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10 Mai

fönen, die sich bei dem Rettungswerk verdient gemacht haben, verliehen worden sind.

Paris, 9. Mai. Die vom Figaro veranstaltete Samm­lung von Geldern zum Bau einer Kapelle an der Brand­unglücksstelle hat bereits die Höhe von 551 000 Fr. erreicht. Rappel eröffnet ebenfalls eine Subskription, deren Ertrag denjenigen Leuten zu Gute kommt, welche bei dem Rettungs­werk verwundet wurden und nun arbeitsunfähig sind.

ÄetiffflitHitofd, 9. Mai. Offiziell wird die Be­setzung Bolos durch die Türken bestätigt. Edhem Pascha würde zum Marschall der gejammten Operations-Armee an der griechischen Grenze und Said Eddin zum Ober-Komman­danten der im Epirus operirenden türkischen Armee ernannt.

Koufiauliuopcl, 9. Mai. Die Botschafter der Groß­mächte versicherten, wie verlautet, die Psorte, daß die Mächte auf Ansuchen Griechenlands Verhandlungen wegen Friedens­schluß einzuleiten wünschten.

Koufiautiuepcl, 9. Mai. Edhem Pascha befindet sich gegenwärtig in Celestino und empfing daselbst den französi- sischen und englischen Konsul, welche ihm im Manien aller Konsuln anzeigten, daß die griechischen Truppen Bolo geräumt, nachdem sie, wie in Larissa, die Sträflinge in Freiheit gesetzt hatten. Die Konsuln baten Edhem Pascha, Truppenabthei- lungen nach Bolo zu senden, um die Stadt zu besetzen und für Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Hierauf wurden 10 türkische Bataillone nach Bolo geschickt, die in die Stadt ein­zogen und sie besetzten.

Athen, 9. Mai. Wie bestimmt verlautet, vermittelten die Bertreter der Mächte einen 14 tägigen Waffenstillstand. Oberst Bassos ist hier ein getroffen.

Athen- 9. Mai. Die Türken sind im Borrücken gegen Domoka. Schwache türkische Bortruppen zeigen sich bereits gegenüber Domoko bei dem Dorfe Urysia und gegen den linken Flügel der Griechen. Bei Philia und Thamaei rücken die Türken, über Philia kommend, vor und bedrohen die griechischen Stellungen.

Athen, 9. Mai. Zwischen dem König und den Ge­sandten der Mächte findet ein lebhafter Berkehr statt, wobei es sich um Erörterung der Bermittelung der Mächte handeln dürfte.

Witterungsbericht.

Voraussichtliche Witterung: Im Norden meist heiteres, im Süden zunächst noch wolkiges Wetter.

[Aus Stadt- und Landkreis Hanau.

(Nachdruck unserer Lokalnachrichten nur mit Quellenangabe gestattet.)

* Statistisches. Im Monat April 1897 wurden in unserer Stadt lebend geboren 62 Kinder, 26 Knaben und 34 Mädchen. Gestorben sind 65 Personen, 37 männlichen und 28 weiblichen Geschlechts, darunter 6 Ortsfremde. Für die Stadt selbst bleiben 59 und auf 1000 Einwohner und aufs Johr kerecknet kommen 22,4 Todesfälle.

Von bin Gestorbenen waren: 19 Kinder im Alter von 01 Jahr 8 1-5 Jahren 3 Personen 1020 5 20 30 5 30 40 1 Person 4050

8 Personen 5060 .

6 M 00 70

8 w 70 80

2 30 90

An akuter Erkrankurg der Respirationsorgane starken 12 Kinder unter 1 Jahr alt, 5 im Alter von 15 Jahren uno 4 Erwachsene, an Lungenschwindsuät 8 Personen. Zwei Kinder starben an tuberluiöser Hirnhautentzündung und je eins an chronischem Darmlkiden, Dermdurchbruch, allgemeiner Schwäche, Rhachilis und Masern. Durch Schlaganfall war der Tod in 6 Fällen verursacht, durch Herzleiden in 5 und in je einem Fall durch Nierenkrankheit, Blasenleiden, Blind­darmentzündung, Kuochknevtzündung, Sarkom und Blutver­giftung. Je 2 Personen starben an Krebskrankheit und Hirnleiden. Nicht durch Krankheit bedingt war der Tod in 8 Fällen: 3 Leute starben an Altersschwäche, 3 kleine Kinder an Lebensschwäche, eine Person verunglückte und eine erhängte sich. Dr. Zeh.

* Gefechtsschießen. Das Infanterie - Regiment Nr. 166 wird in der Zeit vom 12. bis einfdj. 15. b. Mts. ein Einzelgefechtsschießen mit scharfen Patronen zwischen Bruder- diebacher Hof und HLtttngrsüß abhaUen. Wir verweisen auf die diesbezügliche, in der heutigenAmtlichen Beilage" ent­haltene Bekanntmachung des Königl. Landrathsamtes.

* Die offiziellen Feftposik^ rten zur Neustadt- Jubelfeier sind soeben im Verlage des Finanzausschusses er­schienen. Dieselben, nach Entwürfen unseres Meisters Schultz in der Kunstanstalt von Heinr. u. Aug. Brü­ning in feinstem Farbendruck ausgeführt, dürfen noch jeder Richtung als wohlgelungen bezeichnet werden. Während Karte I die Gegenwart (oder jetzt noch richtiger die Zukunft) behandelnd, das Philipp-Ludwig-Denkmal, die Ansicht der Festhaüe, eine Gruppe aus dem Festzug, die wallonisch nieder­ländische Kirche und das ursprüngliche Wappen der Neustadt zeigt, bringt Karte II mehr Historisches, eine Emigranten- samilie von 1597, das Bildniß des Grafen Philipp Lud­wig IL, eine gleichzeitige Stadtansicht u. s. w. Die beiden Karten geben in markigen Zügen ein so klares Bild unseres bevorstehenden Festes und seiner Bedeutung, daß sie, längere briefliche Schilderungen ersparend, sich zu Festeinladungen an auswärtige Freunde und Verwandte besonders gut eignen und auch später eine hübsche Erinnerung an das Fest bleiben.

Die Karten sind schon jetzt in den hiesigen Buch- und Papier-

_______________Yan auer Anzeiger_______________ Handlungen zu haben und dürfte das zunächst hergestellte Quantum bald vergriffen fein.

):( Dao alte Karrouffel in Wilhelmsbad ist nunmehr wndrr restaurirl und seit einigen Tagen, wie wir schon kerichleien, in Betrieb. Vier im Rococostil prächtig ousgesicNete, zwö-ssitzige Wagen und 16 große Pferde bieten Plötz für 64 Perionen. Die Decke und die Säulen sind schön lemalt und verlnhen dem Ganzen in Gemeinschaft mit den prächtigen Gespannen und dem hübschen Kronleuchter ein schmuckes Aussehen. T»r untirirlische Betrieb geschielt vrrerst noch durch Pferde, in Zukunft cber soll an deren Stelle ein Motor die Betrietskraft stellen. Wagen und Pferde b§ Korrousfels stemmen aus der Maschinen- und Karrousfelfalrik ton Bothoann u. Glück in Gotha. Die ganze Fläche von diesem Karroussel bis zur Esplanade war in der Blmhezeit des Wilhelmstakts für Spiele der mannig- fed-ften Art bergcrichtei. T er Bademedicus Johann Philipp £ eitler schreibt darüber in seiner SchriftNachrichten über die Badeonstoltcn van Wilhelu sbad" vom Jahre 1794 : Von der Esplarade tommt man auf einen großen Platz, der ganz zur Gymnastik bestimmt ist, und worauf verschiedene zum Zeitvertreib und Vergnügen dienende Spiele angelegt sind, die alle einen größeren oder geringeren Grad der Bewegung erfordern. Darunter zeichnen sich verschiedene igreße und tleire Kegelspiele, ein Vogelschießen, ein F v rlu n aspi el, zwei Vertikal- und eine dop­pelte Horizontaltchaukel, ein gemeines über der Erde zu drehendes Kk rro u s sel l und ein größeres, welâes unter der Erde durch einen besonderen Mechanismus bewegt wird, vorzüglich aus. Dieses ist eins der schönsten, kost­barsten Stücke des Wilhelmsbodes. Es steht auf einer An­höhe und gleicht einem römischen Zirkus; eine prächtige, aus einer doppelten Kolonnade ruhende Mansarde schützt Spieler und Zuschauer gegen Sonne und Regen. Die Damen fahren mit vorgespannten Pferden in kostbaren, mit vergol- bttem Schnitzwerk verzierten Götterwagen, die Herren reiten auf Pferden, die ganz noch der Natur gemodelt sind." Das Karrousfell dürfte in seinem jetzigen Zustand dem früheren an Schönheit wohl nicht nachstehen. An anderer Stelle erwähnt Hettler einen Saal im Arlader bau fürKom erzspiele", sowie eilen solchen fürBillard, Pharao, Biribi, Roulette und andere Hazardspiele." Man sieht also, an Unterhaltung furch Spiele fehlte es den Badegästen von Wilhelmsbcd nicht.

* Ein zurückzuzahlender Haupttreffer. Der hiesige Schmiedemeister W. und der Sohn des Gastwirths K. spielten gemeinschaftlich ein halbes Loos der Weseler Lotterie, das aus der Kollekte des Frankfurter Loosegeschäfts von H. entnommen war. Im Dezember v. I. wurde dem W. die Mittheilung, daß auf sein Loos ein Hauptgewinn von Mk. 15 000 gefallen fei und auch sofort ansbezahlt werden könne. Ter Gewinner begab sich in Gemeinschaft mit seinem Partner K. nach Frar kfurt zu dem genannten Lotteriekollekteur und stillte letzterem den K. als Mitinhaber des Looses vor. Unter der Bedingung, daß ein größerer Nachlaß gewährt werde, erklärte sich der Kollekteur bereit, den Betrag von 7500 Mk. sofort auszuzahlen. Die beiden Gewinner waren anfangs nicht gewillt, darauf einzugehen, schließlich kam dock noch eine Einigung zu Stande, nach welcher neben Zahlung von 25 Mk. Zinsen ein Nachlaß von 100 Mk. ge­währt wurde. Nach einigen Tagen erfolgte die Ungiltigkeits­erklärung der Ziehung. Die von dem Kollekteur unter nommenen Versuche, den ausgerahlten Gewinn wieder zurück zu erhalten, scheiterten und so strengte er Klage gegen den W. an. Nachdem sich das Landgericht in einigen Terminen mit der Sache beschäftigt hatte, erfolgte am 8. d. M. die Entscheidung, dahingehend, daß der Beklagte, Schmiedemeister W., die eine Hälfte nebst Zinsen unbedingt zurückzuzahlen habe, während die Zahlung der anderen Hälfte von seinem Eide abhängig gemacht wird, dessen Norm lautet, daß er(W.) den K. als Theilhaber des Looses bei dem Kläger vorgestellt habe.

L. Glückliche Gewinner. Aus Frankfurt a. M.

9. Mai wird geschrieben: Acht in dem Geschäfte von Jttmann angefteUte junge Leute partizipiren mit je V32 Theil an dem, am Donnerstag in der preußischen Klassenlotterie berausge- getommenen Ausser von 150 000 Mk., sodaß auf jeden der Glücklichen ca. 4000 Mk. entfallen. Ein in demselben Ge­schäft angestelltes junges Mädchen, die Tochter eines hiesigen Lehrers, hatte längere Zeit das Loos mitgespielt, und An­fangs dieses Jahres die Betheiligung an dem gemeinsamen Spiele aufgegeben.

Sport- und Volksfest in Gießen. Begünstigt durch das schöne Wetter der letzten Tage schreiten die Vor­arbeiten auf dem neuen Eportplctz an der Hardt rüstig vor­wärts, sodaß die eigentliche Rennbahn schou bis ca. zum 15. Mai fertig gestellt ist und zum Trainiren benutzt werden kann. Auch die sonstigen Arbeiten, wie Tribüne u. s. w. sind ihrer Vollendung nahe, sodaß bis zum Feste alles würdig zum Eupfang der Gäste vorbereitet sein wird. Die Theil­nahme der Radfahrer an dem eigentlichen Sportfeste: Preis- korso der Vereine des Nordbezirks des Gaues IX vom Deut­schen Nadfahrerbund und Internationale Rennen wird aller Voraussicht nach eine sehr große werden. Ist doch auch die Rennbahn nach allen Erfahrungen und Verbesserungen der Neuzeit gebaut und somit den Rennfahrern Gelegenheit gege­ben, ihr ganzrs Können zu zeigen, ohne auf störende Neben- umsiände, wie Fehler in der technischen Anlage u. s. w., acht- geben zu müsse«. Aber auch noch ein anderer Punkt dürste es sein, der die Radler am 30. Mai nach Gießen zieht, um in friedlichem Wettkampf um die Sicgespalme zu ringen und das sind die herrlichen Ehrenpreise. Tie ersten Preise sind fast ohne Ausnahme Stiftungen vom Deutschen Radfahrer bund als oberster Behörde im Radfahrsport, vom Vorstand

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des Gaues IX (Frankfurt a. M.) und vom Vorstand des Nordbezirks des Garns IX. dessen Mittelpunkt Gießen ist. Weiter von den beiden festgebenden VereinenWanderer" Gießener Radfahrer-Gesellschaft und Kuratorium der Renn­bahn Gießen 1897, sowie von Herrn Brauereibesitzer Bichler. Ganz besonders prächtig wird der von den Damen beider Vereine gestiftete Damen-Wanderpreis ausfallen, welcher aber auch seines hohen Werthes wegen erst nach mehrmaligem Sieg in endgültigen Besitz des Siegers übergebt. In Anbetracht dieser Stiftungen wird es der Rennleiir ng möglich snn, auch die zweiten und dritten Preise sehr gut zu dotiren, sodaß bie Fahrer, welchen es nicht vergönnt ist, alserste" das Band zu passiven, ibre Mühe durch schöne Preise belohnt seien werden. Wellen wir hoffen und wünschen, daß alle Gäste sich recht wohl fühlen werden auf dem idyllischen Sportplatz an der Hardt und daß ein jeder mit dem Wunsche scheidet: Auf Wiedersehen beim nächsten Rennen.All Heil".

* Konzert Eines großen Ersolges hatte sich das gestern Abend in derCentralhallr" abgehaluene Konzert der 166er zu erfreuen. Des aus gefälligen Nummern bestehende Pro­gramm fand ein dankbares Publikum und Herr Kapellmeister C. Schmidt quitlhte für die reichen, müuntec stürmischen, Beifallsspenden durch Einlegung zahlreicher Extranummern.

* Ausgestellt. In dem Schaufenster des Tape­zit rerGeschäsls von Chr. Rienhardt in der Römerstraße ist die eigens für den Festzug zur Neustadt-Feier avgefertigte Standarte des Hanauer Tapezier-Gewerbes ausgestellt.

^ Verunglückt. Aus SeligeNstadt, 9. Mai, wird uns berichtet: Ein erschütternder Unglücksfall ereignete sich während der Samstag Nacht beim Bahnbose. Als näm­lich der um V2I Uhr früh hier fällige Güterzug Eberbach- Hanau die hiesige Station verließ, versuchte der 29jährige Hilfsbremser Hupp aus Lauerbach bei Erbach im Odenwalds auf den schon tm Gange btfindlichen Zug zu springen. Dabei glitt er vom Trittbrett ab, rollte unter den Zug und wurde überfahren. Erst in Hanau wurde der Verunglückte vermißt. Auf seine Hilferufe eilte das Stationspersonal herbei und veranlaßte die Verbringung des Ueberfahrenen in das nahe­gelegene Kreiskrankenhaus. Dem Unglücklichen wurde das linke Dein fast vollständig zerschmettert. Die beiden Herren Aerzte Dr. Reuß und Dr. Kleeblatt mußten alsbald zur Amputation des Beines schreiten; allein infolge des schon vorher erlittenen Blutverlustes und Kräiteverfalls verschied der Aermste 2 Stunden nach beendeter Operation. Der Be- daueruswerthe stand erst seit 2 Tagen im Fahrdienst, war unverbeirathet und eine Hauptstütze seiner Angehörigen.

* Rheinische Hypothekenbank Mannheim. Di- Bank wird, wie wir töten, demnächst eine Verloojuug resp. Kündigung ihrer 4prozentigen Pfandbriefe der Serien 63, 64 und 65 vornehmen. Den Inhabern der Pfandbriefe wird jedoch vorher eine Konverirrung derselben durch Umtausch in 31/3 prozentige neue bis 1. Juli 1904 unkündbare Pfand­briefe offerirt werden.

Für heute. Kirchenchor der Jozanniskirche: Abends 8 Uhr: Probe in der Kapelle der Johanniskirche. Evang. Männer- und Jünglingsverein: Abends 8Vs Uhr: Gebets­versammlung (Ältst. Rathhauâ). Turn- und Fechtklub; Abends von 8V210 Uhr: Turnen der Jugendabtheilung. Freiwillige Feuerwehr, 5. Komp.: Abends 9 Uhr: General- versamuilung in derAllemania".

3 > Keffelstadt, 9. Mai. Ein hiesiger Wirth hatte das Glück, in der Frankfurter Pferdelotterie ein wcrthvolles Pferd zu gewinnen.

Aus der Provinz und den Nachba^qebieten.

Gelnhausen, 9. Mai. Der nächste Vichwarkt dahier findet Dienstag den 11. Mai l. J. statt und beginnt um 5 Uhr mm gen s. Vorher und außerhalb des Viehmarktplatzrs darf kein Han'el stattfinden.

Wiesbaden, 7. Mai. Anläßlich des während des Kaisermanövers zu Anfang September bevorstehenden Aufent­haltes des Kaisers in der Provinz Hessen-Nassau beschloß heute der nassauische KommunaÜandlag, dem Kaiser ein Fest in Wiesbaden anzubieten. Es ist ein Festmahl im großen Kurhaussaale zu 400 Gedecken in Aussicht genommen. Man hofft, daß der Kaiser das Fest annehmen und sich mit seinen fürstlichen Gästen zu diesem Zweck hierher begeben wird.

Mainflingen, 9. Mai. Der 60jährige Pferde­händler S. Strauß aus dem benachbarten Hörstein unter­nahm vorgestern eine Geschäftsreise nach Steinbach. Infolge Ausgleitens stürzte unterwegs eines seiner Pferde um. Strauß, der an der Seite des Thieres stand, wurde dabei ebenfalls niedergeworfen und erlitt einen schweren Bruch des einen Beines. Auf gleiche Weise dürfte sich wohl noch selten ein Unglücksfall ereignet haben.

Mainwaffetwärme gestern Mittag 11 Grad.

Briefkasten.

Schnurgalse. Anonyme Einsendungen finden keine Berücksichtigung.

Vermischte Nachrichten.

Die Furcht vor dem Scheiutode ist so allgemein verbreitet, daß man einen Apparat zur sicheren Errettung Scheintodter nur mit Freuden begrüßen kann, derselbe wird aus dem frischen Grabe angebracht und ist so konstruirt, daß ein schwacher Athemzug des Begrabenen, eine ganz leise Be­wegung schon genügt, um den Todtengräber oder Kirchhofs­wächter zu alarmiren. Die genaue, mit Zeichnung versehene Beschreibung finden wir in dem soeben ausgegebenen Heft 22 der gerade in technischen Dingen so maßgebenden und gut­unterrichteten FamilienzeitschristFür Alle Welt" (Deutsches