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Kränze mit Widmungsschleifeu in den Regimentsfarben nieder- pelius in Sulzbach, Ober-Bergrath a. D. Dr. Wachler in gelegt, zu denen noch eine große Fülle von Spenden der Berlin, Kommerzienrath Weibert in München, Kommerzien- Osfizierkorps der Garde hinzukamen. Auch der Verein ehe- rath Widenmann in Stuttgart, Oekonomierath Winkelmann maliger dritter Garde-Ulanen, bei denen der Verstorbene Es-^in Haus Köbbing.
kadronschef gewesen, war mit der umflorten Standarte zu-1
DiaNantarbeiterstretk in Antwerpen. 800 gegen und überbrachte einen Kranz. Nachdem unter dem i Diamantschleifer in 5 Diamantschleèfereien in Antwerpen sind Kommando des Geneialmajors von Saustn die Trauerparade ausständig geworden, weil die Arbeitgeber sich weigerten, nach aufmarschirte, fuhren nach und nach die Leidtragenden an. dem Vorschlag der Arbeiter die Lehrlinge zu entlassen und die Die trauernde Wittwe mit ihren Kindern und den nächsten Arbeitszeit von 12 auf 10 Stunden herabzusetzen. Anverwandten, von denen ein Bruder des Entschlafenen, der! Die Schaffung eines zwanzigsten französischen in Lugano weilt, nicht hatte erscheinen können, weilte bis Armeekorps steht unmittelbar bevor. Das Gesetzespro-- zum Eintreffen der Majestäten am Sarge. In der Trauer- jekt, betreffend die Zweitheilung des sechsten Armeekorps ist Versammlung bemerkte man den Ober-Hof- und Hausmarschall von der Heereskommission nach den Aufklärungen, die ihr der Grafen zu Eulenburg, den Generaladjutanten v. Hahnke mit Kriegsminister, General Billot, über die Vorlage ertheilt hat, seinen Söhnen, den Kommandanten des Hauptquartiers, Ge- einstimmig angenommen worden. Bisher bestand die fran- neraladjutanten v. Plessen mit den Generälen â la suite zosische Armee aus neunzehn Korps, das in Algier stehende und Flügeladjutanten, d n Oberstallmeister Grafen von Wedel, mit eingerechnet. Das erwähnte Gesetzesprojekt bezweckt die den General- und Leibarzt Dr. v. Leuthold, den Chef des Bildung eines zwanzigsten Armeekorps mit dem Sitze in Generalstabes der Armee Grafen von Schlieffen, den stelloer-; Nancy, indem das sechste Korps, dessen Hauptquartier sich in tretenden kommandirenden General des Gardekorps, General- Chalons befindet, in zwei Korps getheilt wird. Diese Maßlieutenant von Bock und Polach, die gesammte Generalität; regel, deren Nothwendigkeit schon seit langer Zeit erkannt Berlins und die Kommand ure der Garde-Regimenter mit wurde, ist mit Rücksicht auf den hohen Effektivstand der an Deputationen von Offizieren, die in verstärkter Anzahl vom der Ostgrenze garnisonirendew Truppen getroffen worden. 2. Garde-Dragoner Regiment, dem 3. Garde-Ulanen-Regiment und dem Königs-Ulanen-Regiment, denen der Verstorbene an-
gehörte, erschienen waren, den Polizeipräsidenten von Balan aus Potsdam und viele ehemalige Offiziere der Garde-Kavallerie. Punkt 11 Uhr fuhren der Kaiser, der unter dem Pelz die Paradeuniform seiner 13. Königs-Ulanen trug, mit dem Bande des Schwarzen Adlerordens, und die Kaiserin in
gemeinsamer offener Equipage an der Begräbnißstätte vor, empfangen vom Staatssekretär v. Bülow, welcher die Aller- Die rasche Annahme der Vorlage seitens des Parlaments höchsten Herrschaften in die Kapelle geleitete, wo beide Maje- kann als sicher betrachtet werden.
stäten der Wittwe nochmals ihr tiefstes Beileid aussprachen Ueber litten Zwischenfall an der deutsch-fran- und einen frischen Kranz mit Wivmungsschleife am Sarge zöstschen Grenze verlautet aus Nancy, daß ein fran-
niederlegten. Die Feier leitete das Musikkorps des 3. Garde- zösischer Bürger auf deutschem Gebiete verhaftet und zum
regimenls mit dem Choral : „Jesus meine Zuversicht" einr Militärdienst gezwungen wurde. Es handelt sich um einen
worauf Garnisonpfarrer Goens die Gedächtnißrede hielt. 35jährigm Gemüsehändler Boursen in Villerupt, der eine
Unteroffiziere des 3. Garde-Ulanen-Regiments trugen den Sarg, Frau und sechs Kinder hat. Bourson glaubte, durch seine dem Orden voraufgetragen wurden, zur Gruft. Der Kaiser Option und seinen Militärdienst in Frankreich vor jeder folgte zu Fuß bis zum Grabe; die Kaiserin war in der deutschen Reklamation sicher zu sein und bëgab sich daher Leichenhalle verblieben. Die Trauerparade erwies dem Da- arglos auf deutsches Gebiet. Das Gleiche begegnete letzthin Hingeschiedenen die militärischen Ehren, und unter beu Klängen zwei anderen Lothringern. Die französische Presse bestreitet des Liedes: „Was Gott thut, das ist wohlgethan" und unter nicht, daß die deutschen Militärbehörden formell im Rechte
dem Donner der Geschütze wurde der Sarg dec Erde über- sind, verlangt aber von den französischen Behörden an der geben. ! Grenze, daß sie alle Elsaß-Lothringer, die für Frankreich op-
Wirthschaftlicher Auöfchutz. Zum Zwecke der Vor- tirt haben, genau über ihre Stellung, gegenüber den deutschen bereitung und Begutachtung handelspolitischer Maßnahmen hat Militärgesetzen unterrichten.
der Reichskanzler einen aus Vertretern von Industrie, Land- ---------
wirthschaft und Handel sich zusammensetzenden wirtschaftlichen I Politische utW WUPsMische Nachrichten Ausschuß gebildet. Zu Mitgliedern des Ausschusses sind be-I (De^escheu-Bureau Herold.")
rufen worden: Rittergutsbesitzer von Arnim in Güterberg, Berlin- 4. Novbr. Im Reichstagsgebäude ist heute Bergwerks- und Majoratsbesitzer Graf von Ballestrem in Vormittag Die vom Reichseizenbahn-Amt einberufene Eisrn- Plawniowitz, Kommerzienrath Collenbusch in Dresden, Fabrik- bahnkonferenz eröffnet worden, welche durch dieneseren besitzer von Dreyse in Sömmerda, Kammerherr Dr. v. Frege Eisenbahn-Unfälle veranlaßt ist.
in Altnaundorf, Geh. , Kommerzienrath Frentzel in Berlin, Berlin, 4. Novbr. Der hiesige brasilianische Gesandte Kommerzienrath Frey in Mülhausen i. E., Geh. Kommerzien- Baron von Jtajuba ist in der vergangenen Nacht plötzlich, rath Herz in Berlin, Graf von Kanitz in Podangen, Guts- wahrscheinlich am Herzschlags gestorben.
besitzer Klein in Wertheim, Geh. Regierungsrath König in! Berlin, 4. Novbr. Die Civil pro z e ßovd n u n g Berlin, Fabrikbesitzer Krafft in Schopfheim, Kaufmann Laeisz ist zwar formell noch nicht dem Bundesrath zugsgangen, in Hamburg, Kommerzienrath Lang in Blaubeuren, Graf von He Einbringung des Entwurfs soll aber unmittelbar beoor- Loë-Wissen in Weeze, Dr. Martius in Berlin, Geh. Kom- stehen.
merzienrath Michel in Mainz, Kommerzienrath Möller in Berlin, 4. Novbr. Wie g«aelDet wird, soll das Brackwede, Rittergutsbesitzer v. Plötz in Döllingen, Domänen- Reichstags - Präsidial - Gebäude besissmt am rath Rettich in Rostock, Direktor Rieppel in Nürnberg, Graf Reichstagsufer gegenüber dem. Reichstag errichtot werden, von Schwerin in Löwitz, Reichsrath Freiherr von Soden in Der Bau soll Mitte nächsten Jahres beginnen.
Neufraunhofen, Konsul Teschendorff in Königsberg i. Pr.,! Berlin, 4. Novbr. Das Artillerie- Material der S ch u tz- Geh. Kommerzienrath Vogel in Chemnitz, Hüttenbesitzer Vo- truppe in Südwest-Afrika soll, wie die „Berl. Neuesten
Charakter des Volkes spiegelt sich am prägnantesten in seiner heimathlichen Poesie. In ihr lebt auch die Romantik wieder auf, durch sie spricht die launige Sprache der Liebe wie die bange Klage um Heimgegangene Helden, kommt die treue Anhänglichkeit ans Vaterland begeistert zum Ausdruck. Wenn auch die von der Rednerin rezitirten Lieder durch die Ueber- setzung an Einfachheit und Schönheit etwas eingebüßt haben mögen, so ließen sie doch auch in der Uebersetzung ihren hohen dichterischen Weith elkinnen. Fräulein Torday, die sich als eine Meisterin im Vortrag bekundete, fand bei den zahlreichen Zuhörern lebhaften Beifall für ihre Darbietungen.
Der Diamantenhande! in Parrs.
Von Friedrich Herman«.
Nach dem Adreßbuch gibt es in Paris ungefähr zweihundert selbständige Diamantenhändler. Mit ihren Theilhabern und Kaufgehilfen, sowie den Maklern und Reisenden kommen etwa fünfhundert Personen heraus, die mit diesem Handel beschäftigt find. Hausknechte und Arbeiter zur Handhabung der Ordnung der Waaren, sowie zur Bestellung, zum Austragen sind nicht erforderlich. Den zesammten Waaren- vorrath eines dieser Häuser, selbst wenn er einige Millionen Werth haben sollte, kann der Geschäftsinhaber nöthigenfalls in der Rock-, selbst in der Westentasche, wegtragen. Nur die zur Einordnung nöthige Einpackung macht, daß der Waaren- werth einigen Raum beansprucht. Die kleinen Diamanten, die bet Weitem die Mehrheit bilden, werden in kleinen brief ähnlichen Päckchen aus einem eigenen dicken, glänzenden Pa- prer zusammengethan, nachdem sie gewogen worden sind. Sie werden nach der Größe, Schwere, Beschaffenheit eingeordnet Ä ^ °"ch immer in einer größeren An
zahl bet Schmuckzachen verwandt zu werden pflegen. Größere
Ihre Durchführung wird keine nennenswerthen Mehrkosten verursachen, demnach auch zu keiner außerordentlichen Kredit- forderung Anlaß geben. Das sechste Armeekorps wird in Zukunft die Divisionen von Rheims und von Commercy sowie die verschanzten Lager von Rheims und von Verdun um- fassm, während das neugeschaffene 20. Korps aus den Divisionen von Nancy, Saint-Mihiel und Remiremontz sowie den Feldlagern von Toul und von Epinal bestehen wird.
Diamanten, die ein over einige Karat wiegen, werden gewöhnlich einzeln oder in halben und ganzen Dutzenden verpackt. Natürlich dient diese Verpackung hauptsächlich zur Einordnung und Aufbewahrung, beim Verkauf werden andere Eintheilungen und Verpackung nothwendig.
Einen Laden braucht der Diamantenhändler auch nicht,; er wohnt ein oder zwei Treppen in hübschen. herrschaftlichen Räumen. Der Geschäftsraum ist ein großer eleganter Salon mit einem Eisenschrank zum Aufbewahren der Edelsteine^ eint gen Schreibpulten nebst Nebenzimmern. Mehrere feine-Waagen dürfen nicht fehlen. Die Geschäftsräume stehen nicht offen, sondern man muß erst klingeln. Fast alle Diarwanten- Händler wohnen im unteren Theil der einige Kilometer langen Rue Lafayette — die am anderen Ende das sehr arme Viertel Petne Billette durchschneidet — und in einigen Nebenstraßen.
An einer Eckr dieses Theiles der Rue Lafayette befindet sich auch die „Diamantenbörse", ein Kaffeehaus, wo Diamantenhändler täglich, meist vormittags von 10 bis 12 Uhr, nachmittags von 5 bis 7 Uhr, zusammentreffen. Sie sitzen dort zusammen, handeln und feilschen, prüfen die Waare, der Wirth stellt ihnen Waagen zur Verfügung, wenn sie solche nicht in einem kleinen Kasten bei sich führen. Die Leutchen verzehren meist gar nichts, bevor das Geschäft abgeschlossen ist. Es sind viele verschiedene fremdartige Gesichter unter ihnen, einige zeichnen sich durch den türischen Fez aus. Aber, höre ich recht: diese Herren sprechen nicht französisch^ unter sich, sondern deutsch, das die gemeinsame unerläßliche Sprache aller Diamantenhändler ist. Dies eigene Völkchen besteht indessen nur zum kleinsten Theil aus Reichsdeutschen. Die meisten sind jüdischen Stammes, auS Oesterreich, Deutschland, Holland gekommen oder auch in Paris geboren. Eine ziemliche Anzahl Armenier, mehrere Türken, Perser und nur ganz wenige Franzosen befinden sich darunter. Aber alle
______________ 5 November Nachr." melden, verstärkt werden, da sich das vorhandene in dringenden Fällen nicht als ausreichend erwiesen hat. Die bezüglichen Forderungen werden bereits im Etat für Südwest- Afrika eingestellt werden.
Gitlin, 4. Noobr. Die National-Sozialen haben beschlossen, auch in einem Berliner Wahlkreise einen Kandidaten für die nächsten Reichstazswahlen aufzustellen.
Berlin, 4. Noobr. Wie die „Kreuzztg." hört, sind schon seit geraumer Zeit im Landwirthschaftsministerium Ertz ebun gen und Berathungen im Gange, die eine Reform der bestehenden Fideikommèß-Gesetzgebung bezw-cken, mit der sich voraussichtlich schon in der nächsten Session der Landtag zu beschäftigen haben wird.
Berlin, 4. Novbr. Der „Rnchsanzeiger" veröffentlicht eine Anzahl Ordensverleihungen an österreichisch - Ruzarische Hof- und Staatsbeamte, darunter die Verleihung des Großkreuzes des Rothen Aolerordens an den Ministerpräsidenten Grafen Badeni und Baron Banffy, des Rothen Adlerordens 1. Klasse an den Grafen v. Kielmannsegg.
Wteu, 4. Rovbr. Ministerpräsident Badeni erklärte in der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses, daß die Gerüchte von der bevorstehenden Vertagung des Reichsrathes und von der Verfügung einer Nothverordnung unbegründet seien.
Wien, 4. Novbr. Kaisrr Franz Josef empfing heute Vormittag die beiden Vizepräsioeuten des Abgeordnetenhauses in längerer Audienz und sprach denselben feine volle Zufriedenheit über die Ausdauer und ruhige Führung der Verhandlungen aus.. Der Kaiser erkundigte sich sehr eingehend über die parlamentarische Lage und entließ sodann die beiden Herren in huldvollster Weise.
Wien, 4. Noobr. Bisher ist die Vormittagsitzung im Abgeordnetenhause ruhig verlaufen. Nur zwischen dem Abgeordneten Schönerer und dem Vizepräsidenten Abrahamo- wicz hat eine kleine Kontroverse wegen der Handhabung der Geschäftsordnung st-attgefunden, wobei der Abg. Schönerer zur Ordnung gerufen wurde. Wie verlautet, soL die Tazes- sitzung bald abgebrochen werden. Man ist allgemein der Ansicht, daß heute Aoend stürmische Szenen folgen werden. Die Stimmung der Abgeordneten ist allgemein eine sehr erregte.
Wien, 4. Novbr. Eine Ansammlung der Deutsch- Nationalen in dem Etablissemend zu den drei Engeln nahm die Mittheilung des Gemeinderaths Tomanek, daß der Bürgermeister Lueger erklärt habe, gegen die renitenten Deutsch- Nationalen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstatten zu wollen, mit nicht wiederzugebenden Beschimpfungen Luegers, der Christlich-Sozialen und dec Klerikalm auf und beschloß, daß die Deutsch-Nationalen unter keinen Umständen den Ausgleiche mit Ungarn zu Stande kommen lassen wollen.
Witterrrngsbericht.
BorÄUsstchtlichs Witterung,: Zunächst noch ruhiges, ant Morgen stellenweise nebeliges Wetter;, unter Tags Auf- klârnng und TeMperatursteigerung.
Aus Stadt- und Landkreis Harran« Nschdi^ck unserer Lvlalartikel. rm mit Quellenangabe «Han. Anz." gHattet.
* KircherrkollMe Das Königliche Konsistorium hat, nachdem durch den Herrn Minister die Erhebung einer fa- kaltcüiven Kirchen-Kollekte zum Besten der Konferenz der deutschen Sittlichkeitsvereine in den Kirchsn des, Bezirks genehmigt worden ist, als. Tag dsr Erhebung dieser Kollekte den zweiten Adventsonntag, den 5. Dezember festgesetzt. Ferner ist seitens des Konsistoriums angeorbnet worden, daß die jährliche Kollâe für den Landesverrin für innere Mission am Bußtag den 17. d. M. erhoben werden soll.
M«»^^^gW^WM»MMMMaMWMMKMMMB—— BwirwiwaiiMfaiiesa sprechen deutsch, müssen es verstehen. Soll es doch einige unter ihnen geben, bis nur wenig französisch verftshen.
Mit Deutschland wird dabei am wenigsten Handel getrieben. Denn wir haben Diamanten, (Edelsteine und Perlen hier meist in Weiter, dritter Hand, während Deutschland seinew Bedarf in Amsterdam, wo sich dir größten Diamant- schleifereien befinden, und bei den Großhändlern in Antwerpen decken bürste. Deutschland hat Diamantschleifereien in HanaiL, wo auch ein namhafter Diamantenhandel statt- findet. Paris bars als Mittelpunkt dieses Handels für Frankreich, Spanien, Italien, selbst Oesterreich-Ungarn, Griechenland, Türkei und Rußland angesehen werden. Nach England und anderen Ländern ist das Geschäft weniger bedeutend.
Erst in den sechziger Jahren wurde, unter Beihilfe der Regierung, die erste und bedeutendste Diamantschleifern in Paris (und Frankreich) errichtet. Seitdem sind einige kleinere nachgefolgt. Aber sie beschäftigen sich meist mit dem Umschleifen alter Diamanten. Einer der größten Händler, der mohammedanische Armenier Elhmalian, besitzt eine eigene Schleiferei. Aber er handelt meist mit großen Diamanten, deren er immer eine hübsche Anzahl, bis Hundert, vorrâthig hat. Die andern Edelsteine, Rubine, Smaragden und Saphire, sowie Perlen, werden zusammen noch nicht halb so viel wie Diamanten gehandelt, es fehlt eben an Waare.
Wegen eines großen schönen Diamavten, sogenannten Solitärs, werden oft große Reisen gemacht. Er geht meist durch verschiedene Hände, ehe er einen Käufer findet. Nach Indien gehen jedes Jahr hiesige Händler und loben es als ihr bestes Geschäftâland. Die indischen Fürsten und Großen zahlen, ohne zu feilschen, hohe Preise und kaufen viel. Aber es kommt auch vor, daß ein Fürst verkracht — ganz wie eine Bank — und all seine Diamanten verklopft werden. Eia Pariser Händler kaufte einmal die Diamanten und Eoel