1. Februar
Hanauer Anzeiger
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tiefem Zwecke festlich dekorirten Vereinslokale der Brauerei Weismantel den Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers in sinnioer Weise. Das Kaiserhoch, welches freudig und kräftig ausgenommen wurde, brachte der Vorsitzende Herr I. Ulmer nach einer kurzen die freier würdigenden Ansprache aus. Hierauf erfreute Herr Lehrer Kleinhans von hier mit einem äußerst gehaltvollen trefflich ausgearbeiteten, in patriotischem Geiste gehaltenen Vortrag über die äußeren, partiku- laristischen und sozialen Gefahren. Reicher Beifall lohnte die Ausführungen und allgemein wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, recht bald wieder einen derartigen, zeitgemäßen Vortrag zu hören. Als der ernste Theil der Feier erledigt war, wurden noch einige Gesangschöre und andere Unterhaltung geboten.
* Alpenverein. Die Sektionsversammlung des Alpen Vereins wird ausnahmsweise anstatt am 2. erst am 9. Februar abgebalten werden.
* Enormer Besuch. Tas gestern Abend von unserer Ulanenkapelle im deutschen Haus veranstaltete Konzert hatte sich eines derartigen Zuspruchs zu erfreuen, daß Hunderte, die keinen Platz erbalten konnten, wieder umkehren mußten.
* Musik -deklamatorische Soiree. Wir machen auf die am nächsten Montag in der Ccntralhalle statlfindende musikalisch deklamatorische Soiree aufmerksam. Das uns vorliegende Programm enthält als Gesangsnummern 2 Arien aus Tannhäuser, sowie verschiedene Kompositionen von Schumann und Gerlack, welche Frau Jugel singen wird. Herr Eduard Sudrow wird außer einem Melodram verschiedene ernste (Kampf mit den Drachen, der Handschuh), sowie heitere Deklamationen (die Geschichte vom Kameel, Gans mit Kartoffeln 2C.) zum Vortrag bringen. Da die trefflichen Leistungen der Frau Konzertsängerin Jugel, sowie des Herrn Sudrow hier zur Genüge bekannt sind, so dürfte ein recht zahlreicher Besuch zu erwarten sein. Die Billette sind in der Hofbuchhandlung von Alberti zu haben und zwar I. Platz 1.50 Mk., II. Platz ] Mk., Schülerbillet 50 Pfg.
* Protestversammlung. Die sozialdemokratische Partei hatte für gestern Nachmittag in den Nürnbergerhof dahier eine öffentliche Protestversammlung gegen das in der Städte- und Landgemeindeordnung enthaltene Dreiklafsenwahlsystem einberufen, aber nur etwa 70 Personen waren erschienen. Das Referat hatte Herr V Hoch übernommen, der sich scharf gegen das durchaus seinem Geschmack nicht zusagende Dreiklasienwahlsystem wandte, aber auch dem von dem hiesigen Stadtrath ausgehenden Vorschlag mit Erhöhung des Census von 660 auf 900 Mark keine freundliche Seite zeigte. Den Freisinnigen und Demokraten wurde vorgehalten, daß sie wohl für die allgemeine gleiche Wahl zum Reichstage eintreten, aber im städtischen Gemeinwesen hierfür nicht zu haben seien. Hier wollten sie selbst dominiren. Zum Schluß wurde folgende Resolution, selbstverständlich „einstimmig", angenommen: „Die heutige Versammlung sieht es als eine selbstverständliche Forderung an, daß auch in der Gemeinde das gleiche Recht für Alle hochgehalten wird. Sie verurteilt daher aufs Schärfste jeden Versuch, den ärmeren Schichten der Einwohnerschaft dieses gleiche Recht zu schmälern und verwirft deshalb sowohl die Dreiklasse»wohl, durch welche hier in Hanau den 368 reichen Einwohnern die Uebermacht gegenüber den 4018 Wählern der 3. Klasse gegeben wird, als auch bei gleicher Wahl die Heraufschraubung des Census von 660 auf 900 Mark die 1100 Einwohner rechtlos machen würde. Die Versammlung ersucht daher das preußische Abgeordnetenhaus, diese Vorschläge abzulehnen, die bisherige gleiche Wahl beizubehalten, sie aber zur allgemeinen und geheimen umzugestalten. Ferner ersucht die Versammlung um Ablehnung aller derjenigen Bestimmungen, durch welche die Einwohner unterdrückt werden, wie namentlich Oeffentlichkeit der Wahl, lange Amtsdauer der Gewählten, Bestätigung der Bürgermeister von der Regierung Statt diesen Bestimmungen möge die geheime, jährliche Neuwahl und die völlige Unabhängigkeit aller Gemeindebeamten von der Regierung beschlossen werden
Main-Rheingau Verband Am 15. No»br. 1856 wurde, wie bereits gemeldet, in der Kaiserhalle zu Frankfurt a. M., auf Anregung des Mainzer Kanarienzüchter- Vereins, von den Vereinen: u) Canm ia, Hanau, d) Kanarien- züchter Verein, Mainz, c) Canaria, Offenbach a. M. und d) Kanarien-Klud, Wiesbaden, ein Main-Rheingau-Verband gegründet. Derselbe hat den Zweck, einen freundschaftlichen Zusammenschluß der Kana, ienzüchter- Der eine des Main- und Rhein gaues herbeizuführcn, gemeinschaftlich die Hebung und Förderung der Kanarienzucht zu erstreben, alljährlich eine Verbandsausstellung zu arraugircn und günstig auf de» Verkauf der Nachzucht einzuwirken; auch soll für die Beschaffung von gutem Zuchtmaterial für die Mitglieder Sorge getragen werden. Es können nur Vereine, nicht auch einzelne Personen, dem Verbände angehören. In den Vorstand wurden gewählt: 1. Herr Hch. L. Ohl, Hanau, als I. Vorsitzender; 2. Herr P. Schad, Mainz, als II. Vorsitzender; 3. Herr I. Aelker, Wiesbaden, als I. Schriftführer;
4. Herr I. Luft, Offenbach, als II. Schriftführer und 5. Herr H. Emmerich, Hanau, als Kassirer. Zu den Generalversammlungen entsendet jeder VerbandSverein, ohne Rücksicht auf die Mitgliederzahl, noch 2 Delegirte. Bon hoher Bedeutung für die Kanarienzucht dürfte es sein, wenn die Kanarienjüchter- Vereine der einzelnen Bezirke Verbände gründen, eoentl. den bereits bestehenden beitreten und diese alsdann zu einem Centraloerband vereinigen wollten. Hierdurch würde eine Macht geschaffen werden, welche jede unlautere Konkurrenz und Preisjäger et beseitigen und die deutsche Kanarienzucht ihrem Ziele würdig entgegenführen könnte.
) ( Kinderheilanstalt Bad Orb. Im Jahre 1896 wurden in der Kinderheilanstalt zu Bad Orb einschließlich des Pensionats im Ganzen 374 Kinder, 134 Knaben und 240 Mädchen, ausgenommen und verpflegt. Diese vertheilten ich auf die Monate Mai bis September, und zwar waren im Mai 61, im Juni 85, im Juli 101, im August 79 und im September 48 Kinder anwesend. Im Pensionat finden Kinder, soweit Platz vorhanden, jederzeit Aufnahme. In der Anstalt wurden dieselben in fünf Badekursen verpflegt, nâm- iich vom 1. bis 28. Mai 57, vom 1. bis 27. Juni 81, oom 4. bis 31. Juli 72, vom 3. bis 29. August 70 und aom 1. bis 28. September 46 Kinder. Von diesen in der Anstalt verpflegten Kindern hatte die Stadt Hanau 65, der
Landkreis Hanau 40, die Stadt Gelnhausen 17, die Stadt Orb 14, der Kreis Gelnhausen (ohne Stadt Gelnhausen und Orb) 19, der Kreis Schlüchtern 14, die Stadt Frankfurt a. M. 94, der Landkreis Frankfurt 11, die Stadt Fulda 7, der Kreis Gersfeld 1, die Stadt Marburg 2, die Stadt Cassel 8, Wetzlar 17, Koblenz 31, Neuwied 1, Gotha 20, Tönning 1, Hessen-Darmstadt 12 gesandt. Die Heilerfolge waren die denkbar günstigsten, denn es verließen das Bad 213 Kinder als geheilt, 154 Kinder als gebessert uvd nur 7 ungeheilt. Von akuten Infektionskrankheiten blieb die Anstalt verschont. Es wurde allerdings auch strenge darauf gesehen, daß für jedes aufznnehmende Kind ein Schein von den Eltern und dem behandelnden Ar,te des Inhalts vorgelegt wurde, daß am Tage der Aufnahme weder bei den Angehörigen noch im Hause des Kindes eine ansteckende Krankheit herrschte. Verschiedene Kinder mußten wegen Mangels dieser Bescheinigung, oder da es sich ergab, daß im Hause Scharlach, Diphtherie oder Keuchhusten herrschte, zurückgewiesen werden. Die Einnahmen der Anstalt betrugen sür das Rechnungsjahr 1895/96 22748 Mk. 65 Pfg., die Ausgaben 23633 Mk. 45 Pfg., sodaß eine Ueberzahlung von 884 Mk. 80 Pfg. verbleibt. Für 1897 find Badekurse anberaumt auf die Zeit vom 1. bis 28. Mai, vom 1. bis 28. Juni, vom 1. bis 28. Juli, vom 2. bis 28. August und vom 1. bis 28. September. In das Pensionat kann vom 1. Mai 1897 ab bis Schluß der Saison, Ende September, der Eintritt jederzeit erfolgen. Meldungen um einen Freiplatz in der Anstalt für Kinder aus den Landkreisen Hanau, Frankfurt und Gelnhausen sind an die betreffenden Landrathsämter zu richten. Der Landkreis Hanau hat über 15, der Landkreis Frankfurt über 7, der Kreis Gelnhausen über 25 Freiplätze zu verfügen. Sind diese den resp. Laudrathsämtern zur Verfügung stehenden Freiplätze besetzt, so können weitere Bewerbungen um Freiplätze bei dem Vorstande der Kinderheilanstalt zu Bad Orb angebracht werden unter Beifügung eines Dürftigkeit-zeugnisses seitens des Bürgermeister- oder Pfarramtes.
* Theilung. Bei der gestern erfolgten Theilung der »Spar- und Spielkasse im Fuldaer Hof" hier entfielen zuzüglich eines in 1896 vertheilten kleinen Gewinnes Mk. 14.70 auf jeden Antheil.
* Gekündete Leiche. Gestern Mittag wurde aus dem Stadtgraben, hinter dem Lamy'schen Garten, die Leiche der Wittwe S. geländet. Nahrungssorgen sollen der Grund zu der unseligen That gewesen sein. Bevor sich die Frau in das Waffer stürzte, hat sie sich die Pulsader durchschnitten.
* Verhaftet. In Haft genommen wurde am Samstag ein bei einer hiesigen Firma angestellter Buchhalter, der sich in. Neustadt a. O. eines Vergehens gegen § 176,® des Str.- G.-B. schuldig gemacht hat.
* Unfall Bei einer am Samstag Abend im deutschen Hause abgehaltenen Festlichkeit ereignete sich ein bedauerlicher Unfall, indem der Fabrikant R. beim Durchschreiten des Saales ausglitt, zu Boten stützte und einen Beinbruch erlitt.
* Vandalismus. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag wurden in der Fahrgasse mehrere Laternen zertrümmert. Es gelang die Thäter zu ermitteln.
* Bauernfang. Die erste Nummer der von dem sozialdemokratischen Agitator G. H o ch herausgegebenen, aus den Bauernfang berechneten Wochenschrift ist erschienen. Der gesunde Sinn unserer Landbevölkerung wird bald herauS- finden, daß die sich „Bauern freun d" betitelnde Gratisschrift sich in Wirkiichkeit als Bauern feind darstellt und nur den Zweck verfolgt, das auf dem Lande in hiesiger Gegend bereits verlorene Terrain wieder zurückzuerobern.
* Erledigte Stellen im Bezirk des 11. Armeekorps. Cassel, Armen-Direktion, HilfSschreiber, 50—60 Mk. können monatlich verdient werden. — Cassel, Polizei direktion, 4 Schutzleute, 1000—1500 Mk. G«halt und 180 Mk. Wobnnng-geldzuschuß. — Catterfeld, Herzog!. Land rathsamt Walterèdausen, Wegewart, 1 Mk. 40 Pf. täglich. — Frankfurt a. M., Königl. Niseudahndirektion, 19 Bahn fteigschaffner, 806—1200 Mk. — Erbach, Rdeingau, Polizei bedörde, Nachtwächter, 150 Mk. jährlich. — Frankfurt a. M., Polizeipräsidium, mehrere Schutzleute, 1010 bis 1500 Mk., freie Kleidung und 246 Mk. »ohnnngSgeldzuschnß jährlich. — Seckbach, Bürgermeisteramt, Negenärter, 800 Mk. jähr!.
* Arämiirt Folgende Berliner Firmen der Edel- metallindustrie, die an der Berliner Gewerbe-Ausstellung be- theiligt waren, erhielten Staatsmedaillen: Goldene Medaille: D. Vollsold & Sohn, Silberwaarenfabrik. — Silberne Medaille: Gebr. Friedländer, Kgl. Hofjsweliere; Joh. Wagner & Sohn, Kzl. Hofjuweliere; Hugo Schaper, Hofgoldschmied; Paul Telge, Rumân. Hosgoldschmied. — Bronzene Medaille: Louis Werner, Hofjuwelier; Rich. Weichhardt, Silberwaarenfabrik; M. Haseroth, Graveur; O. Rohloff, Ciseleur.
* Das Technikum Mittweida, eine unter Staats auf sicht stehende, döhere technische Fachschule und elektrotechnisches Institut, zählt im gegenwärtigen 30. Schuljahre 1698 Besucher, welche die Abtheilungen für Maschinen Ingenieure und Elektrotechniker bezw. die für Werkmeister frequentiren. Unter den Geburtsländern der Besucher bemerken wir Staaten aller 5 Erdtheile, ebenso gehören die Eltern der Stndire»den den verschiedensten Ständen, namentlich aber dem der Fabrikanten, Ingenieure, Baugewerke, Beamten und Kaufleute an. Die Anstalt dient zur Ausbildung in der Elektrotechnik und im gesammten Maschinenwesen. Der Unterricht für daS nächste Sommerhalbjahr beginnt am 21. April und es finden die Aufnahmen für den am 23. März er. beginnenden, unentgeltlichen Vorunterricht von Mitte Februar bis Mitte März wochentäglich statt. Ausführliches Programm mit Bericht wird kostenlos vom Sekretariat des Technikum Mittweida (Sachsen) abgegeben.
Für heute. Kunstverein: In der Aula Kgl. Zeichen- akademie: Große Gemälde-Ausstellung; geöffnet von 10 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags; Einkitt für Nichtmit- ßlieder 20 Pfg. — Oratorienverein : Abends 71/» Uhr: Generalprobe. — Spar- und Spielkasse „zur goldnen Feder": AbendS 8 Uhr: Theilung und erste Auflage. — Naturheilverein : Abends 8^/4 Uhr im kleinen Saale der „Centralhalle" : Vortrag von Klara Muche über „Ursache, Verhütung und Heilung von Gicht und Rheumatismus." — Verein der Briefmarkensammler: Abends 8V1 Uhr: Zusammenkunft im Vereinslokale „Restaurant Mohr". — Evang. Männer- und Jünglingsverein: Ebenfalls abends 8*/, Uhr Gebetsversammlung (Ältst. Rathhaus). — Turn- und Fechtklub: Abends von 8*/,—10 Uhr Turnen der Jugendabtheilung. — Abends 9 Uhr: Freiwillige Feuerwehr, 5. Komp, in der „Allema- nia"; — Brandwache und Rettungskorps in der Brauerei Kaiser.
Versteigerung-- & Verpachtung-- re. Kalender für Dienstag den 2. Februar.
Holzversteigerung im Gerneindewald zu Hochstadt in den Distrikten Deibelsee und Butterbaum; Termin vormittags 10 Uhr, Zusammenkunft am Deibelsee (s. Nr. 25 „Han. Anz.").
Von nachmittags 2 Uhr ab werden Grimmstraße 28a (Hinterbau) durch den beeid. Taxator Fr. Kämpfer Mobiliargegenstände, Bettwerk, Leinengerâth u. a. m. gegen Baarzahlung versteigert. — Ebenfalls von nachmittags 2 Uhr ab versteigert der st. beeid. Taxator Herr P. Meerbott im kleinen Saale des „Löwengärtchen-" gegen gleich baare Zahlung 30 Mille Zigarren.
0 Nin-ecken, 1. Febr. Am gestrigen Abend beging der hiesige Kriegerverein in de» festlich hergerichteten und mit tem Bildniß unseres Kaiser- gezierte» Saale seines Vereins- lokaleS die Feier des GeburtStageS »»sereS Kaisers und Königs, zu welcher sich die Mitglieder bei gen. Vereins mit ihren Damen sehr zahlreich eingefunde» hatten. Nach Eröffnung der Feier hielt Kamerad Herr »«tSgerichtSsekretär Stark eine kernige und mit patriotischer Begeisterung vorgetragene Ansprache, in welcher >0» der Bedeutung des Tages ausgehend die Fürsorge unsere- LandeSvaterS, ein auf allen Gebieten, so auch für eine starke Armee hervorhob; ihm, dem obersten Kriegsherrn gelte ein dreifaches Hoch. Alle Anwesenden stimmten begeistert ein und sangen darauf die Nationalhymne. An den tonzertliche» Theil der Festfeier reihte sich munterer Tanz, der alle Festtheil»eh«er biS zur vorgerückten Stunde zusammenhielt. — Auch im Saale „Zur Hoch«ühle" fand gleicherzeit eine Geburtstagsfeier statt. Hier hatte der Inhaber de» genannten Lokales eine allgemeine Abendnnter- daltung mit Tanz veranstaltet, die sehr stark besucht wat. Mit einem kräftigen dreimaligen Hoch auf Se. Majestät gedachte man auch hier unsere- geliebten Lande-vater-.
Aus der Provinz «nd den Rachba^qebieten.
So«hor«, 27. Januar. Bezüglich des bereit- kurz gemeldeten Brandunglücks wird noch ergänzend »itgetheilt: Durch den Schreckensruf „Feuer" wurden heute Nacht um 3 Uhr unsere Bewohner in Allarm versetzt. Die im Michel'schen Felsenkeller von der Firma Concordia zu Offenbach a. M. betriebene Cigarrenfabrik stand in Hellen Flammen. Unserer, wie immer schnell am Brandplatze erschienenen Feuerwehr blieb nur übrig, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken, da an eine Rettung bei weitläufigen Gebäudes »icht mehr zu denken war. Dank der günstigen Windrichtung war die Aufgabe der Feuerwehr keine allzuschwere. Da der Schaden durch Versicherung gedeckt ist, so ist am meisten zu bedauern, daß etwa 80 Arbeiter unfreiwillig feiern müssen. Dem Vernehmen nach soll jedoch der Betrieb in anderen Lokalen, wenn auch vorerst nur theilweise, in den ersten Tagen wieder ausgenommen werben.
Nrankfurter THeater-Reperbair.
Operrrh auS. Dienstag, den 2. Februar: „Die Afrikanerin". — Mittwoch, 3.: „Der Mikado". — Donnerstag, 4.: Zum ersten Male wiederholt: „Der vierjährige Posten". Hierauf: „Der häusliche Krieg". — Freitag, 5.: Geschloffen. — Samstag, 6.: „Das Nachtlager von Granada". Hierauf: „Cavalleria rusticana“. — Sonntag, 7., nachmittag- 31/» Uhr: „Die Fledermau»". Abends 7 Uhr: Neu einstudirt: „Silvana". — Montag, 8.: „Der arme Jo«athan".
Schauspielhaus. Dienstag, dm 3. Februar: „Rathan her Seife. — Mittwoch, 3.: „Johu Gabriel Bork»»»". — Donnerstag, 4.: Zum ersten Male: „Jâgerblut". — Freitag, 5.: „Die beiden Reichenwâller". — Samstag, 6.: Zum ersten Male wiederholt: „Jâgerblut". — Sonntag, 7., nach- »ittagS 3^ Uhr: „Gebildete Menschen". Abends 7 Uhr: „John Gabriel Borkman". — Montag, 8.; „Goldfische".
Patent-Ertheilungen.
Nr. 91120. Neuerung in der Appretur von Filzhüten. — M. Böhler in Frankfurt a. M., vom 19. Juli 1896 ab. Kl. 8.
Gebrauchs-Mu st er.
Nr. 68 252. AuS drei konzentrischen abwechselnd gerichteten Zügen bestehender Lampenzylinder. Heinrich Niemeyer in Cassel, Biktoriastraße 1, vom 22. Dezember 1896 ab — N. 1325. Kl. 4.
Nr. 68 256. Gasdruckcegler mit periodisch arbeitendem Regulirschieber. Johanne» Fleischer in Frankfurt a. M., Schweizerstiaße 19, vom 23. Dezember 1896 ab. — F. 3153. Kl. 26.
Schiffsvericht.
Bremen, 30. Januar. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Trave" ist gestern in New-Dork eingetroffen.