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Zugleich
Amtliches Hvgan für Kta-t' und ^anökreis Aanau
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
AfftrtlorC» Preis
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«r. 52.
Mentag den 2. März
1896.
Amtliches.
^faötUreiö ^anau.
Beka«»tmach»tttgctt ves Oberbürgermeifteramtes. Anleihen der Stadt Hanau.
Ziehung am 30. September 1895.
Auszahlung am 31. März 1896.
I. Anleihe vom 30. September 1880 Reihe I zu 4%.
(XV. Ziehung.)
Lit. A. Nr. 74 120 K 1000 Mark.
, B. „ 34 59 72 82 104 170 227 251 â 500 Mark.
, C. „ 19 169 185 220 236 283 326 342 440 455 663 682 697 L 2< 0 Mark.
Rückständig C. Nr. 262 è 200 Mark.
Reihe II zu 3’/.•/• (VI. Ziehung).
Lit. A. Nr. 96 138 â 1000 Mark.
„ B. „ 5 261 282 315 â 500 Mark.
, C. „ 71 86 138 425 452 558 562 606 616 712 726 â 200 Mark.
Rückständig B. Nr. 102 L 500 Ma,k.
II. Anleihe vom 1. Oktober 1880 II. Serie zu 3’/»*,.
(VI. Ziehung.)
Lit. A. Nr. 157 L 2000 Mark.
, B. „ 196 250 280 â 1000 Mark.
, C. „ 224 226 277 336 â 50
, D. „ 255 275 280 293 815 329 370 457 497 L 200 Mark. mdrg 6. Nr. 234 351 368
„ D. „ 281 348 358 424 â 200 Mark.
Dieselbe Anleihe I. Serie (IV. Ziehung).
U. A. Str. 72 â 2000 Mark.
, B. „ 48 „
, C. „ 11 36 â 500
, D. „ 31 38 108 151 181 188 224 22 7 â 200 Mark. Rückständig D. Nr. 191 232 â 200 Mark.
Hanau am 30. September 1895.
Der Siadrrath :
Dr. Gedeschus. 5
Ter Widerstand der Börse gegen das neue Resormgesetz
^rd immer damit begründet, daß ferne Bestimmungen ras ganze Börsen ^chukengeschâst anm^lich machen müßten, wie das -ssn jetzt, wo die । Triage noch nickt einmal Eesttzrskrafr hat, rum Ausdruck komme. Daß ks durchaus nicht ter Fall ist, daß viüwebr nur Las eigentliche Speka- ^nsgeschâst, nie,: aber der dem lovalen Waarenzechän dienende Termin- ^del durch das Se»e§ getrogen werden wird, das bezeugt heute im ^rt^s ;u den anderen Bärte» blättern die Bank- und Hansels Zeitung, »der es in einem längeren Ansätze über das Getreide- TerMia- trschäfr" heißt:
„In belebten Wettlaufen hoben an der Berliner Böe die ioge- ssnnlln .legalen' Geschäfte, also dirjeuizen, wdie aus dem Grunde gemacht wurden, um dem Händler, dem Müuer ober dem Landwirt? als Deckung für die sysiere ßr'ällung eines Geschäfts eine Versickerung sowohl in zeitlicher als örtlicher Beziehung, als auch in Betreff der Laluta zu bieten, nach sach-emâßcr Schätzung etwa 1 i: der Termin- umsätze ausmacht, während ' is aus Termingesch ästen bestanden, die nur eine Spekulation auf die künftige Höbe des Preises, d. h. also Differenzgeschäfte, waren. In den letzten Monaten har sich dies auch : insofern erwiesen, als, da die Getreide-Spekulation fast ganz ruhte, = der ausschließlich dem Waarenverkehr dienende Terminhandel kaum ein Zehntel der früheren Börsenumsätze 511 bestreiten vermochte. Die Pro- ! duzenten, die Müller, die Importeure und die Getreidehändler haben die wirthschaftlich nothwendigen Termingeschäfte nach wie vor gemacht, aber dieses legale Termingeschäft zeigt sich so wenig umfangreich. daß ohne Hinzunahme des „Spielgeschäftes" die meisten Börfenfirmen überhaupt nicht mehr in der bisherigen Weise existiren könnten. So lange das Termingeschäft sich innerhalb solcher Kreise abspielt, die dasselbe
entweder gewttbsmâßig betreiben, oder von denen eine genügende Sachkenntniß vorausgesttzt werbrn muß, würde dies Termingeschäft eine häusliche Angelegenheit der Börse sein, die die O« stentlichkeit wenig interrsprt und deren Formbeslimmnng ausschließlich dm Be- theiligten überlassen werden könnte. Durch das „Börjmregister" wird dieser Kreis von Jnterefsmtkn streng umschlossen werven unb es fehlt demnach, wie wir meinen, die Veranlassung, diese Kreise von StastS- wegen geschäftlich koutroliren zu wollen. Sobald freilich das große Privatpublikum wieder an der Börse spekulirt — die obenerwähnten Nr» wieder in Erscheinung treten — ändert sich die Situation."
Auch die betreffs der „Auswanderung" des Börsengeschäftes gehegten Befürchtungen sucht daS genannte Blatt zu zn st reuen, indem es schreibt:
Man hat gesagt, daß der Getreide Terminhandel sich nach fremden Börsen, namentlich nach Belgien oder Holland 0 er nch Amerika ziehen würde, wei n allzu einerglnde, scharfe Bestimmungen in Deutschland getroffen würden. Dies ängstigt uns nicht, denn einmal sind schon heute viel freiere Getreidebörsen als die Berliner vorhanden, und diese absolute Freiheit hat nicht vermocht, dem Ausblüh?« der Berliner Börse hindernd in den Weg zu treten, dann aber ist es auch etwas ganz anderes, ob die internationale Spekulation im Auslande gegen einander spielt, oder ob hier an Ort und Stelle die spekulative Position ihren Willen durch die Kap tal°kraft zu erzwingen sucht, durch Ueberschweo mung mit Getreide den Platz ängstigt ooer umgekehrt durch Ablenkung des Gitreidis den Preis antpannt, ober durch Beaus ihrer Posinon heraus::Lagt. An einer Wektterwindörse würden entweder der bttnte Zufall oder sie statistischen Behältnisse der Ermen der ganze» Welt die anrichlaggeb nde Rolle spielen."
Auf der anderen Seite mehren sich die Stimmen gegen die von der Börsenkommisnon des Reichsiags vorgeH agenen Verschärfungen, und es kann nicht übers eben werden, saß die uationeUibeialen Mitglieder der Kommission, die beianntlich für fast alle Verschärfungen eingetretru sind, in der Preffe ihrer Partei ferne Unterst: jung finden. So sch KM z. B. gestern Morgen die ^Magdeburgi'cke Zeitung":
„Cb die Rkichsregierung gew Ct fein wird, ein so gefährliche» Euerem ent, wie die ncurrlrch verschärfte Börfenrewr», an dem Leibe des deutschen Hansels, der ganze« deutschen Bock^wirthschaft zu versuchen, r üsten wir schr bezwTfe'n. Hoffentlich werden die ei»- sckncidendnen Bcschlüffr der Kowmii'üm nech in der zweiten Lesung -der im Plenum enOgredjeno abgcändert werden. Sonst müßte auch jeder warme Freund einer besouneukn Börsenreform — wir haben unS für eine Ächc st der Zeit ausgesprochen — wär scheu, daß lieber die ganze Aenderung umerbliebe. Hine Börsenreform, wie sie die Reichstags Kommrssion vorschlägt, wäre nicht eine Maßnahme zur Best tigung -on UuSwâüsen, enderu em Hinschum in den gar n wnch-chsst.'.chen Organismus, der tum Hrnsticheu beffehen führen müßte."
Tagesschau.
General VSN Stosch, der frühere Chef der Admiralität, ist S-mstag Rachwrnaz in Oestrich i» Rhewzau inrclge eines .He- zchlc es plötzlich genor ben. Was der seit Dadingeschie-ene, der e n Alter von 78 .chreu erreichte, seinem Diter lande geseift-t ha:, ist erst im Au ist vorigen Fadi es, als er sein 60 jähriger militärisches Dicnstjubilänm i irrte, in die Erie mrung jnrückgeruicn worden. Ein an Ehren und Auszeichnungen reiches ?ebeu ha! jetzt sewen Abschluß gefunden.
Zu einem .weiten Betuche bei dem crkron'trn Okerpräsi- rhn reu Ostpreußen Grafen von Bismarck, »er nch bereits in der R-konvales- zenz befindet, ist vorgestee« Professor Dr. Sw-oeninger in Königsberg eingenoffen.
Gesenüber der von einigen Blät eru geâ tigerten Bekürckwngkn, daß das bürgerliche Gesetzbuch an dem Widerstande der Centrumspartei scheuern würde, können wir mittheilen, daß bcrech igte Hoffnung vorhanden ist, dieses große nationale Werk noch in dieser Session zu Stande zu bringen.
Die Reichstags-KomWisfion für das bürgerliche Ecschbuch hat die Bestimmung, wonach der Deretn-vorstand der Meldung des Vereins ein Verzeichniß der Mitglieder beizufügen hat, gestrichen