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Erstes Blatt.

Wemmvevt--

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Sierteljährlich a ^ 25 ^.

Mr auswärtige Wvrmenten mit G« betreffenden Mftaufschlag.

Die einzelne WmMer 10 ^.

Amtkiches @)rgon für StctöL- und Landkreis Kcrncru.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Jnsertrvtts- Prcis:

Die Ispalri.ge Garmondiei e oder deren Raum 10 Â, die iVjjp. Zeile 15 4, die 2spall Zeile 20 >, die 3spalt. Zeile 30 4, imRekiamenlhcil die Ispalt. Zelle 20 Z netto.

Nr. 39.

Samstag den. Februar

1896.

HierzuAmtliche Beilage" Nr. 14.

Ticnstnachrichtcn aus dem Kreise.

Gefunden: Von der Post einige Briefmarken, eine Postkarte und ein Paar schwarze Handschuhe.

Zugelaufen: Ein grauer Pinscher mit schwarzer Schnauze, m. Geschl.

Entflogen: Eine Lachtaube; dem Wiederbringer eine Belohnung.

Verloren: Eine kurze Uhrkette von Toulle. Eine goldne Broche mit Granaten, eine versilberte Broche, darauf ein Schloß gravirt, und ein Aeines Ringchen mit weißen Perlchen.

Hanau am 15. Februar 1896.

Drahtnachrichten desHan. Änz."

Berlin, 15. Februar. DemTageblatt" wird von bestunternch- teter Seite mitgetheilt, daß die vorgestrige Unterredung des Reichskanzlers mit den Botschaftern Oesterreich-Ungarns und Italiens im Zusammenhang stand mit der Frage der Anerkennung des Fürsten Ferdinand von Bul­garien. Seitens der deutschen Regierung ist, wie verlautet, die Zustim­mung zu dieser Anerkennung der Pforte bereits notisizirt worden.

Berlin, 15. Februar. DerLökalanzeiger" meldet aus Hannover: Das Militär-Ehrengericht gegen Kotze und Schrader ist gestern doch zu­sammengetreten, nachdem die Erhebungen des Ehrenraihs abgeschlossen worden sind.

Berlin, 15. Februar. DieVoss. Ztg." meldet aus Brüssel: Die dem Kongostaat gehörige Dampfschaluppe Esperance scheitertcte vor Boma. Drei Beamte des Kongostaates ertranken.

Berlin, 15. Februar. Die gestern Abend stattgefundenen 4 Ver­sammlungen der streikenden Konfektionsarbeiter beschlossen, den Streik kräftig durchzuführen.

Berlin, 15. Februar. DasBerliner Tageblatt" .meldet ans Stuttgart: Kammerpräsident Payer ist soweit hergestellt, daß er wieder ausgehen darf.

Oldenburg, 15. Februar. Die hiesigen Maurer kündigen an, im März in den Streik einzutreten.

Wien, 15. Februar. Offiziös verlautet, daß Prinz Hohenlohe wahrscheinlich am 18. ds. nachmittags unter Entfaltung desselben prunk­vollen Zeremoniells beerdigt werden wird, welches bei Erzherzogen üblich ist."Der deutsche Reichskanzler wird zur Beisetzung seines Bruders hier erwartet.

Wien, 15. Februar. Als Nachfolger des verstorbenen Oberkäm- merers Prinzen Hohenlohe werden genannt: Fürst zu Liechtenstein, Graf Thun, Graf Kalnoky und Graf Latour.

Rom, 15. Februar. Baratieri verlegte dem Feinde die Straße nach Hamasen und Serae. Eine bedeutende abessinische Kolonne, welche gegen die italienische Stellung vorging, zog sich sofort wieder zurück. Die Friedensverhandlungen scheinen gescheitert zu sein.

Mailand, 15. Februar. Die republikanischen und sozialistischen Deputirten werden am Sonntag ein anti-afrikanisches Meeting veranstalten. Falls dasselbe polizeilich verboten werden sollte, ist eine große öffentliche Kundgebung geplant.

Paris, 15. Februar. Der vom Senat gegen die Regierung ge­plante Feldzug wird von der gejammten Presse eifrig besprochen. Man ist der Ansicht, daß der Senat, der meist aus Konservativen und gemäßig­ten Republikanern besteht, den Präsidenten zwischen Kammer und Senat zu stellen suchen wird, um denselben zur Auflösung der Kammer zu treiben und so den Radikalen zu entgehen. Die radikale Presse ihrerseits triumphirt und kündigt an, deß der Tag der Vergeltung nahe sei.

Paris, 15. Februar. Arton traf um 5'/. Uhr hier ein. Der Zug hielt außerhalb des Bahnhofs, sodaß Alton von Niemanden gesehen werden konnte. Seine Tochter Jeanne folgte ihm noch Paris.

Madrid, 15. Februar. Die Blätter veröffentlichen ein Interview mit General Weyler, in welchem dieser die Lage auf Cuba als sehr schwierig bezeichnete. Bei seiner Ankunft auf Cuba habe er die ganze

W- Die heutige Nummer umfaßt au

Armee desorganrsirt gefunden. Es handle sich jetzt darum, die verschiedenen Truppentheile zusammenzuziehLn, ehe er an die Ausführung seines Planes denken könne. Kleine Abtheilungen Soldaten, welche den Insurgenten leichte Siege verschafften, sollen nicht mehr entsandt werden.

Christiania, 15. Februar. Offiziell wird die Ankunft des Nord­polforschers Nansen in Ott-Sibirien bestätigt.

Nus Gâust, Provinz uns umgegend.

Verein Kreditreform

(zum Schutze gegen schädliches Kreditgeben.)

Geschäftsbericht der Generalversammlung vom 11. Februar 1896.

Der XIII. Verbandstag der Vereine Kreditreform fand am 27., 28. und 29. Juli 1895 in Erfurt statt. Wir entnehmen aus dem Rechen­schaftsberichte des Verbandsvorstandes Folgendes:

Am Schlüsse des abgelaufenen Geschäftsjahres umfaßte der Verband 622 Vereine und Filialen, sowie 5 offizielle Vertretungen. Hiervon ent­fielen auf Deutschland 387 Vereine und Filialen, auf Belgien 2 Ver­tretungen, auf Bulgarien 2 Filialen, auf Italien 2 Filialen und 1 Ver­tretung, auf Montenegro 1 Filiale, auf die Niederlande 30 Vereine und Filialen, auf Oesterreich Ungarn 152 Vereine und Filialen, auf Ost Rumelien 1 Vertretung, auf die Schweiz 47 Vereine und Filialen, auf Serbien I Filiale und auf die Türkei (europ.) 1 Vertretung.

Die Korrespondenten-Verzeichnisse weisen eine reichliche Vermehrung der Adressen auf. Ausgestellt wurden für Deutschland 2519 und für die außerdeulschen Länder 2130 neue Korrespondenten, so daß der Verband zu Ende des Berichtsjahres, nach Streichung des Abganges, über 17 072 Korrespondenten in Deutschland und über 5310 in nichtdeutschen Ländern verfügte. Das Manuskript des sich gegenwärtig im Druck befindlichen neuen Korrespondenlenoerzeichnisses umfaßt ein ansehnliches Konvolut und füllt in Kanzleiformar ein Gewicht von 16 Kilogramm dar.

Die Mikgiiederzahl der Vereine ist wieder um 5263 gestiegen und beträgt jetzt 42 751.

An schriftlichen Auskünften wurden in dem Berichtsjahre ertheilt 1 071 271 und dürfte die Anzahl der mündlich kostenfrei gegebenen Aus­künfte noch wesentlich höher sein.

Die Suchliste wurde in 9 Nummern ausgegeben und enthielt 1470 Namen, von denen 257 ermittelt wurden, also über 10 pCt., was als ein sehr günstiges Resultat bezeichnet werden darf. 170 Waarenschwindler wurden durch die internationale Warnungstafel den Mitgliedern des Ver­bandes bekannt gegeben. Die Auflage der Verbandszeitung mußte auf 44 500 Exemplare erhöht werden.

Von den zum Mahnverfahren angemeldeten Mk. 9 515 083.45 sind Mk. 4 087 472.68 geordnet worden.

Reifelegitimationskarten wurden 30 090 ausgestellt.

Der Hanauer Verein erreichte im Jahre 1895 eine Mitgliederzahl von 300, ertheilte 2294 schriftliche, 18 telegraphische, sowie ca. 2500 mündliche Auskünfte. Die seitens der Mitglieder durch Anfragezettel direkt bei auswärtigen Verbandsvereinen eingeholten schriftlichen Auskünfte dürften wohl die gleiche Zahl erreichen. Im Mahnverfahren kostenlose Bei­treibung zweifelbafttr Ausstände wurden eingereicht: 1282 Posten tut Betrage von Mt. 56 985.53. Hiervon sind 130 Posten theils bestritten, theils waren sie unbestellbar. Geordnet wurden durch Theil- und Volt- zahlungen 789 Posten im Betrage von Mk. 31 233 68. Reiselegitimations- kar-en wurden 233 ausgestellt; dieselben berechtigen den Inhaber zur kosten­freien mündlichen Ausklinstèeinhoiung auf sämmtlichen ca. 700 Vereins -

Hanauer Stadttheater.

Die abgelauseue Dhcatcrwoche stand unter dem Zeichen des «vaschings, sie brachte ein durchweg heiteres Programm. Sonntag hatten wir die Erstaufführung des neuen Schwankes von Bliunenthal und KadclbnrgSwet Wappen". dem Mitt­woch Juin Benefiz für den beliebten Elu rakterkomiker Herrn Paul Huhn Shakc- speare'8Souimcrnacktstranm" fo'gfc, während dann die Freitagsvorstcllung die erste Wiederholung der sonntäglichen Novität brachte. Wir hatten den Eindruck, als ob diesmal die Herren Verfasser des Schwankes sich die Sache ziemlich leicht gemacht haben. Sie bieten uns hier eine ganz einfache harmlose Geschickte. Der Sproß eines alten adeligen Geschlechtes verliebt sich in ein bürgerliches Mädchen mit großem Vermögen von jenseits des Oceans und heirathet dasselbe. Diese Ge­schichte ist ja in Wirklichkeit schon recht oft vorgekommen und wirdpwohl auch noch zer dem Unterhattungsdlatt 20 Seiten.