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humoristischen Vorträgen, dem sich ebenfalls ein unvumeiv liches Tänzchen anschloß. Der großartige Dekoration der Bühne sei hier lobend Erwähnung gethan.
* Postalisches. In dem Dorfe Gronau bei Vilbel wird am 1. April eine Posthülfstelle errichtet, deren Verwaltung dem Landwirth Johann Meisinger in Gronau übertragen worden ist.
Maiugau-Verband. Der diesjährige ordentliche Gau-Tumtaz wird Sonntag den 28. März 1897 nachmit tags 1 Urr im Deutschen Haus zu Hanau abgehalten. Die Togisorduuna umfaßt folgende Punkte: 1. Jahresbericht für 1896. 2. Rechnungsablage der Gaukasfe und Festsetzung der Gausteuer. 3. Bestimmung der Orte für das Gauturnfest und das Gau-Anturnen. (Gemeldet haben sich bis jetzt für das Gauturnfest: Seckbach, Klein-Auheim Tarngemeinde und Offenbach Turnges.; für das Gau-Anturnen: Froschhausen.) 4. Festsetzung der Mindestpunktzahl beim Gau-Wettturnen.
5. Wahl der Kampfrichter für das Mittelrhein-Turnfest v. Besprechung wegen Einführung des Vereins-Wetttnrnens.
(::) Prozeß. Am 10. Mürz wurde vor dem hiesigen Landgericht in der Sache der Apothekenbesitzer Hch. Heraeus, Buff, Wiegand und Meyer gegen den früheren Besitzer der Löwenapotheke M. Ritzel wegen Vertragsbruchs das Urtheil gesprochen. Wie bekannt, hatte Ritzel, obgleich er dem Abkommen der Apothekenbesitzer beigetreten war, wonach der Einzelne Separatverträge mit Krankenkassen nicht schließen durfte, dennoch solchen Vertrag mit 18 derartigen Kassen geschlossen, welcher ihm die Alleinlieferung sämmtlicher Medikamente bis zum Jahre 1904 sicherte. Der Prozeß, welcher eine große Zahl Zeugenvernehmungen zur Folge hatte, endete mit Freisprechung des Beklagten Ritzel und Verurtheilung der Kläger in die Kosten, weil aus den Zeugenaussagen nicht hervorging, daß es sich bei dem Abkommen um die ausschließliche Lieferung gehandelt habe. Thatsache ist, wie uns mitgetheilt wird, daß die Kassen aber nur Arzneien, welche in der Löwenapothe angefertigt werden, zur Auszahlung bringen.
Für heute. In her Aula der Königl. Zeichenakademie : Ausstellung von Medaillen. — „Zur Rosenau": Von 4 Uhr ab: Konzert. — „Zu den 4 Jahreszeiten"; Konzert. — Im Saalbau „zum deutschen Haus": Abends 7^2 Uhr: Festkommers. — Verband deutscher Kriegsoeleraneu (Bezirk Hanau): Abends 8 Uhr: Aömdunterhalttmg mit Lall in den Dâlen der „Centralhalle". — Evang. Männer- und Jüng lingsoerein: Abends 8V2 Uhr: Gebetsversammlung (Ältst. Rathhaus). — Turn- und Fechtklub: Abends von 81/«—10 Uhr: Turnen der Jugendabiyeilung. — Abends 9 Uhr: Freiwillige Feuerwehr, 5. Komp, in der „Allemania". Versteigerungs- L Verpachtrmgs- re. Kalender für Dienstag den 23. März.
Vormittags 10 Uhr werden im Bureau der Königl. Ge- fangnißinspeltion die Abfälle, das Küchengespühl, die Abfuhr der Asche und des Kehrichts rc. vergeben. — Vormittags von 10 Uyr findet in der Jean Mohr'schen Wirthschaft zu Birstein der Verkauf der zur v. Oer'schen Konkursmasse gehörigen Gegenstände statt. — Angebote bttr. Miethvng der Wohnung im 2. Obergeschoß des Stadtschlosses — Hauptbau — werden bis 12 Uhr mittags im Stadtbauamt I dafier entgegen- gmommen.
+ Großauheim, 21. März. Seit einigen Tagen ist ein Taucher damit beschäftigt, das am Fastnachts-Dienstag an der hiesigen Mainbrücke zerschellte Schtff zu entleeren. Die Arbeiten gehen bei der kolossalen Strömung vor dem Pfeiler sehr langsam von Stätten. Die Brücke rst fortwährend von einer Menge Schaulustiger besetzt, die den Taucher beim Auf
und Niedersteigen beobachten. Die Taicherarbeiten bieten sonderL für die Schuljugend reichliche Unterhaltung.
de
Frankfurter Theater-KsperLoir.
Opernhaus. Dienstag, den 23. März: „Dyamilch". Hieraus: „Hänsel und Grethel".— Mittwoch, 24.: Wiederholung der Festvorstellung: Prolog. Hierauf: „Titus". — Donnerstag, 25.: „Die KönigSl'.nLer". — Freitag, 26.: Geschlossen. — Samstag, 27.: „Lohmgrin". — Sonntag, 28.: nachmittags 3^2 Uhr: „Die Fledermaus". Abends 7 Uhr: „Der Freischütz".
Schauspielhaus. Dienstag, den 23. Mürz: „Die
Schule der Frauen". Hieraus:
„Der eingebildete Kranke".
— Mittwoch, 24.: Zum ersten Male wiederholt — Donnerstag, 25.: Geschlossen. — Freitag, 26.
„1812".
„1812".
— Samstag, 27.: Zum ersten Male: „Das Gewitter". (L’uragano.) Hierauf: „Frauenkamps". — Sonntag, 28., nachmittags 3^2 Uhr: „CharlePs Tante". Abends 7 Uhr: „1812". — Montag, 29.: Zum ersten Male wiederholt: „Das Gewitter". Hierauf: „Bocksprünge".
Bsrmèschte NachrichteN.
Ganz enorme Preise werden im Rothen Schloß in Berlin für Fenster- und Balkonplätze verlangt, beziehungsweise bezahlt, von denen aus man die festlichen Veranstaltungen der Centenarfeier am Kaiser-Wilhelm-Denkmal übersehen kann. In allen Etagen des umfangreichen Gebäudes sind über drei Meter hohe Holztribünen errichtet worden, die vor ihrer Benutzung in Bezug auf ihre Festigkeit und absolute Sicherheit von der Polizei einer Prüfung unterzogen weihen. Neben diesen Tribünenplätzen innerhalb des Hauses werden auch noch Plätze auf den Balkons vermiethet. Die beabsichtigte Vermiethung von Dachplätzen ist dagegen vorläufig von bei Polizei untersagt worden. Die Preise, welche für Platze in der östlichen und westlichen Hälfte des Rothen Schlosies ge- fordert werden, sind ziemlich verschieden. Von den Balkon« und Fenstern der östlichen, nach dem^ Schlosse zu gelegenen Hälfte kann man nämlich die ganze Schloßfreiheit mit ihren Tribünen und Pavillons, sowie das Denkmal selbst gut über-
Hanauer Anzeiger
sehen. Hier kostet ein Balkonplatz — 300 Mark, ein Tri- bünenplatz in der ersten Reihe 200 und in den folgenden 150, beziehungsweise 100 Mark. Ein Theil der Balkonplätze ist bereits von Mitgliedern der hohen Aristokratie und von Fremden mit Beschlag belegt worden. Im westlichen Theile des Rothen Schlosses ist, wenigstens in den beiden ersten Etagen, der Aus stick auf deu Festplatz durch die Säulenhalle des Denkmals etwas gehindert. In Folge dessen zahlt man für einen Vorderplatz hier „nur" 150 und für die Plätze in den folgenden Reihen 100 bis 50 Mark. Ein Stehplatz auf dem obersten Theile der Tribüne kostet aber noch immer 20 Mark.
Schwer durch Gismaffen geschädigter Dam pfer. Enorm gelitten hat der nach längerer Abwesenheit in Lübeck angekommene Dampfer „Elbe", der längere Zeit vor Reval im Eise festsaß. Das Schiff ist am Hintertheil schwer beschädigt und zwar ist der Hintersteven gebrochen, sowie das Steuerruder verbogen. 15 Spanten sind zerbrochen, eine Unmenge Platten sind eingedrückt. Die Reparatur, die dort vollzogen wird, wird etwa 4 Monate dauern. In nautischen Kreisen herrscht allgemeine Verwunderung darüber, daß das Schiff nicht gleichfalls, wie der Lübecker Dampfer „Helix", untergegangen ist. — Nicht minder hatte die Mannschaft des in Lübeck angekommenen Dampfers „Svanen" zu leiden, die am 14. d. M. einen ungemein schweren Sturm zu bestehen hatte. Das sonst recht seetüchtige Schiff wurde vollständig unter Wasser gesetzt, so daß das Wasser in den Maschinenraum und die Kajüten eindrang. Es mußte ein Loch in den Maschinenraum gebohrt werden, um durch fortgesetztes Pumpen das Wasser zu entfernen und das Schiff über Wasser zu halten. Um Schiff und Ladung, sowie das Leben der Mannschaft zu retten, mußte der Kapitän die Decksladung über Bord werfen. Mit der übrigen Ladung konnte die Besatzung in völlig erschöpftem Zustande den Hafen von Fredrikshavn erreichen. Nachdem der Dampfer hier neue Kohlen eingenommen, konnte die Reise nach Lübeck fortgesetzt werden.
Gin NnglücksfM, der eine Bielefelder Familie plötzlich in schmerzliche Trauer versetzt, hat sich in Köln ereignet. Dort war Herr Lieutenant Otto Brune, dessen Truppentheil zum 1. April von Köln nach Trier versetzt ist, mit seinem Burschen beim Packen der Sachen beschäftigt. - Als er hierbei einen Revolver, den der Bursche wegen Rostflecken reinigen wollte, letzterem mit dem Bemerken abgenommen, er solle dies lassen, da die Waffe geladen sei, ging versehentlich ein Schuß los und traf den Offizier unterhalb des Kinnes töotlich in den Kopf. Die zuerst verbreitete Nachricht von einem Selbstinord ist falsche
Die Pest ist Bsmüay. Seit dem Ausbruch der Pest sind in Bombay 9579 Personen an der Pest erkrvntt und 8027 gestorben. Die Gesammtiterbiichkeit in Bombay betrug in der Woche bis zum 14. März 1258, gtgen 1326 in der Vorwoche. In der Lanzen Prösidevtichast sind bis zum 13. d. Mts. 16 7 2 0 Erkrankungen und 13 63 9 Todesfälle vorgekommen.
Litterarisches.
Die DeMnächstige GefialLmrg der Witterung, welche sonst Falb so genau vorher zu sagen wußte, ist jetzt eine Quelle der Beunruhigung für die Damen, bezw. Wahl ihrer Toiletten. Da gibt es denn nichts Besseres, als ein Abonnement auf die elegante „Große ModenweL" mit bunter Fächervignette, Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 35, welche mit jeder 14 tägigen Nummer alle Neuheiten der Saison in solcher Fülle bietet, daß man, der Witterung gemäß, vor- nehui und chi: gekleidet sein kann, wozu die herrlichen Moden- Genrebilder, die jetzt bedeutend vergrößerten, farbenprächtigen Modenbilder, der große, doppelseitige Schnittnmfteröogen (zu jeder 14 tägigen Nummer) und die jetzt eingeführte Lieferung von Gratis-Schnitten nach Körpermaaß gegen Bergütigung der Selbstkosten, die beste Handhabe bieten. Auch vernunftgemäße Reform- und Sportkleidung, sowie Kindergarderobe bringt „Große Modenwelt", eine große Extra-Handarbeiten- Beilage mit Naturgrößen Vorlagen, dazu mit jeder Nnmmer eine vorzügliche Bellestrittt und eine Hausfrauen-Zeitung mir zahlreichen Illustrationen rc., und alles das für nur 1 Mark vierteljährlich bei allen Buchhairdlung-M und der Post. Gratis- Probenummern durch erstere und den Verlag John Her-vH Schwerin,, Berlin W. 35.
Auszüge: aus dem Amtsblatt Königlicher Regterang zu Cassel.
AlteLmittlaA und Somborn. Im Wegp der Zwangsvollstreckung sollen die iw Grundbuche von Alten mittlau. und Somborn auf den Namen des Schuhmachers Konrad-Jakobs (Johannes Sohn) in Altenmittlau einge- tragenLn, in den Gemarkungen von Altenmittlau utw Som born belegenen Grundstücke am 30. April 1897, vormittags 91/2 Rhr, vor dem Königlichen Amtsgericht zu Meerholz — in der Müll er'schm Gastwirthschast in Altenmittlau — versteigert werden.
Patent-Ertheilungen.
Nr. 92 082. Verfahren zur Darstellung von «-Naph- tylamindisulfoiäure aus «-Nitronaphtalin und schwefligsauren Salzen. — Farbwerke, vorm. Meister, Lucius u. Brüning in Höchst a. M., vom 27. April 1895 ab. Kl. 12.
Nr. 92 015. Verfahren zur Darstellung von wasserlöslichen Safraninazofarbftoffen. — Farbwerke, vorm. Meister, Lucius u. Brüning in Höchst a. M., vom 30. Juni 1896 ab. Kl. 22.
22.
Schiffsbericht.
Hamburg, 20. März Der Dampfer „CherEkia^ von der pamburg-Amexika-Lirne ist vorgestern in Galveftsu eingetroffen.
GremeK, 20. März. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Werra" ist vorgestern in Neapel eingetroffen.
Lsnbon, 19. März. Der Union - Dampfer „Mixican" ist auf oei Ausreise gestern in Kapstadt angekommcu.
NeW^Uort, 20. Mâ.z. Der Dampfer „Obdam" von der Niederländisch - Amerikanischen Dampfschifffahrts- Gesellschaft ist gestern hie eingetroffen.
Drahtnachrichteu des „Han. Anz."
Essen, 20. März.
Wilhelms I. für seine
Million Mark gestiftet.
Wèen, 21. März.
Krupp hat zum Gedächtniß Kaiser alten und invaliden Arbeiter eine
Nachdem Kaiser Franz Joseph aus
Mentone zurückgekebrt ist, fand unter seinem Vorsitz ein Ministerrath statt. Wie verlautet, soll in demselben die Kreta- Frage insbesondere die bevorstehende Blokade der griechischen
Häfen eingehend b.sp ochen worden sein. Es bestätigt sich,
daß die Pazifkirung Kreta's im Innern Schwierigkeiten bereitet, weil keine Macht diese Ausgabe übernehmen will.
Graz, 21. März. Prinz Philipp zu Hohenlohe- Schil- lingsfürst ist als Novi; in ein Benediktiner-Kloster eingetreten., Budapest, 21. März. Es rauchen wieder Gerüchte von einer bevorstehenden Ministerkrisis auf. Die Stellung des Ministerpräsidenten Baron Bansy soll erschüttert uno ein Ausbruch der Krisis noch vor der Lösung der großen Fragen zu erwarten sein.
GnDKpefk, 21. März. Wie die Blätter melden, werden an den Kaisermanövern bei Totis außer Kaiser Wilhelm auch die Könige von Sachsen, Serbien und Rumänien als Gäste des Kaisers Fran; Joseph theilneümen.
Athen, 21. März. Wie hiesige Blätter melden, bat der König sich neuerdings- dahin geäußert, daß keine Macht den Krieg und Aufstand- der Armenier zurückhalten könne, wenn die Wünsche Griechenlands betreff Kreta's seitens der Großmächte nicht erfüllt würden. In Macedonien kam es bereits an meheren Punkten zu Kämpfen.
Cürres, 21. März. In einer neuen Proklamation fordern die Admirale der vereinigten Flotte die Cretenser ohne Unterschied der Religion auf zu ihren friedlichen Beschäftigungen zurückzukehren.
Kirrre», 21. März. Die Versuche der Admirale, mit dem Obersten Vassos Unterhandlungen einzuleiten, wurden von diesem schroff zurückgewiesen.
K«rndè«r, 21. März. Die Baschibozuks haben das Dorf Elia niedergebrannt. Man befürchtet infolge der herausfordernden Haltung der Baschibozuks Ausschreitungen . derselben bei Ausschiffung englischer Truppen.
Köonnements-Kinladung.
Mit dem L April 18^7 beginnt ein neues Abonnement auf den »Hanauer Anzeiger"»
welcher
MIltich amtliches Organ für den Stadt- und Landkreis Hasan, o^ nachweislich das weitverbreitetste und umfangreichste Blatt Hanaus ist.
Derselbe bringt täglich die amtlichen Bekmrrrt- MKÄmrgen für den SLast- und Landkreis Harran, hält seinen Leserkreis stets bezügl. der wichtigsten politischen und Tagesereignisse auf dem Laufenden, bietet Kurs- und Marktberichte, kirchliche, lokale und provinzielle Nachrichten, Auszäge aus den Verhandlungen des Reichs- und Landtags, aus denen des Provinzial- landtags, die Protokolle der Sitzungen der Hartdels- kawmer sowie des Genreinde- Ausschusses, Ver- loosnngen, ferner Geschäfts- und Privat- Anzeigen^ sowie die vollftändigen Ziehungslisten Königl. i Preuß. Klassen^Lotterie. Das Unterhaltungs- Hlatt enthält neben spannenden größeren Erzählungen kleinere Novellen und Abhandlungm sowie reiches Mannigfaltige, auch bringt der „Hanauer Anzeiger" noch die iw Laufe des Bormittags (am Tage »er Ausgabe) beim Depeschen- Bureau Herold einlaufenden Drahtnachrichten.
Zur Veröffentlichung von Inseraten jeder Art' eignet sich der ,,Hanauer. Anzeiger" seiner starken und stetig zunehmenden Verbreitung halber ganz besonders und kostet die Ispaltige Zeile nur 10 Pf.
Der Abonnementspreis beträgt M. 2.25 pro Quartal und nehmen sowohl die Expedition (Waisenhaus) als auch sämmtliche Postanstalten Bestellungen entgegen.
Neusintretende Abonnenten erhalten den Anzeiger vom Tage der Bestellung ab bis zum 1. April gratis.
Die Expedition des Hanauer Anzeigers.
Hierzu
Amtliche Beilage" Nr. 23