Einzelbild herunterladen
 

1

Abonnement-« Preis:

Jährlich 9 »M Hcübjâhrl. 4 J4 50 ^.

Vierteljährlich

2 M 25 .&

Für auswärtige Abonnenten mit dem betreffenden

Postaufschlag.

Die einzelne Nummer kostet

10 ^.

Nr. 184.

Amtliches Organ für Stadt- unö Landkreis Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Amtliches.

Dicustnachrichten aus dem Kreise.

Gefunden! Ein Pferde-N«tz. Ein Regenschirm (im Laden stehen geblieben). Ein Portemonnaie mit Inhalt. Eine Peitsche. Eine karrirte Mütze.

Zugelaufen: Ein Foxterrier.

Verloren: Ein 10-Markstück. Ein goldenes Me­daillon in Buchform mit 3 Photographien. Ein Portemon­naie mit ca. 8 Mark.

Hanau den 9. August 1897.

Drahtnachrichten desHan. Anz."

Berlin, 9. August. Ein gewaltiges Unwetter ging gestern Nachmittag unter schweren elektrischen Entladungen

Montag den 9. August

Insertions- Preis : Die ifpaltige Garmond­zeile oder deren Raum 1^. Die l'/sspaltige Zeile 1^. Die 2spaltige Zeile 20 A Die Zspaltige Zeile 3M Die 4spaltige Zeile 4M.

Im Reklamentheile die Zeile 20 ^ netto.

1897.

wurde das diplomatische Koips empfangen, worauf Kaiser und des Maines vorgesehen; insbesondere auch der Dom-

Wilhelm bei den Bctschaftern vorsuhr. Abends fuhren b.ide thürme, der Kuppel des Neumünsters, sowie des Thurmes Kaistrpaare nach Zrrèkoje-Selo zu dem großen militärischen der Marienkapelle. Am 2. September früh erfolgt die Fahrt nach Nürnberg, von wo gegen 10 Uhr abends die Rückkehr

Schauspiel. nach Nürnberg, von wo gegen 10 Uhr abends die Rückkehr

Paris, 9. August. Die Blätter veröffentlichen den nach Würzberg vorgesehen ist; Fahrt über den illuminirten Wortlaut der zwischen dem Zaren und Kaiser Wilhelm ge- Bahnhofplatz, die Kaiser- und Theaterstraße zur Residenz, wechselten Tischreden und bemerken, der allgemeine Redeton Am 3. September früh reisen die Kaiserlichen Majestäten ab. beweise, daß der Besuch lediglich nur als ein Akt der Höstich- Der Prinz-Regent kehrt nach der Verabschiedung vom Bahn- keit anzuseheu sei. Mehrere Blätter prophezeien, der Zar Hof zur Residenz zurück, wird während be3 3. noch in

Würzburg verweilen und nachmittags das Volksfest besuchen.

Am 4. früh reist der hohe Herr nach Brückenau zur Ent­hüllung des Denkmals König Ludwigs I. und von da nach

Die Ermordung des spanischen Minister- Aschaffenburg.

Hollander und Atschinefen. Das Amsterdamer oHandelsblad" enthält eine Depesche ausAtschin, wonach an

w.^.A/l^.LnÄ @W Bei S.gli zwischen den holländischen

ü««!!!. £<Ü«! «»»iti.r'.lÄfin^ 1 Truppen und den Atschiuesea stntig-sund-n Hut, bei welchem

!»ÜÜ^ ^"h^ H>s/m «nanMOen ahn^ We lateren gcschlugey wurden und 111 Todte verloren. Ä??^ .Ami hr,ff#<$r «a Der Verlust der Holländer beträgt einen Todten und SS Mr-

werde dem Präsidenten Faure gegenüber wohl eine wärmere Sprache führen.

präsidenten

über der Reichshauplstadt nieder. Das Unwetter war von einem schweren wolkenbruchartigen Regen begleitet, sodaß die Kanalisation-leitung in ganz kurzer Zeit überfüllt war. Der Straßenbahnverkehr mußte lheilweffe eingestellt werden.^ In der Friedrichstraße riß das Unwetter einen Schornstein um, ohne daß Jemand verletzt wurde. Die Feuerwehr wurde

mehrfach requirirt, um die Killer ausznpumpen.

Berlin, 9. August. In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist die unveriheUchte, unter sittenpolizeilicher Auf­sicht stehende Marie Thiele durch Durchschneiden des Haljes ermordet worden. Die That erfolgte in dec Wohnung der Ermordeten. Der Thäter ist bisher noch nicht entdeckt.

Breslau, 9. August. Der hiesige Magistrat hat ICO 000 Mark für die Überschwemmten in Schlesien be­willigt.

feuerte Revolverschüfle tödtlich verletzt. Er starb kurz darauf mit dem Rufe:Es lebe Spanien."

mundete.

^;*»^^ ift-^t^ " k-iLt Mickel Ueber die Art der griechischen Finanzkontrolle, er Mörder ist bereits verhaftet, er heißt Mrche ^ roie ^ Don Deutschland vorgeschlagen und von allen Angelo Goül und stammt aus ^^^ Mächten angenommen ist, verlautet in Wien mit Bestimmt-

Spanien "t der Ein druck des Attentats daß sie in folgender Weise gedacht ist: Die Kommission

geheurer. Der Minlsterprastvent faß auf ei r bestimmte Einnahmequellen Griechenlands, die für Ver- Bank, umgeben von 3^ sowohl der türkischen Kriegsentschädigung als auch

r^/r*^ Z" ih"* drängte und die europäischen Anleihen ausreichen müssen, zu verwalten

tödtlichen Schüsse abgab.

Das deutsche Kaiserpaar in Rußland.

Petersburg, 9. August. Beim vorgestrigen Galadiner in Peterhof trank der Zar auf das Wohl des deutschen Kaiserpaares. Er hob die guten Beziehungen, die zwischen den beiden Nachbarreichen bestehen, hervor, die auch eine Bürg­schaft seien sür die Erhaltung des Friedens. Kaiser Wilhelm antwortete:Ew. Majestät danke Ich aus warmem Herzen, zugleich Namens Ihrer Majestät der Kaiserin, für den uns 311 Theil gewordenen so herzlichen und großartigen Empfang, und für die gnädigen Worte, womit Ew. Majestät uns so liebe voll willkommen geheißen. Zugleich möchte Ich insbesondere den tiefgefühltesten und freudigsten Dank Ew. Majestät zu Füßen legen für die erneute, Mich so überraschende, Aus­zeichnung, womit Ew. Majestät die Güte hatten, Mich zu bedenken, durch die Einreihung in Ew. Majestät glorreiche Flotte. Es ist dies eine besondere Ehrung, die Ich in ihrer vollen Ausdehnung zu schätzen weiß, welche^ auch Meine Marine in besonderer Weise mit auszeichnet. Ich erblicke in der Ernennung zum russischen Admiral nicht nur eine Ehrung Meiner Person, sondern einen neuen Beweis für die Fort­dauer unserer traditionellen, innigen, auf unerschütterlicher Basis begründeten Beziehungen sowie unserer beiden Reiche. Ew. Majestät unerschütterlicher Entschluß, nach wie vor Ihrem Volke den Frieden zu erhalten, findet auch in mir freudig­sten Widerhall. So werden wir miteinander, die gleichen Bahnen wandelnd, vereint dahin streben, unter dem C;o... desselben die kulturelle Entwickelung unserer Völker zu leiten. Vertrauensvoll kann Ich das Gelöbniß erneut in Ew. stät Hände legen dabei steht, das weiß Ich, mein Volk hinter mir, daß Ich Ew. Majestät bei dem Werke, den Völkern den Frieden zu erhalten, mit ganzer Kraft zur Seile stehen und Ew. Majestät Meine kräftigste Unterstützung auch gegen Jeden angedeihen lassen werde, der versuchen sollte, diesen Frieden zu stören oder zu brechen. Ich trinke auf das Wohl des Kaisers und der Kaiserin !"

Petersburg, 9. August. Gestern Vormittag begab sich das deutsche Kaiserpaar auf der Alexandria nach Petersburg, woselbst sie gegen 11 Uhr anlangten. Nach der Begrüßung durch die Spitzen der Behörden fuhren die Maj stäten zu Wagen rach der Peter-Pauls-Festung. Aus der Fahrt dahin wurde das Kaiserpaar von der zahlreichen Menschenmenge lebhaft begrüßt. In der Kirche der Festung legte das Kaiser­paar am Grabe Alexander III. zwei kostbare Kränze nieder. Von hier aus zuhr das Kaiserpoar nach dem Alexander-Hos­pital, woselbst die Einweihung eines neuen Anbaues feierlich begangen wurde. Nach der Feier erfolgte ein Rundgang, worauf das Kaiserpaar nach dem Winterpalais fuhr und von da nach der deutschen Botschaft zum Frühstück und zum Em­pfang verschiedener Deputationen. Nach zweistündigem Aufent­halt begab sich das Kaiser paar wieder nach drm Winterpalais, um die Vertreter der Stadt Petersburg zu empfangen und

Segen

Maje-

ganzes

großen

tine kostbare Schüssel als Geschenk entgegenzunehmen. Später

und aus der Einnahme den Zinsfuß zu bestreiten. Wenn im Laufe der Zeit diese Einnahmen eine Erhöhung erfahren, soll diese auch den Gläubigern zugute kommen und solcher Marinegedanken. DieNordd. Allg. Ztg." hat Art eine bessere Verzinsung ermöglicht werden, was ungefähr

einen bemerkenswerthen Artikel unter der UeberschristMarine- den Vorschlägen entspricht die in früherer Zeit von den

gedanken" veröffentlicht. Ihrem Bedauern über die Streichung Gläubiger-Ausschüssen gemacht wurden. Um die griechischen der Marinesorderungen durch den Reichstag Ausdruck gebend, j Staatsausgaben soll die Kommission sich nicht zu kümmern

führt sie aus, daß, wie die Dinge heute liegen und bisher haben, ebensowenig um die Einnahmequellen, die nicht be-

varlamentarisch behandelt worden sind, die Marineverwaltung,! sonders für den Schuldendienst in Anspruch genommen wer- das Ofsizierkorps u.d die Mannschaften nicht das leisten, den. Die Kommission soll sonach leoiglich die Sicherung was sie leisten sollten und könnten, um für jede Eventuali- des Anleihedienstes verbürgen, sich aber sonstiger Em- tät ihre Pflichten zu erfüllen. Es sei für Marine und Re-' Mischung in die griechische Staatsverwaltung zu enthalten gierung ein unwürdiger Zustand, wie ein jedes Jahr von haben. ~ , . , , .

neuem in den Kommissionen und im Plenum des Reichstages, Die Spanier in C«ba. Aus Cuba wird berichtet: um jede Forderung gekämpft und gefeilscht wird. Ein Sep-i Kraßheiten rieben das ganze spanische Heer auf. Ueber tennat wie es für die Landarmee eingeführt ist, sei auch das 30 000 Mann liegen augenblicklich krank darnieder; desgleichen für die Marine zu erstrebende Ideal. Es müsse ein Weg räumt der Tod unter der in den Orten zufammengefluchtetea gefunden werden, welcher der Marineverwaltung die Sicher- Landbevölkerung massenhaft auf.

Heit schafft, daß sie auf eine Reihe von Jahren über gewisse Summen zu Neubauzwecken verfügen kann. Der Streit um die Marinefragen würde sich also darum drehen, wie es möglich ist, ohne die Rechte des Reichstages zu beschränken, ^^^^ -~-, ------ - - «

bie Feststellung der erforderlichen Mittel den wechselnden Wenn wir die Bahn ^ner Koblenz mofelabwarto fahren, so parlamentarischen Konstellationen und dem alljährlichen Kamps grüßt, sobald wir uns der Station Salmrohr naher^ um iede Vosition ru entziehen linksseitigen Moselbergen der schlanke Thurm der hochgelegenen

Eine Vermehrung der Kriegsflotte hält auch der Wallfahrtskirche Klausen mit ihrem weltbekannten Manen- Bericht der Handelskammer für die Kreise Mühlhausen, gnadenbilde^

Worbis und Heiliaenstadt für nothwendig. In dem Bericht aus dem 15. Jahrhundert herüber. Ehe Mr Hoch den viel- heißt es darüber:Die bedeutende Vermehrung unserer Han- besuchten Wallfahrtsort erreichen, treffenwir a nf u ' bellflotte im verflossenen Jahre muß als ein sehr erfreuliches sam im Waldesgrunde gelegene, zremüch trübselige Dorschen unserm Wettbewerbe auf dem Welt- Pohlbach, dessen Bewohner sich schlecht und recht vom H ustren markte^ betrachtet werden, es wird aber unabweislich nöthig ""d anderen Handelsge ch^

daü unsere Krieasflotte auch jeder Jeit die Macht besitzt, das Dor 0 verhangmßvollen gestr gen ^age war der groy«

die Residenz. Am 31. August wird der hohe Herr die semer > s°u e empor "nd d^er he^ ^^

Einladung folgenden Fürstlichkeiten am Bahnhof empfangen ^mmte auf und in der kurzen Zeit von kaum

und eine Fahrt durch die Stadt machen Am 1. Sep ^ m0-r,dem â n flammte au,,M ^ ^or^iu Flammen,

früh begibt sich der Regent zum, Bahnhöfe, um mit den, 30 M nuttn d g^ y » gegenüber standen, übrigen Fürstlichkeiten den Kaiser, die Kalstnn und den Kron^ ^ leuchtende Feuerschein führte wohl eine

Prinzen zu begrüßen. Alsdann erfolgt die Fahrt an das Der den benachbarten Dörfern

Paradefeld. Die Rückkehr erfolgt 9^ 1 derr brennenden Häuser-

Von der Schweinfurter Straße bewegt sich der Wagenzuz^^ daß sich die ganze Löschthätigkeit darauf be-

zur Ludwigsstraße, an deren Eingang em Triumphbogen er^n^ ^,ßt- den nichtbrennenden Theil des Dorfes vor /richtet wird. Hier findet bei günstiger Witterung der schützen. An dem kleinen, wasserarmen

Empfang des Kaisers durch die ^tadtvertretung fta.- ' ^Z Dorfes dicht vor der Kirche machte das wüthende

ungünstiger Witterung erfolgt solche wahrscheinlich im S chlo se.! Ba ! 1 jähriges Mädchen, Maria Kohl, hatte

Nachmittags unternimmt der Regent, mit l^ ffi ihres ' Bruders aus dem

längere, Rundfahrt durch die Stadt Kurz nach ^^ L m unb ^ nun zum zweiten Male W di- Avsunst des Königs «°° f°«7 und um 7 Uh ^-^ E aut die Ziege l°sMnd°n.

^mnL7'LL°'!st L^ d-r S'-dt Schon LJi- mit dem ängstlichen Thi°re ans dem r°nch-r-

Tagesschau.

Vermischte Nachrichten

Grotzfeuer. Aus Trier, 5. August, wird gemeldet:

rur Ludwigsstraße, an deren Eingang ein Triumphbogen er

mit' eigener Lebensgefahr das Kind ihres Bruders aus dem