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Seile 2________________________________________

Tagesschau.

Laut telegraphischer Meldung an das Oberkommando der Marine ist S. M. S.Stein", Kommandant Kapitän zur See von Ahlefeld, am 31. Januar in Neapel angekom­men und beabsichtigt, am 15. Februar nach Maddalena in See zu gehen.

Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat nach Beneh­men mit dem Minister für Landwirthschaft in Berücksichtigung des außergewöhnlich ungünstigen Ausfalls der Stroh- ernte in der Mehrzahl der östlichen Provinzen genehmigt, daß für Torfstreu und Torfmull in vollen Wagenladungen im Verkehr von sämmtlichen Torfstreuversandtstationen der preußischen Staatseisenbahnen nach den Stationen der Pro­vinzen Ostpreußen, Westpreußen, Posen und Pommern öst­lich der Oder bis zum 1. September d. Js. eine außer­ordentliche Ermäßigung von 25 v. H. gegenüber dem allge­meinen Tarif gewAhrt wird. Dieselbe Vergünstigung ist im Verkehr von anderen Bahnen bezw. im Verkehr nach den in den östlichen Provinzen belegenen Privatbahnen einzuführen, fofern diese für ihre Strecken einen entsprechenden Fracht­nachlaß bewilligen. Die ermäßigte Fracht ist sogleich bei der Abfertigung der Sendungen zu berechnen. Die Gewährung der Frachtermäßigung wird aber an die Erklärung im Fracht­briefe gebunden, daß der Versandtgegenstandzu Strem zwecken bestimmt" ist. Für den Bereich der preußischen Staatseisenbahnen tritt die Frachtermäßigung sofort in Kraft. Die Königlichen Eisenbahnkommiffare sind ermächtigt wor­den, den Verwaltungen der ihrer Aufsicht unterstellten Privat­eisenbahnen die Genehmigung zur Einführung der gleichen Frachtermäßigung zu ertheilen.

Der schlechte Besuch der Reichstagssitzungen und die Unfruchtbarkeit der Verhandlungen haben mehrfach zu Betrachtungen angeregt. Auch dieDeutsche volkswirth- schaftliche Korrespondenz" greift das Thema auf, um dabei zu äußern;Für die Zeitungsleser ist es eine wirklich schwere Aufgabe, die Berichte über so inhaltslose und doch so lange Verhandlungen lesen zu sollen. Kann man es ihnen verargen, wenn sich diese breitesten Schichten der Wähler der Pflicht entziehen, auch nur oberflächlich von Dem Kenntniß zu nehmen, was im Reichstage vorgeht? Diese Pflichtverfäumniß ist wahrlich nicht Schuld der Wähler. Aber sie ist keineswegs ohne politische Bedeutung. Insbe­sondere nicht für die Zukunft. Denn je enger der Krers ist, welcher aus eigenem Wissen über den Verlauf der Reichs­tagsarbeiten orientirt ist, desto leichter wird es bei den Wahlen Denen gemacht, welche darauf ausgehen, die Leute dumm zu machen, um sie für ihre Parteizwecke einzufangen, eine Tendenz, die heute keineswegs mehr allein die fozial- revolutionäre Wahlmache beherrscht. Auch von anderen Seiten hat man sich über die phrasenhafte Hohlheit der Reichstagsdebatten schon lustig gemacht, auch von solchen, welche das Deutsche Reich gar zu gern mit dem wirklichen parlamentarischen Regime beglücken möchten, ein Ideal, wel­ches, im Spiegel dieser Reichstagsverhandlungen betrachtet, allerdings ein gar sonderbares Zerrbild zeigt."

Der in Bochum abgehaltene Delegirtentag der christ­lichen Bergarbeiter forderte stetige Steigerung der Löhne entsprechend der Konjunktur, ferner eine Lohnstatistik über einzelne Werke, und wählte eine Kommission zur Berathung über die Frage des Zusammenschlusses aller christlichen Berg­arbeitervereine Deutschlands. Der Delegirtentag beantragte schließlich die Aufhebung des Paragraph 8 des preußischen Vereinsgesetzes und sprach sich sür die achtstündige Schicht einschließlich der Einfahrt und Ausfahrt aus. Der Dele­girtentag forderte ferner Aenderung des Knappschaftsstatutes, besonders freie Aerztewahl, Erhöhung des Krankengeldes aus 2 Drittel des Lohnes, Erhöhung der Jnvalidenpension, wo­bei die Reichsrente angerechnet werden soll, Einrichtung von Schiedsgerichten bei Jnvaliditirungen und selbstständige An­theilnahme an der Verwaltung. Pfarrer Baumann empfahl den Anschluß des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter an die bestehenden Gewerkschaften, wenigstens unter Wahrung seiner Selbstständigkeit, Annäherung in der Richtung, daß die einigenden Punkte und die gemeinsamen Ziele durch eine beiderseitige Kommission festgestellt werden. Vorsitzender Brust trat dem entgegen. Darauf wurde der Delegirtentag geschlossen.

Die Reise Murawjew's nach Kies hat in Paris sichtlich große Verstimmung hervorgerusen, um so mehr, als Hanotaux im letzten Ministerrathe ausdrücklich versichert haben soll, Murawjew werde dem Kaiser Wilhelm nicht nachreisen. Nicht unwahrscheinlich klingt eine Version, welche der Wies­badener Korrespondent derMagd. Zig." aus russischen Kreisen vernommen haben will. Hiernach war die Reise Murawjew's nach Berlin schon lange vor seiner Reise nach Paris beschlossene Sache. Nur um die Franzosen nicht zu verletzen und nicht die Meinung aufkommen zu lassen, als fei etwa ein neuer Geheimvertrag zwischen Rußland und Deutschland im Spiel, wurde beschlossen, die R.ise nach Paris der nach Berlin vorhergehen zu lassen. Nach dieser Rücksichtnahme auf den Argwohn der Franzosen könne es nicht aufallen, daß Murawjew dem Kaiser nach Kiel nach­reifte. Den Franzosen wird dadurch der Grund zu der Be­hauptung genommen, der Besuch deS russischen Ministers beim Kaiser erfolge nur, weil der Weg nach Petersburg überBerlinsühre.

Der Züricher Kantonsrats) beschloß nach längerer Berathung mit 120 gegen 22 Stimmen die Frauen zur Ausübung der Advokatur zuzulassen, Ehefrauen be­dürfen der Zustimmung der Gatten.

Politische und unpolitische Nachrichten.

(Deveschen-BureauHerold".)

Berlin, 2. Febr. Wie aus Kiel gemeldet wird, be- suchie der Kaiser heule Vormittag das Seemannâhaus für

Hanauer Anzeiger

Unteroffiziere und Mannschaften, empfing um 12 Uhr den Chef des Militärkabinets General von Hahnke zum Vortrag und besuchte nachmittags 2 Uhr die kaiserlichen Werften. Heute Abend 10 Uhr gedenkt der Kaiser wieder in Berlin einzutreffen.

Berlin, 2. Febr. Das Staatsministerium trat heute Nachmittag 2 Uhr in seinem Dienftgebäude unter Vorsitz des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zu­sammen.

Berlin, 2. Febr. Bekanntlich spielte in dem Belei­digungsprozeß Witte-Stöcker das Tagebuch des Schneider­meisters Grüneberg, welches sich in dem Besitz v. Leckert sen. befand, eine große Rolle. Grüneberg hatte behauptet, daß ihm von Leckert sen. sein Tagebuch unterschlagen worden sei. In der Angelegenheit des Verfügungsrechts über das Buch übergab heule, wie diePost" meldet, Leckert sen. feine Brief­schaften dem Untersuchungsrichter, aus denen heroorgeht, daß Grüneberg in diesem Punkte nicht die reine Wahrheit gesagt habe. Nach eingehender Vernehmung des Leckert sen. wuroe auch Pfarrer Witte in dieser Angelegenheit vernommen.

Berlin, 2. Febr. Das Herrenhaus wird die Plenar­sitzungen am 15. Februar wieder aufnehmen, an welchem Tage Petitionen und kleinere Vorlagen zur Erledigung kommen.

Berlin, 2. Febr. Die militärische Korrespondenz will aus Bundesrathskreisen erfahren haben, daß die Meinungs­verschiedenheiten zwischen Preußen und Bayern über die Mi- litär-Strafpro-eßOrdnung derartige seien, daß von deren Ueberwindung zur Zeit noch nicht gesprochen werden könne.

Berlin, 2. Febr. Wie aus Hamburg gemeldet wird, scheint die Wiederwahl des Fabrikanten Mohr in den Land­tag gesichert. Von 260 Wahlmännern haben sich 141 für Mohr erklärt.

Berlin, 2. Febr. Der Ausschuß der Verbandes der deutschen Berufsgenossenschaften trat gestern unter dem Vor­sitz des Reichstagsabgeordneten Rösicke zur Berathung des Gesetzentwurfs betreffend die Abänderung der Unfall-Ver- sicherungsgesetze hierselbst zusammen. Die Novelle fand im Allgemeinen beifällige Aufnahme. Der Ausschuß beschloß, es bei der bisherigen Karrenzzeit zu belassen, mit der Maß­gabe, daß die Verpflichtung der Berufs-Genossenschaften be­züglich derjenigen Fälle, welche innerhalb dieser Karrenzzeit ihre Erledigung finden, mit dem Tage der Beendigung des Heilverfahrens beginnen soll. Einstimmig war man der Meinung, daß in Bezug auf die Verrechnung der Umlagen insofern eine Aenderung eintreten sollte, als denselben die wirklich gezahlten Löhne zu Grunde zu legen sind. Heute wurden die Berathungen fortgesetzt.

Hamburg, 2. Febr. Heute Vormittag ist hier Frid- jof Nansen in Begleitung seiner Gemahlin und des Lieute­nants Hansen auf der Reise nach London eingetroffen.

Kiel, 2. Febr. Der Kaiser hat heute Nachmittag den im Umbau befindlichen Panzer Baden besichtigt. > m 4 Uhr 20 Minuten ist der Kaiser, vom Prinzen Heinrich zur Bahn geleitet, von hier wieder abgereist.

Rom, 2. Febr. Heute früh wiederholten sich die Stu­denten Krawalle. Die Studenten demolirten Alles, sodaß die Bersaglieri einschreiten mußten.

Madrid, 2. Febr. Aus Aranjuez wird ein^ Volksauf­stand infolge Erhöhung der Brodpreise gemeldet. Die Menge rottete sich vor dem Rathhause zusammen und zertrümmerte eine Anzahl Fensterscheiben. Viele Personen wurden ver­haftet, darunter einige Frauen. Die Ziviloebörden haben ihre Vollmachten in die Hände der Militärbehörden gelegt.

London, 2. Febr, Daily-News melden aus Rom, Rudini beabsichtige die Verwaltung der Kolonie Eritrea einer Pleirat-Gesellschaft zu übertragen, auf dieselbe Weise, wie dies seitens Englands in Afrika mit der Chartered-Kompanie der Fall ist. Rudini soll bereits dieserhalb mit einem Kon­sortium in Verhandlungen getreten fein.

Aus Stadt- und Landkreis Hanau. Auszug aus dem Protokolle über die Plenar­sitzung der Handelskammer am 25. Januar 1897.

(Fortsetzung.)

7. Maßnahmen zur Milderung der Schä digungen durch die Viehseuche.

Wie bereits durch die Zeitungen des Bezirkes bekannt ge­geben, hat der Herr Fivanzminister, an welchen sich die Handelskammer mit einer motivirten Eingabe wandte, aner­kannt, daß die nach § 2 der Bekanntmachung vom 20. No Dember v. Js. (Amtsblatt der Regierung zu Cassel S. 265) von beamteten Thierärzten auszustell °nden, auf 5 Tage giltigen Bescheinigungen über die Seuchenfreiheit derjenigen Stücke Rindvieh, Schafe, Ziegen und Schweine, welche Vieh­händler oder andere in deren Auftrage oder für deren Rech­nung Vieh treibende Personen mit sich führen, wesentlich dem öffentlichen Interesse dienen und des in Tarifnummer 77 des Stempelsteuergesetzes vom 31. Juli 1895 für amtliche Zeugnisfe in Privatsachen vorgeschriebenen Stempels nicht bedürfen.!

Da die Handelskammer aus Zeitungsberichten ersehen hatte, daß Herr Reichstagsabgeordneter R. Müller-Fulda den mittlerweile bereits verschiedentlich gemilderten veterinär­polizeilichen Maßnahmen besondere Aufmerksamkeit zuwandte und in der Budgetkommission die Angelegenheit zur Sprache zu bringen gedachte, richtete sie eine Eingabe an ihn, in welcher die durch die Viehseuche in den landwirthschaftlichen und kleingewerblichen Kreisen des Handelskammerbezirkes ver­ursachte wirthschaftliche Kalamität dargelegt und der Herr Reichstagsabgeordnete unter dem Hinweise, daß Hilfe dringend Noth thue und die Handelskammer weitere Schritte in der Angelegenheit zu thun beabsichtige, um Benachrichtigung ge­beten wurde, wie seine Anregungen zu Abhifemaßnahmen

3. Februar seitens der Regierungsvertreter ausgenommen worden seien und welcher Art nach seiner Meinung diese Abhilfemaßnahmen sein müßten. Die Verhandlung in der Budgetkommission fand am 13. Januar d. Js. statt. Der Herr Reichstags- Abgeordnete brachte dabei die Beschwerden der Handelskammer und zahlreicher Gemeinden der Kreise Hünfeld und Gersfeld vor. In der Erörterung wies Herr Staatsminister Dr. von Boetticher Exc. insbesondere daraus hin, daß, wenn die Kosten für thierärztliche Atteste unverhältnißmäßig hoch seien, seitens der Landesgesetzgebung Abhilfe geschaffen werden müsse.

Die Handelskammer hält dafür, daß regierungsseitig thunlichst bald die geeigneten Schritte gethan werden lollten, um gesetzliche Bestimmung dahin zu treffen, daß die Kosten für im öffentlichen Interesse angeforderte thierärztliche Unter­suchungen und Bescheinigungen auch von der Oeffentlichkeit, d. i. vom Staate, übernommen werden sollten. Sie meint, daß im preußischen Staatshaushalte ein Betrag eingesetzt werden möchte, aus welchem den von einer Viehseuche be­troffenen Kreisen der Bedarf an Honoraren für Thierärzte zur Verfügung gestellt werden könnte, soweit die Untersuchungen sowie die Bescheinigungen auf Grund besonderer Verordnungen der oberen Verwaltungsbehörden in Gemäßheit der §§ 18 ff. des Reichs-Viehseuchengesetzes vom 23. Juni 1880/1. Mai 1894 angeordnet werden. Ein Theil der schädigenden Wir­kungen der Viehseuche würde dadurch nach Vermögen des Staates ausgeglichen werden können, wenn auch der andere Theil, die durch die Verkehrshemmungen erwachsenden Schä­digungen, noch schwer genug auf der Landbevölkerung lasten wird. Die Handelskammer ist überzeugt, daß eine gesetzliche Vorschrift, und eine solche Verwendung von Staatsmitteln, wie vorgeschlagen, überall nur ganze Billigung finden wird; denn derartige Maßnahmen liegen durchaus begründet in dem Gemeinwirthschaftsprinzip, dessen Träger in größter und vollendetster Form der Staat ist.

Beschluß: Den Herrn Minister für Handel und Gewerbe um Befürwortung der angeregten gesetzlichen Vorschrift zu bitten und Ab­schriften der Eingabe mit der ebenmäßigen Bitte um Befürwortung dem Herrn Mi­nister für Landwirthschaft, Domänen und Forsten, dem Hause der Abgeordneten und den Herren Landtags-Abgeordneten des Handelskammerbezirkes zu überreichen.

8. Lieferungen für Proviantämter.

Der Handelskammer war von einer Firma in Schlüchtern ein erneuter Bericht über verschiedene krasse Fälle zugegangen, zu welchen bedenklichen Konsequenzen die in der Proviant­amtsordnung vom 9. Februar 1893 enthaltene Bestimmung führen kann, daß die Proviantämter Verpflegungsmittel, welche im Jnlande erzeugt werden, soweit irgend thunlich von Produzenten kaufen müssen. Eine Zeitungsnotiz darüber hatte weiteste Verbreitung durch angesehene Tagesblätter ge­funden. Der Herr Kriegsminister ordnete darauf nähere In­formationen bei der Handelskammer durch den Vorstand des Proviantamtes hiesiger Garnison an. Letzterem sind be­reitwilligst die betreffenden Akten zur Verfügung gestellt worden.

Beschluß: Dient zur Kenntnißnahme.

9. Wandergewerbeschein st euerpslichtigkeit oer Detailreisenden.

Vorbehaltlich der Genehmigung der Handelskammer war an die Abgeordneten E. Junghenn-Hanau und R. Kircher- Fulda das Ersuchen gerichtet worden, ihren Einfluß wahrzu­nehmen, damit der Entwurf eines Gesetzes wegen Aenderung des Gesetzes vom 3. Juli 1876 über die Besteuerung des Gewerbebetriebes im Umherziehen" nicht genehmigt werde. Die ausgesprochenen Bedenken brachte in der Sitzung des Hauses der Abgeordneten am 14. Dezember d. Js. der Abg. D Eynern zur Sprache. Die Vorlage ist indeß, allerdings mit einem Amendement der Kommission, angenommen worden. Beschluß: Von den in der Angelegenheit gelhanen Schritten wird zustimmend Kenntniß ge­nommen.

10. Jahresbillets für Industrielle im Ver­kehre nach Rußland.

Auf Grund Erlasses des Herrn Minister des Innern fragte der Herr Regierungspräsident zu Cassel an, ob und welche Personen aus dem diesseitigen Bezirke für die Er- theilung der Jahresbillets in Betracht kommen würden. Erhebungen bet den größeren Firmen des Bezirkes führten zu dem Ergebnisse, daß die Angelegenheit für den diesseitigen Bezirk von keiner Bedeutung ist. Dem Herrn Regierungs­präsidenten wurde demgemäß Bericht erstattet.

Beschluß: Dient zur Kenntnißnahme.

11. Postdampfer-Subventionsvorlage.

Herr Reichstagsabgeordneter Müller-Fulda ersuchte die Handelskammer um Mittheilung ihrer Auffassung betreffs der bezeichneten Vorlage. Erhebungen erwiesen, daß eine Firma in Mainkur an der Genehmigung der Vorlage namhaft in- teressirt sei. Die Handelskammer führte in eingehender Dar­legung aus, daß sie einerseits vom Standpunkte der von ihr wahrzunehmenden besonderen industriellen Interessen des Be­zirkes, welche auch den allgemeinen industriellen Interessen Deutschlands entsprechend seien, namentlich auch in Hinsicht aus die ihre ostasiatischen Dampferlinien mit höheren Be­trägen subventionirenden Konkurrenten Frankreich und Eng­land, die Fortdauer und Vervollständigung der Verträge des Reiches mit dem Nordd. Lloyd ohne Zweifel wünschen müsse, daß aber andererseits, von allgemein prinzipiellen Erwägungen aus geurtheilt, verschiedene Bedenken gegen die Vorlage be­rechtigt erschienen, namentlich in Hinsicht auf die zu den Leistungen der subventionirten Dampfer für Deutschland in wenig günstigem Verhältnisse stehende Höhe der angeforderten