Einzelbild herunterladen
 

AbmumvevtS-

Preis: Jährlich 9 <* Halbst 4°« 50^ Vierteljährlich 2 <*25 ^.

Mr auswärtige Abonnenten mit dem betreffenden Postaufschlag. Die einzelne Kummer 10 ^.

HamuerAmeiaer.

Zugleich

Arntttches Organ für SLaöL- unö Fanökrers Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Jusertious- Preis:

Die ispaltige Garmon dneile oder deren Raum 10 A die 1 */*fp. Zeile 15 A die 2fpclt Zeile 20

die 3spalt. Zeile 30 ^.

imRekiamcniheil die Ispalt. Zeile 20 4 netto.

M. 10h

ÄMtliches.

^anö&rei^ ^anau.

Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.

In Bürgel, Kreis Offenbach, ist die Maul- und Klauenseuche aus­gebrochen.

Hanau am 27. April 1896.

Der Königliche Landrath

V. 3780 v. Schenck.

Dicllftimchrichteil aus dem Kreise.

Gefunden: Am 25. d. Mts. auf der Straße von Hanau bis Rückingen ein Eisenstab (zu Wagenreif); Empfangnahme beim Herrn Bürgermeister zu Rückingen. Ein Portemonnaie mit etwas Geld.

Hanau am 30. April 1896.

^taOtorei^ ^mra^«

VârrnLmachrtngen des Oberbürgermeisteramtes. Bekanntmachung.

Durch Beschluß der städtischen Behörden ist Herr Jean Klug hier- selbst zum Kontroleur des Fleischaccises bestellt worden.

Hanau am 25. April 1896.

Der Oberbürgermeister

Dr. Gebeschus. 5853

Donnerstag den 30. April

Bekanntmachung.

Die Firma Jäger & Rumpf hier beabsichtigt außerhalb der im Zusammenhang gebauten Stadt Hanau am sogenannten alten Auheimerweg auf der Parzelle Karte V. Nr. 17 eine Kolonie von 16 Arbeiterwohn- Häusern zu gründen.

Nach den §§ 3 und 7 des Gesetzes vom 11. Juni 1890 (G.-S. S. 173 ff.) kann gegen diese Kolonie Don dem Eigenthümer, dem Nutzungs­oder Gebrauchsberechtigten oder dem Pächter eines benachbarten Grundstücks Einspruch erhoben werden, welcher durch Thatsachen zu begründen ist, welche die Annahme rechtfertigen, daß die Kolonie den Schutz der Nutzungen be­nachbarten Grundstücke aus dem Feld- oder Gartenbau, aus der Forst- wirthschaft, der Jagd oder der Fischerei gefährden werde. Einsprüche der vorbezeichneten Art sind binnen zwei Wochen bei der Königlichen Polizei- direktion hierselbst zu erheben und zu begründen.

Hanau am 27. April 1896.

Der Oberbürgermeister

Dr. Geb eschus. 5854

Kekanntmachimg.

Nach der Bekanntmachung der Königlichen Regierung vom 29. No­vember v. Js. im Amtsblatt Nr. 50 Seite 279 de 1895 ist

der Königliche Landgerichtsrath Dr. Brandt Vorsitzender und

Landrichter Vr. Hartmann derstellvertretende Vor­sitzende ' des Schiedsgerichts der hessen-nassauischen landwirthschaftlichen Berussgenossenschaft für den Stadtkreis Hanau.

Nachdem für die am 1. April d. J. ausscheidenden Beisitzer und deren Stellvertreter zu dem gedachten Schiedsgericht Ergänzungswahlen stattgefunden haben, werden nachstehend die Namen der noch in Funktion befindlichen und der Neugewäblien veröffentlicht:

A. Arbeitgeber:

1. Oekonom Georg Jung, 1ter Beisitzer,

2. Oekonom Heinrich Seitz L, 2ter Beisitzer.

Ite Stellvertreter:

1. Kunst- und Handelsgärtner Karl Rohde,

2. Oekonom Daniel Seitz.

Ute Stellvertreter:

1. Kunst- und Handelsgärtner Aug. Ferd. Jäger,

- 2. Oekonom Christian Neuling.

1896.

B. Arbeitnehmer: Beisitzer:

1. landw. Arbeiter Georg Bernges, 2. Obergärtner Heinrich Brand. Ite Stellvertreter:

1. Knecht Daniel Zirkel, 2. Arbeiter Johann Hieser.

Ilie Stellvertreter:

1. Knecht Johannes Werth, 2. Knecht Ludwig Semmel. Hanau am 18. April 1896.

Der Sektionsvorstand.

Dr. Gebeschus.

Sielbau Hanau. Lieferung von Tand und KieS. Für die diesjährigen Sielbauten soll die Lieferung von ca. 500 cbm durchgeworfenen Kies und 200 reinen scharfkörnigen Sand im Wege der Preis-Konkurrenz vergeben werden.

Reflektanten werden ersucht, Preisangebote mit größeren Proben innerhalb 8 Tagen bei dem städtischen Sielbaubüreau, Kanalthormühle, einzureichen, woselbst auch nähere Auskunft ertheilt wird. Die Preise sind zu notiren aus Lieferung frei Baustelle an der Kanalihormühle Hanau.

Hanau am 27. April 1896.

Städtisches ^ielbaubüreau.

Zum 1. Mai, dem Eröffnungstage der Berliner Gewerbe-Aus stellung.

Der erste Mai ist durch die Eröffnung der Berliner Gewerbeaus- süllung für die Reichshauptstadt von großer Bedeutung. Ihre Einwohner­schaft schickt sich an, vor aller Welt Augen kund zu thun, wie deutscher Gewcrbfleiß durch Intelligenz und Thatkraft Großes geschaffen hat auf dem dürren Boden der Mark. Die Erfolge, welche die Pariser Welt­ausstellung von 1889 den Franzosen sowohl in wirtschaftlicher als nationaler Beziehung eingetragen, hatten zunächst eine Bewegung in Deutsch­land hervorgerufen, die auf die Veranstaltung einer deutschen Weltaus­stellung hinzielte. Allein Paris kam uns mit dem Plane einer Weltaus­stellung für 1900 zuvor, und nun kam man auf den Gedanken, die internationale Ausstellung durch eine deutsch-nationale zu ersetzen. Auch bl fern Plane stellten sich zu große Schwierigkeiten entgegen. So geschah es denn, daß man sich schließlich auf eine Berliner Gewerbeausstcllung beschränkte, welche die Reichshauplstadt selbst in erster Linie veranstalten wollte. Es sollte der Versuch, der im Jahre 1879 unternommen war, die Industrie und das Gewerbe Berlins in allen seinen Verzweigungen den Besuchern vor Augen zu führen, allerdings in weit größerem Maß­stabe wiederholt werden. Man wählte dazu, das Jahr 1896 als den Zeitpunkt, wo das deutsche Reich und mit ihm seine Hauptstadt auf das erste Vierteljahrhundert seines Bestehens zurückblicken konnte.

Die ersten Verhandlungen drehten sich wesentlich um die wichtige Platzfrage. Es handelte sich um das westlich in der Charlottenburger Gegend gelegene Terrain von Witzleben und dem Lietzensee und dem großen im Osten befindlichen städtischen Park bei Treptow. Bei beiden sprach viel dafür und dagegen. Schließlich einigte man sich auf den Treptower Park, der durch seine Größe, durch die Nähe der Spree, durch seine Wiesenflüchen und sonstigen landschaftlichen Reize in der That einen vorzüglichen Platz für die Ausstellung abgibt. Nun aber galt es, da die Verkehrsmittel in diesem Theile der Stadt nicht ausreichten, neue zu schaffen und die vorhandenen in einer Weise zu vervollkommnen, die ge­eignet war, den gewaltig erhöhten Ansprüchen des Ausstellungsverkehrs zu genügen. Auch dies ist geschehen.

So ist denn alles aufgeboten worden, um die Ausstellung so aus­zustatten, wie es der Macht und der Bedeutung der Reichshauptstadt und seiner Industrie entspricht. Berlin ist zwar die jüngste unter den Welt­städten, aber wie es seit seinem Geburtstage als solche, dem 18. Januar 1871, als politischer Mittelpunkt anerkannt wurde, so ist auch seine Be­deutung auf industriellem Gebiete gewachsen. Die statistischen Nachweise,