Erstes Blatt.
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^ Dummer 10 4.
Hamner Anzeiger.
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Die-k^ffv. Zeile 15 A.
WeSspalt. Zeile 20 A-
Die Lspalt. Zeile SO A.
Nr. 51.
Freitag den 1. März.
1895.
Amtliches.
^anö&reiö ^anau.
Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.
Nach Mittheilung des Königl. Bezirksamts Alzenau ist in der Stallung des Nikolaus Bott in Hörstein die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftsperre angeordnet. Auch ist das Treiben von Rindvieh, Schweinen und Schafen außerhalb der Fcldmarkgrenzen der Gemeinden Hörstein, Dettingen, Kahl a/M., Großwelzheim, Wasserlos, Hemsbach, Hohl und Rückersbach, sowie die Verladung von Thieren dieser Art auf den Eisenbahnstationen Kahl a/M. und Dettingen vom 27. d. Mts. ab aus 14 Tage verboten worden.
Hanau am 28. Februar 1895.
Der Königliche Landrath
V. 1495 v. Oertz en.
Nach Mittheilung des König!. Polizeipräsidiums zu Frankfurt a/M. ist unter dem Rindviehbestand des Oekonomen Bartmann, Riederhöfe zu Frankfurt a/M., die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftsperre angeordnet.
Hanau am 28. Februar 1895.
Der Königliche Landrath
; V. 1494 v. Oertzen.
Nach einer Mittheilung des Großherzoglich Hessischen Kreisamts zu Offenbach a/M. ist in einem .Gehöfte zu Dietzenbach die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Stallsperre angeordnet worden.
Hanau am 27. Februar 1895.
Der Königliche Landrath
V. 1371 v. O ertzen.
J^taOt^reis ^anau.
Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes.
Anleihen der Stadt Hanan.
Ziehung am 27. September 1894.
Auszahlung am 31. März 1895.
I. Anleihe vom 30. September 1880.
Reihe I zu 4% (XIV. Ziehung).
Lit. A. Nr. 75, 8 â 1000 Mark.
„ B. „ 312, 218, 271, 95, 70, 294, 110, 3 â 500 Mark.
Lit. C. „ 133, 240, 751, 434, 498, 262, 141, 87, 267, 742, 306, 338 â 200 Mark.
Rückständig: C. 330, 709, 747 â 200 Mark.
Reihe II zu 3'/,°/» (V. Ziehung).
Lit. A. Nr. 124, 62 â 1000 Mark.
„ B. „ 102, 68, 80, 272 ä 500 Mark.
i „ 0. „ 389, 1, 220, 504, 513, 212, 396, 768, 493, 344 â 200 Mark.
Rückständig: A. 55 L 1000 Mark, C. 653 â 200 Mark.
II. Anleihe vom 1. Oktober 1889.
II. Serie zu 3''/?/<> (V. Ziehung).
Lit. A. Nr. 143 â 2000 Mark. „ B. „ 174, 259, 279 a 1000 Mark. „ C. „ 234, 368, 353, 384 â 500 Mark. „ D. „ 268, 348, 281, 358, 303, 424, 355, 330 â 200 Mark.
Rückständig: C. 209, 351 â 500 Mark.
_ Dieselbe Anleihe I. Serie (III. Ziehung).
Lit. A. Nr. 3 â 2000 Mark.
* B. „ 23 â 1000 Mark.
„ C. „ 168, 170 â 500 Mark.
« D. „ 171, 230, 170, 232, 97, 124, 191 â 200 Mark.
Rückständig: D. 68, 246 â 200 Mark.
Hanau am 27. September 1894.
' . Der Stadtrath :
n Dr. Gebeschus. 9
KM- Die heutige Nummer umfaßt
Schulnachricht.
Das neue Schuljahr beginnt Montag den 22. April d. J. — Die Anmeldungen finden unter Vorlage der Geburts- und Impfscheine Vom 4. bis zum 16. März an den Wochentagen vormittags von 11 bis 12 Uhr in den betreffenden Schulgebäuden statt und erfolgen
1. für die Knabenmittelschule bei Herrn Rektor Bartmuß, Schulhaus am Johanniskirchplatz,
2. für die Mädchenmittelschule bei Herrn Rektor Jckler, Bebraer Bahnhofstraße 9,
3. für die Knaben Volksschule bei Herrn Rektor Dieterich, Neubau neben dem Knabenmittelschulgebäude,
4. für die Mädchenvolksschule bei Herrn Rektor Umbach, Rebengasfe 13 (Neustadt).
Schulpflichtig werden zu Ostern d. I. alle Kinder, welche das 6. Lebensjahr bereits vollendet haben oder bis zum 30. September d. J. zurücklegen werden.
Wenn schulpflichtig gewordene Kinder geistig oder körperlich so wenig entwickelt sind, daß sie noch keiner Schule zugeführt werden können, so haben die Eltern oder Vormünder unter Vorlage der ärztlichen Bescheinigung hiervon Anzeige zu erstatten.
Kleinkinderschulen dürfen Kinder nicht über das bezeichnete Lebensalter hinaus in Pflege behalten.
Die Unterlassung der rechtzeitigen Beschulung schulpflichtiger Kinder unterliegt den Strafbestimmungen über uncntschnldigte Schulversäumnisse.
Hanau den 1. März 1895.
Der Schul-Direktor
Junghenn. 2595
Tagesschau.
Berlin, 28. Febr. Die Justizkommission des Reichstags beendigte die Berathung der Novelle zum Gerichtsverfassungsgesetz. Auf Antrag Spahn's wurde zu §. 77 ein Zusatzantrag angenommen, wonach zu Mitgliedern der Strafkammer nur ständig angestcllte Richter bestimmt werden dürfen. Für die 1. Instanz wurde die Besetzung der Strafkammer mit 3 und für die Berufungsinstanz mit 5 Mitgliedern beschlossen.
Berlin, 28. Febr. Die Arbeiten am Nordostseekanal düften in diesem Jahre, trotz der äußerst ungünstigen Witterungsoerhältnisfe, sehr früh beginnen.^ Es ist der Wunsch des Kaisers, daß die Eröffnungsfeier in den ersten Tagen des Frühsommers stattfinde. Durch den frühzeitigen Beginn der Arbeiten dürfte es ermöglicht werden, den Wunsch des Kaisers zu erfüllen. Es steht nunmehr fest, daß die Eröffnungsfeier in Hamburg ihren Anfang nehmen und in Kiel ihren Abschluß finden wird. Wie telegraphisch gemeldet, werden sich in unserer Außenföhrde vor den Augen des Kaisers etwa 80 einheimische und fremde Kriegsschiffe zu einer friedlichen Begrüßung, zu einer großartigen internationalen Flottenschau vereinigen. Nach den jetzt vorliegenden Meldungen wird Oesterreich-Ungarn durch fünf Kriegsschiffe unter dem Kommando des Erzherzogs Karl Stephan, Spanien durch vier Kriegsschiffe unter einem Admiral, Rußland und Frankreich durch je zwei Kriegsschiffe unter einem Admiral, und Italien durch ein ansehnliches Geschwader unter dem Oberbefehl des Admirals Acinni vertreten sein.
Berlin, 28. Febr. Nach telegraphischer Meldung an das Oberkommando der Marine ist S. M. .S. „Iltis", Kommandant Kapitänlieutenant Jngenohl, am 26. d. M. in Wuhu und S. M. S. „Irene", Flaggschiff des Chefs der Kreuzerdivision, Kontreadmiral Hoffmann, an demselben Tage in Nagasaki eingetroffen.
Köln, 28. Febr. Der „Köln. Ztg." zufolge hat Kaiser Nikolaus II. den bisherigen russischen Botschafter in Wien, Fürsten Lobanow, zum Minister der auswärtigen Angelegenheiten ernannt.
Linden a. d. Ruhr, 27. Febr. Als ein Hausherr des Morgens gegen 2 Uhr seine Kostgänger aufforderte, mit dem Kartenspiel endlich'einmal aufzuhören, wurde derselbe, nach dem „K. Tbl.", von einem Dachdeckergesellen durch mehrere Messerstiche in den Rücken derart verletzt, daß er nach einigen Minuten starb. Der Getödtete war verheirathet.
Flensburg, 28. Febr. Fürst Bismarck antwortete gestern dem Vorsitzenden des Deutschen Vereins der Nordschleswiger, daß er die Hul- ser dem Unterhattungsblatt 12 Setten.