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Jährlich 9 -â HÄJibrL 4 vM 50 ^.

Mettel jährlich

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Kür auSwärNgt Wxwenlkn mit dem beuchenden H»fiaufschlag.

Tw einzelne Summer ton« 10 4.

Amtliches Organ für $taöf- unö LauöKreis Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Insertion-- Preis: t* Ispallige Garmond- zeile

bet deren Raum 10 -4.

Die IViipaltige Zeil« 15 A

Die 2spallige Zeil« 20_4.

Die Zspaltige Zeil« 30_J

Die Ispaltige Zeil« 40 4- Zm Reklamentheile bil Heile 20 *t netto.

Wr. 221.

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Dienstag den 21. September

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1897.

Amtliches.

Dicnstnachrichten aus btm Kreise.

Gefunden: Am 4. d. Mts. auf dem Paradefeld bei Nieder-Eschbach: ein Fernglas, Empfangnahme beim Landwirth Fendrich Schwind zu Gronan, ein 4-Pfund-Laib-Brod, ein Regenschirm, ein Hundemoulkorb.

Zugelaufen: Ein weißer Foxterrier mit gelben Ab­zeichen m. Geschl.

Verloren: Eine Brille mit Futteral. Abhandenge­kommen vor einiger Zeit: Ein fast neuer Schiebekarren. Dem Wikderbringer eine gute Belohnung.

Entflogen: Eine weihe Taube; dem Wiederbringer eine Belohnung.

Hanau den 21. September 1897.

Tagesschau.

Von der Marine. Laut jebgraphischer Meldung an das Ober-Kommondo der Marine ist S. M. S.Hyäne", Kommandant Kapitän Lieutenant Becker, am 17. Sept mber in Lissabon vngetommen und beabsichtigt, am 25. d. M. die Heimreise fortzusetzen. S. M. S.Nixe", Kommandant Korvetten- Kapitän Goecke, ist am 19. September in Tanger eingetroffen und beabsichtigt, am 21. d. M. nach Mogadcr in See zu gehen.

Neues Kriegsschiff. Der am 25. September statt­findende Slapellauf in Kiel erregt das allgemeine Interesse mehr als sonst, weil es sich dabei um den allerdings noch namenlosen Vertreter einer wieder neu zur Marine tretenden Schifssklasse, um einen gewaltigen Panzerkreuzer handelt, dessen großartige und dabei harmonische Formen jedem Be­sucher des Kieler Hafens ins Auge fallen. Noch steht das Schiff hoch auf dem Lande auf einer Helling der Kaiserlichen Werft. Die Helling ist nach dem Hafen noch durch ein Dockthor wasserdicht verschlossen, dessen Abschluß-Ponton vor dem Stapellauf entfernt wird, worauf das Schiff in einer etwas spitz zur Hafeurichtung laufenden Linie freie Bahn zum Uebergang in sein Element vor sich hat. Die Hauptdimen­sionen des Schiffes sind: Deplazement 10 650 Tonnen, Länge in der Wasserlinie 120 Meter, größte Länge 127 Meter, größte Breite 20,4 Meter, mittlerer Tiefgang 7,9 Meter. Das Schiff hat 3 SchraubenproMer, welche von drei Vertikal-Vierzylinder-Maschinen mit dreifacher Expansion getrieben werden, welche zusammen gegen 13 500 indizirte Pferdekräfte entwickeln und dem Schiff 19 Knoten Geschwin­digkeit verleihen sollen. Die Kohlenräume sollen 1000 Tons fassen; das Schiff erhält 2 Schornsteine. Der Panzergürtel wird eine Stärke von 100200 mm, die Panzerung der großen Thürme eine Stärke von 200 mm haben. Die kleinen Thürme und die Einzelkasematten erhalten 100 mm starken

Ferrilletsn

MainMe in alter Zeit.

Ja dem unter dem lokalen Theil dieser Tage wiederge­gebenen Artikel überdie Mainlinie" wurde dargethan, wie man Jahrhund erte lang bestrebt war, dem Main die Er­füllung seiner natürlichen Bestimmung, die Hauptverkehrs­straße Frankens zu bilcen, unmöglich zu machen. Ein sehr lehrreiches Bespiel blden nach einer Mittheilung desFränk. Kur." die Auszeichnungen des größten Sohnes Nürnbergs, Albrecht D ü r e r's, über seine niederländische Reise, oie er am 12. Juli 1520 mit Frau und Magd antrat. Wohl mit Fuhrwerk zog er über Erlan en und Forchheim, nach­dem er in Bayersdorf erstmals übernachtet hatte, nach Bam­berg, wostlbst er vom Bischof freundlich ausgenommen und mit einem Zollbefreiungsbriefe und drei Empfehlungsbriefen ausgestattet worden war. Dieser Zollbrif that dem jungen Künstler sehr gute Dienste, was am besten aus seiner Reise­beschreibung hervorgeht, weshalb der Theil, welcher die Strecke von Bamberg bis Frankfurt betrifft, nachstehend folgt. Dabei ist zu bemerken, baR die Reise von Bamberg abwärts auf einem Schiffe des Mains erfolgte. Dürer zog die längere Wasserstrecke dem kürzeren Landweg vor, vielleicht auch oes- halb, um sich in Bamberg die Empfehlungsbriefe von Seiten des Bischofs zu verschaffen.

Dürer schreibt;Also fuhr ich von Bamberg gegen Eltmann und zeiget meinen Zollbrief, da ließ man wich fahren zollfrei. Und von dannen fuhren wir für Zeil. In mittler Zeil gab ich aus 21 Pfennig. Darnach kam ich gen Haßfurt und wies mein Zollbrief, da ließ man mich zollfrei fahren. Ich hab 1 fl. ins Bischofs von.Bam-

Panzer, während die Panzerdecks eine Stärke von 3050 mm haben. Alle Panzerungen werden aus gehärtetem Stahl bestehen. Die Armirung letzt sich zusammen aus vier 24 ein-Schuellladekanonen, welche in zwei großen Thürmen mit drehbarer Kuppel stehen, sechs 15 ew-Schuellladekanonen in Einzelkasematten, 6 15 em-Schnellladekanonen in Drehthür men, zehn 8,8 em-Schnellladekanonen, zehn 3,7 em-Schnelllade- kanonen, 8 Maschinengewehren und 6 Torpedorohren von 45 cm Durchmesser. Von den beiden ®efedjt§marten ist der vordere bedeutend stärker, fast thurmartig, und für Ausstieg im Inneren eingerichtet. Die Besatzung soll 565 Köpfe betragen.

Menelik an Bismarck. Der Kaiser Menelik II. hat dem Fürsten Bismarck, wie geweitet, das Großkreuz des Ordens des Sternes von Aethiopien verliehen. Das in amharischer Sprache obgefaßte Diplom lautet in deutscher Uebersetzung folgendermaßen:Es hat gelegt der Löwe vom Stamme Juda, der zweite Menelik, Statthalter Gottes, Könrg der Könige von Äthiopien. Allen Menschen, welche dielen Bries sehen werden, gebe ich meinen Gruß. Wie die Könige ihre durch Wissen, Kenntniß, Kraft und Geschicklichkeit er­habenen Helden, Freunde und Diener zu schmücken pflegen, so haben auch wir unseren Freund, der durch sein ruhmvolles großes Wert die ganze Welt erleuchtet hat, den treuen Rath­geber dreier großen Könige, den Fürsten Bismarck, mit den erhabenen Orden des ersten Sternes unseres Reiches ge­schmückt, weil man auch auf afrikanischem Boden das gute Werk erkannt hat, das er aus Sorge für die menschliche Kreatur gethan. Und wir bitten ihn, daß er diesen Schmuck des Ordens an seiner Seite trage. Geschrieben im Monat Genbot, am 29. Tage, in der Stadt Addis Abbaba, im Jahre 1889 der ®nabe/

Postkarten Automaten. Mit der Aufstellung von Postkarten Automaten in den Schalrervor räumen, die bereits vor Monaten in Aussicht gestellt war, ist bei verschiedenen Postämtern in Dresden der Anhang gemacht. Die Auto­maten geben für 10 Pfg. zwei srunknie Postkarten.

Politische und unpolitische Nachrichten

(Depeicken-BureauHerold."'»

Berlin, 20. Septbr. Wie diePost" hört, beabsichtigt Prinz Heinrich während des bevorstehenden Winters vorübergehend Aufenthalt in Berlin zu nehmen, um einem Theil der Hoffestlichkeiten u. s. w. beizuwodnen.

Berlin, 20. Septbr. DerReichsanzeiger" veröffent­licht eine größere Anrabl von Ordensverleihungen an Offiziere; u. A. erhielt Generallieutenant Wernber, General- adjutaur des Großherzogs von Hessen, den Rothen Adlerorden 1. Klasse mit Eichenlaub.

Berlin, 20. Stptbr. DemLok.-Anz." wird aus Düsseldorf gemeldet, daß das dortige Husarenregiment auf

und Empfehlungsbriefe). Darnach kam ich gegen Theres in's Kloster und zeiget mein Zollbrief, da ließ man mich auch fahren. Darnach fuhren wir gen Rein (heute Unter euerheim). Da lag ich über Nacht und verzehrt 1 Pfd. Von bannen fuhren wir gen Mainberg und weißete mein Zollbrief, da ließ man mich zollfrei fahren. Darnach kamen wir gen Schweinfurt, da lud mich Doktor Rebait und ergab uns Wein in's Schiff. Man ließ mich auch zollfrei fahren. 10 Pfg. für ein gebraten Huhn. 18 Pfg. in die Kuchen (Trinkgeld) uns dem Kind. Darnach fuhren wir gen Volkach und zeiget mein Zollbrief und fuhren aber weg und kamen gen Schwarzbach, da lagen wir über Nacht und verzehreten 22 Pfg. Und am Montag waren wir früh auf und fuhren für Teitelbach und kamen gen Kitziugen und weiß meinZoll- biief, da ließ man mich fahren, und ich verzehrt 37 Pfg. Und fuhren danach für Sulzfeld gen Prait (Marktbreit), und zeiget mein Zollbrief, da ließ man mich fahren. Und fuhren für Frickenhausen gen Ochsenfurt, da wies ich mein Zollbrief, da ließ man wich fahren. Und kamen gen Eibelstadt, von bannen gen Heisingâfeld uns von bannen gen Würzburg. Da zeigt ich meinen Zollbrief, also ließen sie mich auch fahren. Darnach fuhren wir gen Erlnbrunn, da lagen wir über Nacht und verzehrten 22 Pfg. Von bannen fuhren wir für Rezbach und Zellingen und kamen gen Carlstadt, da wieß ich meinen Zollbrief, da ließ man mich fahren. Von bannen fuhr ich gen Gemünden, da aßen wir zu Morgen und verzehrten 22 Pfg. Auch wieß ich meinen Zollbrief und sie ließen mich fahren. Darnach fuhren wir gen Hofstetten, wieß mein Zollbrief, da ließen sie mich fahren. Und kamen danach gen Lohr, da wieß ich auch meinen Zollbrief, da ließen sie mich fahren. Darnach kamen wir gen Neustadt und wießen unseren Brief, da ließen sie uns fahren. Darnach kamen wir gen Rothen­sels, da wieß ich mein Zollbrief, also ließen ]te mich fahren

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Anfrage erklärte, daß igm von einem Verkehr des angeb­lichen Erzherzogs Franz Ferdinand mit Offi­zieren des Regiments nichts bekannt sei. Die Familie Husmann wird morgen eine Erklärung veröffentlichen, daß sie von der Vermählung der Marie Husmann mit dem Erz- hirzog positive Beweise habe, deren Veröffentlichung sie jedoch nicht beabsichtige. Auch verzichte sie auf Widerlegung des österreichischen Dementis. Sie werde in Zukunft jede Aus­kunft strikte verweigern.

Hamburg, 20. Septw. Nach einer Berliner Draht- meldung desHamb.Korresp." tritt der Reichstag jeden­falls in der zweiten Hälfte des November zusammen. Zur Vorlage gelangt sofort ein Entwurf betreffend die Entschädi­gung unschuldig Verurtheilter.

Breslau, 20. Septbr. Die Kaiserin traf heute Nachmittag 2 Uhr 4 Min. auf dem Zentralbahnhofe ein, wo sich zum Empfang die Fürstin Hatzfeld, Generallieutenant von Alvensleben und Polizeipräsident Dr. Bienko eingefunden hatten. Oberpräsisent Fürst Hatzfeld war der Kaiserin bis Armadebrunn entgegen gefahren.

Budapest, 20. Septbr. Die A n k u n f t des d e u t s ch e n Kaisers izt programmgemäß heute Vormittag 10 Uhr er­folgt. Auf dem Bahnhof erwartete denselben Kaiser Franz Joies, sämmtliche hier anwesenden Erzherzöge, die hohen Würdenträger und Spitzen der Behörden. Nachdem Kaiser Wilhelm den Waggon verlassen hatte, begrüßten sich beide Kaiser durch zweimaliges Umarmen und Küssen. Sodann begrüßte Krisec Wilhelm die Erzherzöge Franz Ferdinand und Otto, worauf nach dem Abschreiten der Ehrenkompagnie die Vor­stellung Barffy's und anderer hervorragenden Persönlichkeiten stattfand. So rann bestiegen beide Kaiser einen bereitstehenden Wagen, welcher sie nach der Hofburg führte. Auf dem Wege dorthin wurde den Majestäten von der zahlreichen Menschen­menge stürmische Ovationen d arzebracht. Nachmittags wird Kaiser Wilhelm die Sehenswürdigkeiten der Stavt besichtigen. Um 5 Uhr findet Galadiner in der Hofburg statt.

Budapest, 20. Septbr. Der deutsche General­konsul Punz Ratibor erschien bald nach der Ankunft Kaiser Wilhelms in der Wohnung des Geheimraths und Reichsrathsabgeordneten Grafen Theodor Andraffy, des ältesten Sohnes des verstorbenen Grafen Iulius Andraffy. Prinz Ratibor sagte dem Grafen, er habe von seinem Souverän den Auftrag, in dankbarer Erinnerung an den Mitschöpfer des Ban es zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland ihm, dem Grafen, die Insignien des Großkreuzes zum Rothen Adlerorden 1. Klasse zu überreichen.

Budapest, 20. Septbr. Nachmittags 2 Uhr erschienen beide Kaiser bei der Untergrundbahn, in deren Gedenkbuch Kaiser Wilhelm seinen Namen ein sch rieb. Bei der Station Thiergarten verließen beide Kaiser die Bahn und

am Mittwoch früh fuhren wir weg und für St. Ecarius (wohl Kloster Mattenstadt) und kamen gen Heidenfeld, von bannen gegen Trieffenstein. Darnach kamen wir gen Hom­burg, da zeigte ich mein Zollbrief, da ließ man mich fahren. Darnach kamen wir gen Wertheim, und zeiget mein Zollbrief, da ließ man mich ziehen, und ich verzehret 57 Pfg. Dar­nach fuhren wir gen Prozelten, da wies ich mein Zollbrief, da ließ man mich fahren. Darnach fahren wir für Freuden­berg, da wies ich abermals mein Zollbrief, da ließ man mich fahren. Darnach kamen wir gen Miltenberg, da blieben wir über Nacht. Auch wies ich mein Zollbrief, da ließ man mich fahren und ich verzehret 61 Pfg. Darnach kamen wir gen Klingenberg und wies mein Zollbries, da ließ man mich fahren. Und kamen für Wörth, von bannen für Obernburg und von bannen gen Aschaffenburg, da wies ich mein Zoll- brief, da ließ man mich fahren, und ich verzehret da 52 Pfg. Von bannen fuhren wir gen der Seligenstadt, von bannen gen Steinheim, da wies ich mein Zollbrief, da ließ man mich fahren. Und wir lagen bei Johansen über Nacht, der sperret uns tie Stadt auf und war uns gar freuntlich, da gab ich aus 16 Pfg. Also fuhren wir am Freitag frühe gen Kesselstadt, da zeigte ich mein Zollbries, da ließ man mich fahren. Darnach kamen wir gen Frankfurt und zeiget abermals mein Zollbrief, da ließ man mich fahren."

Gottlob! wird der geehrte Leser ausrufen, daß Dürer endlich in Frankfurt a. M. angekommen ist. Der arme Mann hatte auf feiner ganzen Mainreise nichts Anderes zu thun, als immer und immer wieder seinen Zollbrief vorzu- zeigen I Nicht weniger als 26 Z o l l st e l l e n hatte e r v o n Bamberg bis Frankfurt zu passiren. Dürer scheint es auch das Wichtigste auf dieser Reise gewesen zu sein, denn seine ganze Reisebeschreibung enthält außer den Be- tvÂAo« Sto or TlPrtofirf fiptMrtfip «Mr nnrfi htP Anaabe der