2. Februar
heil der gegenwärtigen deutsch-russischen KommissionsVerhandlungen in Berlin das Zugeständniß seitens Rußlands zu erstreben, daß Etuis als „ordinäre Galanteriesachen- nach Artikel 215 Punkt 2 statt als „werthvolle Galanteriesachen" nach Art. 215 Punkt 1 und event, nur lederne Etuis ebenso wie Täschnerwaaren nach Art. 57 Punkt 5 des russischen Vertragstarises behandelt werden. Ein Telegramm des Herrn Reichskanzlers vom 24. d. M. benachrichtigte die Handels- kammer, daß in Bezug auf Tâschnerwaaren die Wiederherstellung des früheren Zustandes — Verzollung nach Art. 57 Punkt 5 — bestimmt zu erwarten sei. Hanau ist hieran jedoch nicht interesstrt; offenbar liegt eine Verwechselung der beiden Waarenkategorien „Täschnerwaaren" und „Futterale für Gold- und Silberfabrikate" vor.
Beschluß: Den in Bezug auf Etuis für Eold- und Silberwaaren gestellten Antrag durch Tele gramm und erneute Eingabe an den Herrn Reichskanzler zu wiederholen.
6. Rechtsweg in Zollst reit fachen.
In Konsequenz eines schon im Jahre 1885 ausgesprochenen Wunsches schloß sich die Handelskammer einer von der Handelskammer zu Bielefeld an den Reichstag gerichteten Petition mit dem Anträge an, Ler Reichstag möge für die Zulassung des Rechtsweges in Zollstreitsachen und die Einrichtung eines in letzten Instanz anzurusenden Reichs-Zolltarifamtes nachdrücklich eintreten. In der Angelegenheit stellten bei Gelegenheit der Berathung des Etats des Reichs Schatzamtes die Reichstags-Abgeordneten Dr. Hammacher und Genossen den Antrag:
Der Reichstag wolle beschließen: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirke«,
1. daß für jeden nach Artikel 36 der Reichsverfassung zur Erhebung und Verwaltung der Zölle berechtigten Bundesstaat eine Behörde eingerichtet oder bestimmt wird, welche über die Höhe und Berechnung des Eingangszolles für ausländische Waaren den Interessenten mit der Wirkung Auskunft ertheilt, daß die auf Grund dieser Auskunft eingeführten und verzollten Waaren keiner Nachverzollung wegen Irrthums der Auskunftsstelle unterliegen, — und
2. daß unter Abänderung des § 12 des Vereinszollgesetzes vom 1. Juli 1869 die Entscheidung über Beschwerden wegen unrichtiger Anwendung des Zolltarifes im einzelnen Falle durch ver- waltungsgerichliche Behörden, bei deren Zusammensetzung waaren- kundige Sachverständige zu berücksichtigen sind, oder durch Schiedsgerichte zu erfolgen hat.
Diese Resolution ist vom Reichstage am 21. d. Mts. an genommen worden. Die Handelskammer nimmt hiervon mit Befriedigung Kenntniß. (Fortsetzung folgt.)
* Frequenz der städtischen Badeanstalt im Monat Januar 1897.
Verabreicht wurden:
127 Bäder I. Kl.
213 „ II. Kl.
628 „ III. Kl.
42 Douchebäder.
31 Römisch-Irische Bäder.
Sa. 1041 Bäder.
Die größte Zahl der abgegebenen Bäder betrug 115 am 16. Januar.
Die kleinste Zahl der abgegebenen Bäder betrug 10 am I 26. Januar.
* Militärisches. Beim 2. Bataillon der 80er fand gestern die Besichtigung der Rekruten durch den Regimentskommandeur statt. Heute haben die älteren Mannschaften Vorstellung.
* Heilstätte sür Lungenkranke. Als Beitrag zur Errichtung einer Heilstätte für Lungenkranke hat Herr Vizebürgermeister Heraeus 10 000 Mark gespendet. Auch der Stadtrath hat sich bereit erklärt, die gleiche Summe zu gedachtem Zwecke zu verwilligen. Hoffentlich regt dieses Vor
hörten, auch glanzvoll verlaufen ist. Auch unsere beiden Konservatorien, sowie noch weitere Vereinigungen werden Schubertfeste veranstalten, — man sieht, dem todten Tondichter widerfährt eben in wenigen Tagen mehr Ehre, als jemals während seines ganzen jungen Lebens.
Sie feiern dir Feste ohn' Unterlaß Und halten dir Reden die Menge,
Es tönen im fröhlichen Eifer jetzt Ueberall dir Jubelklänge!
Doch hast du des Lebens bitteren Kelch
In Leid und Trübsal geleeret,
Dir winkte kein Lorbeer, der grünend dir Den Dank für die Gaben bescheeret.
Und allzufrüh sankst du dahin In emsigem Jugendstreben, -
Im Tod erst findest du Dank und Preis, Der dir versagt im Leben. E. Lbm.
Der Erfinder des Martini-Gewehres. Aus Zürich, 30. Januar, schreibt man : Maschinenfabrikant Friedrich von Martini ist gestern in Frauenfeld (Kanton Thurgau, Schweiz) gestorben. Die nach ihm benannte Handfeuerwaffe nahm zu Ende der 60er Jahre eine dominirende Stellung ein — sie war von England und später der Türkei als Militärgewehr eingesührt worden — ist aber durch das Aufkommen der Repetirgewehre überholt worden, wiewohl sie für Schießen im Stand noch jetzt sehr geschätzt wird. Die Erfindung wurde durch eine von England in der Mitte der 60er Jahre erlassène Konkurrenz angeregt, bei der Martini mit seinem Gewehrmodell durchdrang. Oesters findet man die Waffe auch als Henry-Martini-Gewehr bezeichnet, doch gebührt das Hauptverdienst der Erfindung dem verstorbenen Martini, von dem die Verschlußkonstruktion stammt; Henry, ein englischer Büchsenmacher, lieferte nur den Lauf.
Hanauer Anzeiger
gehen zu weiteren Spenden an, da von der Höhe des verfügbaren Kapitals es abhängen wird, ob Hanau eine eigene Heilstätte für unbemittelte Kranke hiesiger Stadt errichten kann oder sich an eine andere anzuschließen veranlaßt sieht. In weiteren Kreisen ist der Gedanke, einen etwaigen Ueber- schuß aus der Neustadt-Jubelfeier für den genannten Zweck zu verwenden, sympathisch ausgenommen worden.
* Kaisers Geburtstagsfeier. Wer Gelegenheit hatte, der von dem „Verband deutscher Kriegsveteranen (Bezirk Hsnau)" am Sonntag den 31. Januar d. Js. in der „Stadt Bremen" veranstalteten Festfcier des Allerhöchsten Geburtstages unseres Kaisers beizuwohnen, wird sich der Ueberzeugung nicht verschließen können, daß es die alten Krieger vortrefflich verstehen, mit geringen Mitteln Feste zu feiern. Der festlich geschmückte Saal war geradezu überfüllt und konnte leider einer großen Anzahl einlaßbegeheeuder Festgäste wegen Raummangels der Zutritt nicht gestattet werden. Der musikalische Theil des Festprogramms lag in den bewährten Händen des Herrn G r a m m l i ch, welcher eire vorzügliche instrumentale Zusammensetzung des Orchesters gefunden hatte, während die übrigen Darbietungen von den Damen Frl. Schmidt und Strauß, sowie den Herren Schmidt, Sturm, Schönfeld, Keßler und Hagemann ausgesührt wurden. Eingeleitet wurde die Feier durch einen Festmarsch. Nach der hierauf folgenden Festouvertüre ergriff der Vorsitzende, Herr Rin t el mann, das Wo:t. In herzlichen Worten begrüßte derselbe die Festversammlung, wies auf die Bedeutung des Tages bin und schilderte hierauf in längerer Rede die Politischen Ereignisse von der Geburt Sr. Majestät des Kaisers bis aus den h utigen Tag. Den tiefen Eindruck, welchen die Worte des Redners aus die Festtheilnehmer machten, konnte man von den Gesichtern absehen. Redner schloß mit einem begeistert ausgenommen en Hoch auf Se. Majestät Kaiser Wilhelm II. Ein Festprolog, gesprochen von dem elfjährigen Töchterchen des Veteranen Herrn A. Mosler, fand allseitig freundliche Ausnahme. Vorzüglich zu Gehör gebrachte Musikstücke wechselten nunmehr mit Theaterstück, Duetten, komischen Vorträgen, einem Hoch auf das „Deutsche Vaterland" u. s. w. ab und setzten die Festthetlnehmer bald in die heiterste Stimmung, wozu auch noch Küche und Keller des Herrn Pesoldt wesentlich beitrugen. Allen Mitwirkenden, welche zu dem schönen Gelingen des Festes beigetragen haben, sei auch an dieser Stelle besonderer Dank ausgesprochen. Den Schluß des Programms bildete ein Tänzchen, wobei die neuesten Tänze zur Aufführung kamen. Erst in vorgerückter Morgenstunde trennte man sich mit dem Bewußtsein, „Kaisers Geburtstag" in würdiger Weise gefeiert zu haben. Die Veteranen können mit Stolz auf diese herrlich verlaufene Feier zurückblicken.
* Vereinsfahne. Wie wir hören, hat sich aus den Kreisen der Familien des Bezirksverbandes der Kriegsveteranen ein Damenkomitee gebildet, um dem Verein eine Fahne zu stiften.
* Vortragsabend. Zum Besten eines bei Wörth zu errichtenden Denkmals für die 1870 Gefallenen vom 32. Inf. Regt, wird Herr Louis Seidler, der in genanntem Regi- mente den Feldzug mitmachte, am 25. Februar im großen Saale der „Centralhalle" einen deklamatorischen Vortragsabend veranstalten. Das reichhaltige Programm enthält Nummern ernsten und heiteren Inhalts, u. A. Erinnerungen aus 1870; Dichtungen von Ritterbaus, Freiligrath; Dichtungen von Shakespeare, Baumbach; Heiteres aus 1870 und Humoristisches in verschiedenen Dialekten. In Anbetracht des pietätvollen Vorhabeus ist sicher zu erwarten, daß der Veranstaltung reges Interesse entgegen gebracht wird.
* Große Herrensitzung der Ersten Hanauer Carnevalgefellfchaft. Während die Damensitzungen im Allgemeinen der Unterhaltung und dem Tanze gewidmet sind und die Ereignisse nur in sehr harmloser Weise berühren, dominirt bekanntlich auf der Herrensitzung ausschließlich die Satyre. Auch für nächsten Samstag ist es dem Ministerium gelungen, ein Programm zusammen zu stellen, welches den besten der früheren Jahre gleich kommen dürfte. Wir hatten Gelegenheit, einen Blick in die Manuskripte einiger Redner zu werfen und müssen gestehen, daß kaum in treffenderer und witzigerer Weise die Zeit- und Lokalfragen ihre Beleuchtung finden können, wie es am nächsten Samstag geschieht. Aber eine besondere Ueberraschung wird den Gästen der Herren- sitzung durch das Erscheinen der „Großen Frankfurter Car- nevglgesellschafl" geboten. Es ist unserm rührigen Präsidium gelungen, einige der bedeutendsten Carnevalisten aus Frankfurt zu einem Besuche zu veranlassen, die daun selbstredend auch die Bütte besteigen. Wir kommen nochmals auf das spe stelle Programm zurück, nur dürfte es jetzt sich schon empfehlen, sich mit einer Eintrittskarte zu versehen.
* Stadttheater. Sudermann's spannende Komödie „Die Schmetterlingsschlacht", die wohl als die erfolgreichste der bisherigen Novitäten unserer Spielzeit zu bezeichnen ist, gelangt morgen mit Direktor Jaritz in der Hauptrolle des Richard Keßler wiederum zur Aufführung.
* Ein Hanauer. Aus Wiesbaden wird uns geschrieben: In dem Atelier Mondel und Jacob, Inhaber E. Jacob, Hofphotograph, Geisbergstraße 30, wurden im Auftrage des Königl. Theaters drei Bilder aus „Theodora", und zwar das 1., 4. und 6. Bild, in das Format von 40X50 cm vergrößert, nach der Natur ausgenommen uno von Herrn Ornamentist und Maler Jasinsky kolorirt, dem Vernehmen nach um Sr. Majestät dem Kaiser überreicht zu werden. (Herr Jasinsky ist ein geborener Hanauer, der auch s. Z. die hiesige Königl. Zeichenakademie besuchte. D. Red.)
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Falsches Gerücht. D»s hier kursirende Gerücht, Nahrungssorgen seien der Grund zu der unseligen That der Wittwe S. gewesen, entbehrt nach unseren näheren Informationen jeder Grundlage, da seitens der Angehörigen nach besten Kräften für Unterstützung gesorgt wurde. Der Grund dürfte eher in einem körperlichen Leiden und erblicher Belastung zu suchen sein.
® Schwurgericht. Die Verhandlungen der diesjährigen ersten Schwurgerichtsperiode beginnen am 1. März unter dem Vorsitz des Herrn Landgerichtsraths Dr. Kleinmann. Als Geschworene wurden durch das Loos bestimmt die Herren: 1. Künstler Karl, Kaufmann in Fulda. 2. Giesel Wilhelm, Landwirlh in Wachenbuchen. 3. Pfeifer Gustav, Gastwirth in Hilders. 4. I a c o b i Ferdinand, Oeko- nom in Leibolz. 5. Kü h ltbau Konrad, Bauer in Oberzell. 6. Müller Konrad, Bürgermeister in Altenmittlau. 7. Mehler Georg, Kaufmann in Gelnhausen. 8. Din- telmann Karl, Rentier in Hanau. 9. Fleischmann Franz, Schlossermeister in Fulda. 10. Kircher Robert, Kaufmann in Fulda. 11. Metz, Gutsbesitzer in Mahlerts. 12. Kem p el Johann, Bauer in Unterreichenbach. 13. Viehmann Christian, Landwirth in Bruchköbel. 14. Fenner Ferdinand, Kaufmann in Schlüchtern. 15. Bender Franz, Schneidermeister in Vollmerz. 16. Eckart Heinrich, Gastwirth in Steinau. 17. Dux Gustav, Fabrik- direktor in Fulda. 18. Gro p p Joh. Georg, Bürgermeister in Mengers. 19. Günther Konrad, Bürgermeister in Kohlhaus. 20. Kramer Jean, Maler in Fulda. 21. Weishaupt Gust., Rentner in Hanau. 22. Gustine Gust., Fabrikant in Hanau. 23. Küchenmeist er Georg, Oekonom in Gebringshos. 24. Faustma n n, Rentner in Hünfeld. 25. Scheel Johannes, Bauer in Hutten. 26. Ducke Josef, Kaufmann in Fulda. 27. Weisensee Anton, Fabrikant in Fulda. 28. Reis Hermann, Lederhändler in Schlüchtern. 29. Rippel Ernst, Kaufmann in Schlierbach. 30. Heimann Josef, Kaufmann in Steinau.
D Strafkammer. (Sitzung vom 1. Februar.) Einer jener Fälle, in denen es nur selten gelingt, dem Thäter eine Schuld nachzuweisen, war heute Gegenstand der ersten Verhandlung. Im Laufe des vorigen Sommers präsentirte der Landwirth S. von Aufenau, jetzt in Neudorf, seinem Gläubiger, dem Müller C. von Wächtersbach eine Quittung, auf welcher dem Landwirth von der Frau des Müllers eine Zahlung von 78 Mark unter dem 4. 6. 1896 quittirt war. Nan konnte der Müller aber mit dem besten Willen in seinem Buch diesen angeblich gezahlten Betrag nicht finden, wohl aber einen solchen von 18 Mark, gezahlt von dem Landwirth am 11. 6. 1896. Der Müller hatte nun den begründeten Verdacht, daß jene Quittung von 18 Mark von dem Landwirth in eine solche von 78 Mark umgewandelt worden war, denn über den Verbleib der ersteren weiß der Landwirth keine Auskunft zu geben, wohl aber ist die letztere durch die Hände verschiedener Sachverständigen gegangen und da hat sich denn durch Photographiren, chemische Untersuchung u. s. w. herausgestellt, daß die erste Quittung von 18 Mark in eine solche von 78 Mark verwandelt worden war. Der bisher unbestrafte 50jährige Mann hat sich durch jenen unbedachten Streich, mag nun die Quittung von ihm gefälscht sein oder nicht, er hat es beim Präsentiren derselben wissen müssen, daß sie gefälscht war, der schweren Urkundenfälschung schuldig gemacht und erhält deshalb 1 Jahr Zuchthaus und 2 Jahre Ehrverlust. — Maurergeselle K. von Marborn ging am 11. Oktober v. I. auf die Dogeljagd, um sich 2 Spechte zu schießen, die er in Frankfurt ausstopfen lassen wollte. Dieses Märchen erzählt er wenigstens heute aus die Anklage, daß er an dem bezeichneten Tage, an einem Orte, an dem zu jagen er nicht berechtigt, die Jagd ausgeübt und dem Jagdaufseher H. thätlichen Widerstand geleistet hat. Es muß aber doch mit der „Spechtjagd" etwas anderes gewesen sein, denn der von der Offenbacher Jagdgesellschaft angestellte Jagdaufseher, der schon öfter in dem von dem Angeklagten betretenen Revier Schüsse gehört hatte, begab sich am genannten Tage um die Anstandszeit nach jenem Orte und hörte richtig einen Schuß. Er ging der Richtung des Schusses nach und sah auch bald eine Person sich bei seinem Anblick aus dem Staube machen. Es verfolgte dieselbe und es gelang ihm auch, nicht weit von Marborn, den Wilderer, der vorher etwas glitzerndes, das der Jäger für den Bauch eines Hasen hielt, weggeworfen hatte, einzuholen und dingfest zu machen. Zuerst verweigerte K. die Nennung seines Namens und dann versuchte er auch noch dem Jäger seinen Feldstuhl zu entreißen, wahrscheinlich um auf ihn einzuschlagen. Der erst im vorigen Jahre wegen des ähnlichen Vergehens bestrafte Angeklagte erhält heute wegen der fast gleichen Strafthat 6 Monate Gefängniß. — Glaserlehrling W. von Romsthal halte im vorigen Jahre seinen Lehrherrn mit einem sog. Fensterschenkel nach einer geringfügigen Veranlassung derartig mißhandelt, daß der Letztere erhebliche Verletzungen davon trug. Das Schöffengericht zu Salmünster hatte deshalb den etwas excentrischen Lehrjungen zu 3 Monaten Gefängniß ver- urtheilt. Seine Berufung hiergegen wird von der Strafkammer als nicht stichhaltig verworfen. — Die Verhandlung gegen den Milchhändler T. hier wegen Körperverletzung (die Verletzung des „Bretzelbub" im vorigen Jahr) wird auf nächsten Donnerstag vormittags 9 Uhr vertagt.
^ Ein blutiges Renkontre zwischen einem Jagdaufseher und einem Wilderer erregt in der weitesten Umgegend bedeutendes Aufsehen. Der Thatbestand, über den wir uns genau informirten, ergibt sich aus Nachstehendem: Der in Froschhausen domizilirte, im Dienst der Offenbacher „blauen Jagdgesellschast" stehende Jagdaufseher Kunkel passirte Sonntag Nachmittag aus einem Streifzuge durch das Jagdrevier der Gemarkung Klein-Krotzenburg den berührn-