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2. März

Hanauer Anzeiger

Leite 3

gingen durch und schleuderten den Stangenreiter, einen Artilleriste,:, gegen einen Laternenpfahl. Der unglückliche Mann wurde todt vom Platze weggetragen.

Offenbach, 1. März. Die Kaiser-Friedrichquelle ist in dem heute Vormittag abgehaltenen Versteigerungstermin von Herrn Kommerzienrath Steinhäuser um den Preis von 500 000 Mark erstanden worden. Der neue Termin hat also einen um rund 100 000 Mark höheren Preis ergeben als der frühere Termin, dessen Höchstgebot nicht genehmigt worden war.

Worms, 27. Februar. Unter dem Vorsitz des Herrn Geh. Oberschulrath Soldan fand heute im Gymnasium die Reifeprüfung statt. Sämmtliche 12 Abiturienten bestanden (5 davon unter Befreiung von bei mündlichen Prüfung), ebenso Fräulein Kehr, die sich der Prüfung mit den Gymnasiasten zusammen unterzogen hatte und die sich den: Studium der Medizin widmen will.

)?( Sabenhausen, 1. März. In unserer Nachbär- gemernde Schaafheim ereignete sich vorgestern ein grauenhafter Unglücksfall. Der 29jâdrige verheirathete Wagnermeister Hörsw war nämlich mit der Bearbeitung einer Wagendeichsel beschäftigt. Dabei sprang ihm das Handbeil ab und trennte die linke Hand vollständig vom Unterarm- Der Verunglückte wurde in bewußrlosem Zusta de von seiner jungen Frau auf­gefunden. Erst kürzlich verlor der Bedauecnswerthe seine Mutter und feine Schwester. Letztere wurde von einem jähen Tode überrascht.

(;) Mainflingen, 1. März. Das 18 Monate alte Söhnchen eines hiesigen Gastwirtyes fiel heute Vormittag in einem unbewachten Augenblick an den geheizten Ofen des GastzemmerS und erlitt entsetzliche Brandwunden, namentlich an der rechten Hand. In neuerer Zeit wird hier in den Gärten aUe; M Unfug durch Aushängen der Gartenthüren verübt. Jetzt wurden sogar Herrn Bürgermeister Grimm mehrere Rosenstöcke total abgeschnitten. Den Thätern soll man aus der Spur sein.

Vermischte Nachrichten.

Allgemeiner Deutscher Versicherungs-Verein in Stuttgart. Ueber eine besondere Auszeichnung, welche diesem Institut widerfahren ist, berichten die Stuttgarter Tagesblätter vom 17. Februar b. Js. unter der Rubrik Hofnachrichten" wie folgt:Nachmittags begaben sich Se. Majestät in Begleitung des Generaladjutanten und des dienst­thuenden Flügelakjutanten nach dem Institut des Allge­meinen Teutschen Versicherungs Vereins dahier zu eingehender Besichtigung desselben. Am Eingang wurden Allerhöchst- dieselben vom Vorstand der militärischen Abtheilung, Oberst z. D. v. Baur, und Generaldirektor Molt empfangen uns in das Zimmer der Generaldirektion geleitet, wo der ge- sammte Verwaltungsrath versammelt war. Der Vorsitzende desselben, Kaufmann E. Mittler, hielt eine Ansprache, worauf sämmtliche Herren des Verwallungsraths oorgestellt wurden. Alsoann machte der König einen Rundgang durch sämmtliche Räume, der über eine Stunde dauerte, und nahm hierauf in den Räumen der Generaldirekuon mit den Mitgliedern des Verwaltungsraths einen von diesem angebotenen Imbiß ein. Dabei brachte der Rechtsrath des Vereins, Rechtsan­walt Karl Schott, einen Toast auf Seine Majestät den König auS, worauf Allerhöchstderselbe mit den besten Wünschen für das Institut erwiderte und die Verleihung deS Kommerzien- rathstttels an Generaldirektor Molt verkündigte. Nachdem der Singchor der Beamten noch ein Ständchen gebracht hatte, verabschiedeten sich Seine Majestät unter dem Aus­druck des Dankes und der Befriedigung über das Gesehene und Gehörte."

Die Gertheilung der Belohnung von 5000 Mark, welche von dem Berliner Anwaltsverein für die Ergreifung der reiven Mörder des Justrzrarhs Levy ausgesetzt worden war, sowie derjenigen von 500 Mark, welche die Hinterblie­benen des Ermordeten ausgesetzt hatten, ist, wie Berliner Blätter melden, nun erfolgt. Darnach erhält der Gendarm Wickert, welchem in Zellerfeld im Harz die Ergreifung des Bruno Werner gelang, 2500 Mark, während die gleiche Summe an die beiden Personen zur Vertheilung gelangen sollte, welche die Ergreifung des Willy Grosse ermöglicht ha­ben, nämlich an Dr. Rubinstein und den Bruder des Mör­ders, Posthülfsboten Karl Grosse. Dr. Rubinstein hat seine Rechte an die Sanitätswache abgetreten; ebenfalls 1250 Mark erhält Karl Grosse. Die restlichen 500 Mark gelangen in kleineren Summen an die übrigen bei der Ergreifung bethei- ligten Personen zur Pertheilung.

Wie viele Sprachen werden auf der Erde gesprochen? Nach den statistischen Erhebungen eines be­deutenden englischen Ethnographen werden thatsächlich nur 335 Sprachen auf der ganzen Erdoberfläche gesprochen. Diese Feststellung tritt dem vielfach verbreiteten Märchen vonTau­senden" von Sprachen entgegen, obgleich dabei über tausend Jviome" zugegeben werden, wenn eS sich umDialekte" oder Sprachabstufungen handelt. Die genannte Anzahl von 335 Sprachen theilt sich in zwölf Gruppen: die Sprachen der Papuas mit zwei, die der Hottentotten mit vier, die der Kaffern mit 25; die Negerstämme weisen eine Zahl von 58 und die Must alter von 110 Sprachen auf. Malayen und Polynesier haben 36 und die Mangolen 59 Sprachen. In den Nordpolarländern gibt es nur 8, und die Urstâmme Amerikas sprechen nur 16 Sprachen. Numidien steht mit 10 und Altindien mit ebenso vielen auf der statistischen Tafel, während wir Europäer mit Einschluß der persischen, bindoftanischen, hebräischen, altgriechischen und lateinischen Sprachen im Ganzen 88gesprochene Sprachen" besitzen.

Soll man frisches Mauerwerk künstlich èrock-

nen? Tas Bestreben, Neubauten möglichst schnell fertig zu

stellen, hat zu der Gewohnheit geführt, die Austrocknung des frischen Mauerwerks durch künstliche Zuführung von Wärme zu beschleunigen, und in der That steht man wohl in allen Neubauten die bekannten kleinen Oefen Tag und Nacht bren- nm. Die Austrocknung geht allerdings hierdurch schnell von Stätten, aber das ist für den Bau kein Vortheil, sogar ein großer Nachtheil. Das, was im Mauerwerk die Steine fest Zusammenhalt, ist kein reiner, sondern kohlensaurer Kalk. Dieser bildet sich erst aus dem gelöschten Kalk, mit dem ge­mauert wird, und zwar geht die Umwandlung des reinen Kalks in kohlensauren Kalk nur unter Anwesenheit von Wasser vor sich und bedarf einer ziemlich großen Zeit. Entzieht man nun dem Mauerwerk das Wasser schnell, w ist der Kalk nicht im Stande, sich in den steinharten, kohlensauren Kalk zu ver­wandeln, es bildet sich vielmehr zwischen den Ziegeln ein pröckeliges Pulver, das dem ganzen Bauwerk durchaus nicht die nöthige Sicherheit und Festigkeit verleiht.

Am Stammtisch unterhielten sich gemüthlich einige gute Freunde. Jeder gab einen Witz zum Besten, nur Dr. X.. der sonst als Haupt-Pfiffikus galt, verhielt sich ruhig. Plötz­lich räuspert er sich,--'was Neues! meine Herren: Wer nennt mir ein Substantiv, das man konjugieren kann? Allgemeines Stillschweigen; selbst der Gymnastaldirekior, der sonst nicht leicht zugeben wollte, daß unter dem Monde etwas unmöglich sei, schüttelte bedenklich den Kopf. Dr. X. aber konjugiert mit vergnügter Miene:

Mag i Suppenwürze, Magst du Suppenwürze, Mag er Suppenwürze.

Marktberichte.

Frankfurt a. M., 1. März. Der heutige Viehmarkt war mit 140 Ochsen, 31 Bullen, 591 Kühen, Rindern und Stieren, 269 Käl­bern, 240 Hämmeln, 1227 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qualität Mk. 6064, 2. Qualität Mk. 49 bis 55, Bullen 1. Qualität Mk. 5052, 2. Qualität Mk. 4648, Kühe, Rinder und Stiere 1. Qualität Mk. 4550, 2. Qualität Mk. 3843. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber 1. Qualität 6268 Pf., 2. Qualität 5055 Pfg., Hämmel 1. Qualität 5658 Pf., 2. Qualität 4250 Pf., Schweine 1. Qualität 5455 Pf., 2 Qualität 5253 Pf. Alles per V« Kilo Schlachtgewicht.

Frankfurt a. M., 1. März. Es notiren nach Qualität: Weizen, hiesiger und Wetterauer Mk. 16.5016,70, kurhessischer Mk. 16.1016.30, norddeutscher Mk. 16.10-16.30, russischer Mk. 17.75 bi? 19, Redwinter Mk.. , Laplata Mk. 18.751^.25, Rumänischer Mk 18-19.25. Roggen, hiesiger Mk. 1313 25, Pfälzer Mk. 13.1013.35, russischer Mk. 1313 70. Gerste, hiesige 14.50 bis 15.50, Pfälzer Mk. 14.50-15.50, fränkische Mk. -.-, Riedgerste Rik. 15.5016.25, ungar. Mk 16.75lx. Hafer, hiesiger Mk. 1213, Württemberger., bayerischer Mk. 1213.50, russischer Mk. 13.7515.50, Mais, mixed Mk. 8.608.70, Laplata Mk. 8-9. Alles per 100 Kilo netto effektiv loco hier. Mehl etwas nachgebend. Es notirt nach Qualität: Weizenmehl hiesiges Nr. 0 Mk. 26 5027, feinere Marken Mk.2829, Nr. 1 Mk. 24.5025.50, feinere Marken Mk. 26-27, Nr. ! Mk. 23-23.50, feinere Marken Mk. 2424.50, Nr. 3 Mk. 21.5022, feinere Marken Mk. 22.50-23, Nr. 4 Mk. 1919 50, fernere Mk. 2021. Roggenmehl, hiesiges Nr. 0 Mk. 20.7521.75, Nr. 1 Mk. 17.75-18.75, Nr. 2 Mk. 14.25 bis 14.75. Alles per 100 Kilo inkl. Sack loco hier. Futter­artikel lebhafter. Es notiren: Weizenschalen Mk. 4.254.50, Wei­zenkleie Mk. 4.104.35, Roggenkleie Mk. 4.654.75, Futtermehl Mk. 67, Biertreber, getrocknet Mk. 4 755.15 je nach Qualität. Alles per 50 Kilo netto effektiv loco hier.

Berlin, 1. März. Weizen Mai 167.50. Roggen Mai 122.50, do. Juli.. Rüböl loko 56., do. Mai 56.. Hafer Mai 129., to. Juni.. Petrol..um loko 22.. Roggenmehl Mai 16.30.

Wien, 1. März. Weizen Mai-Juni., Weizen Frühjahr 8.17. Roggen Mai-Juni., Roggen Frühjavr 6.86. Hafer Mai-Juni., Hafer Frühjahr 6.39. Mais Mai-Juni 4.15, Reps neuer 11.30.

Budapest, 1. März. Weizen Herbst 7.83. Hafer Herdst 6.. Mai? Septbr. 3.80. Reps neu 10.05.

Magdeburg, 1. März. Kornzucker exkl. von 92 pCt.., neue., Kornzucker exkl 88 pCt. Rendement 9.509.65, neue --, Nachprodukte exkl. 75 pCt. Rendement 77.60. Schwach. Brodraffinade I. 23.25, Brodraffinade II. 23, G. Raffinade mit Faß 22.7523.50, Gem. Melis I. mit Faß 22.25. Ruhig. Roh­zucker I. Produkt Transito f. a. B. Hamburg per März 9.75 G. 9.75 Br., per April 9.80 G. 9.85 Br., per Mai 9.90 G. 9.95 Br., per Juli 9.95 G. 10.- Br., per August 10.10 G. 10.15 Br. Matt eröffnend, später stetiger.

Verloofnngen.

Bayerische 100 Thlr.-Loose vom Jahre 1866. Ziehung am 1. Februar 1897. Gezogene Serien: Nr. 36 56 116 123 124 140 173 193 218 221 226 242 264 317 343

352 356 359 367 369 466 526 573 613 659 675 752

787 801 819 835 864 879 892 896 899 918 923 925

944 959 1004 1018 1031 1056 1109 1153 1157 1158

1163 1206 1210 1217 1258 1267 1347 1350 1396

1415 1416 1443 1483 1522 1559 1571 1620 1663

1713 1724 1727 1756 1784 1803 1896 1897 J900 2007 2054 2103 2144 2182 2211 2237 2252 2262 2298 2378 2384 2393 2396 2397 2414 2446 2495 2505 2563 2599 2603 2648 2660 2664 2714 2715

2787 2792 2831 2874 2878 2915 2944 2966 2985

3011 3042 3076 3181. Die Prämienziehung findet am 1. Mai statt. (Ohne Gew.)

Gebrauchs-Muster.

Nr. Nr. 69 627. Einen Fußball darstellender Geld-oder Tabacksbeutel. M. Gunzenhäuser u. Co. in Frankfurt a. M., 21. Oktober 1896 ab. G. 3499. Kl. 33.

Nr. 69 671. Zusammenklappbarer Waschtisch mit Fuß­platte. Wächtersbacher Sägewerk in Neuenschmidten b. Wächtersbach, vom 23. Januar 1897 ab. W. 5012. Kl. 34.

Nr. 69 614. Urometer mit Gewichten zum zentrischen Aussetzern Martin Wallach Nachfolger in Cassel, vom 23. Januar 1897 ab. W. 5008. Kl. 42.

Drahtnachrichten desHan. Anz."

Berlin, 2. März. DieNordd. Allg. Ztg." meldet aus Wien: Die Athener Gesandten wurden beauftragt, den Text der Note feftzustellen, welcher den Kabinetten der Mächte zur Begutachtung übermittel: uns worauf derselbe der grie­chischen Regierung überreicht werden solle. Es tritt also eine neuerliche Verzögerung ein, offenbar in der Absicht, Griechen­land zum Einlenken Zeit zu lassen. Die größte Schwierigkeit bereitet die Frage, wie im Falle des fortgesetzten Wlderstandes Griechenlands die Räumung Kretas herbeigeführt werden soll.

Wien, 2. März. Der Korrespondent oerNeuen Freien Presse" in Canea hatte Gelegenheit, mit den hervorragenden Scheits und Führern der Muselmänner zu sprechen. Die­selben erklärten sämmtlich, sie würden glücklich sein, wenn Kreta unter das Protektorat einer europäischen Großmacht käme. Im Falle einer Vereinigung Kretas mit Griechenland würden sie bis zum Aeußersten kämpfen oder auswandern. Ein friedliches Zusammenleben beider Elemente unter direkter griechischer Herrschaft wäre unmöglich.

Prag, 2. März. Das halbamtliche Prager Abendblatt dementirt kategorisch alle Gerüchte über militärische Vorkeh­rungen Oesterreichs.

Rom, 2. März. Einer Petersburger Meldung zufolge ist am russischen Hofe ein tiefgehender Zwiespalt ausgebrochen. Die Kaiserin-Mutter machte Murawjew heftige Vorwürfe wegen der griechenfeindlichen Politik. Sie erklärte, sie werde den Petersburger Hof verlassen und sich nach Kopenhagen begeben.

Venedig, 2. März. Auf der Station Westro der Linie Mailand verschwand ein Postbeutel mit Werthbriefen von über 200 000 Lire.

Mailand, 2. März. DerSecolo" veröffentlicht einen heftigen Artikel gegen Crispi. Das radikale Blatt erklärt, Crispi mache vergebliche Anstrengungen, um durch seine Lym- pvthiebezeugungen für Griechenland wieder zur Volksrhümlich- keit zu gelangen.

Paris, 2. März. DerGaulois" veröffentlicht eine Depesche aus Sofia, der zufolge Jrzet Bey, der vertrauteste Berather des Sultans, Befehl erhalten hat, Reformen in die Wege zu leiten, welche viel liberaler sind, als seitens der Mächte gehofft wird.

Paris, 2. März. Der Korrespondent desEclair" tele- graphirte aus Kanea, daß die Zahl der in Silia umgekomme­nen Miibamedaner 725 betrage.

Paris, 2. März. Der Gouverneur der Insel Kreta erklärte dem Berichterstatter desEclair" das Schicksal der Insel sei schon jetzt insofern festgestellt, als der Sultan der Autonomie der Insel bereitwilligst zugestimmt habe. Ismail Bey sagte, Berowitsch Pascha habe in feiger Weile feinen Posten verlassen und sei deshalb ein Deserteur.

Brüffel, 2. März. Gestern brach unerwartet ein Generalstreik der hiesigen Gasarbeiter aus. Dieselben fordern den Achtstundentag und eine 2O°/oige Lohnerhöhung. Der Ausstand ist allem Anschein nach von den sozialistischen Ge­meinderäthen angefacht worden. Die Polizei hält die Gas­anstalt besetzt, weil die Ausständigen eine drohende Haltung annehmen. Gestern versammelten sich die Ausständigen in ihrem Vereinslokal, woselbst mehrere sozialistische Redner auftraten und die Ausständischen zum Ausharren und zur Ruhe aufforderten. Die Versammlung nahm eine dahin­gehende Resolution an. Im Brüsseler Gemeinderath werden die Sozialisten eine Interpellation hierüber einbringen und den Gemeinderath aufforbern, den Streikenden einen Minimal- lohn von 4 Francs pro Tag zu bewilligen.

London, 2. März. Der deutsche und französische Bot­schafter hatten gestern eine längere Konferenz mit Lord Salis­bury über die Abänderungen im Texte der Kollrklivnoten. Salisbmy, welcher verlangte, daß die Note an Griechenland, sowie diejenige an die Türkei eine Verschärfung erhalten solle, gab schließlich dem entschiedenen festen Auftreten des deutschen Bot chafters nach. Man glaubt, die jetzt erzielte Verständigung sei eine endgültge. D'e Ueberreichung der Noten wird un­mittelbar erwartet.

Cettinjje, 2. März. Der Fürst unterhandelte in letzter Zeit mit beu Führern der griechisch-albanesischen Stämme, wie es heißt, weil sich der Fürst für künftige Eventualitäten deren Unterstützung fickens will.

Sofia, 2. März. Swoboda berichtet über starke Geh­rungen unter der muhamedanischen Bevölkerung, besonders in den Bezirken von Silistria, Burgas u. f. w., wo die Be­völkerung durch aus Constantinopel gekommene Doftas aus­gehetzt wird.

Serajewo, 2. März. Die türkischen Truppen in den Grenzbezirken sind abniarschirt. Nur einzelne kleine Detache­ments bleiben zurück.

Athen, 2. März. In der Deputirtenkammer antwortete Delyannis auf die Interpellation betreffend Kreta, die Re­gierung thue ihre Pflicht, gegen das Bombardement von Akertiris wurde prott ftht. Darauf wurde der Regierung ein Vei trauensvot^m ertheilt.

Kandia, 2. März. V-rkleidere Türken töDteten bei dem Dorfe Archanas vier Christen. Die Insurgenten prorestirren bei den Konsulaten wegen dieses Bruches deS Waffen­stillstandes.

Kanea, 2. März. Griechische Truppen haben das Fort Stavros im Bezirke Meliuo erstürmt. Unter der Bevölkerung herrscht große Aufregung.

'sichteten^

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