22. Mai
Hanauer Anzeiger
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rischer Verein „Melpomene" (Brauerei Kaiser): Außerordentliche Generalversammlung; — Philharmonischer Verein: Generalversammlung^ Tagesordnung: Lamboyfeier, Verschiedenes. — Fußballklub „Viktoria": Abends von 9-10 Uhr: Vereinsablnd im „Deutschen HauC". — Athletenklub „Germania" : Ebenfalls abends von *9—10 Uhr: Vereinsabend
(Koch's Bierkeller).
Für morgen. Elster Hanauer Fußballklub „1893": Nachmittags 2'/- Uhr: Uebungsspiel.
* Hana«, 22. Mai. (Lebensmittelpreise.) Hülsenfrüchte: Bohnen 30—35 Pfg., Erbsen 30—35 Pfg., Linsen 40—45 Pfg. daS Doppelliter ; Geflügel: Tauben, das Pärchen '90 Pfg- bis 1 Mk.; ein alter Hahn 1,60 bis 1,80 Mk.; ein Huhn 1,70—2 Mk.; eine Ente 2,50 bis 3 Mk.; eine Gans (junge) 2,50—3,50 Mk.; Fische: gewöhnliche Sorte 30—35 Pfg., bessere Sorten 40—50 Psg., Aal 1,10—1,20 Mk., Hecht 1-1,20 Mk., Bresem 60—70 Psg., Barben 60—70 Pfg., Barsch 50-70 Pfg. — 1/a kg; Gemüse: Merrettig, die Stange 20—25 Pfg.; Spargeln, 100 Stück 2,50—4 Mk.; Blumenkohl das Stück 50—70 Pfg.; Kopfsalat, das Stück 5—6 Psg.; Rettig, das Stück 12—15 Pfg..; Ober-Kohlrabi (neue), das Stück 15-25 Pfg.; Unter-Kohlrabi, das Stück 8—10 Pfg.; Wirstng, das Stück 20—-25 Psg.; Sellerie, das Stück 10 bis 15 Psg.; Gurken, das Stück 30—50 Pfg.; gelbe Rüben das Bund 15 Pfg.; neue Erbsen, die Portion 30—35 Pfg.; neue Bohnen, die Portion 40—50 Pfg.; Schnittkohl, die Portion 30—35 Pfg.; Spinat, die Portion 20—30 Pfg.; Lattig, die Portion 5—10 Pfg.; Kartoffel, 8—10 Pfg. das Doppelliter ; Dbst: Kirschen, das */s kg 40—50 Pfg.; Erdbeeren, das^/, Liter 2 Mk.; Aepfel, das Pfund 14 bis 30 Psg.; Rüste, das Hundert 30—40 Pfg-; Zitronen, das Stück 8—10 Psg.; Apfelsinen, das Stück -6—12 Pfg.; Paradiesäpfel, das Ltück 10—15 Pfg.; Verschiedenes: Butter das Pfund 1—1,25 Mk.; Käse, das Stück 4—5 Pfg.; Eèer, das Stück -6—7 Pfg.; Gänseeier, das Stück 11—15 Pfg.; Zwiebel, das Doppelliter 18—20 Pfg. Welschkorn das Doppelliter 22—24 Pfg.; Radieschen, das Bündel 8 — 5 Pfg.; -Kastanien, das ^» kg 15—18 Pfg.; Weizenmehl, 1. Sorte 20 Psg., 2. Sorte 18 Psg., 3. Sorte 16 Pfg., 4. Sorte 14 Pfg. — V« kg.; Stroh 2,30—2/80 Mk. und Heu 3,60—3,80 Mk. = 50 kg.; Buchenholz, der Meter 9,25 Mk.
MaèvrWafserWäVMe gestern Mittag 13 Grad.
Aus der Provinz und den Nachbarqedieten.
Hünfeld, 18. Mai. Mit Bezug auf die Nachricht von der Einweihung der evangelischen Kirche zu Hünfeld werden noch folgende Mittheilungen, die der „Cass. Allg. Atg." zn- gehen, von Interesse sein. Die evangelische Gemeinde in Hünfeld gelangte 1857 zu einer Stätte für ihre Gottesverehrung in dem von der früheren Chorherrnstiftskirche Mein noch übrig gebliebenen Chor-Raum, während der anschließende Kreuzarm, nachdem er zur Wohnung des Justizbeamten gedient, zur Pfarrwohnung bestimmt wurde. Letztere bestand aus kaum drei brauchbaren Zimmern, welche jedoch zum Theil auch feucht waren, und ersterer hatte lange Zeit als Stall gedient, sodaß diese Lokalitäten als höchst kläglich um so mehr anzusehen waren, als sie der Gemeinde auch nur prekaristisch vom Staate zur Benutzung eingeräumt waren. Die kleine Gemeinde war wegen Mangels an Mitteln nicht im Stande, hier Rath zu schaffen, zumal ihr schon die Mittel, das Vorhandene zu erhalten, fast ganz gebrachen. Da fügte es Gott, daß derselben die reiche Schenkung der Frau Emilie Liese zu Weimar durch den Gustav-Adolph-Verein überwiesen wurde, welche sie in den Stand setzte, die Kirche zu erweitern, mit Thurm und Glocken zu versehen und würdig herzustellen, auch ein neues Pfarrhaus zu erbauen. Gestern nun wurde die Kirche eingeweiht, zu welchem Feste auf Einladung des Presbyteriums die Spitzen der weltlichen und kirchlichen Behörden erschienen waren, namentlich Se. Exzellenz der Herr Ober- präsident Magdeburg, der Regierungspräsident Wirkt. Geh. Oberregierungsrath Graf Clairon d'Haustonville, Konsistorial- prâsident von Altenbockum, Oberregierungsrath Fliedner, Oberkonststorialrath Rohde, die Vertreter des Gustav Adolph- Vereins Pfarrer Opper und Postdirektor Wolff, sämmtlich von Cassel, sodann der Königl. Landrat.) Freiherr v. Dalwigk, welcher sich große Verdienste um das Zustandekommen der Bauten, sowie den Erwerb des Kirchengebäudes für die Kirchengemeinde erworben hat, die sämmlichen Pfarrer der Klasse mit dem Superintendenten Schäfer von Fulda an der Spitze. Nachdem die Gemeinde in feierlichem Zuge, die Kirchenältesten unter Vorantragung der heiligen Gefäße und die Schulen an der Spitze, zum Gotteshaus gezogen, übergab der Baumeister der Kirche, Dr. Schönermark-Cassel, dem in Vertretung des durch Unwohlsein verhinderten Generalsuperintendenten die Einweihung vollziehenden genannten Superintendenten den Schlüssel zur Kirche, welchen dieser dem Ortspfarrer mit feierlicher Ansprache überreichte, worauf dieser die Kirche öffnete und die Gemeinde ihre Plätze einnahm. Nach dem Gesang des Liedes „Thut mir auf die schöne Pforte" hielt der Superintendent die tief zu Herzen gehende Weiherede, worauf die Gemeinde den mächtig klingenden Choral „Eine feste Burg ist unser Gott" anstimmte. Die Predigt hielt der Ortspfarrer Fink, worauf der Kirchenchor feierliche Weisen vortrug. Die andächtige Feier schloß mit dem schönen Rinckartschen Liede „Nun danket Alle Gott". Es war herzerhebend, die Freude der Gemeinde über ihre schöne Kirche auf allen Gesichtern leuchten zu sehen, ebenso den herzlichen Dank für die edle Stifterin, deren Anverwandte das Fest durch ihre Gegenwart verschönten. Nachmittags fand sich die Gemeinde mit den
genannten Gästen unter Anschluß der Frauen zu einem wohl 100 Gedecke umfassenden gemeinschaftlichen wohlgelungenen Essen im „Hotel zum Engel" zusammen, welches durch frische offizielle und launige Reden verschönert wurde. Bemerkt muß noch werden, daß die Kirche reich beschenkt worden ist, so vor allem durch ein prachtvolles Kruzifix nebst Leuchtern von echter Bronce von Ihrer Majestät der Kaiserin, herrliche Abcndmahlsgefäße von Gliedern der Gemeinde, ebenso einen herrlichen Teppich, prachtvolle Altar- und Kanzelbekleidung und einen geschnitzten Altaraufsatz, welcher dem brtr. Meister in Eschwege alle Ehre macht. Die Kirche ist durch farbige Fenster aus der Werkstatt Schulz Marburg hervorragend geschmückt. Auch übergab Pfarrer Müller von Geisa als Gegengabe seiner Gemeinde für die derselben bei einem schweren Brandunglück gestifteten Altargesäße ein schönes Taufbecken. Möge das schöne Fest, welches von der herzlichsten Einmüthigkeit der kleinen evangelischen Gemeinde rührendes Zeugniß ablegte, derselben die beseligende Gewiß heit liebevollen Zusammengehens bis in die fernsten Zeiten erhalten.
Hersfeld, 20. Mai. Aus Lehrerkreisen wird hier folgende heitere Schulepisode mitgetheilt: Einer von den jüngsten ABC-Schützen, die zunächst noch große Anforderungen an die Geduld des Lehrers stellen, chatte diese derart in Anspruch genommen, daß sie dem Lehrer ausgegangen war, und das sehr ungezogene Büblem sollte zum ersten Male Bekanntschaft mit dem Rohrstocke machen. Es verkroch sich indeß unter der Bank und alle Aufforderungen des Lehrers, heroorzukommen, scheiterten an der Angst des Jungen vor dem Rohrstocke. Schließlich bequemte sich der Lehrer zu der Versicherung, er werde nicht schlagen und den Stock bei Seite stellen. Der Schüler schien aber kein großes Vertrauen zu dieser Nachgiebigkeit zu haben, denn er richtete plötzlich an den Lehrer die naiven Worte: „Sprâch' erscht emol wärrlich (wahrlich)!" Ob der Lehrer diese Betheuerung nun auch gegeben hat, darüber ist leider nichts mitgetheilt worden.
Spiekershausen, 19. Mai. Heute Morgen gegen 8 Uhr ertrank in der Fulda die Ehefrau des Fischers Adolf Beumler von hier. Dieselbe hat Fische nach der grauen Katze bringen wollen und ist bei dem Ueberfahren über Bord gestürzt. Das leere Schiff trieb die Fulda hinab und blieb vor der Schleuse zu Spiekershausen liegen. Niemand hat das Unglück gesehen, und ist es unerklärlich, wie die des Fahrens kundige Frau den Tod in den Wellen finden konnte. Die Leiche wurde alsbald gefunden. Der Mann und 6 unmündige Kinder im Alter von 3 Monaten bis 12 Jahren betrauern die brave Frau. (Cass. T.)
Obermeiser, 20. Mai. Am gestrigen Nachmittag gegen 4 Uhr ereignete sich hier ein tief bedauerlicher Unglücksfall. Ein vor einen Wagen gespanntes Pferd schlug plötzlich aus und traf mit dem Hufe ein Hjähriges Mädchen, das einzige Kind seiner Eltern, so unglücklich gegen den Kopf, daß dasselbe auf der Stelle getödtet wurde.
Hd. Wiesbaden, 21. Mai. Der Kaiser hat, wie der amtliche „Wiesb. General Anz." meldet, dem Oberbürgermeister Dr. v. Jbell als äußeres Zeichen seines Wohlwollens für die Stadt Wiesbaden eine goldene Amtskette verliehen. Gestern Abend, während der zweiten Aufführung des „Burggraf", empfing der Monarch den Verfasser des Stückes, Hauptmann Laufs, und überreichte demselben den Kronenorden Z. Klasse.
Wiesbaden, 21. Mai. Der Kaiser wurde gestern Mittag 1 Uhr, als er zur Frühstückstafel nach dem reichgeschmückten Offizierskasino fuhr, am Eingänge desselben durch den Kommandeur des Füs.-Regts. von Gersdorff (Hess.) Nr. 80 Oberst Lölhöffel von Löwensprung empfangen und in den Speisesaal geleitet, wo das Offizierkorps des Regiments (auch des 3. Bataillons in Homburg v. d. H.), und dasjenige der 2. Abtheilung des Nass. Feld-Art.-Regts. Nr. 27 versammelt waren. Außerdem waren der Chef des Militärkabinets General von Hahnke und die beiden Flügeladjutanten Sr. Majestät Oberst von Loewenfeld und Major von Boehn erschienen. Der Kaiser ließ sich sämmtliche Herren vorstellen. Nach dem zweiten Speisengange erhob sich Oberst Lölhöffel von Löwensprung, um den Toast auf den Kaiser auszubringen. Der Redner daritte dem Kaiser für die den Offizieren zu Theil gewordene Gnade und Ehre, versicherte, daß die Offiziere dem Kaiser stets und immer mit Gut und Blut angehören und schloß mit den Worten: „Se. Majestät, unser Allergnâdigster Kaiser, König und Herr hurrah! hurrah! hurrah!" Nachdem sich der brausende Jubel gelegt, die Hurrahrufe verklungen waren, erhob sich der Kaiser zu etwa folgendem Trinkspruch: „Mein lieber Oberst ! Ich danke Ihnen für die freundlichen Worte, die Sie soeben im Namen Ihres Offizierkorps und des der Artillerie an Mich gerichtet haben. Als Ich seiner Zeit die Namen alter, vornehmer Familien Regimentern Meiner Armee verlieh, war es Mir eine besondere Freude, diesem tapferen Regimente den Namen des so vornehmen, ritterlichen und kühnen Mannes beizulegen. Was Ich neulich vom Regiment gesehen habe, bürgt mir dafür, daß es bestrebt ist, weiter in der kriegsgemäßen Ausbildung fortzufahren und auch später, besonders im Manöver, meine Zufriedenheit zu erreichen. Die vorzügliche Haltung des Regiments bei der Parade und die edle, feste Gesinnung des Offizierkorps sind mir eine Garantie, daß dasselbe allezeit den Namen des verdienten Generals von Gersdorff in Ehren halten wird. Ich nehme mein Glas und rufe: „Das Offizierkorps des Füsilier- Regiments von Gersdorff hurrah!" Der Kaiser unterhielt sich in ungezwungenster Weise mit seiner Umgebung und fühlte sich im Kreise seiner Offiziere außerordentlich wohl, wofür als Beweis gelten mag, daß des Kaisers Absicht war, bereits um 3 Uhr das Kasino zu verlassen, Se. Maj. sich jedoch um %5 Uhr verabschiedete.
Pforzheim, 20. Mai. Seit einiger Zeit sind wir hier wieder vom Typhus Heimgesuchi. Gegenwärtig liegen gegen 20 Kranke danieder; allerdings sind alle Fälle b6 auf einen leichter Natur. Aller Ansicht nach sind die hiesigen Grundwasserverhältnisse von keinem guten Einfluß auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung und sollte deshalb die schon längst nothwendige durchgreifende Regulirung der Kanalisation mit aller Energie betrieben werden.
__ Vermischte Nachrichten.
3« der Eisen bahnkatastrophe bei Gerolstein werden jetzt noch zahlreiche Einzelheiten berichtet, welche das schreckliche Ereigniß in seiner ganzen Entsetzlichkeit illustriren: Das Geschrei der Verwundeten ist in dem eine Viertelstunde entfernt liegenden Gerolstein gehört worden. Die Leichen waren gräßlich verstümmelt und ineinandergequetscht. So stand zum Beispiel ein Todter mit dem Stiefel vollständig im Leibe einer anderen Leiche. Der Rumpf eines Anderen war dreimal durchgeschnitten, hier fehlte ein Arm, dort ein Bein, da lag eine Hand, noch mit der Manschette bekleidet. Gerolsteiner Feuerwehr wurde durch Signale zur Hilfeleistung re- quirirt. Von Gerolstein, Hillesheim, Jünkerath und Trier waren Aerzte bald zur Stelle und ließen den Verunglückten die erste Hilfe angedeihen. Auch Geistliche erschienen auf der Unfallstelle. Die Einwohner von Pelm, Gerolstein und den umliegenden Ortschaften sowie das Bahnpersonal leisteten nach Kräften hilfreiche Hand; die Frauen von Pelm brachten in aufopfernder Liebe Leinwand und halfen die Verwundeten verbinden. Die Leichname wurden zum Zwecke der Personalfeststellung auf das angrenzende Feld gelegt und später in dem alten Postgebäude von Gerolstein aufgebahrt.
_ Schiffsbericht.
Der Dampfer „Polyvesta" ist am 20. Mai, 10 Uhr morgens, wohlbehalten in New-Z)mk angeksmmen.
Bremen, 21. Mai. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Trave" ist gestern in New-Dork und der Dampfer „Karlsruhe" vorgestern in Albany eingetroffen.
.1- Hamburg, 21. Mai. Der Dampfer „Slavonia" der Hamburg - Amerika - Linie ist gestern in Vera Cruz ein- getroffen.
Sprechsaal.
Zur die unter dieser Rubrik eingesandten Notizen übernimmt bie Redaktton dev Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.
Nothschrei aus dem Fasanerieweg.
Jetzt, wo an allen Plätzen und Straßen geputzt, verbessert und gereinigt wird, wäre es da nicht auch am Platze, wenn an dem so in jeder Beziehung verwahrlosten Fasanerieweg auch etwas geschehen könnte? Nachdem vor einiger Zeit die Rohren zum Sielbau dort eingelegt, und jetzt der Neubau der 3 Doppelhäuser dort begonnen hat, ist der Weg derart zerfahren und in einem solchen Zustande, daß es den Anliegern nicht möglich ist, ohne durch den dicksten Schlamm zu waden, nach ihrer Wohnung zu kommen. Die durchfahrenden Wagen müssen sogar öfters anhalten, weil die Pferde denselben des Schlammes halber nicht mehr weiter bringen können. Hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bei, daß den daselbst obwaltenden großen Mißständen sofort Abhilfe gethan wird, denn so kann dies unter keinen Umständen weiter gehen.
Mehrere Anwohner des Fasanerieweges. * *
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In den Schaufenstern unserer Buchhandlungen sind in letzter Zeit Bilder aus Familienbesitz über die Schlacht bei Hanau ausgestellt und die von Interessenten fortwährend belagernden Fenster zeigen, welch großes Interesse diesen Ausstellungen entgegen gebracht wird. Wie viele Gemälde, einfache Bilder, Pläne, Waffen, Uniformen rc. aus alter Hanauer Zeit mögen noch im Besitze hiesiger Familien sein. Jetzt, wo durch die bevorstehende 300jährige Feier der Gründung der Neustadt das Interesse für Hanauâ Vergangenheit ganz besonders geweckt ist, würde es von Vielen herzlichst dankbar anerkannt werden, wenn eine Ausstellung aller auf Hanau's Vergangenheit sich beziehender, noch in Familienbesitz befindlicher Sachen arrangirt würde. In einem Saale der Akademie oder in dem Rathhaussaale ließen sich diese Gegenstände gewiß unterbringen. Wir zweifeln nicht, daß unsere Herren Künstler, welche schon so Vieles unternommen, auch diese Angelegenheit übernehmen würden, der Dank Vieler wäre ihnen gewiß.
Mehrere Hanauer. * *
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„Festzugswünsche ohne Ende"
werden Sie beim Lesen dieses ausrufen und gewiß mit Recht, denn Ansprüche und Bedenken sind zur Genüge geltend gemacht worden. Der Zugordnungsausschuß hat allen begründeten Anforderungen Rechnung getragen, nur der gewiß berechtigte Wunsch der Zugtheilnehmer, „den Festzug sehen zu können", ist unberücksichtigt geblieben. Es war zwar, wie wir hören, vom Zugordnungsausschuß anfänglich projektirt, den Festzug aus dem Paradeplatz aneinander vorbeizuführen, doch hat man nach den späteren Anordnungen davon Abstand genommen. Wir sind der Ansicht, daß dadurch die Zugtheilnehmer zurückgesetzt sind, denn es ist doch wohl jeder berechtigt, das zu sehen, wobei er mitwirkt. Verschiedene Theilnehmer
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