linie in Liverpool ist gestern hier einge troffen.
Drahtnachrichten des „Han. Anz."
Berlin, 16. Novbr. Nach llftünbiger Verhandlung ist gestern Abend die Entscheidung in dem Disziplinarverfahren gegen Dr. Karl Peters gefällt worden, dahin, daß die Berufung des Angeklagten verworfen, dagegen derjenigen des Staatsanwalts in vollem Umfange stattgegeben wurde, sodaß Peters definitiv aus dem Reichsdienst entlassen ist und auch die gesammten Kosten des Verfahrens zu tragen hat.
Berlin, 16. Novbr. Der wirthschaftliche Ausschuß einigte sich in seiner gestrigen Sitzung über die Grundsätze einer Produktionsstatistik. Es wurde allgemein anerkannt, daß als wesentlichste Grundlage für die Vorberathung neuer Handelsverträge zunächst eine möglichst umfassende Produktionsstatistik aufzustellen sei. Sechs Fachkommissionen wurden gebildet. Abends sand beim Grafen Posadowsky ein Diner statt, bei welchem sich der Kaiser sämmtliche Mitglieder des Ausschusses vorstellen ließ. Im Laufe der Unterhaltung kam das Gespräch auch wieder auf den Ausbau unseres Kanalsystems, für welches der Kaiser lebhaft eintrat. Der Monarch beabsichtigt einzelnen wichtigen Sitzungen der Ausschüsse beizuwohnen. An dem Diner nahmen auch Fürst Hohenlohe, mehrere Minister, Staatssekretäre und Gesandte Theil.
Berlin, 16. Novbr. Dem „Berl. Tagebl." wird aus Kiel gemeldet: Die Expedition des Kreuzers „Gefion" ist nunmehr offiziell angeordnet. Die Ausrüstung des Kreuzers erfolgt für eine 2jährige Auslandreise. Voraussichtlich geht Gefion nach Kreta, während das Schwesterschiff „Kaiserin Augusta" vom Orient nach Haiiti Segelordre erhielt.
Leipzig, 16. Novbr. Das Reichsgericht verwarf die Revision des Reichstagsabgeordneten von Mülhausen i. E. Bueb gegen das vom Landgericht Mülhausen wegen Beiseiteschaffung von beschlagnahmten Flugblättern und wegen Beleidigung ergangene Urtheil zu 10 Monaten Gefängniß. aHMMee ^t «»»«-'»wn'.' ■ ■m.ni"7rc~’«»CTngg'.^»E~i^2w« ■ i rr—r-Tfwjmanwt 20251 /VOEE ^"^.^ • .""- '^^"'' " »"I Wien, 16. Novbr. Dem „N. W. Tagebl." zufolge plant man maßgebenden Ortes nach der Ernennung des neuen Wiener Polizeipräsidenten auch eine umfassende Reorganisation der gesammten Wiener Polizei.
Wie«, 16. Novbr. In hiesigen türkischen Botschaftskreisen wird versichert, daß der Zwischenfall wegen Mersina als beigelegt betrachtet werden kann. Der letzte Ministerrath habe beschlossen, alle Forderungen Oesterreich- Ungarns zu bewilligen.
Wie«, 16. Novbr. Für die Wahl des zweiten Vizepräsidenten des Abgeordnetenhauses tanbibitt endgiltig das Centrumsmitglied Treuenfels.
Budapest, 16. Novbr. Die parlamentarische Durchführung des Ausgleichs-Provisoriums in Oesterreich soll an ein Ultimatum geknüpft sein. Badeni soll verpflichtet sein, das Provisorium bis zum 20. d. Mts. durchzuführen, widrigenfalls die ungarische Regierung im Reichstage Vorlagen betreffend das Selbstbestimmungsrecht Ungarns einbringen würde.
London, 16. Novbr. Der Hauptmann Arnhold von der Niger-Gesellschaft ist mit 180 Mann und Kanonen gegen den Häuptling von Joha vorgerückt.
Petersburg, 16. Novbr. Der Stand der Frage des Wiedereintritts der bulgarischen Emigranten in die bulgarische Armee ist unverändert. Daß dieserhalb eine Spannung zwischen Petersburg und Bulgarien besteht, wird entschieden verneint.
Tanger, 16. Novbr. Der Gouverneur des Riflandes ist von dem Sultan zurückberufen worden. Er hat den Befehl erhalten, sich sofort dem Sultan vorzustellen.
Paris, 16. Novbr. Heute wird sich der Ministerrath nochmals mit der Dreyfus-Angelegenheit beschäftigen und wahrscheinlich eine Note offiziell ausgeben, in welcher die Haltung der Regierung motivirt wird. Voraussichtlich wird sich die Regierung daraus beschränken, Scheurer- Kestner aufzufordern, wie dies bereits früher geschehen ist, dem Justizminister als der zuständigen Behörde seine Akten zu übergeben.
Paris, 16. Novbr. Mathias Dreyfus, der Bruder des Exkapitâns, theilte der „Agence Nationale" den Brief mit, den er dem Kriegsminister übergeben und in welchem der Name des Offiziers bekannt gegeben wird, der das nicht- unterzeichnete Schreiben geschrieben^ hat, wonach Dokumente aus dem Kriegsministcrium an eine fremdländische Persönlichkeit gegeben worden sein.
Paris, 16. Novbr. Scheurer theilte in einem offenen Briefe an einen Senatskollegen mit, er habe am 30. Oktober dem Kriegsminister Beweise davon vorgelegt, daß Dreyfus für eine fremde Schuld büßt.
London, 16. Novbr. „Daily News" meldet aus Berlin: Der Kaiser von Rußland besteht auf der Ernennung des Prinzen Josef von Battenburg und zwar nicht als Gouverneur, sondern als regierender Fürst von Kreta.
Petersburg, 16. Novbr. Die Hierherkunft des Fürsten von Bulgarien mit dem Prinzen Boris wurde neuerdings verschoben und glaubt man, daß die Bewilligung des Besuches während der Reise des Zaren nach der Krim ertheilt werden wird.
Kanea, 16. Novbr. Der internationale Gerichtshof ist neuerdings zusammengetreten, um wegen der tödtlichen Verwundung eines italienischen Carabinieri zu verhandeln. Der Mohamedaner, welcher in der früheren Sitzung zu lebenslänglichem Kerker verurtheilt worden war, wurde inzwischen auf einem französischen Kanonenboot nach einem türkischen Hafen transportirt. Da der türkische Gouverneur Tewfik Pajcha wegen der Verurtheilung den Ausbruch von Unruhen befürchtet, so haben die Avmirale zwei Kriegsschiffe I nach der Stadt gesandt, doch brauchten dieselben nicht in -Aktion zu treten, da sih die Muhamedaner ruhig verhielten