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Hanauer Anzeiger

8. März

Auf eine Anregung des Adg. v. Schöning (kons.) er­widert der Landwirthschaslsminister, dan die wissen­schaftliche Erforschung der Gewässer in allen Provinzen zu erstreben, und zunächst außer der in Ploen bestehenden biologischen Station die Errichtung einer solchen in Ha velberg in Aussicht genommen sei.

Beim KapitelLandesmeliorationen, Moor-, Deich-, Ufer- und Dünenwesen" beklagt Abg. v. Glebocki (Pole), daß die Normalstatuten für die Entwässerungsgeuoffenschaft noch Unklarheiten böten, und wünscht, daß die Revision der Auf­sichtsbehörde kostenlos erfolge.

Geh. OMr-Reg.-Rath Holle legt dar, daß alle Maß­regeln getroffen würden, Unzuträglichkeiten zu beseitigen, die Unternehmungen finanziell sicherzustellen.

Auf eine Anregung des Abg. v. Kröcher (kons.) sagt der L an dw irth s chas tsmi ni st er zu, daß die durch Deich­bruch geschädigten Bewohner des Löbenitz-Thales unterstützt werden sollen.

Geh. Ober-Reg.-Rath v. Friedberg verspricht auf eine Befürwortung des Abg. Rickert (freist Ver.), daß die durch Veränderung des Weich sellaufeâ geschädigten Einwohner von Neufähr berücksichtigt werden sollen.

Beim KapitelAllgemeine Ausgaben" empfiehlt Abg. Bandelow (kons.) staatliche Unterstützung für Obstbau­schulen im Osten der Monarchie.

Von den einmaligen und außerordentlichen Ausgaben be­fürwortet Abg. Schnaubert (kons.) eine stärkere Subven­tion der Meliorationsarbeiten des Ostens.

Geh Ober Reg.-Rath Holle legt dar, daß Ostpreußen bereits sehr erhebliche Zuwendungen erhalte; bei einem be­schleunigteren Tempo in diesen Arbeiten würden Rückschläge unvermeidlich sein.

Abg. Jäckel (freis. Volksp.) bittet, die Provinz Posen von einer Beihülfe zu den Meliorationskosten zu entbinden.

Geh. Ober-Reg.-Rath Holle erwidert, daß die Provinz entsprechende Staatsunterstützungen erhalte.

Abg. Hann (kons.) beurtheilt die Thätigkeit der Beamten bei der genossenschaftlichen Melioration der Geeste-Niederung in abfälliger Weise.

Der Landwirthschaftsminister weist diesen Tadel als unbegründet und altbewährten Beamten gegenüber nicht angebracht zurück.

Es folgt die zweite Berathung des Etats der Do­mänenverwaltung.

Abg. Seer (natlib.) wünscht, daß die Domänenpächter der Provinz Posen das Recht erhielten, unter sich selbst Vertreter in die Landwirthschaftskammer zu wählen.

Abg. Eckels (natlib.) führt vor, daß die Pachten ange­sichts des Rückgangs der Landwirthschaft zu hoch geworden seien und die Domänenpächter aus eigenem Vermögen zusetzen müßten.

Abg. Ehlers (freis. Ver.) betont, daß die Regierung die Domänen so einträglich verpachten müsse, als sie könne.

Abg. v. Woyna (freifonf.) empfiehlt bessere Berücksich­tigung des Bades Rehburg.

Nächste Sitzung Montag 11 Uhr: Fortsetzung der heu­tigen Berathung: Forstetat, Eisenbahnetat.

Tagesschau.

Zur Huadertjahr-Feier. Dem Reichstag ist ein Gesetzentwurf zugegangen, dem der Bundesrath einmüthig zu­gestimmt hat, überdie Vorarbeiten für die Er­richtung einer Gedenkhalle zuEhren der im Feldzuge 1870/71 gefallenen oder scbwerver- mundeten deutschen Krieger." Dazu schreibt begründend dieNordd. Allg. Ztg.":Die nahende Ge­dächtnißfeier Kaiser Wilhelms I. führt die Erinnerung der Nation zurück in jenes große Jahr, da unter unsäglichen

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sittliche Bedeutung der Bühne, die damals nur wenige ahnten, empfand sie ganz und sie erkannte, daß sie, wollte sie ihr Empfinden in die That umsetzen, die Bildung der Zeit dem Theater zuführen müsse. So setzte sie sich mit dem jungen Leipziger Professor in Verbindung, der zu den eif­rigen Besuchern ihrer Vorstellungen gehörte: mit Gottsched. Was Gottsched ihr bieten konnte, waren nur Bearbeitungen und Übersetzungen französischer Stücke; aber so steif und langweilig sie auch waren, es waren doch Werke litterarischen und gebildeten Charakters, die sich mit ernsten Stoffen be­schäftigten und den Hanswurst, den unzüchtigen Improvi­sator, der die deutsche Bühne tyrannisirte, ausschlossen. So begann die Neuberin einen Kamps, dessen Beharrlichkeit und Unverdrossenheit schon Devrient mit Recht gerühmt hat. Einen Kampf gegen das Publikum, das den lustigen Har­lekin verlangte und densterbenden Cato" nicht mit Unrecht sehr langweilig fand. Einen Kampf um das Repertoir, dem nur eine sehr beschränkte Zahl deutscher regelmäßiger" Stücke zur Verfügung stand. Einen Kampf endlich um die Hebung ihres Standes. Sie war gar streng, die Frau Prinzipalin, hielt auf gute Sitte in ihrer Gesell­schaft was dazumal unerhört war, duldete keine unrechten Liebschaften und nahm ihre jungen Damen wie Töchter in ihr Haus. Selbst bis aufs Aeußerliche er­streckte sich ihr Wirken; der marktschreierische Theaterzettel nahm bei der Neuberischen Gesellschaft zuerst würdige Formen an.

Es war eine mühevolle, aber auch erfolgreiche Zett. Das Interesse fürs Schauspiel erwachte überall, die Gesellschaft hatte keinen Rivalen, die Neuberin war weithin in deutschen Landen Leipzig, Dresden, Hamburg, Hannover und Frank­furt a. M. waren ihre Hauptplätze bekannt und gefeiert. Aber auf der Höhe ihres Lebens traf sie bereits der erste schwere Schlag. Ein Schauspieler, Joseph Ferdinand Müller,

Opfern Deutschland aus den Schlachtfeldern Frankreichs seine s da die Mächte ausnahmslos zu Zwangsmaßregeln schreiten würden.

Selbstständigkeit erkämpfte, und als die herrlichste Frucht der Siege seine Einigung gewann. Mit dem Gedanken an das Ergebniß der Siege untrennbar vereint ist d'as Gedenken an Diejenigen, welche uns mit Aufopferung Ihrer selbst diese Siege erringen halfen. Zwar sehen wir vielfach das Ge­dächtniß der Kämpfer und der Siege dankbar in den kleinen und großen Denkmälern festgchalten, die in dem letzten Vierteljahrhundert überall auf den Plätzen der Städte, in grünenden Anlagen und auf den Friedhöfen der Dörfer ent­standen. Ein Denkmal, das die Namen aller Derer ver­einigte, welche im Feldzuge von 1870/71 gefallen sind oder schwer verwundet wurden, fehlt noch; es fehlt jene Halle, an deren Mauern gleichsam die Dankbarkeit der Nation zum ewigen Gedächtniß die Namen D-:rer schrieb, die vor beut Feinde sielen oder schwer verwundet wurden, und so alle, vom ruhmreichen Führer bis zum einfachen Mann aus dem Volke vereinigte, wie sie als einVolk in Waffen" vereinigt gegen den Feind standen. Soll solch ein architektonisches Namenbuch deutscher Kämpfer in Dankbarkeit gegen die Ge­fallenen und Verwundeten, zur Aneiferung für künftige Geschlechter geschaffen werden, so kann dies nur an der Stelle geschehen, wo der Deutsche Kaiser seines Amtes waltet, wo die Abgeordneten aus dem ganzen Reiche sich zur Be­rathung versammeln, und von wo nuâ die Antriebe des Volkslebens hivauswirken bis zu den Grenzen des Landes und überall dorthin, wo Deutsche wohnen. Daß ein solcher Bau in künstlerischem Zusammenhang mit der Umgebung und durch die Wabl des Platzes in ideellen Zusammenhang mit anderen Denkmälern gebracht wirsen muß, die sich aus die Großthaten unserer Väter und der noch lebenden Generation beziehen, das ergibt sich von selbst, und wird, was dieEinzel-

Reiten betrifft, Gegenstand sorgfältiger Erwägungen sein, der Großmächte hierüber kaum zu Stande komme.

Heute handelt es sich nur darum, den Gedanken auszusprechen, damit er erwogen werde, und durch seine großmüthige Art und seine Schlichtheit die Herzen der Volksgenossen ge­winne."

Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat, um ebenso wie den Beamten, auch den Arbeitern der Bauverwaltttng die Theilnahme an der Feier des hun­dertsten Geburtstages Seiner Majestät des hochseligen Kaisers Wilhelm des Großen zu ermöglichen, die Bestimmung getrof­fen, daß der 22. März in den Betrieben der Bauoerwaltunz als Feiertag zu behandeln ist. Den Arbeitern ist dieser Tag ohne Lohnkürzung sreizugeben, soweit die Art und die Be­dürfnisse der einzelnen Dienstzweige, insbesondere mit Rück-

Militärs gegen die griechische Bevölkerung Macadoniens be- sicht auf betheiligte Verkehrsinteressen es irgend gestatten. Es zeugt hier die Anschauung, daß Griechenland jetzt zum Vor-

ist ihnen für den 22. März entweder der bisher verdiente; gehen berechtigt sei, da eine Herausforderung vorliegt. Die

Tagelohn oder soweit sie gegen Stücklohn beschäftigt wer- ; Glückwünsche der englischen Unterhaus-Mitglieder an König den der durchschnittliche Tagesverdienst zu gewähren, wel-! Georg und andere englische Kundgebungen haben die besten chen sie in dem den Festtag einschließenden Löhnungszeitraum ; Eindrücke hervorgerufen. Alle Besitzer von Wagen und

chen sie in dem den Festtag einschließenden Löhnungszeitraum i ^rnoruere ycrvvrgeruieu. u«.t vip?u w» erzielen würden. Unter der gleichen Vergünstigung ist den- Pferden stellen diese der Regierung zur Verfügung, jenigen Arbeitern, welche am 22. März aus dienstlichen Rück- sichten beschäftigt werden mußten, der 23. März freizugeben.1

Politische und unpolitische Nachrichten. '^ W-ii-r mit z-itw-is-n Ni-de-Mâgm.

(Depeschen-BureauHerold".)

Berlin, 7. März. Gestern Abend zwischen 6 und 7 Uhr wurde der Pfandleiher Wilhelm Zeidler in seinem Geschâftslokal ermordet ausgefunden. Anscheinend ist das Verbrechen mittelst einer Axt ausgeführt worden. Der Thäter soll ein gewisser Lustig sein. Man vermuthet, daß Complicen

betheiligt gewesen sind. Es liegt unzweifelhaft Rrubmord

vor, denn nach Feststellung der Polizei fehlen ans der Ge-' Geburtstages weiland Kaiser Wilhelms I. am 21. März in

schäftskasse 75100 Mark.

Wie^r, 7. März. DasFremdenblatt" warnt Griechen- Vortrüge des Lehrersängerchores verherrlicht werden, land nochmals davor, die Dinge aufs äußerste zu treiben, Derselbe Verein hat auch seine Mitwirkung bei dem Fest-

ein treuer Verfechter des Harlekins, entwand ihr das sächsische Privileg und vertrieb sie 1734 aus ihrem Hauptorte Leipzig. Ihre ganze Existenz, die Früchte all' ihrer Arbeit waren ge­fährdet. Aber die tapfere Frau verlor sich so wenig, daß sie zur selben Zeit erklärte, sie wolle in allen Stücken auf den rühmlichen und besten Nutzen der deutschen Gesellschaft sehen. Ja, ihre Leidenschaft im Kampfe wurde jetzt eher noch größer, indem ihr der angefeindete Harlekin und der verhaßte Kon­kurrent Müller gewissermaßen zu einer Gestalt verwuchsen und das Persönliche und Sachliche sich verwoben. Allein eben hierin deuten sich schon die Keime ihres Unglücks an. Sie konnte nicht Maaß halten, sich nicht beherrschen, sie vergaß ihre Klugheit und fuhr erbittert auf die Feinde los, wenn sie auch noch so mächtig waren; sie wollte sich mit Gewalt auf einer Höhe halten, die der Natur der Sache nach nur für kurze Zeit zu behaupten war. Schon die berühmte und oft gepriesene feierliche Verbannung nicht Verbrennung, des Hanswursts von der Bühne zu Leipzig (1737) war doch in Wahrheit, wie auch Lessing betont hat, eine ziemlich unnöthige Komödie, um so lächerlicher, als die Neuberin selbst noch manch' liebes Mal in der Rolle desHänschen" auftreten mußte, in die sich der alte Harlekin verkleidete. Als sie 1739 in Ham bürg keinen Anklang gesunden hatte, wagte sie es, die Zu­hörer beim Abschiede mit einer Strafrede zu regaliren, deren Kühnheit zu bewundern ist, die sie aber für immer von Ham­burg ausschloß. Auch mit dem freilich sehr rechthaberisch ge­wordenen Gottsched überwarf sie sich dermaßen, daß sie ge­wisse Bestrebungen des Herrn Professors von der Bühne herab lächerlich machte und schließlich zum allgemeinen Gau­dium ihn selbst als Tadler, in einem Sternenkleide mit Fle­dermausflügeln, mit einer Blendlaterne und einer Sonne von Flittergold auf dem Kopfe auf die Bretter brachte. Und während sie sich so auf allen Seiten Feinde erwarb, errichtete ihr ehemaliger Schauspieler Schönemann eine neue Truppe,

Budapest, 7. März. Ein Kassirer der hiesigen Filiale der anglo-österreichischen Bank defraudirte 10 000 Gulden behufs Deckung von Börsen-Verlusten. Da die Verwandten den Schaden ersetzen, unterbleibt eine Anzeige.

Fiume, 7. März. Der Sultan bestellte auf der hie­sigen Werft vier Kanonenboote, die er aus seiner Privat- Schatulle bezahlt.

Luzern, 7. März. In Lausanne fand ein großen Meeting von Schweizer Bürgern statt; dasselbe beglückwünschte telegraphisch Delyannis zur Befreiung Kretas.

Venedig, 7. März. Das hiesige Komitee der Griechen­freunde erhielt die Nachricht, daß die erste Schaar der Frei­willigen aus Venetien in Korfu unbehindert angelangt ist und die Fahrt nach Kreta fortsetzte.

Brüssel, 7. März. Die Polizei verhaftete gestern eine 20 Mann starke Diebesbande, welche in der letzten Zeit namentlich das Leopold-Viertel unsicher gemacht hatte.

Lüttich, 7. März. Das Defizit des hier verhafteten Wechsel-Agenten Vinjens beträgt 100 000 Frks.

Antwerpen, 7. März. 300 Arbeiter der bekannten Cigarrenfabrik Tinchant legten die Arbeit nieder und zwar wegen der überstcengen Behandlung eines Aufsehers.

Paris, 7. März. Einer Blättermeldung aus London zufolge erfolgt der Besuch der Königin Victoria bei Faure zu dem Zweck, den letzteren zum Jubiläumsfest einzuladen.

Athen, 7. März. Aus Arta wird gemeldet, daß Musel­männer das griechische und englische Consulat in Prevosa in Brand gesteckt haben. Das Feuer wurde rechtzeitig entdeckt und ausgewscht. Hier ist man fest überzeugt, daß die ange­strebte Blokase des Pyräus unmöglich sei, da eine Einigkeit

Athen, 7. März. Delyannis empfing gestern Mittag den türkischen Gesandten und begab sich später zum Könige. Angeblich hat der Sultan einen Vermittelungsoorschlag ge­macht. Das Aufgebot des Landsturms ist vorläufig sistirt und auch die Abreise des Kronprinzen nach Thessalien wurde verschoben.

Athen, 7. März. Militär und Polizei spannen den Civil-Fuhrwerken einfach auf der Straße die Zugthiere aus, um Kanonen nach dem Piräus zu fahren, von wo diese zu Schiff an die Grenze gebracht werden. Die ausgehobenen Pferde sind noch nicht eingetroffen.

Athen, 7. März. Die Ausschreitungen des türkischen

Witterungsbericht.

Voraussichtliche Wittterung: Zunächst noch kühles, meist

Aus Stadt- und Landkreis Hanau.

* Personalien. Der bisherige Privatdozent, Sani-

tätsrath Professor Dr. v. Heusinger zu Marburg ist zum außerordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät der dortigen Universität ernannt worden.

G Centenarfeier. Der zu Ehren des 100 jährigen

der Johanniskirche stattsindende Festgottesdienst wird durch

verband sich mit Gottsched und verdrängte die alternde Prin­zipalin. Aber wenn es ihr von Jahr zu Jahr schlechter ging, so hatte das noch einen tieferen Grund; die von ihr selbst angeregte Bewegung war so kraftvoll, daß sie bald die Begründerin der neuen Epoche selbst überholte. Schon regte sich das theatralische Leben überall, schon nahmen Andere ihre Aufgaben in die Hand, schon bildete Schönemann ihren theatralischen Stil zu größerer Feinheit und Mäßigung aus.

Ja, sie war verbraucht und sie wußte es nicht und konnte es nicht glauben und so begann die Tragik ihres Lebens, die Ekhof dahin charakterisirt hat, daß zehn Jahre lang ihr An­sehen stieg, zehn Jahre fiel und sie schließlich zehn Jahre im Unglück lebte. 1743 mußte sie ihre Gesellschaft auflösen, sie hoffte auf eine Zivilversorgung für ihren Mann, die Hoff­nung schlug fehl und noch einmal stellte sie sich an die Spitze einer Gesellschaft. Noch einmal war sie zu einer bedeutsamen That berufen, indem sie 1748 den jungen Lessing mit seinem ErstlingswerkeDer junge Gelehrte" in Leipzig auf der Bühne einführte.. Aber sie konnte nicht mehr gefallen, sie war schon alt und erschien gespreizt. Schönemann verdrängte sie in Leipzig, und als auch Gottfried Heinrich Koch, der spätere Leiter der ersten stehenden Bühne in Berlin, von ihr absiel und eine eigene Gesellschaft begründet, da war für sie kein Raum mehr und zum zweiten Male ging ihre Gesellschaft auseinander. Und nun folgen Jahre des Leidens und der Demüthigung. Sie geht nach Wien und mißfällt, weil sie sich bald überschreit, bald keine Stimme hat. Sie, die Be­gründerin der neuen deutschen Bühne, treibt sich mit einer schlechten Bande in und bei Dresden, mühselig ihr Dasein fristend, herum. Aber selbst dieser ärmlichen Thätigkeit macht der Ausbruch des siebenjährigen Krieges ein Ende. Glück­lich, daß sie beim Arzte Löber in Dresden das Gnadenbrod erhält. Noch immer aber ist sie eine Achtung gebietende Per­sönlichkeit, und selbst die einquartirten preußischen Soldaten