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Montag den 22. März ^-»vwwMÄSösaMeeniHaeMiCBtwB*^^
1897.
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s tönen die Glocken weit hin durch das Reich, Sie jubeln und trauern und klagen zugleich Um Wilhelm den Großen, den streitbaren H^ld, Der Kaiser geworden auf blutigem Feld.
Es künden die Glocken mit ehernem Klang Vom Vater des Volks, der die Krone errang, Der nimmer ermüdet in Kampf und in Noth, Der rastlos gewirkt voller Treu' bis zum Tod.
ernt in früheren Jahrzehnten der Frühling in die deutschen Lande kam, so erschien mit ihm zugleich der schönste vaterländische Festtag. Das deunche Volk feierte am 22. März den Geburtstag seines großen geliebten Kaisers Wilhem. Welch eine Lust
war es an diesem Tage für Alt und Jung, für alle, in deren Brust ein deutsches Herz schlug, dem edlen Kaiser Wilhelm I. die Verehrung zu bezeugen, welche ihm gebührte, als dem erlauchten Monarchen, der mit seltener Weisheit und Tdark-aft das Glück unseres Vaterlandes herbeigeführt und gesichert hatte. Tie Liebe und Dankbarkeit eines ganzen großen Volkes drang in fast unerhörter Fülle zu dem Thron des Gefeierten und die Wogen der Freude schlugen loch auf. Doch seit dem 22. März 1887, dem freudevollen neunzigsten Geburtstag Kaiser Wilhelms des Großen, ist dieser Volksjubel in den deutschen Landen verstummt. In dem Leid- und Trauerjahre 1888 verwandelten sich die Geburtstagskränze in Trauerkränze, zu einem Tage stiller Weihe, dankbaren Gedenkens ward seitdem der 22. März.
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Es singen vom Kaiser die Glocken so hehr, Er war seiner Airche beschützende Wöhr, Hoch hielt er des Glaubens allmächtigen Echild, So heldenhaft stark und in Demutb so mild.
Es läuten die Glocken und rufen ins Herz: ,,Du Volk der Germanen, in Freud' und in Echmerz Gelob' es von neuem mit heiligern Eid, Dem Kaiser die Treue zu jeglicher ZeitI"
Nun aber, noch neun Jahren, in welchen wir unter dem starken Regiment des Enkelsohnes des entschlafenen ersten deutschen Kaisers im Frieden und Glück leben dursten, st.igt uns dieser Tag abermals als ein lichter Jubelt^g empor. Das deutsche Volk feiert deute den hundertsten Geburtstag seines großen Kasters als einen Nationalge- dâchtnißtag. Die stille Trauer um den Heimge- ganglnen Herrscher wandelt sich wieder in Helle Freude, in die Freude au dem herrlichen glanzumflossenen Bilde, das von neuem lebendig vor unseren verehrenden, bewundernden Blicken aufsteigt.
Ein Held wie Kaiser Wildem der Große stirbt nicht; in den Herzen seines treuen Volkes lebt er fort durch alle Zeiten.
Das zur Rüste gehende Jahrhundert ist das Zeitalter Wilhelms des Großen; er bat demselben den Stempel seines Geistes ausgedrückt. Es wird nach ihm den Namen tragen in dec Geschichte unseres Vaterlandes.
Fürwahr, unser deutsches Volk hat Ursache zu dankvollem Jubel, wenn es j.nen großen Gedenktag feierlich begeht, an dem einst vor 100 Jahren
sein erster, sein großer Kaiser das Licht der Welt erblickte. Der Traum, der Jahrhunderte lang sehnsuchtsvoll die Herzen geschwellt, ist unter seinem Wirken über alle Hoffnung und Erwartung hinaus in Erfüllung gegangen. Er hat das in Schmach und Ohnmacht versunkene Reich wieder errichtet zu einer Macht unv Herrlichkeit wie nie zuvor. Durch seine gewaltige und zugleich milde Hand sind die deutschen Stämme zu einem einzigen Volk von Brüdern geworden.
Mächtig und gebietend, rühm- und ehrenvoll steht Deutschland im Rathe der Völker da.
Es ist ein alter Zug im deutschen Volke, daß es seine großen und frommen Könige nicht sterben läßt. Es will nicht hergeben, was es einmal lieb gehabt hat. Noch soll Karl der Große im Unterberge bei Salzburg wohnen und Kaiser Friedrich Barbarossa soll seine Stätte im Kyffhäuser haben. So mag Kaiser Wilhelm der Große seinen Platz im Herzen eines jeden treuen Deutschen behalten und weiter regieren als Führer unserer Gedanken.
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