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Hanauer Anzeiger

17. Juli

Tomasini Gelegenheit, Proben ihres hervorragenden Könnens auf. In einer gewaltigen Szene droht er sogar dem Sohne abzulegen. Den Haupterfolg des Abends errang jedoch eine mit dem Bannstrahl, wenn er länger gemeinsame Sache mit humoristisch-phantastische Quadrllle, getanzt von Herrn Gg. den Bürgern mache. Die Szene ist von erschütternder Wirkung. Im dritten Akte stehen wir mitten in der Empörung

Für morgen. Erster Hanauer Fußballklub1893*?

Nachmittags 2^2 Uhr: Uebungâspiel.

Grünert, seinen Schülern und Schülerinnen, den Damen Abt, M. und G. Schick, Menzetius und den Herren Ney, Groß-

Heinrichs gegen die Herrschaft des Vaters. Die Bürgerschaft, die von dem Willen des Kaisers Nachricht erhält, steckt das Rathhaus selbst in Brand, um es nicht in die Hände des Bischofs fallen zu lassen. Die Empörung König Heinrichs aber schlägt fehl. Die deutschen Bürger selbst wenden sich

mann und Mertens. Fräulein Straßer und Görland tanz ten hierauf in Gemeinschaft mit den Geschwistern Rademacher denMargaritm-Tanz" von Balletmeister Ratgeber. Der Beifall nach jeder Nummer des Programms war ein riesiger, den mitwirkenden Damen wurden seitens es Vorstandes der Vereinigung reizende Blumen Bouquets überreicht. Als F-st den Sohu gegen den Vater zu unterstützen. Kaisertreue über gäbe war den Theilnehmern am Feste während der Tafel eine alle Treue! das ist es, was ihre Herzen erfüllt. Im neue Walzer quadrille überreicht worden, die von dem königl. vierten Akt wird Heinrich als Gefangener nach Worms ge- Täuzr, Herrn Alex Hoffmann in Berlin, der Genossenschaft ..... " '

gewidmet wurde. Die Aufführung derselben fand allgemeinen Beifall und es wurde ihr ein gleicher Erfolg wie der Quadrille

von ihm, als es gilt, dem Kaiser die Treue zu brechen und

â la reine vorausgesagt. Bei der am Mittwoch fortgesetzten Verhandlung wurde als Ort des nächsten Tanzlehrertags Zwickau gewählt. Ein Antrag, daß nur diejenigen, die drei Jahre Tanzlehrer waren, Mitglieder der Genossenschaft wer­den können, wurde abgelehnt. Vom Vorsitzenden erfolgte

bracht. Zum zweiten Male steht er vor seinem Herrn und Kaiser, der ihm, bewegt durch die Fürbitten der jungen Königin und Heinrichs innere Wandlung die Hand zur Ver­söhnung reicht. Aber auch im Herzen des Kaisers ist eine Umwandlung vorgegangen. Er will wiederdeutsch" sein,

nachdem er lange Zeit dem Lande fremd geworden war und dem Bürgerthum, gleich seinem Sohne, ein Schützer und Be-

* Hanau, 17. Juli. (Lebensmittelpreise.) HÄsensrüchte: Lohnen 3035 Pfg., Erbsen 3035 Pfg., Linsen 4045 Pfg. das Doppelliter ; Geflügel: Tauben, das' Pärchen 8095 Pfg.; ein junger Hahn 80 Pfg. bis 1 Mk.; ein Huhn 1,301,60 Mk.; eine Ente 2,80 bis 3',50 Mk.; eine Gans (junge) 3,20-3,60 Mk.; Fische: gewöhnliche Sorte 2530 Pfg., bessere Sorten 3540 Pfg., Aal 11,10 Mk., Hecht 1,101,20 Mk., Bresein 6070 Pfg., Barben SO70 Pfg., Barsch 5070 Pfg. = V2 kg; Gemüse: Merrettig, dir Stange 1020' Psg.; Blumenkohl das Stück 3050 PsZ.; Kopfsalat, das Stück 410'Pfg.; Endivien, das Stück 510 Pfg.; Rettig, das Stück 510 Pfg.;. Ober - KohÄAbi, das Stück 35 Pfg.; Wirsmg, das Stück 1020' Pfg.; WeHkraut, das Stück 1020 Pfg.; Roth kraut, das Stück 3540 Pfg.; Sellerie, das Stück 5HO Psg.; Gurken, das Stück 1020 Pfg.;, Gurken-, zum Einmachen das Hundert 2 bis

den können, wurde abgelehnt. Vom Vorsitzenden erfolgte rather sein. So schließt das Ganze mit versöhnender Weihe , _____, _______

Zur Vermeidung von Mißverftändmsfen die Mittheilung, daß ab. Die Tendenz des Ganzen ist eine gesunde: Nur inisen, die Portion 20 Pfg.^ neue Bvhnen'', °dic- Portion den Mitgliedern der Genossenschaft nicht verboten sei, Tanz-einer starken Bürgerschaft liegt das Heil des! 20-30 Psg.; Spinat, die Pvrtion 3050 $fg.;. Kartoffel lehrer auszubilden, es sei aber nicht gestattet, die Ausbildung Vaterlandes. Aber dieses Bürgewthum wird (neue), 1215Psg. das Doppelliter; Obst: Kirschen, 1520'

3,50 Mk/; geBe Rüben das Bund 5>10 Pfg.; neue Erb-

öffentlich zu annor eiten oder gar zur Ausbildung auszufor­dern. Für die verstorbene Gönnerin der Genossenschaft,

nur stark sein in w an d el los e r Kai sier treu e !

Fräul. Luise Klemm, soll ein Stein gestiftet und der dafür nöthige Betrag durch besondere Umlage bei den Mitgliedern gedeckt werden.

K. Vom VI. deutschen Tanzlehrertag. Für viele unserer Leser und Leserinnen wird es von Interesse sein, zu erfahren, daß, wie aus obenstehender Notiz ersichtlich, Herrn Tanzlehrer Franz Söhnlein dahier anläßlich des VI. deutschen Tanzlehrer Kongress es am 12.15. Juli zu Frank­furt a. M. die Auszeichnung zu Theil wurde, als erste Num­mer bei der Festaufführung eine von ihm mit Fräulein A. Straßer - Frankfurt a. M. einstudirteUngarische National- Mazurka in entsprechendem Kostüm zur Aufführung zu brin­gen. Herr Söhnlein erzielte mit dieser Wahl einen so stürmischen, durchschlagenden Erfolg, daß er sich außer einer Wiederholung noch zu einer Extra-Einlage, einerRussischen Hof-Mazurka", verstehen mußte und zwar mit demselben Er­folg. Wie wir vernehmen, wird Herr Söhnlein die in diesen Tagen zur Aufführung gekommenen Neuheiten auch in seine diesjährigen Lehrkurse aufnehmen, wir wünschen ihm besten Erfolg.

* BühnenfestspielDeutsche Bürger". Ueber Henzens BühnenfestspielDeutsche Bürger" berichtete Hermann Pilz imLeipziger Tageblatt" anläßlich der Aufführungen im Kristallpalast im Herbst 1892 u. a. Folgendes:Henzen kam es bei seinem neuen Volksbühnenspiel darauf an, ein Bild von dem Wirken und Streben des deutschen Bürger­thums in jener Zeit zu entwerfen, wo dieses unter der Tyrannei geistlicher und weltlicher Oberherrschaft seufzte und in seinen Interessen auf das Aergste gefährdet war. Der

* Ertrunken. Am 10. d. Mts. ertrank beim Baden im offenen Main der 10jâhrige Sohn des Landmirths Hittel in Großkrotzenburg. Gestern wurde die Leiche in Offenbach geländet.

* Dieominöse" Zahl 13 hat, wie- ein Besucher des Homburger Turnfestes alsHumoristika" mittbeMt, bei dem Hana uer Mitbewerber im Wettfechten eine auffallende Rolle gespielt. Bevor der Kampf beginnt, treten die Fechter der Größe nach an. Der Hanauer war nun der Größe nach der 13. und erhielt die Loosnummer 13; das Weètfechten fand am 13. Juli statt und die Kampfrichter -mit dem Ob­mann, deren Cenftrr der Hanauer zu bestehen hatte, waren 13 und schließlich errang derselbe den 13. Preis. Ob er dann aus Freude darüber vielleicht noch 13 Schoppen trank und in der Droschke Nr. 13 nach seinem die Hausnummer 13 tragenden Quartier fuhr, konnte unser Gewährsmann nicht ermitteln.

* Die stâ-t. Bibliothek ist von Samstag den 10. bis Mittwoch den 38. Juli geschloffen.

* Sehenswürdigkeiten.Museum der Wetteraui- schen Gesellschaft" (Altstädter Schloß, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Feiertagen vormittag von 11 bis 1 /21 Uhr. Kindern ohne Begleitung Erwachsener ist der Eintritt nicht gestattet.

Pfg., Stachelbeeren 2025 Pfg., JohanNistrauben 2025 Pfg. und Trauben 90 Pfg, bis 1,20 Mk. das ^2 kgr;. Himbeeren 1520 Pfg. und Heidelbeeren 810 Pfg. das V2 Liter; Aepf^l, das Pfund 20 25 Pfg.; Birnen, das Pfund 2025' $fg.; Pflaumrn, das Stück 23> Pfg.; Zwetschen, das Stück 23 Pfg.;. Pfirsische, das Stück 10 bis 15 Pfg.;. Zitronen, das Stück 810 Pfg.; Paradies­äpfel, das <tüc£? 510* Psa^ ', Verschiedenes; Butter das Pfund 11,20 Mk.; Kâse/ das Stück 45 Pfg.; Eier, das Stück 7> Pfg.; ZwisM, das Dappelliter 2022 Pfg.; Welschkorn ^rs Doppelliter 2224> Pfg.; Radieschen, das Bündel 2^-3-Pfg.; Weizenmehl, 1, Sorte 20 Pfg., 2. Sorte 18 Pfg., 3. Sorte 16 Pfg., 4. Sorte 14 Pfg.

Vs kg 2,50 Mk. :

Stroh 2,40%80' Mk. und Heu 2-30 bis 50 L§.; Buchenholz, der Meter 9,50 Mk.

Matnwafferwârme gestern Mittag 17 Grad.

Füx steate. Turngemeiude: Abends von 7 ^3^-9THr::

Aus der Provinz und den Nachdarqâeèen.

Cassel, 15v Juli. Ihre Majestät die Kaiserin hat Aller- höchstihrer lebhaften AntheilnHme an be® betrüb^rden Eisen- bahnunfalL am Sonntag und an dem Schicksal der davon Betroffenen dnrch eine telegraphische Anfrage hierher Ausdruck gegeben, in welcher die Hohr Frau nähere Nachrichten über das Befinden der Verletzten zu erhalten wünschte.

Schraalikalden, 15. Juli. Die allgemeine Elektrizitäts- Gssellsche.st zu Bertin hab hier ein Elektrizitätswerk mit Dampfbe trieb zur Erzeugung von Licht und Kraft eingerichtet

Für stente. TurngemeinLe: Abends von 7^/3^ 9 Uhr:: und in Betrieb gesetzt. Außerdem sind von einer AktiLNgesell- Kürlurnen und Vorturnerstund«. Evanz. MäZner und fchast bi e Vorarbeiten zur Errichtung einer Gasfabrik hirr--

Jünglingsverein : Abends 8*/, Uhr: Unterricht im Schreiben selbst di rrchgeführt worben, welche noch in diesem Jahre eröff-

und Rechnen (Ältst. Rathhcms). Christlicher Arbeiter­verein : Ebenfalls abends 81/» Uhr; Gemüthliche Zusammen-

Dichter führt uns in die dreißiger Jahre des dreizehnten ' tunst im VereinslokalBrauerei Weismantsl". Ab an ds Jahrhunderts. Deutschland wurde von einem König be- 9 Uhr: KasinoEintracht" (Vereinslokal Goldene Gerste") herrscht, der allen freiheitlichen Bestrebungen des Bürger-! Vereinsabend thums gewogen war und der dazu beitrug, daß sich die großen Krone"; Dramatisch - litterarischer VMMMel-

thums gewogen war und der dazu beitrug, daß sich die Städte mehr und mehr zur Selbstständigkeit aufrafften. Im

Verein

Einigkeit" :

VereinLabendzuir

uet wer den toll.

Witzenhausen, 15. Juli. Ein Fuhrmerksbefitzer aus dem bk nachbarten Uder, Kreis HeiligeAftadt, wurde heute non seinem Fuhrwerke überfahren und war sofort todt. Das Pferd,, welches durchgogangen warA stürztr und brach ein. Bein.

ersten Akte werden wir nach Worms geführt. Die Bürger haben sich gegen den Willen des Bischofs ein eigenes Rath­haus gebaut und König Heinrich nahet, von einem Sieges­zuge gegen Herzog Ludwig von Bayern heimkehrend, der

Stadt, um dem Weihefeste des Hauses beizuwohnen.

zweite Akt stellt den Einzug in Ravenna dar.

pomene" (Brauerei Kaiser): Lesung; Femst: Studierzimmer,, s

Auerbachs Keller. FußbâlubViktoria": Abends vLM Ms Gasterfeld, welcher Grubenholz auf den Bauhof in Eh- Dmtschen Haus". ringen fahren wollte, stürzte so unglücklich vom Wagrn, daß

Eüoßfhagen, 15=. Juli. Der FuhrrZann Ghr. Kranz,

0-10 Uhr:

Verrinsabend im

W

AthleteuklubGermania" ; Ebenfalls abends von 910 er kurze Zeit darauf an den erhaltenen Mneren Verletzungen Uhr: Bereinsabend (Koch's Bierkeller)^, Ab e nd s Ä starb.

men. -^cr .Uhr: Philharmonischer Verein: Generalversammlung, ims H^ WirobadLN, 1& Juli., Der frühere Landtags- Der Kaiser, Vereinslokal; Tagesordnung: Verschiedenes; Turng^ell- s abgeordnete tür den Landkreis Wiesbaden, Bürgermeister

Der

verordnet die Niederreißung des Gebäudes und hebt Innungen j schaft: Generalversammlung; Tagescxdnung: Rechnungsab-! SchnÄder aus Maffenheim, Mitglied der srrifinnâzen Volks- unb Eidverbrüderungen der Städte bei Strafe des Bannes lape, Verschiedenes. Partei, ist gestorben.

Leider soll auch die Festhalle jetzt unsere Stadt verlassen. Welches Schicksal ihr beschieden ist, entzieht sich leider meiner Kenntniß. Wenn sie noch keine Bestimmung hat, so wäre sie vielleicht recht gut im Zoologischen Garten in Frankfurt als neues Affenhaus zu verwenden und es könnten die zahl­reichen Affen, die vor einiger Zeit aus ihr Heransgetragen wurden, dann wieder hineingebracht werden. Es ist nur gut, daß wenigstens das Philipp-Ludwig-Denkmal da bleibt, das im Sinne des anspruchsvolleren Fürsten auch eine prunkvollere Umgebung (ebenfalls ein Erzeugmß Hanauer Kunst) erhalten hat. Suum quique, sagt der Lateiner, Jedem das Seine"! Vielleicht entschließt man sich auch noch, dem renooirten Rozrbrünnchen eine evtfprechende Um­zäunung (etwa alte Eisenbahnschwellen mit Stachelzaundraht) zu geben. Derartige Einrichtungen wirken gerade nicht sehr verbessernd auf die Hosenbeine unserer Straßenjugend, aber sie sind zweckmäßig und was die Hauptsache ist. ihr Kostenpreis steht in keinem Verhältniß zu ihrer Nützlichkeit.

Chico.

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Nom l nahen Weltuntergang. _______

i H Ms war int jSpätsommer des Jahres 1899, als die Notiz durch die Zeitungen lief, daß jüngst aus der Stern­warte zu Philadelphia die Beobachtung gemacht worden sei, die Sonne wäre an dem betreffenden Tag um das Sech­zehntel einer Sekunde zu spät aufzegangen. Diese Nachricht wurde allerorten belächelt, bald folgte ihr aber eine weitere aus Neapel nach, wonach man auf der dortigen Beobachtungs­station entdeckt habe, daß die Zeitdifferenz bereits das Zwölftel einer Sekunde betrage. Jetzt begannen die Leute überall zu stutzen. Die Zeitungen brachten lange Artikel für und gegen die Sache und allmorgenlich wurden die Blätter mit wachsen­dem Eifer durchlaufen. Noch zeigten sich aber nirgends die

gefürchteten Veränderungen auf Erden:die Herbsttage waren von entzückender Milde und elegisches Schönheit Da meldete der Telegraph plötzlich aus Kairo, daß man in der Nähe des Sternes Beteigeuze im Sternbild des Orion einen Kometen entdeckt habe, der nach den eilig angesteRen Beobacht­ungen sich bereits mit furchtbarer Geschwindigkeit unserem Sonnensystem nähere. Nun kannte man die Ursache der wahrgenommenen Umregelmäßigkeiten, die im Laufe der Erde eingetreten war. Die weiteren Berechnungen der Astronomen ergaben, daß dieser Wandelstew- und zwar in seiner größten Annäherung noch fern genug bleiben werde,, um uns keiner Gefahr des Zusammenstoßes mit diesem fremden Weltkörper auszusetzen; dennoch aber werde derselbe seiner die Erde um das Tausendfache übertreffenden Größe den unheilvollsten Einfluß ausübeA.Wenige Tage später wurde der furcht­bare Feind bereits mit freiem Auge sichtbar und nun wuchs er von Tag zu Tag, mb sein unheimlicher röthlicher Glanz gab selbst den hellen Mondnächten einen nie dagewesenen Schimmer. Zuletzt dehnte sich sei« un­geheure Rute über mehr als ein Drittel des Firma­ments hin."So stieg das grauenhafte Phänomen empor und erfüllte die htlfloss, verzweifelte Menschheit mit unsagbarem Schrecken." Aber es kam noch ärger.Ein fahles Licht ohne Wärme, ohne Glanz erleuchtete Straßen und Plätze und ließ die dicht gedrängte, auf- und abhastende Menge in scharfen Umrissen erkennen. Zahlreiche Zeitungs­rufer vertheilten Flugblätter unter die Menge. Indes äußerte sich die Wirkung des Kometen im Uebrigen sonst eher in wohlthätiger Weise:Baum und Strauch setzen neue Knospen und Blüthen an, die Lerche schwingt sich tirilirend hoch hinauf in den hellblauen zitternden Aether denn die rauhen Herbststürme des Aequinoctiums sind ausgeblieben, die Wander­vögel haben ihren Zug nach dem Süden eingestellt sie tragen Halme in ihre Nester und bereiten sich auf einen neuen

Sommer nor." Die Stellung der Erdachse zur Ekliptik hatte eine, wesentliche Aenderung erfahren, wodurch wieder auch klimatische Aenderungen herMrgerufen wurden.In unserer Zone^ hatten sie zunächst eine günstige Gestalt, während aus den heißzn Zonen und namentlich aus den Aequatorialgegen- den die haarsträubendsten Berichte von versengender Sonnen­gluth kamen." AbM auch uns sollte das Verhängniß bald erreichen. Brreits war der Komet mit seiner Anziehungsstärke daran,, die Erde aus der gewohnten Bahn zu reißen: das Licht der Sonne begann zu erblassen.Mit unheimlicher Ruhe nahm die Menge die Wahrheit entgegen, die ihr die unerbittliche Wissenschaft durch den Mund der Gelehrten ver­kündete."Da kam der Abend des 24. November. Der Dämon am nächtlichen Himmel lagerte über dem südlichen Horizont. Die gelblich fahle Dämmerung verscheuchte bald die wenigen Passanten aus den Straßen, sie war menschen­leer." Da kam es. Vom Sternbild der Cassiopeja schien es auszugehen. Zuerst ein hell glänzender Lichtstreif, dann ein Funkenregen, wie von einer Sprührakete. Das kam immer häufiger, bald da, bald dort, und bald schien es, als ob an einem Theile des Himmels eine Fenerwerksfront abgebrannt würde. Die Leute hielten es für einen Meteoritenregen. Das war es auch, aber aus was bestand derselbe? aus Gold.Gold, Gold pures Gold alles, was da herunterfällt vom Himmel, ist pures Gold", schrie die plötzlich umgestimmte, unendlich jubelnde Menge. Nicht lange jedoch währte ihr Vergnügen und der Eifer, mit dem sie in Körben, Kisten und anderen Gefäßen den gleißenden Kometenstoff auffing, der Wunden selbst nicht achtend, welchen die herabhagelnden Goldbrocken vielen ver­ursachten. Aber der Goldregen si.'l zu dicht, und endlich mußten ihm alle weichen,sie flüchteten in ihre Wohnungen und fluchten dem Golde." In vielen Straßen waren die Dächer der Häuser demolirt, ja ganze Stockwerke dyrchschlagm.