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Preis: Zâhrllch 9 ^ HrlLj.4^50^ »iatchährlich 2.* 25 ^ Mr asAoärtrge Wanurnten mit bent btireitenbett Vostanfschlag. Die einzelne Nummer 10 ^.
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HMMerAnzeiger.
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Samstag den 6. Juni
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1896.
ÄmtLiches.
Dienstnachrichten aus dem Kreise.
Gefunden: In der Johanniskirche sind theils früher, theilweise f in neuerer Zeit liegen geblieben: ein Aanella-Kinderregenschirm mit ge- - Logenem Griff; ein alter Kindersonnenschirm; ein weißes Taschentuch, ge- ; zeichnet I. B.; ein weißes Taschentuch mit farbigen Borden, gezeichnet J S. H.; ein weißes Taschentuch mit farbigen Borden, gezeichnet L. G.; ; ein Paar helle Kinderhandschuhe; ein Paar schwarze wollene Kinderhand- [ schuhe; ein Glacehandschuh für Erwachsene (linker); ein schwarzer Trikothandschuh für Erwachsene (rechter); Empfangnahme bei Herrn Kirchendiener Henkel hier. Zwei Sonnenschirme (auf der Messe an einem Backwaaren- stand stehen geblieben). Ein Lehrbuch der französischen Sprache (in einem ! Laden liegen geblieben). Zwei weiße Kinderlatz.
Verloren: Ein schwarz und weißer Knabenstrohhut.
Hana« am 6. Juni 1896.
.^taM&rew ^anau« Bârtmtmachnngen des Ober-bürgermeisteraMtes. Bekanntmachung.
Die diesjährige Heu- und Grummeternte aus den in Dörnigheimer ; Gemarkung am Wasserthurm liegenden, der Stadt Hanau gehörigen Wie- ; fett stauen soll
Dienstag den 9. Jnni 1896, nachmittags ^4 Uhr, an Ort und Stelle unter den vor der Versteigerung bekannt gegebenen Bedingungen meistbietend versteigert werden.
Hanau am 5. Juni 1896.
Wasserwerksdirektion.
8. Gäßler. 7475
Tagesschau.
Der Budgetkommission des Reichstages ist eine Mittheilung der Regierung zugegangen über die Zusammensetzung der neuen " Regimentsstäbe und der neuen Bataillone. Der Regimentsstab soll danach bestehen aus dem Kommandeur, 1 Sekondelieutenant, 1 Oberstabsarzt, 1 Stabsarzt, 2 Assistenzärzten, 1 Sergeanten, 1 Unteroffizier, 1 Stabshoboist, 8 Hoboisten, 29 Hilfshoboisten und 8 Oekonomiehand- ; werkern. Das Bataillon soll bestehen aus 1 Stabsoffizier, 4 Hauptleuten, ; 4 Premierlieutenants, 9 SekondAieutenants, 1 Zahlmeister, 1 Büchsenmacher, 4 Feldwebeln, 4 Vizefeldwebeln, 4 Portepeefähnrichs, 17 Ser- ‘ geanten, 34 Unteroffizieren, 1 Bataillonstambour, 8 Kapitulanten, 40 Ge- i freiten, 384 Gemeinen, 1 Zahlmeisteraspirant und 4 Lazarethgehilsen. Hervorzuheben ist noch, was bisher nicht bekannt war, daß die Bildung ' der neuen Bataillone eine Vermehrung der Sekondelieutenants um 7 pro neues Infanterieregiment, also um 287 Köpfe nach sich ziehen wird.
Der deutsche Tabakverein hielt am Dienstag in Baden-Baden seine diesjährige Hauptversammlung ab. Die Verhandlungen leitete der Vorsitzende des Vereins, Kommerzieurath Collenbusch-Dresden. Der Der- ! bandstag war sehr gut besucht. Wie von dem Sekretär des Vereins, 'Schloßmacher-Frankfurt a. M., bei Gelegenheit der Berichterstattung über ; die Thätigkeit des Vorstandes im abgelaufenen Jahr mitgetheilt wurde, hat Ler Vorstand im Januar d. I. an die deutschen Landesregierungen eine Eingabe gerichtet, in welcher diese gebeten werden, daß eine allgemeine gesetzliche Ladcnschlußsiunde für solche Geschäfte, die mit Tabakfabrikaten handeln, nicht festgesetzt werde, auch die Kleinhändler mit Tabak und Zigarren, welche durch die Sonntagsruhe schon einen sehr erheblichen Nachtheil erlitten haben, nicht weiter zu schädigen. Die Versammlung erklärte sich mit diesem Vorgehen des Vorstandes einverstanden, wie sich auch aus einem späteren Referat des Vorsitzenden, Kommerzienrath Collenbusch, über diese gleiche Angelegenheit und der sich hieran anschließenden Debatte ergab. Von verschiedenen Rednern wurde der Ansicht Ausdruck gegeben, daß, wenn man ( vielleicht in manchen Gegenden einen früheren Ladenschluß wünsche, dies nur
KE"' Die heutige Lummst umfaßt Eßer dem itntertzattnngsbLatt 20 Seiten.
auf dem Wege der freien Vereinbarung stattfinden könne. Don verschiedenen Seiten war angeregt worden, daß der Vorstand des Vereins zu der Frage der Einschränkung des Detailreisens Stellung nehmen solle. Der Vorstand lehnte jedoch ein solches Vorgehen ab, da die Ansichien über die Nachtheile und Vortheile des Detailreisens in den Kreisen der Mitglieder des Vereins sehr getheilt seien und der Vorstand die Aufgabe habe, die Interessen aller seiner Mitglieder zu vertreten. Eine lebhafte Debatte entspann sich auch über die Frage der Waarenzeichen. Die Versammlung einigte sich auf folgende Grundsätze: Zwischen Rauch- und Zigarettentabaken soll eine Unterscheidung nicht gemacht werden, wohl aber ist eine solche zwischen Zigaretten und Tabaken wünschenswerth; ein gemeinsames Zeichen für Rauch- und Kautabak kann geführt werden. Es sollen für Freizeichen folgende Gruppen bestehen : 1. Zigarren, 2. Zigaretten, 3. Rauch- und Kautabake, 4. Schnupftabake. Auf der Tagesordnung stand noch die Berathung der Frage „Konflikte zwischen Musterschutz und Zeichenschutz," jedoch wurde diese Angelegenheit nach einem Referat des Fabrikanten Weigang-Bautzen aus die nächstjährige Jahresversammlung vertagt.
Der Pfarrer K. Fritsch, geschäftsführender Sekretär des Central- Ausschusses für innere Mission, der in Stuttgart an Stelle Dtöckers in den Ausschuß des evangelischen Kongresses gewählt worden, veröffentlicht eine Erklärung, worin er sagt, daß er sich überhaupt nicht einmal als Mitglied des Kongresses betrachte.
Die H e er esreform des italienischen Kriegsministers Ricotti stößt auf vielseitigen Widerspruch. Jetzt bringen die oppositionellen Blätter seit einigen Tagen zahlreiche Zuschristen aus Offizierkreisen, welche die Gefährlichkeit dieser Reform nachzuweisen suchen. So schreibt ein aller Oberst an die „Tribuna", Ricotti wolle das Heer um 70^000 Mann verringern. Gerade in dem Augenblicke, da Deutschland sich anschicke, aus seinen vierten Bataillonen neue Regimenter zu bilden, schneide man von den italienischen Bataillonen die vierten Compagnien ab. Das sei ein herostatisches Werk, das im Falle eines Krieges unermeßlichen Schaden nach sich ziehen müsse. Schon jetzt reichten die vorhandenen Stämme nicht aus; nach der Ricotti'schen Reform werde im Kriegsfälle der größte Theil der Reserven zu Hause bleiben müssen. Der Widerspruch gegen die Reformen Ricotti's ist auch im italienischen Senat laut geworden. Der etwa fünfundsiebzigjährige General Carlo Mazzacapo, ein Veteran der Unabhängigkeitskriege, der von 1848 bis 1866 an allen Feldzügen theilgenommen hat und Anfang der achtziger Jahre als Präsident des Obersten Militärgerichtshofes berufen wurde, rügte im Senat den Plan sehr scharf und erklärte, insbesondere die italienische Artillerie werde dadurch um ein halbes Jahrhundert zurückgeworfen werden. Man darf — nicht bloß in Italien — darauf gespannt sein, wie Ricotti die gegen seine Reformabsichten vorgebrachten Bedenken widerlegen wird.
AuS Modt, Provinz und Nmgegend Märkte und Messen, insbesondere die beiden Hanauer Messen.
Heutzutage besitzt fast j^der größere Ort seinen Jahrmarkt, nicht so war es in alter Zeit. Damals war die Marktgerechtigkeit lediglich mit der Erwerbung des Stadlrechtes verknüpft. Gewöhnlich erstreckte sich diese Marktgerechtigkeit aber nur auf Wochenmärkte, während es zur Einführung der Jahrmärkte wieder der besonderen kaiserlichen Bewilligung bedurfte. Selbst die Reichsstadt Wetzlar, welche doch bereits im Jahre 1180 gleiche Freiheiten mit Frankfurt erhalten hatte, war noch bis zum Jahre 1318 ohne einen Jahrmarkt. Was die wetterauischen Städte anbelangt, so er- hiell Frankfurt im Jahre 1332 vom Kaiser die Versicherung, daß die denselben gewährten diesbezüglichen Gerechtsamen sich lediglich auf Wochenmärkte bezögen. Diejenigen Städte Deutschlands, welche als ehemalige römische Kolonien schon Jahrmärkte hatten, behielten solche bei, aber es wurden dieselben von den ehemaligen heidnischen Feiertagen auf das Fest eines Heiligen oder auch auf den Gedächtnißtag der Einweihung der Haupt- oder Parochialkirche verlegt. Letzteres geschah weniger aus religiösen als aus Zweckmäßigkeitsgründen, denn an dergleichen Tagen versammelten sich in den Städten zu gottesdienstlichen Verrichtungen viele Menschen aus der