Die einzelne Hummel kostet 10 A
Nr. 148
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Amtliches.
ALcrèâ^âs ^anaH.
Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes.
Bekanntmachung.
Das Stadlbauamt ll, sowie das Hausentwässerungs- büreau befinden sich von heute ab Langstratze 41, eine Stiege hoch.
Hanau am 25. Juni 1897.
Der Oberbürgermeister
Dr. Gebeschus
9238
Schluß der Reichstagssession.
Die Reichstagssession ist geschlossen worden. Formell hat sie vom 3. Dezember 1895 bis zum 25. Juni 1897, also 441 Tage hindurch gedauert; 237 Plenar-, 663 Abtheilungs-
und 457 Kommissionssitzungen sind in ihr abgehalten worden. Sachlich stellen die Verhandlungen indessen zwei selbstständige Sitzungsabschnitte dar, deren erster mit der Annahme des Bürgerlichen Gesetzbuchs abschließt und in seinen Ergebnissen längst gewürdigt worden ist, und deren zweiter vom November 1896 bis zum 25. Juni 1897 reicht.
Zieht man die Arbeitsleistungen des letzteren nunmehr in Betracht, so wird die unbefangene Prüfung zwar gern einen gewissen Aufwand von Mühen und persönlichen Opfern bei einzelnen Reichsvertretern anerkennen wollen. Ein hervorstechender Zug der letzten Tagung des Reichstages war jedoch der Mangrl an Arbeitsfreudigkeit bei der großen Mehrzahl der Abgeordneten, der sich zum Nachtheile des Ansehens des Reichstages in seiner fortgesetzten Beschlußunfähigkeit zu erkennen gab und die parlamentarischen Arbeiten von vornherein erschwerte oder unfruchtbar machte.
Thatsächlich entsprechen denn apch die Leistungen des
Reichstages nicht entfernt der Zahl der abgehaltenen Sitzungen. Der Reichshaushalt ist rechtzeitig fertig gestellt worden, ebenso gelangten das neue Handelsgesetzbuch und die Grundbuchordnung zur Annahme. Auch das Margarinegesetz, das Auswanderungsgesetz und die Handwerkervorlage wurden verabschiedet und die Forderungen des Nachtragsetats bewilligt. Das ist alles.
Diesem winzigen Ergebniß stellt sich indessen wie ein Ankläger vor dem Volk die große Zahl der unerledigt gebliebenen Vorlagen gegenüber. Dazu gehört die Reform des Strafprozesses mit der beabsichtigten Einführung der Berufung und der Entschädigung unschuldig Verurtheilter. Dahin gehört ferner die dringend gebotene Subvention der Dampferlinien nach Ostasien, die Vorlage über Abänderung der Unfall-, Alters- und Jnvalikenversichernng und vor allem die Forderungen im Interesse der deutschen Marine.
Der Reichstag verzettelte seine kostbare Zeit viele Tage
Montag den 28. Juni
beendet und beabsichtigte, am 25. Juni die Heimreise anzu-
JnsertiouS- Preis: Die ljpa!iige$armonb« Seile oder deren Raum HM Die l'/gjpaltige Zeile KM. Die Wattige Zeile 20 A Die 3jpaltige -Zeile 30 4 Die Wattige Zeile 4M. Im Reklamenlheile die Zeile 20 ^ netto.
Ueber Südafrika scheint nun wirklich die Sonne des
treten. Vor der Rückkehr nach Deutschland wird die Kom- Friedens leuchten zu wollen. Zu den festlichen Veranstalt- mission mit Rücksicht auf den Ausbruch der Pest in Djeddah, ungen, mit denen man in Transvaal j den letzten Tagen der Hafenstadt für Mekka, noch in Aegypten Aufenthalt die Königin Viktoria ehrte, gehörte auch ein Festmahl in nehmen. ! Johannesburg. Dabei betonte ein Mitglied des Aussührm-
Der Bundesrath hat in seiner letzten Sitzung die end-; den Rathes der Republik, M. Burger, der mit dem General gültige Bildung des Börsenausschusies vorgenommen, Joubert zugegm war, in einer Rede, daß der Präsident dem nach § 3 des Börsengesetzes vom 22. Juni 1896 die Krüger iyn ausdrücklich mit seiner Vertretung betraut und Begutachtung über die durch dieses Gesetz der Beschlußfassung' ihn beauftragt habe, seiner, des Präsidenten, Sympathie mit des Bundesraths überwiesenen Angelegenheiten obliegt. Der' dem Zweck der Versammlung Ausdruck zu verleihen. Der im November v. Js. gebildete provisorische Börsenausschuß Präsident habe in der letzten Zeit manches Schwere erlebt, bestand aus der gesetzlichen Mindestzahl von 30 Mitgliedern, allein er sei sich genau seiner Verantwortlichkeit und der Jetzt ist die Zahl auf 40 erhöht und außerdem für jedes Wichtigkeit, den Frieden zu erhalten, bewußt. Die schwarzen
Dabei betonte ein Mitglied des Aussührm-
Mitglied ein Stellvertreter ernannt worden.
Das Bielefelder Programm ist natürlich nicht nach dem Geschmack derer, welche die Bekämpfung der „Agrarier" als die Hauptaufgabe des „neuen" Kurses ansehen, und diese sogar für noch wichtiger halten, als die Bekämpfung der Sozialdemokratie. Der diese Anschauungen vertretenden Presse kann natürlich die Bedeutung der Kaiserlichen Parole des Schutzes aller Produktionszweige für die Beseitigung der Interessengegensätze zwischen den Landwirthen und Industriellen, welche bei den Handelsverträgen hervorgetreten waren, und die Sammlung beider Gruppen zur energischen Unterstützung der Regierungspolitik nicht entgangen sein. Aber diese Verständigung ist zwar unter dem Gesichtspunkte staatserhaltender Politik von großer Bedeutung, allein sie liegt gar nicht im Interesse berjemgen Politiker und Zeitungen, welche mit der „agrarische Fronde" u. s. w. zu arbeiten gewohnt sind und in der Bekämpfung der letzlern eine der wichtigsten Aufgaben der Reichspolilik erblicken. Diesen Richtungen macht das Bielefelder Programm einen Strich durch die Rechnung. In ihrem Mißvergnügen nörgeln die Vertreter dieser Anschauung in der Presse denn auch an dem Bielefelder Programm und suchen ihm theils jede Bedeutung überhaupt abzusprechen, theils finden sie darin noch keine ausreichende Klarheit über die Ziele der innern Reichspolitik. Dazu bemerkt
die „Post"; Die Erfahrung wird sie sehr bald eines Bessern
Wolken, welche noch vor Kurzem drohend am Himmel gestanden, habe ein günstiger Wind verjagt. Unter welchen Bedingungen Oom Paul seinen Frieden mit der Regierung der „kwastn Frau" geschlossen hat, darüber steht die Mittheilung indeß noch aus.
Die Hawaii-Frage nimmt hervorragend die Aufmerksamkeit für sich in Anspruch, weil sie von weittragender Bedeutung werden kann. Angesichts des Einspruchs Japans ist sich der Senatsausschuß für auswärtige Angelegenheiten des Ernstes der Lage sehr wohl bewußt. Er weiß, daß die freundschaftlichen Beziehungen zu Japan auf dem Spiele stehen und deshalb mit großer Vorsicht und Umsicht vocge- gangen werden muß. Das ist der Grund, weshalb der Unterausschuß eingesetzt worden ist. Es gilt für sehr wahrscheinlich, daß dieser die Angelegenheit bis zum Dezember hinziehen wird, um der Regierung Zeit zu geben, die Angelegenheit auf diplomatischem Wege mit Japan zu ordnen. Auch die Bundesregierung ist für Verzug, sie ist geneigt, Japan ungewöhnliche Rücksicht zu Theil werden lassen. Ter Sieg über China hat die Japaner mit großer Streitlust erfüllt, welche allerdings durch die Größe und Bedeutung Japans im Vergleich mit anderen Staaten nicht gerechtfertigt wird. Aber andererseits treibt auch in Nordamerika ein wüthender Chauvinismus üppige Blüthen. In der republikanischen Presse wird offen heraus gesagt, die Union soll von
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dings nicht getrieben werden. Aber eine feste und mit be
sonnener Entschlossenheit durchzeführte nationale Wirthschafts-
Staaten, als erste und maßgebende Macht der Erde aner-
kannt werden. Da gibt es allerdings noch viel zu thun, um
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litis auch auf andern Gebieten ebnen und der Regierung ein
solches Maaß von Bertrauen verschaffen, daß die Mittel zur
aber vor keinen Opfern zurückzuscheuen und dringen immerfort auf neue Rüstungen zur See. Daher beginnt man auch
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nicht mehr versagt werden können.
Standpunkte dem Bielefelder Programm eine große Bedeutung . .. , beizemesst n. j vesurcylet.
asien, also nach einer von Rußland beanspruchten <)omâne,
hindurch mit Reden zum Fenster hinaus im Interesse der demokratischen Parteibestrebungen. Man erinnert sich der vielen aufregenden Debatten über demokratische Interpellationen, die nur den Zweck hatten, die urtheilslosen Massen durch betäubenden Lärm eineufangen. Es gehören dahin die Ausnutzung des Falles Brüsewitz, die methodischen Angriffe gegen das deutsche Ossiziercorps, insbesondere gegen die Reserve- Offiziere, die Behandlung der Hamburger Enthüllungen, der Duellfrage und des Hamburger Ausstandes, die Verwerthung des Prozesses Leckert-Lützow, die Interpellation über die Mißstände^ in der preußischen politischen Polizei, die Klagen über Soldatenmißhandlungen und der Lärm über das preußische Vereinsgesetz.
In allen diesen Fällen nützte die im Reichstage vorherrschende demokratische Mehrheit, insbesondere die Sozial- 1 demokratie, die Gunst des Augenblicks bis zur Neige aus. Und die Geschäftsleitung des Reichstages zeigte sich diesem Vorgehen gegenüber allzu nachgiebig Sie war es recht eigentlich, welche es der Sozialdemokratie ermöglichte, die Debatten zu beherrschen. Ihr fällt es wesentlich zur Last, daß auch alle auf die Verzettelung der Verhandlungen gerichteten Bestrebungen sich mit Erfolg versuchen konnten. Jedenfalls bietet die letzte Reichstagssession kein erfreuliches Bild. Der Reichsgedanke hat in ihr wenig Stärkung erfahren, wohl aber sind die deutschen Patrioten, die fest und treu zu Kaiser und Reich stehen, dem Reichstage mehr und mehr entfremdet worden. Das ist im Interesse des Reiches lebhaft zu bedauern.
Tagesschau.
Tie zur Erforschung der Pest unter Führung der Hirrrn Geheimer Medizinalrath Professor Dr. Koch und Geheimer Medizinalrath Professor Tr. Goffky von Reichswegen nach Indien eniscntte Kommission hat daselbst ihre Arbeiten
Der unter dem Schutze des Prinzen Ludwig von Bayern stehende Bayerische Kanalverein hat, nachdem zu den Kosten für den Plan eines neuen Donau-Main Kanals in Baye-n selbst rund 60,000 Mk. gezeichnet worden sind, die im Wechselverkehr mit Bayern stehenden rheinischen sowie österreichisch-ungarischen Bezirke um Zuschüsse zu den Kosten der Anfertigung des Entwurfs angegangen. Von einigen Kanalfreunden in Dortmund, Mülheim a. d. Ruhr, Köln, Wien und Pest wurden sofort einige namhafte Beitiäge zu- gesichert. Die rheinischen Schifffahrtsgesellschaften, Handelskammern u. s. w. werden sich in der nächsten Zeit über den Zuschuß schlüssig zu machen haben. Auch für die mährischen und böhmischen Kanalpläne haben die deutschen Städte und Anlieger der Elbe und Oder bis nach Hamburg und Stettin einen Theil der Entwursskosten gezahlt.
Der deutsche Fleischerverband setzte am 24. d. M. seine Berathungen fort, lagen doch nicht weniger als 34 Gegenstände zur Beschlußfassung vor. Zustimmung land der Antrag, bei der Reichsregierung um Erlaß eines Einfuhrverbots für Wurst und wurstähnliche Erzeugnisse vorstellig zu werden und eine genaue sanitätspolizeiliche Untersuchung der vom Auslande eingeführten Wurstwaaren beim Reichsgesundheitsamt zu beantragen. Weiter soll der Verband vorstellig werden, daß die Bestimmung rückgängig gemacht wird, die Fleisch- und Wurstwaarenlieferungen großer Garnisonen nur einem Fabrikanten zu übertragen. Ter Antrag, der Wormser Fleischei schule den vom Verband gewährten Zuschuß zu entziehen, wurde abgelehnt. Von besonderer Wichtigkeit ist, daß der Verband beschloß, an den Reichstag eine Petition
Preußischer Landtag.
Herrenhaus.
(Sitzung vom 26. Juni.)
Das Herrenhaus ertheilte heute zunächst der Kasse der Oberrechnungskammer über die Rechnungen für das Jahr 1895/96 Decharge und genehmigte sodann ohne Debatte den Gesetzentwurf, betreffend die Regelung der Forstver- hältnisse für das ehemalige Justizamt Olpe in Westsalen, und den Gesetzentwurf, betreffend das Verwaltungsstrafverfahren bei Zuwiderhandlungen gegen die Zollge- setze und die sonstigen Vorschriften über indirekte Steuern sowie über die Schlacht- und Wildpretsteuer. Der Entwurf einer Landgemeindeordnung für Hessen-Nassau wird in der vom Abgeordnetenhaus beschlossenen Fassung angenommen, der Gesetzentwurf, betreffend die Verpflichtung der Gemeinden in den Landkreisen der Provinzen Hessen-Nassau und Schlesien zur Bullenhaltung, an die Kommission zurückverwiesen. Eine Petition des Magistrats zu Dortmund um Abänderung der Städteordnung bezüglich der Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung wird der Staatsregierung als Material überwiesen. Den Schluß bildet die Berathung über den Antrag des Grafen v. Frankenberg, die Staatsregierung um Durchführung von Grundsätzen zu ersuchen, wonach erstens den Provinzen in Zukunft nur unter der Bedingung neue Lasten und Pflichten vom Staate aufzubürden sind, daß ihnen dafür entsprechende Dotationen aus der Staatskasse überwiesen werden, und zweitens
ein sestzusetzender Theil der Ueberschüsse der Staatskasse alljährlich den Provinzen überwiesen werden soll. Graf von
um Einführung der obligatorischen Fleischbeschau für das
ganze Reich zu richten. Ter Verbandstag soll im nächsten Frankenberg führt aus, sein Antrag solle darauf hinwei- Jahre in Hannover abgehalten werden. Nach der Vorstands- sen, daß es nothwendig sei, dem Nothstand der Provinzen
wähl erreichte der Verbandstag sein Ende.
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abzuhelfen. Der Staat dürfe den Provinzen nicht immer