gangen sind. Demzufolge gibt der Bundesvorstand bekannt, daß er die speziellen Einladungen hierzu in der Zeit vom 10.—12. März an alle deutschen Innungen und sonstigen Handwerkerkorporationen, soweit sie ihm bekannt sind, zur Versendung bringen wird. Zwischen dem obenbczeichneteu Termine und dem Zusammentritte des Handwerkerlages liegt ein mehr als wöchentlicher Zeitraum, der nach dem Dafürhalten des Zentralvorstandes vollkommen genügen dürfte, um in den Vereinigungen über die Beschickung des Handwerkertages sich schlüssig zu machen, soweit dies nicht bereits geschehen sollte. Der Besuch des Hkndwerkertages verspricht übrigens schon nach den bisherigen Anmeldungen und Nachrichten ein ganz bedeutender zu werden.
* Krankenkassen. Der Krankenunterstützungs- und Sanilätskasse (E. H.) zu Enkheim ist auf Grund des § 75 a des Krankenversicherungsgesetzes in der Fassung vom 10. April 1892 die Bescheinigung ertheilt worden, daß sie vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes den Anforderungen des § 75 a. a. O. genügt.
* Generalversammlung. Die am Mittwoch Abend stattgefundene Generalversammlung des Hanauer Kriegcrvereins war stark besucht. Der Präsident, Hauptmann a. D. v. Buttlar, brachte vor Eröffnung derselben ein dreifaches Hoch auf Se. Majestät den Kaiser, was allseitigen, stürmischen Beifall fand. Aus dem Jahresbericht ist hervorzuheben, daß das Baarvermögen 10 837 M. 64 Pf. beträgt und das Inventar mit 2500 M. versichert, ferner, daß die Mitgliederzahl auf 566 gestiegen ist. Der Verein hat im verstossenen Jahre ein Stellenvermittelungsbureau für entlassene Reservisten gegründet. Auch an der weiteren Ausbildung der Sanitätskolonne ist rührig gearbeitet worden. Schließlich sei noch bemerkt, daß eine namhafte Summe zur Unterstützung in Noth gerathener Kameraden zur Verwendung kam; auch die Sterbegelder zu 100 Mark wurden in mehreren Fällen prompt an die Hinterbliebenen gezahlt. Zu erwähnen ist noch, daß die Wörthsparkasse 759 M. 60 Pf. beträgt. Es soll dadurch Kameraden erleichtert werden, die diesjährige Reise nach den Schlachtfeldern mitzumachen.
PI Gastspiel. Frl. Franziska Hesse wird im hiesigen Stadttheater in der Mittwochsvorstellung „Faust" nochmals gastiren und zwar in der Rolle der „Margaretha".
* Interessant. Die Freunde des Billardspiels hiesiger Stadt wird es gewiß interessiren, zu erfahren, daß es Herrn Restaurateur Schmitt „zur Sonne" gelungen ist, den wohlbekannten Meister im Billardspiel, Herrn Franz Et sch er, für eine Vorstellung zu gewinnen. Dieselbe wird morgen Dienstag Abend etwa um 9 Uhr daselbst stattfinden und verfehlen wir nicht, besonders hierauf hinzuweisen.
* Geflügelaltsstellung. Wie schon des öfteren erwähnt, veranstaltet in der Zeit vom 23. bis 26. März d. J. der hiesige Verein für Geflügel- und Singvögelzucht in der heizbaren Reitbahn des Stadtschlosses eine große Geflügelausstellung. Mit derselben verbunden ist Prämiirung und Verloosung. Bewährte Preisrichter, u. A. Herr H. Marten-Lehrte, sind gewonnen. Der Schluß der Anmeldung ist auf den 10. d. M. angesetzt. Anmeldungen und Programme sowie auch Loose (â 50 Pf.) versendet der Schriftführer Herr Wilhelm Fauerbach.
* (Egs.) Verein für Gesundheitspflege und Naturheilkunde. Das Publikum versäume nicht, den heute Abend um 8 Uhr in der „Centralhalle" stattfindenden Vortrag des Herrn Oberst Spohr aus Gießen zu besuchen. Letzterer ist ein ausgezeichneter Redner und Verfasser sehr trefflicher Schriften naturheilkundlichen Inhalts. Er ist auch ein sehr bewährter Praktiker. So hat er z. B. vor Jahren den Herrn Professor Oncken in Gießen, den Hanauern durch seine Geschichtsvorträge bekannt, von einem großen Lungengeschwür geheilt, nachdem ihn die Mediziner aufgegeben hatten.
* Heffenland. Inhalt der Nummer 5 des „Hessenlandes": „Ein Kaiserwort", Gedicht von I. Führer; „H. Brand (Frau Lilly Wigand, geb. Hillebrand), ein Nachruf" von Dr. Brunner; „Nachrichten über die Familie Leuderode" von Joseph Anton Ruhl; „Auch eine wahre Schin- derhannesgeschichte" von Pfarrer Hufnagel; Gedichte; „Kirmes", niederhessische Mundart, von Frida Storck, „Ee schie Poar", Schwälmer Mundart, von Kurt Nuhn; „Die Rihmer ohm Wingertsbärgk", Wetterauer Mundart, von Friedrich von Trais; Aus alter und neuer Zeit; Aus Heimath und Fremde; Personalien; Briefkasten; Anzeigen.
Für Heute. Gemeinnützige Baugesellschaft; Abends 7 Uhr Generalversammlung im oberen Saale des Rathhauses. — Hanauer Perdeversicherungsverein : Abends präzis 8 Uhr Generalversammlung im Vereinslokal Gasthaus zu den „3 Rindern"); Tagesordnung; Rechnungsablage, Verlegung des Geschäftsjahres, Neuwahl für ausscheidende Vorstandsmitglieder, sonstige Anträge Und Wünsche von Seiten der Mitglieder. — Verein für Gesundheitspflege und Naturheilkunde zu Hanau : Ebenfalls 8 Uhr im Saale der „Centralhalle": Oeffentlicher Vortrag des Herrn Oberst Spohr aus Gießen über „die fieberhaften Ausschlagskrankheiten (Röteln, Masern, Scharlach, Pocken) und ihre naturgemäße Behandlung." — Wetterauische Gesellschaft für die gesammte Naturkunde; Abends 8*/, Uhr Monatsversammlung im oberen Saale des Bürgervereins; Vortrag des Herrn Dr. Lucanns über „Der Farbensinn und die Störungen desselben". — Turn- und Fechtklub: Abends von 8—10 Uhr Riegenturnen. — Handwerker - Bezirksverein: Abends 9 Uhr Zusammenkunft in der „Alle- mania". — Ebenfalls abends 9 Uhr; Freiwillige Feuerwehr; 4. Komp.
I in der „Schwedischen Krone", 5. Komp, in der „Allemania", Brandwache» I und Rettungskorps in der Brauerei Kaiser.
Versteigerungs & Verpachtungs- re. Kalenver
• für Dienstag den 5. März.
Von nachmittags 2 Uhr ab versteigert der Taxator und Auktionator Herr C. Meerbott im Gasthaus „zum Elephanten", Frankfurterstraße 13, eine Parthie Mobiliargegenftände, Uhren, Zigarren und Zigarretten, abgepaßte Vorhänge u. a. m. gegen gleich baare Zahlung.
Cassel, 2. März. (In den Ruhestand getreten.) Mit dem gestrigen Tage ist der bisherige Leiter der hiesigen Oberrealschule, Herr Direktor Dr. Ackermann, in den Ruhestand getreten.
)( Meerholz, 2. März. (Unfall. — Verstorben. — Ver- liehen.) Seine Erlaucht der Erbgraf zu Meerholz brach am vergangenen Donnerstag in Cassel, woselbst er sich augenblicklich befindet, den Arm. — Am Dienstag den 26. v. M. wurde wieder ein alter Veteran, der Bäckermeister L. Weber, zu Grabe getragen. Weber war überall ein geachteter beliebter Mann, dafür zeugte auch das große Trauergefolge. — Dem Kutscher Th. Willemsen zu Schloß Gettenbach bei Meerholz wurde aus Anlaß seines wackeren Benehmens bei dem im Vorjahre daselbst stattgc- fundenen Stallbrande die silberne Verdienstmedaille von dem Fürsten zu Reuß ä. L. verliehen.
Hünfeld, 2. März. (Zurückgezogen.) Die Konkursanmeldung der Aktien-Zuckerfabrik Hünfeld wurde zurückgezogen, da eine Einigung mit den Gläubigern erzielt wurde. Der Fortbestand der Fabrik ist gesichert.
Fulda, 1. März. (Ab gelehnt.) Die Eingabe des 4. Fuldaer Bauerntages, betreffend die Aufhebung der Trichinen- und Finnenschau sür von Privaten geschlachtete Schweine, ist vom Kgl. Regierungspräsidenten in Cassel abgeschlagen worden.
Eschwege, 3. März. (Stichwahl.) Es har eine Stichwahl stattzufinden zwischen Jskraut (Antis.) und Huhn (Soz.)
Heckershausen, 3. März. (Zur Warnung.) Der dreijährige Sohn des Oekonomen Homburg von hier spielte mit noch zwei Jungen an der Schneidemaschine seines Vaters. Der arme Junge kam in's Getriebe und wurden ihm die Finger der rechten Hand abgeschnitten. Mag dieser Fall zur Warnung dienen, Kinder von Maschinen fern zu halten.
Verloosungen.
Oesterr. 100 fl.-Loose vom Jahre 1864. Ziehung am 1. März. Auszahlung am 1. Juni 1895. Außer den bereits mit getheilten Hauptpreisen wurden noch folgende Gewinne gezogen; Serie 154 Nr. 22, 49, Serie 180 Nr. 87, Serie 349 Nr. 4, 46, 54, Serie 704 Nr. 6, 15/ 23, 31, 37, Serie 785 Nr. 14, 19, Serie 889 Nr. 91 95, Serie 1255 Nr. 58, 83, Serie 1281 Nr. 21, Serie 1310 Nr. 96, Serie 1605 Nr. 19, Serie 1632 Nr. 42, Serie 42, 71, 89, Serie 1780 Nr. 7, 14, 89, Serie 1811 Nr. 5, Serie 2142 Nr. 75, Serie 2320 Nr. 40, 72, Ser. 2898 Nr. 30, 82, Serie 3078 Nr. 31, 66, Serie 3243 Nr. 53, Serie 3507 Nr. 8, 37, Serie 3854 Nr. 3, 25, 26 je 400 fl. Alle übrigen in den gezogenen Serien enthaltenen Nummern je 20 0fl. (Ohne Gew.)
Frankfurter Theater-Repertoir.
Opernhaus. Dienstag, den 5. März: „Der Barbier von Bagdad". Vorher: „Enoch Arden". — Mittwoch, 6: „Der Obersteiger". — Donnerstag, 7.: „Armida". — Freitag, 8.: Geschlossen. — Samstag, 9.: „Die lustigen Weiber". — Sonntag, 10., nachmittags 3Vs Uhr: „Hänsel und Gretel". Abends 7 Uhr: „Margarethe".
Schauspielhaus. Dienstag, den 5. März: „Der Bibliothekar". — Mittwoch, 6.: „Das Recht auf Glück". Zum Schluß; „In Civil". Donnerstag, 7.: Geschlossen. — Freitag, 8.: „Der Prinz von Homburg". — Samstag, 9.: „Maria Stuart". — Sonntag, 10., nachmittags 3V2 Uhr: „Madame Sans-Gsne". Abends 7 Uhr: Neu einstudirt: „Onkel Bräsig". — Montag, 11.: „Gelehrte Frauen". Vorher; „Die Taube der Messalina".
Statistisches (aufgestellt vom hiesigen Verschönerungsverein.)
Im Monat Februar 1895 erreichte das Barometer seinen höchsten Stand mit 763 mm am 16. und 17., seinen tiefsten Stand mit 745 mm am 27. Februar. — Die größte Kälte bestand mit — 22° und — 23° Gels, am 7. und 8. Februar; die wärmsten Tage waren mit -st 5° Gels, am 22. und 25. Februar. — Der Feuchtigkeitsgehalt der Luft war mit 80 Prozent am stärksten den 1-, 2., 4., 5. und 27. Februar; der geringste mit 48 Prozent war am 11. Februar. —ss.
Schiffsbericht.
Der Hamburger Doppelschrauben-Schnelldampfer „Augusta Viktoria" ist am 27. Februar, 8 Uhr morgens, von Smyrna in Athen angekommen.