9. Januar
Hanauer Anzeiger
Seite 3
* Neuerung an Lokomotiven. Seit vielen Jahren ist es eine stehende Klage, daß jene Männer, denen die schwere Verantwortung obliegt, einen Zug bei Tag und Nacht, bei Sturm und Schnee sicher an sein Ziel zu führen, auf der Lokomotive stehend, allen Unbilden der Witterung ausgesetzr sind, und nicht einmal auf der längsten Fahrt sich nur auf Minuten niedersten können. Die Lokomotivführer sind deshalb auch in verhältnißmäßig jungen Jahren schon abgenützt, ihre Füße krank und unbrauchbar. Diesem Uebelstand wird nun in jüngster Zeit auf den neuen Maschinen, die den Führer auch vou rückwärts her etwas besser schützen, dadurch abgeholfen, daß ein einfacher aber guter Sitz angebracht ist, der dem Führer gestattet, auch in der Sitzstellung seine Pflichten in Bezug auf Steuer und Aufsicht über die zu durchfahrende Strecke zu erfüllen. Diese Neuerung wird von den vielgeplagten Männern dankbar begrüßt.
* „Christnacht." Auf die heute Abend 7V2 Uhr und morgen, Sonntag, nachmittags 5 Uhr stattfindenden Aufführungen des Weihnachtsfestspiels „Christnacht" möchten wir hier nochmal» ansmerksam machen. Die Aufführuug am Sonntag ist die letzte der angekündigten Vorstellungen.
* Konzert der Ulanenkapeüe. Aus dem uns vorliegenden Programm des morgen Abend im deutschen Hause stattfindenden Konzertes unserer Ulanenkapelle greifen wir einige Nummern heraus, um zu zeigen, welch künstlerischer Genuß den Besuchern geboten werden wird; Präludio, Chor und Tanz aus der Operette „Tas Pensionat" von Fr. v. Suppe, die Ouvertüren zu den Opern „Indra" und „Die Zigeunerin", Fantasie aus der Oper „Der Troubadour" (Solo für Violine), „Treue Liebe", Lied, Duett für Tromba und Posaune, „Ich bin ein Kind vom Rhein", Walzer aus dem „Vogelhändler", „Münchener Bocklieder", Potpourri u. a. m.
* Der Turner-Maskenball, diese turnerische karne valistische Veranstaltung, welche schon seit eine» Jahrzehnt sich der besonderen Gunst unseres tanzfroheu Publikums zu erfreuen hat, findet Samstag den 6. Februar in den Silen der „Centralhalle" statt. An ausführlichen Berichten hatten wir bereits des Oefteren Gelegenheit, unsere« Lesern zu schildern, welch eine Fülle gediegener und dabei höchst origineller Unterhaltung den Besuchern dieses Balles während den Tanzpausen geböte» wird, und können wir deshalb heute von weiteren Lobeserhebungen Abstand nehmen. Der Hinweis, daß die rührigen Veranstalter schon geraume Zeit mit den Vorbereitungen für' die turnerischen u»d humoristischen Aufführungen beschäftigt sind, gibt die Gewißheit, daß die Festlichkeit sich den früheren würdig anreihen und den guten Ruf derselben aufs Neue glänzend bewähren wird.
* Maskenball Wie uns mitgetheilt wird, hält der Verein Hanauer Radsport von 1895 wiederum dieses Jahr seinen Maskenball in den Sälen zum deutschen Hause ab. Wie stets, wird auch dieses Mal der Verein bestrebt sein, den Festtheilnehmern einige genußreiche Stunden zu bereiten.
* Tanzschüler Ball. Nächsten Samstag den 16. Januar findet in den Sälen der Centralhalle der Schlußball des Fr. K i s s e l ste i n 'schen Tanz-Instituts statt. Nach der uns vorliegenden Tanzkarte, auf welcher u. A. 6 neuere Tänze verzeichnet sind, verspricht die Veranstaltung recht gelungen zu werden, zumal einige Tänze in Kostüm von Schülern und Schülerinnen auf der Bühne getanzt werden. Einführungen sind durch Schüler gestattet.
* Vom Marken-Konsumverein. In seiner am Mittwoch abgehaltenen Generalversammlung beschloß der Marken-Konsumverein, den Rabatt, welchen die Kontrahenten zu gewähren haben, aus 7 Prozent, die an die Mitglieder auszuzahlenden Prozente auf 6 zu erhöhen.
* Schwindlerin. In einem hiesigen, am Marktplatze belegenen Schuhwaaren-Geschäft erschwindelte sich gestern eine Frau fünf Paar Schuhe.
denen der älteste, Achael, in warmempsundever, rhetorisch vor- tresflicher Wiedergabe der schwungvollen Worte einer Szene von hohem poetischem Werthe besondere Wirkung zu erreichen wußte, wie die schon durch ihre Maske und Gewandung die Aufmerksamkeit auf sich ziehenden heiligen drei Könige reihten sich in ebenbürtiger Weise dem Eindrücke des Ganzen an ihrer Stelle ein, wie auch die stummen Figuren der Maria, des Engels und des Joseph in dem lebenden Bilde eine die malerische Wirkung bestens unterstützende Vertretung fanden. Der Besuch der Aufführungen kann auf das Wärmste empfohlen werden!
Aus Kunst und Leben.
Hd. Im Berliner Theater gelangte gestern Abend das dreiaktige Schauspiel „Der Schuß" von Rudolf Presber aus Frankfurt a. M. bei gut besuchtem Hause zur ersten Aufführung, nachdem es schon eine Rundreise durch Deutschland gemacht hatte. Wie in anderen Städten, fand das Stück auch hier eine beifällige Aufnahme, für welche sich der anwesende Autor wiederholt bedanken konnte.
Andenken an den Zarenbesuch. Ein Pariser Dilettant, Philippe Deschamps, hat die Geduld gehabt, alle Erzeugnisse der Pariser Industrie zu sammeln, die dem Zarenbesuche ihre Entstehung verdanken, mehrere hundert Gegenstände für den Hausgebrauch, wie Teller, Schüsseln, Seife, auch eine reiche Auswahl von Tabaksbeuteln, Pfeifen, Ci- garren-Etuis und Kleidungsstücken, darunter ein französisch- russisches Corset. Die ganze Sammlung soll Nikolaus II. gesandt werden, dem sie schwerlich die gleiche Freude bereiten wird wie dem Sammler selbst, der ein Wunderwerk zu Stande gebracht zu haben glaubt und nicht ruhte, bis Baron v. Mohrenheim seiner Einladung, es in Augenschein zu nehmen, Folge geleistet hatte.
* Selbstmorde. Im Jahre 1896 sind im Stavt- und Landkreise Hanau 12 Selbstmorde zu verzeichnen gewesen; hiervon entfallen aus den Stadtkreis 4, aus den Landkreis 8 Personen, sämmtlich männlichen Geschlechts. Unter denselben befand sich ein Unbekannter, die Namen der übrigen wurden sämmtlich festgestkllt. 4 machten durch Erhängen, 2 durch Ertrinken, 1 durch Vergiftung, 4 durch Erschießen ihrem Leben ein Ende, 1 ließ sich von dem Eisenbahnzug überfahren. Die Ursache des Selbstmordes war bei 4 Personen abnormaler Geisteszustand, bei 2 Personen Furcht vor Strafe, bei 1 gänzliche Mittellosigkeit. Bei einer Person konnte die Ursache nickt festgeftellt werden.
* Statistik der Brände. Im Landkreise Hanau sind im Laufe des JahreS 1896 37 Brände zu verzeichnen gewesen, im Stadtkreise Hanau 24. Bei den hier vorgekommenen Bränden war nur in einem Falle das Einschreiten der Feuerwehr erforderlich. Der entstandene Jmwobiliarschaden der hiesigen Brände wird auf 765 Mk., der Mobiliarschaden auf 6600 Mk. geschätzt.
* Städt. Bibliothek. Zur kostenlosen Verleihung und Benutzung der Bücher geöffnet Sonntags, Mittwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr (Bangertstraße 2, eine Treppe hoch, im sogen, „alten Stadthaus").
Aür heute. „Zum deutschen Haus": Nöends 7^2 Uhr: Aufführung des Weihnachtsfestspiels „Christnacht". — Turn- gememde: Abend- vo» 7^2—9 Uhr: Kürturnen und Vor turnerstunde. — Evang. Männer- und Jünglingsverein: AbendS 81/» Uhr: Gesellige Unterhaltung und Biolinspielen (Ältst. Rathhaus); — Allg. christl. Arbeitervereine: Ebe»- falls abends 8 Vs Uhr: Gemüthliche Zusammenkunft im Vereinslokal „Brauerei Weismantel". — Ab e»di 9 Uhr: Dramatisch - litterarischer Verein „Melpomene" (Brauerei Kaiser): Lesung; — Kasino Eintracht" (Vereinslokal „Goldene Gerste"): Vereinsabend; — Verein „Einigkeit": Bereins- abend „zur großen Krone"; — Verein Merkur: Msnats- versammlung; Tagesordnung: Mitgliederaufnahme, Verschiedenes. — Gesangverein Sumser: Abends 9*/s Uhr: Gene ralversammlung; Tagesordnung: Humoristischer Abend, Verschiedenes. — Athletenklub „Germania": Ebenfalls abends 9 Vs Uhr: Generalversammlung; Tagesordnung: Jahresbericht, Vorstandswahl, Verschiedene-. — Fußballklub „Viktoria" : Abends von 9—10 Uhr: VereinSabend im „Deutschen Haus". — Spar- und Kohlenkasse „zur Rosenau" : Auflage. — Weihnachtssparkassen „zum Friedbergerhof", „Koch's Bierkeller" (Wiener Spitze) und „zur gold. Rebe" ; Erste Auflage uvd Ausnahme neuer Mitglieder. — Philharmonischer Verein: Abends Vs 10 Uhr: Generalversammlung; Tagesordnung: Vorstandswahl, Verschiedenes.
Für morgen. Erster Hanauer Fußballklub „1893": Nachmittags 3 Uhr: Uebungsspiel.
Versteigerung-- & Verpachtung-- re. Kalender für Montag den 11. Januar.
Holzversteigernng zu Emmrichshofen; Termin vormittags 11 Uhr (s. Nr. 2 „Han. Anz.").
Vormittags 11 Uhr soll im Rathhause zu Langendiebach die Gemeindefischerei im Kinzigflusse auf die Dauer von 6 Jahren anderweit vergeben werden.
C. Groß-Auheim, 8. Januar. Es ist gewiß Thatsache, daß heutzutage das Lesebedürfniß im Volke ein viel größeres ist, wie in früheren Zeiten. Die maßgebenden Organe sind daher auch bestrebt, gute Lektüre ins Volk zu bringen und durch diese zu kämpfen gegen unsittliche Hintertreppenromane, die leider durch die Kolportage vielfach dem unwissenden Volke geradezu aufgedrängt werden. Mit Unterstützung des Kreisausschusses und durch das Interesse, das die hiesige Gemeindeverwaltung der Sache entgegenbringt, ist es gelungen, auch hier eine Volksbibliothek inS Leben zu rufen. Die Gemeinde hat in löblicher Weise einen passenden Schrank zur Aufbewahrung der Bücher beschafft und im Schulsaal der oberen Knabenklasse aufgestellt. Die Verwaltung der Bibliothek hat Herr Lehrer Fickert bereitwilligst übernommen. Wenn die Anzahl der beschafften Bücher vorerst auch noch eine kleine ist, so wird die errichtete Volksbibliothek doch gewiß recht viel Gutes bringen. Möge sie die schlechte, schlüpfrige Lektüre, sowie die volksverhetzende Litteratur verdrängen und möge man nur nach wirklich reiner und praktisch nutzbringender Lektüre greifen!
t. Großauheim, 8. Januar. Einen guten Anfang im neuen Jahre hatte der evangl. gemischte Chor „Fröhlichkeit" mit seinem am letzten Sonntag veranstalteten Ausflug nach Groß-Krotzenburg zu verzeichnen. Nachdem sich die zahlreichen Mitglieder im Saale „zur Stadt Hanau" an einer Tasse Kaffee gütlich gethan hatten, gelangte unter der musterhaften Leitung des Herrn B o n n e w i tz der Chor „Psalm 100" zum Bortrag. Inzwischen hatte sich der Gesangverein „Harmonie" daselbst nahezu vollzählig eingefunden, welcher nun unter Leitung des vorerwähnten Dirigenten ebenfalls mehrere Chöre zum Besten gab. Mehrere musikalische Vorträge des Bonnewitzschen Quartetts, Soli und humorische Vorträge und ein gemüthliches Tänzchen erhöhten noch die heitere Stimmung. Um Vs9 Uhr wurde der Rückmarsch angetreten mit dem Bewußtsein, einen wirklich schönen Nachmittag verlebt zu haben.
Aus der Provinz und den Nachdargebieten.
Lendorf bei Borken, 6. Januar. Der „Cass. Allg. Ztg." wird mitgetheilt: Die Lösung eines Problems, an welchem sich die Gelehrten schon lange abgemüht, ist, nach dem Worte „was kein Verstand der Verständigen sieht, das übet in Einfalt ein kindlich' Gemüth", dem Landwirth A. gelungen, nämlich die Erfindung eines lenkbaren Luftschiffes (?!). A., der nur Dorsschulbildung besitzt, hat seit Jahren sich mit dem Studium einschlägiger Werke, namentlich Meyers Kon-
versations-Lexikon beschäftigt und glaubt das Problem gelö^ zu haben. Es ist ihm auf seine Erfindung ein Patent er- theilt nnd es fehlt nur das nöthige Kapital, die Erfindung auszunutzen. Von einer großen Fabrrik mechanischer Werke sollen dem Erfinder bereits 10,000 Mark für sein Patent geboten sein, welches Gebot er jedoch nicht acceptirt hat. Uebrigens scheint A. ein Genie zu sein, da er vor etlichen Jahren schon eine wesentliche Verbesserung eines Pfluges erfunden hat.
^Rembrücken im Rodgau, 8. Januar. Eine empfindliche aber durchaus gerechte Strafe verhängte gestern die Darmstädter Strafkammer über den 53jährigen Silberarbeiter Wilhelm Maier von hier. Derselbe stand nämlich bei dem Goldarbeiter Adam Como in Offenbach in Arbeit und verließ eines Tages ohne vorherige Kündigung die Arbeit; gleichwohl verlangte er einige Tage später die Auszahlung des noch zwei Tage rückständigen Lohnes. Aus Aerger über die verweigerte Nachzahlung zertrümmerte er dann am 9. Dezember 1896 eine dem Arbeitgeber gehörende Erkerscheibe mit einem Pflastersteine ein. Wegen dieser Sachbeschädigung verurtheilte ihn das Gericht zu 6 Monaten Gefängniß und zur Kostentragung.
<•> Groß-Umstadt, 8. Januar. Von einem schweren Schicksalsschlage wurde eine hiesige brave Familie betroffen. Das 10jährige Söhnchen derselben wollte nämlich seinem in der Zuckerfabrik - beschäftigten Vater den Nachmittagskaffee überbringen. Unterwegs ging der Vater an einem frei umherlaufenden Füllen vorüber. In demselben Augenblicke versetzte das munter hüpfende Fohlen dem Kinde einen wuchtigen Husschlag an den Kopf, der den sofortigen Tod des unglücklichen Knaben zur Folge hatte.
Ö Roßdorf i. d. RH., 8. Januar. In einem nahen Walde wurde vorgestern die Leiche eines fremden Mannes aufgefunden. Der Mann lag neben einer Last Holz, die er sich im Walde geholt hatte. Offenbar wollte er sich, ermüdet von der schweren Last, ausruhen, war dabei eingeschlafen und erfroren.
C Södel i. d. Wetterau, 8. Januar. Ein Fall wunderbarer Lebensrettung ist von hier zu berichten. Ein junger Holzarbeiter wurde nämlich im Walde von einer unvermuthet rasch umstürzeuden Buche getroffen. Die erschreckt hinzueilenden Mitarbeiter, welche eine verstümmelte Leiche zu finden glaubten, waren nicht wenig überrascht, als sie den Burschen unversehrt unter dem Stamme Hervorkriegen sahen. Der Stamm hatte nämlich gerade an der Stelle, unter welcher der Getroffene lag, eine so starke Krümmung, daß der Bursche unter dieser Wölbung genügend Platz finden konnte.
Vermischte Nachrichten.
Daß zum Löschen eines Brandes Wurstsuppe benutzt wurde, dürfte wohl noch nicht dagewesen sein. Die biederen Bürger von Niedernhausen sind es, die dieses neue Löschmittel erfunden und zuerst bei dem vorgestrigen Brande anwaudten. Die Spritze war nämlich eingefroren und weil kein warmes Wasser zur Stelle war, wurde kurzer Hand, da bei einem Wirthe an demselben Tage geschlachtet wurde, die Wurstbrühe aus dem Kessel geholt und in das Spritzenwerk geschüttet. Die heiße und fette Brühe thaute rasch die Spritze auf und ein Einfetten der Kolben und Ventile war nicht mehr von Nöthen; jedoch soll der mit Wurstsuppe vermengte Wasserstrahl unheimlich gepraffelt habn.
* Hanau, 9. Januar. (Lebensmittelpreis e.) Hülsenfrüchte: Bohnen 30—35 Psg., Erbsen 30—35 Pfg., Linsen 40—45 Pfg. das Doppelliter; Geflügel: Tauben, das Pärchen 1—1,20 Mk.; ein alter Hahn 1,20—1,60 Mk.; ein junger Hahn 1,20—1,80 Mk.; ein Huhn 1 bis 1,40 Mk.; eine Ente 2,50—3 Mk.; eine Gans 3,30 bis 4,50 Mk.; Gans, gerupft, das Vs kg 60—65 Pfg.; Fische: gewöhnliche Sorte 25—30 Pfg., bessere Sorten 40 Pfg., Hecht 1,20 Mk., Bresem 60 Pfg-, Barben 60 Pfg., Barsch 70 Pfg. — Vs kg ; Gemüse: Merrettig, die Stange 10—20 Pfg.; Blumenkohl das Stück 40—50 Pfg.; Kopfsalat, das Stück 15 Pfg.«; Endivien, das Stück 10—15 Pfg.; Ober-Kohlrabi, das Stück 3—5 Pfg.; Unter-Kohlrabi, das Stück 10—12 Pfg.; Wirsing, das Stück 10 bis 12 Pfg.; Weißkraut, das Stück 15—25 Pfg.; Rothkraut, das Stück 20—25 Pfg.; Sellerie, das Stück 10—20 Pfg.; gelbe Rüben, das Bund 8—12 Pfg.; Braunkohl, die Portion 30—35 Psg.; Rosenkohl, die Portion 35—40 Pfg.; Schwarzwurzel, die Portion 30—35 Pfg.; Spinat, die Portio» 50—60 Pfg.; Schmalzkraut, die Portion 15—20 Pfg.; Kartoffel, 10—12 Pfg. das Doppelliter; Trauben, 1,20 Mk. das Vs kg; Obst: Aepfel, das Pfund 15—30 Pfg.; Birnen, das Pfund 20-30 Pfg.; Nüsse, das Hundert 30 Pfg.; Zitronen, das Stück 8—10 Pfg.; Apfelsinen, das Stück 10—12 Pfg.; Verschiedenes: Butter das Pfund 90 Pfg. bis 1,10 Mk.; Käse, das Stück 4—5 Pfg.; Eier, das Stück 9—10 Pfg.; Gänseeier, das Stück 20—22 Pfg.; Zwiebel, das Doppelliter 20—24 ZPfg.; Welschkorn das Doppelliter 24—26 Pfg.; Radieschm, das Bündel 3 Pfg.; Kastanien, das Vs kg 18—20 Pfg.; Weizenmehl, 1. Sorte 20 Psg., 2. Sorte 18 Psg., 3. Sorte 16 Psg., 4. Sorte 14 Pfg. = Vs kg. ; Stroh 2,30 bis 2,70 Mk. und Heu 3,40—4 Mk. — 50 kg. ; Buchenholz, der Meter 9,50 Mk.
Schiffsbericht.
Hamburg, 7. Januar. Der Dampfer „Sicilia" von der Hamburg - Amerika - Linie ist gestern in New-Dork eingetroffen.
London, 8. Januar. Der Union-Dampfer „Mexican" ist aus der Ausreise gestern in Kapstadt angenommen.