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Preis: Jährlich 9 .« 6c®j.4^t504 vierteljährlich

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HanauerAnzeiger

Nr. 1

Zugleich 7 \

Amlttches Hvgcm für StaHL- und Larrökreis Känau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage./

Donnerstag den 2. Januar

Jsserlis«-- Preis:

Die Ispalüpe Garmondreu« oder deren Raxm 10

die l1^ Zeile 15 4, die 2spalt. Zeile 20 4.

die 3spalt. Zeile 30 4, imRek! amentheil die Ispalt. Zelle 20 4 netto.

1896.

g>elegenttich des Kerhrkeswechsels sprechen wir atCen geehrten ^lit= arBeitern wärmsten J>anR ane? unö Bitten iBre Brunst uno ancB ferner gn ermatten ; ungleich entbieten wir den wertBen Resern, freunden unö Ronnern unseres statte# ansrichtigste ^Cücß wünsche.

Redaktion und Erpedttion desHanauer Anzeiger".

^kmö&reio ^anau Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.

Nach Mittheilung des Polizeipräsidiums zu Frankfurt a/M. ist die auf dem Schlacht- und Viehhofe daselbst angeordnete Abtriebssperre aufge­hoben. Desgleichen ist in Offenbach (Tulpenhof) die Maul- und Klauen­seuche erloschen und die Sperre durch das Großh. Hess. Kreisamt Offen­bach aufgehoben.

Hanau am 31. Dezember 1895.

Der Königliche Landrath v. Schenck.

Diciistnachrichtc» aus dem Kreise.

Gefunden: (in einem Manufakturwaarenladen liegen geblieben) 1 Portemonnaie mit etwas Geld, 1 weißes Taschentuch,^ I Paar Glace­handschuhe, 8 einzelne Handschuhe verschiedener Art, 2 Sammrschleifen, 1 Hutputz von Sammt, I Haarnadel, 1 Stück Futter und 1 runder gelber Filz. Ein Notizbuch.

Zugelaufen: Ein weißer Foxterrier mit gelben Abzeichen, m. Geschl., und Lederhalsband.

Hanau am 2. Januar 1896.

>taöt&rei0 ^anau, Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes. Anleihen der Stadt Hanau.

Ziehung am 30. September 1895.

Auszahlung am 31. März 1896.

I. Anleihe vom 30» September 1880 Reihe I zu 4%.

(XV. Ziehung.)

Lit. A. Nr. 74 120 & 1000 Mark.

ff ff

Lit.

w

ff

B. 34 59 72 82 104 170 227 251 â 500 Mark.

C. 19 169 185 220 236 283 326 342 440 455 663 697 ü 200 Mark.

Rückständig 0. Nr. 262 a 200 Mark.

Reihe II zu SW (VI. Ziehung).

682

A. Nr.

B. , C.

96 138 L 1000

5 261 282 71 86 138 Mark.

315

425

Mark.

â 500 Mark.

452 558 562 606 616 712 726 L

200

ü 500 Mark.

Lit.

v ff ff

Rückständig B. Nr. 102

IB. Anleihe vom L Oktober 1889 II. Serie zu 31 /«%.

(VI. Ziehung.)

A. Nr. 157 â 2000 Mark.

B. C.

196 250 280 â 1000 Mark.

224 226 277 336 â 500 Mark.

255 275 280 293 315 329 370 457 497 â 200 Mark.

Lit^.

D. __ ________

Rückständig 0. Nr. 234 351 368 a 500 Vèark.

D. 281 348 358 424 ü 200 Mark.

Dieselbe Anleihe I. Serie (IV. Ziehung)

Nr. 72 A 2000 Mark.

ff ff ff

48 1000

11 36 ü 500

31 38 108 151 181 188 224 227 ü 200 Mark.

Rückständig D. Nr. 191 232 ü 200 Mark.

Hanau am 30. September 1895.

Der Stadtrath :

B

D

Dr. Gebeschu s.

5

Bekanntmachung.

Der Stadtrath hat in seiner Sitzung vom 19. Februar ds. Js. beschloffen, die Reinigung der Straßen und der Trottoirs außerhalb der Stadtgräben auf städtische Kosten vornehmen zu lasten.

Es bleibt jedoch Pflicht der Anwohner dieser Straßen, bei Glatteis u. s. w. entsprechend der Polizeiverordnung vom 4. Dezember 1876 und 30. Dezember 1879 die Trottoirs zu bestreuen.

Hanau am 28. Dezember 1895.

Der Oberbürgermeister Dr. Gebe sch us.

Ich bringe hierdurch in Erinnerung, daß nach der Ordnung für die Erhebung einer Gemeindesteuer bei dem Erwerbe von Grundstücken im Bezirke der Stadt Hanau jeder Eigenthumserwerb eines im Stadtbezirke belegenen Grundstücks innerhalb 4 Wochen nach dem Erwerbe dem Stadtrath anzuzeigen ist. Die Unter- lassung der Anzeige zieht eine Strafe von 330 M. nach sich.

Hanau am 5. Oktober 1895.

_ Der Oberbürgermeister

Dr. Gebe schus. 4

Zum neuen Jahre.

Mit ernsten Gedanken treten wir in das neue Jahr hinein. Der politische Horizont ist bewölkt, und Niemand weiß, was werden mag. I Innere Bewegungen erschüttern heute die Gesellschaftsordnung aller christ­lichen Völker, am meisten im Mittelstände und Albeiterstande. Damit werden unserer Zeit große Aufgaben gestellt, die gelöst sein wollen, wenn nicht der Bau der Gesellschaftsordnung Zusammenstürzen soll. Es handelt sich nur um die zwei Fragen: sozialer Umsturz oder Sozial- refsrm? Eins von beiden muß nothwendig kommen. Die Aufgabe, die von der Vorsehung unserem Geschlechte gegeben ist, besteht also in der Durchführung einer sozialen Reform, welche die in Unordnung gerathenen Verhältnisse der Stände unter einander wieder : in das rechte wirthschaftliche und sittliche Gleichgewicht sitzen soll, wie es. unserer ?eit entspricht. Und hier gilt kein Säumen mehr, wenn

nicht wie vor hundert Jahren in Frankreich der Umsturz über uns kommen soll, der mit rober Gewalt die Reform durchsetzte, welche die Gesellschaft gutwillig nicht hatte schaffen wollen.

Wir befinden uns erst im ersten Anfang einer Sozialreform. Welche Mühe hat es gekostet, auch nur das bescheidenste Maß von Sonntagsruhe den Hunderttausenden junger Handlungsgehilfen, den Post- und Bahnbeamten zu erkämpfen, und wieviel bleibt hier noch zu thun! Die Staaisbehördeu und Staatsbe triebe« 'ollterl hier mit gutem Beispiel vorangehen, damit die Pi ivalbetriebe wohl oder übel folgen müßten; statt dessen müssen sie selbst immer wieder- gedrängt und geschoben werden. Und welch kostbares Kapital von Familien- glück, Zufriedenheit, von leiblicher und geistiger Erquickung ist mit der Sonntagsruhe untrennbar verbunden, von der religiösen Bedeutung ganz ! abgesehen. Auf den verschiedensten Gebieten vermissen wir zu unsern! tiefen Schmerze ein kräftiges Vorgehen der Regierung mit sozialen Re­formen. Die H a »d werter fr ag c und die la n dwirth s cha ft lich e Frage rücken nicht von der Stelle. Die Nothstände, welche mit dem ; betrügerischen Konkurse verbunden sind, mit dem Bauf chwindel, [ dem das Bauhandwerk schutzlos und rechtlos preisgegebul ist, mit dem - Bod euw ucher, mit dem wieder die Wohnungs noth der kleinen i Leute Zusammenhang, mit der- übermäßigen Ausbeutung der Ar­beitskraft in so manchen Gewerben, sie sind seit lange Jedermann bekannt, sie erregen Tag für Tag eine unermeßliche Summa