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bei tcr, Fürst oder Herr wenn mir nur geholfen wird in diesem Gebiete!"

Diese Mahnung erinnert an die Königsberger Worte, an die Sedanrede und an andere denkwürdige Aufrufe an das Gewissen des Volkes. Aufs neue tritt der Kaiser der Nation mit der Mahnung entgegen, die Socialde­mokratie in ihrer ganzen Gefährlichkeit zu erkennen. Dabei übermannt ihn die frische Erinnerung an die Verun­glimpfung, welche das Andenken unsers ersten Kaisers auch jetzt wieder durch die Umstürzler erlitten hat. Hoffentlich wird der Ernst des uns aufgenöthigten Kampfes in den weitesten Kreisen ganz erfaßt und gewürigt werden. Ueber die Formen, in denen der Kampf gegen die Sozial­demokratie geführt werden foll, haben wir heule nickt zu reckten. Darauf allein kommt es an, daß wir Deutschen uns immer mehr bewußt werden, welche köstlichen Güter uns unser Heldenkaiser errungen hat, und daß sie g-gen den innern Feind nicht minder vertheidigt werden müssen, wie sie nach außen geschützt sein wollen.

Die Rede des Kaisers auf dem branvenburgifchen Landtage.

In dem renovirten großen Saal des englischen Hauses in der Mohrenstraße zu Berlin hat ein Diner, wie es der Staatsminister Oberpiäsident Dr. von Achenbach den Mit" gliedern des Provuiziaüandtages der Provinz Brandenburg alljährlich gibt, stattgesunden. Der Kaiser beehrte dasselbe, wie alljährlich, durch seinen Besuch. Während der Tafel er­hob fick ter Staatsminister Oberpräsident Dr. v. Achenbach zu einer Rede, in welcher er darauf hinwies, daß die Brandenburger immer der Fahne der Hohenzollern gefolgt wären. Le. Majestät der Kaiser habe vor zwei Jahren in Italien am Grabe des Hohenstaufen Friedrich II. gestanden, dessen Inschrift laute:Hic einig, ubique fama. Das passe auch auf die Vor fahren Sr. Majestät:Hier ihre Asche, überall ihr Ruhm". Als würdiger Nachfolger der­selben Late sich unser Kaiser die Aufgabe gestellt, seinem Lande den Frieden zu erhalten. Diele Aufgabe habe er zu erfüllen gewußt, bis in die letzten Tage. Die soziale Gesetz­gebung habe er bis zu einem gewissen Abschlusse gebracht, vor allem jedoch sei nun das deutsche Volk unter dem bürger­lichen Gesetzbuch geeinigt worden. Auf dem Gebiete der Kirche wirke Se. Maj-stät mit seiner hohen Gemahlin ge­meinsam. Das wichtigste Gewerbe leide Noth; aber auch hier leben wir unseren Kaiser tagtäglich von früh bis fpât auf die Rettung desfelben denken. Der Redner schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf Se. Majestät. Der Kaiser antwortete alsbald hie auf mit folgendem Trinkspruche:

In herrlichem, bilderreichen Schwung hat soeben der Herr Ober-Präsident in Ihrem Namen Ihre Huldigung Mir entgegengebracht, und kann Ich nur von ganzem Herzen und tiefgerührt dafür danken.

Ich komme eben aus der alten märkischen Haide, wo Ich umrauscht war von den alten märkischen Kiefern und Eichen, zu ihrem lebendigen Ebenbild, zu den märkischen Männern, und Ich freue Mich, wieder ein paar ^tunben unter Ihnen zubringen zu können; denn der Verkehr mit den Söhnen der Mark ist für Mich stets wie ein neubeleb.nder Trank. Was die märkischen Eichen und Kiefern mir vor- gerausckt haben, das hat in sinniger Weise soeben der Herr Ober-Präsident erwähnt. Mit hohem Rechte haben Sie speziell Meines Hcchseligen Herrn Großvaters erwähnt, Mein lieber Achenbach. Unser heutiges Fest, wie auch die ganze Zeit, sieben sie doch schon unter dem aufgehenden Frühroth des anbrechenden Morgens, des hundertjährigen Geburtstages dieses Hohen Herrn. Da wird der Blick eines Jeden von Ihnen zurücksckweisen in die Vergangenheit.

Grimm die deutsche Alterthumskunte neu geschaffen, Ranke baute in kühnen Würfen eine neue Geschichte auf. Unbe­kannte Völker traten in den Gesichtskreis der Wissenschaft, die bekannten erschienen in neuem Lichte, die ganze Ver gangenheit der Menschheit schien jetzt erst Form und Sprache zu gewinnen. Solche Einflüsse bilden die Männer und wie heute die Naturwissenschaften zahlreiche Tanlente an sich ziehen, so war es damals das geschichtliche Leben, das die empfäng­lichen ©erster unwiderstehlich fesselte.

So war es denn kein Wun er, daß der junge Göttinger Student der Rechte seine Interessen den historischen Wissen­schaften zuwandte. Der gründliche Georg Waitz, der geist­volle Ernst Curtius leiteten ihn und der Kunsthistoriker Unger führt ihn zuerst der egyptischen Kunst nahe. Das entschied über Ebers Geschick und in Berlin widmete er sich dem Studium der orientalischen und der egyptischen Philologie. Aber er trieb die Studien nach eigener Art und Neigung. Er hatte nicht das Zeug zu einem jener Philologen, denen die Korrektheit des Buchstabens und Textes das Höchste ist. Er wollte Leben aus dem Todten ziehen, das kulturgeschichtliche Bild sich zur Anschauung bringen. Wissen und mit dem geistigen Auge sehen wollte er, unter welchen Bedingungen, in welchen Formen und mit welchen Interessen die Menschen jener weit entfernten Perioden gelebt hatten, wollte die krausen Hiro- glyphen als die Sprache altegyptischen Lebens wahrhaft lesen und ent^ffern. Wer auf Ebers wissenschaftliche Thätigkeit einen mehr als oberflächlichen Blick wirft, bemerkt dies Bestreben deut­lich. Hier sei nur an zwei seiner Hauptarbeiten erinnert. In einem leider unvollendet gebliebenen WerkeEgypten und die Bücher Mose's", behandelt Ebers jene Hykfonsperiode, die für das Verständniß der Genesis so bedeutsam ist. Da ruhtdenn, rote Gosche hervorgehoben hat, das Schwergewicht auf der urkundlichen Darstellung des Lebens dieser Zell, die sich bis auf die kleinlichen bürgerlichen Verrichtungen und

Hanauer Anzeiger

Denken wir zurück in der Geschichte: Was ist das alte Deutsche Reich gewesen! Wie hrben so oft einzelne Theile desselben gestrebt und gearbeitet, zusammen zu kommen zu einem einzigen Ganzen, um theils für das große Ganze er­sprießlich zu wirken, theils um den Schutz des gesummten Staats gegen äußere Eingriffe zu ermöglichen. Es ist nicht gegangen: Das alte Deutsche Reich wurde verfolgt von außen, von seinen Nachbarn- und von innen durch seine Parteiungen. Der Einzige, dem es gelang, gewissermaßen das Land einmal zusammen zu fassen, das war der Kaiser Friedrich Barbarossa. Ihm dankt das deutsche Volk noch heute dafür. Seit der Zeit verfiel unser Vaterland, und es schien, als ob niemals der Mann kommen sollte, der im Stande wäre, dasselbe wieder zusammen zu fügen. Die Vor­sehung schuf sich dieses Instrument und suchte sich aus den Herrn, den wir als den ersten großen Kaiser des neuen Deutschen Reiches begrüßen konnten. Wir können ihn ver­folgen, wie er langsam heranreifte von der schweren Zeit der Prüfung bis zu dem Zeitpunkt, wo er als fertiger Mann, dem Greisenalter nahe, zur Arbeit berufen wurde, sich Jahre lang auf seinen Beruf vorbereitend, die großen Gedanken bereits in seinem Haupte fertig, die es ihm ermöglichen sollten, das Reich wieder erstehen zu lassen. Wir sehen, wie er zuerst sein Heer stellt aus den dinghasten Bauernsöhnen seiner Provinzen, sie zusammenreiht zu einer kräftigen, waffen­glänzenden Schaar; wir sehen, wie es ihm gelingt, mit dem Heer allmählich eine Vormacht in Deutschland zu werden und Brandenburg-Preußen an die führende Stelle zu setzen. Und als dies erreicht war, kam der Moment, wo er das gesammte Vaterland aufrief und auf dem Schlachtfeld der Gegner Einigung herbeiführte. Meine Herren, wenn der hohe Herr im Mittelalter gelebt hätte, er wäre heilig gesprochen, und Pilgerzüge aus allen Ländern wären hingezogen, um an seinen Gebeinen Gtbete zu verrichten. Gott sei Dank, das ist auch heute noch so! Seines Grabes Thür steht offen, alltäglich wandern die treuen Unterthanen dahin und führen ihre Kinder hin, Fremde gehen hin, um sich des Anblicks dieses herrlichen Greises und seiner Standbilder zu er­freuen.

Wer aber, meine Herren, werden besonders stolz sein auf diesen gewaltigen Mann, dics.n großen Herrn, da Er ein Sohn der Mark war. Daß Gott sich einen Märker aus­gesucht hat, das muß etwas besonderes bedeuten, und Ich hoffe, daß es der Mark vorbehalten sein wird, auch fernerhin für des Reiches Wohl zu sorgen. Zusammengefügt wie Eins ist das Hohenzollern'sche Haus und die Mark, und aus der Mark stammen und in der Mark wurzeln die Fäden unserer Kraft und unseres Wirkens. So lange der märkische Bauer noch zu Uns steht und Wir besten gewiß sein können, daß die Mark Unserer Arbeit entgegen kommt und Uns hilft, wird kein Hohrnzoller on seiner Ausgabe verzweifeln. Schwer genug ist sie, und schwer wird sie ihm gemacht: Ich meine eine Ausgabe für uns Alle, mögen wir sein, wer und wo wir wollen. Zu dieser Aufgabe ruft uns das Andenken an Kaiser Wihelm den Großen, und in dieser wollen wir uns um ihn, um sein Andenken schaaren, wie die Spanier einst um den alten Cid. Diese Aufgabe, die uns Allen aufgebürdet wird, die wir Ihm gegenüber verpflichtet sind zu übernehmen, ist der Kampf gegen den Umsturz mit allen Mitteln, die uns zu Gebote stehen. Diejenige Partei, die wagt, die staat­lichen Grundlagen anzugreifen, die gegen die Religion sich erhebt und selbst nicht vor der Person des Allerhöchsten Herrn Halt macht, muß überwunden werden. Ich werde Mich freuen, jedes Mannes Hand in der Meinen zu wissen, sei er Arbeiter, Fürst oder Herr wenn Mir nur geholfen wird in diesem Gefechte! Und das Gefecht können wir nur siegreich durchführen, wenn wir uns immerdar des Mannes erinnern, dem wir unser Vaterland, das Deutsche Reich, ver­

Gebräuche, wie Backen, Weinlrinken, Traumdeutung u. dgl. m. erstreckt.

Noch schärfer vielleicht tritt diese Eingenart bei einer von Hause aus so rein philologischen Arbeit, wie der Herausgabe des von demGelehrten entdeckten und nach ihm benannten Papyrus Ebers" hervor. Dies Dokument enthält zunächst nur ein Kompendium der egyptischen Medizin im 16. Jahr­hundert v. Chr. ; aber unter den Händen des Bearbeiters entfaltet sich ein Kulturgemälde der Wissenschaft und Forschung der Priesterkasle und ihres Treibens, des Glaubens und Aberglaubens jenes ganzen Zeitalters.

Und hier stehen wir sogleich an der Wurzel der Ebers'schen Dichtung.

Wenn Gustav Freytag dem ersten Theile seinerAhnen" das Wort vorausschickt:Dies Buch will Poesie enthalten, und gar nicht Kulturgeschichte", so müßte das Motto für Ebers Roman lauten:Diese Bücher wollen Kulturgeschichte und Poesie enthalten". Ja, sein erster Roman, dieEgyp- tische Königstochter", gab sich geradezu als ein Halbwissen schaftliches Werk. Es war mit einer schweren Last von An­merkungen, die oft in knappster Form die Resultate eigener Forschung gaben, behängt; er legte auf die Treue der historischen Schilderung auf Kosten der freien dichterischen Erfindung und Entwickelung Gewicht; er schien mit einem Worte seine Aufgabe in einer treuen Veranschaulichung wissen­schaftlicher Forschungsergebnisfe zu sehen. War es insofern ein Zwitterding zwischen Wissenschaft und Dichtung, so wies doch bereits hier vieles auf eine entschiedene dichterische Dar­stellungskraft hin. Wie waren die verblichenen Gestalten des fröhlichen, klugen Amasis, des despotischen Kambyses, des finsteren Psammetich mit festen Schrichen lebendig gezeichnet! Wie charakteristisch hob sich die Eigenart der verschiedenen Völker voneinander ab: das heiter-schöne Griechenthum, das zeremonielle Egypterthum, das noch unverbildete ritter-

1. März

danken, in dessen Nähe durch Gottes Fügung so mancher brave, tüchtige Rathgeber war, der die Ehre hatte, seine Ge­danken aussühren zu dürfen, die aber alle Werkzeuge seines erhabenen «Wollens waren, erfüllt von dem Geiste dieses er­habenen Kaisers. Dann werden wir richtig wirken und im Kampfe nicht Nachlassen, um unser Land von dieser Krank­heit zu befreieen, die nicht nur unser Volk durchseucht, sondern auch das Familienleben, vor allen Dingen aber das Heiligste, was wir Deutsche kennen, die Stellung der Frau, zu er­schüttern trachtet. So hoffe Ich Meine Märker um mich zu sehen, wenn sich die Flammenzeichen enthüllen, und in diesem Sinne rufe Ich; Die Mark, die Märker Hurrah! Hurrah! Hurrah!

Preußischer Landtag. Abgeordnetenhaus. (Sitzung vom 27. Februar.)

Das Abgeordnetenhaus setzte heute die zweite Berathung des Etats der landwirthschaftlichen Verwaltung Titel: Gehalt des Ministers fort.

Abg. Knebel (natlib.) schildert die bedrängte Lage des Kleinbauernthums im Westen und bezeichnet als bestes Mittel, ihm zu helfen, das Genossenschaftswesen, die Fortbildungs­und Winterschulen und Wanderlehrer. Leider seien dem rhein­preußischen Zentralverein erhöhte Zuschüsse für die Wander­lehrer verweigert worden; solle dies ein indirekter Zwang zur Errichtung einer Landwirthschaftskammer fein?

Abg. Rickert (sreis. Ver.) freut sich, daß gestern der Antrag Kanitz nicht mehr erwähnt worden sei, ein Zeichen, daß er auch auf agrarischer Seite als Gewaltmaßregel und Annäherung an die Sozialdemokratie erkannt werde. Eine Reform des Unterstützungswohnsitzes sei nothwendig. Ge­mischte Transitläger seien namentlich in Seestädten nicht zu entbehren. Redner verurtheilt die Agitation des Bundes der Landwirthe; die Hetze gegen die Börse habe der Landwirth­schaft nur geschadet. Die Aufwendung größerer Mittel für Kleinbahnen und die Errichtung einer Reichsanstalt für Bak­teriologie seien im Interesse der Landwirtschaft nur zu billigen.

Abg. Graf v. Kanitz (kons.) betont, daß sein Antrag keinenfalls von seinen Freunden aufgegeben sei, und führt aus, daß derselbe gerade eine antisozialistische Tendenz habe. Der Antrag werde bei den nächsten Reichstagswahlen wieder seine Rolle spielen. Die Börsenreform sei binnen IV2 Jahren vorbereitet worden und nach Anhörung der direkten Interessen­ten zu Stande gekommen; das Verbot des Terminhandels, der in Süddeutschlaud überhaupt unbekannt sei, werde sicher­lich bleiben, und die freie Vereinigung, die im Feenpalast Getreidegeschäfte treibe, werde bald einsehen, daß sie sich in einen aussichtslosen Streik eingelassen habe. Der ehrenwerthe deutsche Kaufmannsstand stehe auf Seiten der Landwirthe.

Auf eine Anregung des Abg. Pleß (Ctr.) erwidert der Landwirthschaftsminister Frhr. v. Hammerstein, daß bei der Schaffung eines einheitlichen Wasserrechts, das unbedingt nothwendig sei, die Frage der Verunreinigung von Wasser­läufen auszuscheiben und der provinziellen Regelung zu über­lassen sein werde, damit auch auf die besonderen Verhältnisse der Industrie Rücksicht genommen werden könne.

Dem Abg. Krawinkel (natlib.) entgegnet Ministerial­direktor Thiel, daß den Winterschulen nach wie vor Wohl­wollen zugewendet werde, die Mittel dafür aber beschränkt seien.

Abg. Herold (Ctr.) führt aus, daß das Centrum durch die Ablehnung des Antrages Kanitz sick ein Verdienst erwor­ben habe, und daß man auf praktische Mittel Bedacht nehmen müsse, um der Landwüthfchaft zu helfen, wie Erhaltung und Förderung des Anerbenrechtes, Margarinegesetz, angemessene Einschätzungen bei der Ergänzungssteuer und richtige Zoll­politik.

liche Perserlhum! Obwohl der Roman aber eine Reihe nebeneinander gestellter kunstreicher, historischer Genrebilder, als ein Werk aus einem Gusse genannt werden muß, so hält es doch das Interesse des Lesers von Anfang bis zu Ende fest.

Alle Ansätze reiften zur Blüthe, als Georg Ebers end­lich in das Land seiner Träume und seiner Forschung reiste. Er arbeitete und wirkte in der stillen Todtenstadl von Theben, wo die Menschen und die Geheimnisse von Jahrtausenden bestattet liegen; er machte im Lande des Sinai lange schweigende Ritte durch die einsame Wüste. Da gewann in ihm das Blasse Farbe und das Verschwommene Form. Die Landschaft trat nun in seinen Werken plastisch hervor; bad gesegnete schmale Thal des Nils mit seiner wunverlich-groß- artigeu Kultur, die starre Felseinöde der Sinai-Halbinsel mit ihren spärlichen Oasen. Die Werke, in denen diese Bilder am unmittelbarsten zur Anschauung kommen, sind seine reifsten Erzeugnisse geworden. InUarda" hat er mit großen Zügen ein leuchtendes Gemälde der Ramses-Epoche entworfen, inHomo sum die Anachoreten des Frühchristen­thums lebensvoll vor Augen geführt.Uarda" ist eine große chronikähnliche Darstellung von weitem Horizonte und vielen bunten Fäden;Homo sum ein kleines Stück Welt, reich durch das innerliche Leben der Menschen. Dort arbeitet er al fresco, die Zellkultur, die Gruppe ist sein Haupt­augenmerk ; hier versenkt er sich in's stille Seelenleben, das Einzelne ist es, was ihn fesselt, und nur im Hintergründe rauscht der große Strom der Weltgeschichte. Das sind die beiden Seiten seines Dichtens geblieben.

Was an seinen Werken so anziehend wirkt, ist nicht nur die Sicherheit und Treue seiner geschichtlichen Schilderung; es ist vor Allem sozusagen das Malerische darin. Ja, Ebers ist ein Stück Maler. Er liebt die Gegensätze von hell und dunkel: er stellt Tachot neben Nitatis, Klea neben Irene.