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Hoffnungen zu erfreuen Gelegenheit haben möchten, schloß Herr Hauptmann Heymons seine Ausführungen, denen lebhaf ter Beifall folgte. — Jm Namen des Kriegervereins dankte der Vorsitzende desselben, Herr Hauptmann a. D. von Buttlar, für den lehrreichen und interessanten Vortrag.
* Experimentalvortrag. Nächsten Donnerstag wird Herr Ingenieur W. H. Berner im Saalbau „zum deut schen Haus" dahier einen Experimentalvortrag halte« über das Licht der Zukunft und die elektrischen Wellen und Strahlen elektrischer Kraft. Ueber einen am 17. v. Mts. in Ko- burg gehaltenen Vortrag schreibt das dortige „Tagbl.": „Der heutige Experimentaloortrag des Herrn Ingenieur W. H. Berner war außerordentlich zahlreich, hauptsächlich auch von Schülern köherer Lehranstalten besucht. Herr Berner theilte einleitend einiges über den neuesten Stand der Wissenschaft über Elektrizität im Allgemeinen, wie über das Wesen der selben insbesondere mit. Er kam auf die grundlegenden, phänomenalen Untersuchungen des leider der WisfenfÄast viel zu früh entrissenen jugendlichen Bonner Professors Hertz zu sprechen, nach denen die Elektrizität Wellenbewegungen des Aethers sind. Ein kurzer Kommentar bereitete das Publikum auf jedes einzelne Experiment vor. Die Experimente — durchweg dem jetzigen Stand der Wiffenschaft entsprechend — gelangen sämmtlich vorzüglich und brachten auch ganz neue Versuche auf diesem Gebiet: Die Versuche mit dem sogenannten kalten elektrischen Licht und das Telegraphiren ohne Draht. Die zahlreichen Experimente fanden in der Versammlung die beifälligste Aufnahme.
* Gsftwirtheversammlsmg. Die Gastwirthe unseres Leserkreises dürste sicherlich die Nachricht sehr interessiern, daß nächsten Mittwoch den 10. d. Mts. eine allgemeine Gastwirtheversammlung im Saale der „Centralhalle" stattftudet, in welcher Herr Direktor und Stadtverordneter C. Reinemer von Darmstadt einen Vortrag über die Einrichtung und Vor züge der Sterbekaffe und die Bestrebungen und Erfolge des Bundes deutscher Gastwirthe halten wird. Es soll dadurch sowohl den Mitgliedern des Gaßwirthevereins Hanau Stadt und Landkreis, als auch den diesem Verein nicht angehörigen Herren Gastwirthen Gelegenheit gegeben werden, sowohl das Wesen dieser Kasse, als auch die dem Wohle des Gastwirthe- standes gewidmeten Bestrebungen des Bunses deutscher Gastwirthe kennen zu lernen und event, heitreren zu können. Diese Sterbekasse h«t überall die größte Anerkennung gefun den; ihr segensreiches Wirken (sie hat über V« Million Mark in 4 Jahren für Sterbegelder ausbezahlt) sichert ihr die Herzen der Frauen und Angehörigen des Gastwirthestandes, für deren Schutz sie errichtet wurde. Die Beiträge sind so niedrig und die Zahlungsweise so erleichtert, daß Jeder beitreten kann, während das Mk. 500 und Mk. 1000 betragende Sterlegels innerhalb ein paar Stunden zur Auszah lung gelangt. Der Reservefond beträgt mehr als Million Mark; auch sind der Kaffe die Rechte der juristi scheu Pe son durch Seine Königl. Hoheit Großtzerzog Ernst Ludwig von Hessen verliehen worden. So bringt die Z' ge Hörigkeit zu diesem schönen Institute den Angehörigen des Gastwirthestandes Schutz und Beruhigung, weshalb es im eigenen Interesse aller Gastwirthe liegen dürfte, tiefer Versammlung anzuwohnen und sich von den gebotenen Vortheilen zu überzeugen.
* Zum DiswarrLarbeitersireik. Wie an dieser Stelle |. 3- mitgetheilt wurde, hatten die Amsterdamer Lchlei- fer zugesagt, so lange der Streik währt allwöchentlich 1000 Mk. hierher zu senden. Infolge des dortigen Ausstandes ist jedoch, wie die „Volksst." berichtet, vorige Woche die Unterstützuna von dort ausgeblieben.
Für heute. Oratorier verein: Probe. — Spar- und Spielkasse „zum Krahnen": Abends 8 Uyrt Theilung. — Evang. Männer und Jünglingsverein: Abends 8^2 Uhr: Bibelstunde (Ältst. Rathhaus). — Turn- u. Fechtklub : Abends von 8 Vs— 10 Uhr: Fechten. — Ab ends 9 Uhr: Kaufmännischer Verein Hanau: Vereinsabend im Hinteren Parterresälchen der „Centralhalle" ; — Radfahrerverein „Vor wärts": Zusammenkunft in der „großen Krone"; — Rad fahrerverein Hanau 1885: Klubabend in der „Restauration Kippert"; — Feuerwehr - Vorstandssitzung bei Beck. — Spessart - Touristenverein: Zusammenkunft im Vereinslokale „zum Elephanten".
Wersieigsrungs- & Verpachtung^ re. Kalender
für Freitag den 5. März.
Vormittags 9Vs Uhr sollen in der „Restauration Krieg" die dem P. Seitz gehörigen Grundstücke meistbietend verpachtet werden.
Holzversteigerung in der Königl. Oberförsterei Kaffel bei Gelnhausen; Termin vormittags 9^/4 Uhr im Gasthaus „zum Löwen" in Wirtheim (s. Nr. 46 „Han. Anz.").
Von nachmittags 2 Uhr an werden Schloßstraße Nr. 2 durch den st. beeid. Auktionator Herrn Karl Petri die zum Hch. Nasch' schen Nachlass- gehörenden Schreinerwerkzeuge versteigert.
Aus der Provinz und den Nachbarqebieten.
Marburg, 2. März. In dem Dorfe Sterghausen ge- rieth ein Landwirth mit seinem Sohne in einen heftigen Streit. Der sich wie rasend geberdende Sohn vergaß sich soweit, daß er. wie wir in der „D. Ztg." lesen, das Messer ergriff und seinen leiblichen Vater nieder stach. Lebensgefährlich verletzt liegt der Vater darnieder.
Frankfurt a. M., 3. März. Heute früh zwischen 3 und 4 Uhr stürzte sich ein Liebespaar von der Zentralerstn bahnbrücke in den Main. Die Hüte der Leiden wurden am Ufer gefunden; sie waren mit einer Nadel zufammengesteckt, wohl um zu bekunden, daß die That mit beiderseitigem Ein- verstândniß begangen worden sei. Die Leichen wurden heute vormittags unterhalb der Eisenbahnbrücke gelandet. Die Na
Hanauer Anzeiger
men der Lebensmüden sind Anna Parnig aus StadUengSseld und Gg. Klitsch aus Cassel. Lei Beiden fanden sich nur sehr geringe Laarmitte! vor.
^ Seligenstadt, 3. März. Von einem schweren Schick saisschlage wurde die Familie des hiesigen Büegers Michael Guth heimg^sucht. Während vorletzter Nacht verschieden nämlich kurz nach einander deren beiden einzigen Kinder im Alter von 21 resp. 3 Monaten. Das ältere, ein Mädchen, erlag der Lungenentzündung und das jüngere, ein Bübchen, den Zahnkrämpfen. In einem gemeinsamen Sarge wurden die Kinder beute zur letzten Ruhe gebettet.
+ Hainftadt a. M., 3. März. In unserer friedlich stillen Gemeinde schwebt neuerdings eine Aussehen erregende Untersuchung wegen eines Verbrechens im Sinne der §§ 218 und 219. Die Staatsanwaltschaft vollzog bereits die nâhe- rm Nachforschungen. Verhaftungen wurden bis jetzt noch nicht angeordnet. Man glaubt, daß verschiedene Persönlichkeiten in die unsaubere Affaire verwickelt seien.
2 Mainflingen, 3. März. Die nahezu 80 jährige Ehefrau des früheren Bürgermeisters Schneider zu Albstadt stürzte sich während einer der letzten Nächte in selbstmörderischer Absicht in den Ziehbrunnen des dortigen Oekonomen Jung. Die Greisin wurde als Leiche aus dem nassen Grabe gezogen. Die nnglückselige That der Lebensmüden wurde nachweislich im Zustande geistiger Umnachtung begangen.
Vermischte Nachrichten.
Ein Giftmordprozetz nahm am Montag vor dem Schwurgericht in Verden a. d. A. seinen Anfang. Es handelt sich um die Hebamme Schmidt, die in Verdacht steht, in zahlreichen Fällen ihre nächsten Anverwandten mittelst Gift aus der Welt geschafft zu haben, die aber bis zum letzten Augenblick trotz der erdrückendsten Verdachtsmomente jede Schuld hartnäckig leugnet. Es sind nicht weniger als vier Morde und zwei Giftmordversuche, deren die Angeklagte dringend verdächtig erscheint, wenn bisher auch nur in drei Fällen die Ergebnisse der Untersuchung sich zu einer Anklage verdichtet haben. Der Prozeß begann mit der Verhandlung über die der Angeklagten zur Last gelegte versuchte Vergiftung ihres jetzigen Schwiegervaters, des Pensionärs Schmidt in Lehe. Die Angeklagte bestreitet die That, behauptet vielmehr, daß es möglich sei, daß der Schwiegervater selbst in Gemeinschaft mit der früheren Hebamme Kück, die er als Haus hälterin habe annehmen wollen, das Sublimat, welches im Kaffee gefunden ist, hineingethan habe, um sie (die Angeklagte) in Verdacht zu bringen. Es sind zu der Verhandlung im Ganzen 67 Zeugen und Sachverständige geladen, von denen diejenigen, die in Betreff des Vergiftungsversuchs Aussagen machen sönnen, zunächst vernommen wurden. Die meisten Zeugenaussagen sind lelastend für die Angeklagte, während ihrem Schwiegervater von allen Seiten das beste Leumundszeugniß ausgestellt wird. In der Dienstagssitzung wurde besonders über die Ermordung des ersten Ehemannes der Angeklagten, Kraflczhk, verhandelt. Gestern wurde das Urtheil gesprochen. Die Angeklagte wurde des Mordrs und Mordversuches schuldig befunden und zum Tode veru> theilt, sowie ferner zu 12 Irmen Zuchthaus, dauerndem Ehrverlust und Tragung der Kosten. Der Staatsanwalt hatte Todesstrafe, 15 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust beantragt. Die gestrige Verhandlung nahm dadurch eine überraschende Wendung, daß die Angeklagte an die Staatsanwaltschaft ein eigenhändiges Schreiben gerichtet hatte, worin sie die Absicht kund gab, gestehen zu wollen. Bei Beginn der Verhandlung gestand sie beide Mordthaten ein, leugnete jedoch ihre Schuld betreffs der übrigen, nicht unter Anklage gestellten Fälle.
P a t e n t - E r t h e i l u u g e tu
Nr. 91 786. Regelungsvorrichtung für Niederdruck- Dampfheizungen. — I. Heinrici in Frankfurt a. M., Schweizerstraße 48, vom 25. November 1895 ab. Kl. 24.
Nr. 91 683. Anzeigewerk mit Tastatur für Kontrolkassen, Zählwerke u. s. w. — R. Henning u. A. Kolbe in Frankfurt a. M., Zul 67, vom 21. April 1896 ab. Kl. 42
Nr. 91684. Elastisches Kurvenlineal mit Einstellung durch eine Schnur. — W. Rocken stein Offenbach a. M., Geleitstraße 38, vom 4. Juli 1896 ab. Kl. 42.
Auszüge aus dem Amtsblatt Königlicher ReßieruNg zu Sassel.
Oberdorfelden. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll da^ ic Grundbuchs von Oberdorfelden aus den Namen der Esefrau, jetzt Witwe des Ackermanns Wilhelm Lehr, Elisabeth, geb. Herrmann, in Oberdorfelden eingetragene, in der Gemarkung von Oberdorfelden belegene Grundstück am 25. März 1897, vormittags ^9 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgericht zu Wind ecken versteigert werden.
Schiffsbericht.
Der Dampfer „Phoenica" ist am 28. Februar, 8 Uhr morgens, wohlbehalten in New-Z)ork angeksmmen.
Hamburg, 28. Februar. Der Dampfer „Valencia" von der Hamburg-Amerika- Linie ist vorgestern in St. Thomas eingetroffen.
^t®^ 28. Februar. Der Dampfer des Norddeutscher Lloyd „Trave" ist vorgestern in New Hork eingetroffen.
New-Mork, 2. März. Der" Dampfer „Edüm* von der Niederländisch - Amerikanischen Dampfschifffahrts- Gesellschaft ist gestern h^ eingetroffen.
Drahtnachrichten des „Han. Anz."
Berlin, 4. März. Wie der „Börseirkurier" erfährt, ist die am hiesigen Hofe accreditirte serbische Gesandtschaft zum
4. März
Range einer Botschaft erhoben worden. Der bisherige Gesandte Mirza-Reza-Khan ist zum Botschafter designirt.
Berlin, 4. März. Die wirthschaftliche Vereinigung des Reichstages ist aus nächsten Montag Abend eurberufen worden, um über die Interpellationen in Betreff der Durchführung des Börsenreform-Gesetzes zu verhandeln.
Berlin, 4. März. Wie das „Berl. Tagebl." hört, machten sich in Athen gegenwärtig starke Familieneinflüsse geltend, um den König zum Nachgeben zu bewegen. Es würden die verschiedenartigsten Argumente ins Treffen geführt. Trotzdem wird in diplomatischen Kreisen wenig Hoffnung gehegt, daß Griechenland bereit sei, seine Streitkräfte von Kreta zurückzuberufen.
Hamburg, 4. März. Das ehemalige Gängeviertel in der Speckstraße, ein großer Gebäudekomplex, ist gestern Abend in Brand gerathen. Drei Wohnhäuser und ein Holzlager sind niedergebrannt.
Wien, 4. März. Am Samstag fand ein blutiges Säbelduell statt. Ein Student der Rechte schlug seinem Gegner das linke Auge aus. Die Polizei verhaftete gestern den Studenten sowie drei Sekundanten.
Wien, 4. März. Das „Neue Wiener Tageblatt" meldet aus Konstantinopel: Aus Armenien sind böse Nachrichten eingelaufen. Rußland verständigte die Pforte, daß die russischen Truppen Armenien sofort okkupiren, falls daselbst Unruhen ausbrächen.
Brüssel, 4. März. Heute wird der Abgeordnete Lorand die Regierung interpeKiren, ob sie geneigt sei, mit den kleinen europäischen Staaten und mit den Signatur-Mächten bezüglich der belgischen Neutralität und Unabhängigkeit Schiedsgerichtsverträge zu unterzeichnen.
Paris, 4. März. Die radikale sozialistische Presse fährt heute fort, die Ober-Kommandeure der sranMfchen Armee als unfähig zu bezeichnen. Der „Jntransigeant" sagt unter Anderem; Zahlreiche Offiziere bitten uns, unsern Feldzug gegen die Kommandeure der Armee fortzusetzen. Alsdann veröffentlicht das Blatt mehrere dieser Briefe, welche von einem Oberst, Hauptmann, General u. s. w. unterzeichnet sind. Ein aktiver General behandelt dieses Thema in einem 12 Seiten langen Briefe. Der General sagt, im Falle eines europäischen Krieges wird die französische Armee ohnmächtig sein, denn es ist eine Tollheit, die Tüchtigkeit unserer Armee nach dem Parade-Manöver zu beurtheilen, auf das man sich sechs Monate lang vorbereitet hat. Es ist eine Ungeheuerlichkeit, bas allerhöchste Kommando in den Händen eines 70jäârigen Generals zu belassen, dessen Fähigkeiten sich schon in Jahre 1870 gleich Null erwiesen haben.
Paris, 4. März. Die französische Regierung, welche der Expedition des Prinzen Heinrich von Orleans nach Afrika feindlich gegenübersteht, soll dem Forscher große Schwierigkeiten in Afrika bereiten. Die royalistische Presse macht deshalb im Voraus die Regierung für eine eventuelle Katastrophe verantwortlich.
Paris, 4. März. Ueber die franko russische Allianz äußert sich der „Figaro": Wir haben mit unserer Geheim- thuerei unrecht. In Petersburg weiß es und sagt es Jedermann, die Allianz habe zum Zweck, die Aufrechterhaltung des Friedens, welcher nach der Unabhängigkeit das größte Glück ist. Im Falle eines Angriffes gegen Frankreich oder Rußland würden die beiden Länder ihre Truppen gegen die oder den Angreifer in das Feld schicken.
LsndoM, 4. März. Bei dem gestrigen Wochen Empfang des diplomatischen Korps hatte Lord Salisbury Konferenzen mit dem deutschen, französischen, österreichischen, italienischen und türkischen Boischafter über die Lage im Orient. Der Ministerpräsident drängte unter Hinweis auf die revoltiren- den türkischen Gendarmen abermals auf Zurückziehung der türkischen Truppen aus Kreta. Der deutsche Botschafter, Graf Hatzfeld, soll seine Zustimmung hierzu verweigert haben.
Athen, 4. März. Das Ultimatum der Mächte hat hier einen ungemein tiefen Eindruck bervorgerufen. Ueber den Entschluß der Regierung verlautet, daß Griechenland bei den Mächten den Antrag auf Verlängerung der Frist zu stellen und nach Ablauf derselben der Türkei den Krieg zu erklären beabsichtige, welchen man für unvermeidlich hält.
Ksnsiantènops!, 4. März. Die Zustände in den türkischen Geboten, welche von den Truppen verlassen worden sind, flößen wegen der hierdurch zu A-afreizungen geg^n die Christen ermutigten Mohamedaner fortgesetzt große Besorgniß ein, weshalb die Botschafter nochmals Kollektivschritte bei der Pforte unternommen haben, um sie für etwaige Unruhen verantwortlich zu machen. __________________ "
* Lebensvcrftcherrrngs- und Erfparnitzbank in Stuttgart. Der Neuzugang von Versicherungsanträgen im vergangenen Jahre hat wieder gewaltige Fortschritte gemacht. Er beläuft sich auf 55,7 Millionen Mark. Verglichen mit dem Zugang, wie er noch vor 5 Jahren war, bedeutet das eine Steigerung um mehr als 20 Millionen. Zur Aufnahme kamen 45,4 Millionen Mark. Durch Tod wurden zahlbar 5,i Millionen Mark, d. i. um 397 000 Mark weniger als 1895. Die Sterblichkeit war also eine auffallend günstige. Der vorzeitige Abgang durch Kündigung, mangels Prämienzahlung rc., betrug in der Abtheilung für Todesfallversiche- rung nur O,95°/o der im Laufe des Jahres versichert gewesenen Summen; damit ist der niedere Satz von l,O7°/o in 1895 noch unterboten worden, ein äußerst günstiges Zeichen für die Stabilität des Versicherungsbestands. Nach Abzug der erloschenen Verstcherungen verbleibt der Bank Ende 1896 ein Reinzuwachs von 33,2 Millionen, d. i. mehr als das Doppelte von dem vor 10 Jahren noch erzielten Reinzuwachs. Der Gesammtversicherungsstand stellt sich Ende 1896 auf 84 600 Policen, 74 647 Personen und 479,6 Millionen Ver- stcherungskapital. Ueber die finanziellen Resultate werden wir später, wenn die Abschlußarbeiten beendigt sind, berichten.