hat hier einen jungen kräftigen Menschen für sein Leben zum Krüppel gemacht. An einem der vergangenen Abende war eine Anzahl Burschen zusammen gewesen, beim Auseinandergehen gibt der Betreffende einem älteren und stärkerem im Scherz einen Schlag, den der Getroffene natürlich zu erwidern sucht und zwar durch einen Fußtritt. Dieser zerschmetterte dem -jungen Menschen unglücklicherweise die Pfanne eines Hüftknochens. Zwei Aerzte wurden sofort zur Rathe gezogen. Nach Aussage derselben wird bei gut von statten gehender Heilung dennoch eine Verkürzung des Beines eintreten, und der junge Mann wird froh sein können, wenn er ohne Brücken wieder gehen kann.
Mainz, 4. Januar. (Städtisches Arbeitsamt.) Tie juristische Kommission der Stadtverordneten hat jetzt den Entwurf eines Statuts für ein städtisches Arbeitsamt fcstgestellt, welcher demnächst den Stadtverordneten zur Berathung vorgelegt werden wird. Zweck des Arbeitsamtes ist, den Arbeitnehmern Arbeitsgelegenheit, den Arbeitgebern Arbeiter zu verschaffen. Diese Arbeitsvermittelung erstreckt sich auf gewerbliche Gehilfen, Taglöhner, Lehrlinge, Dienstboten beiderlei Geschlechts. Dann soll Las Arbeitsamt Auskunft in Fragen der Gewerbeordnung, der Kranken-, Anfall- und Jnvaliditätsgefetzgebung ertheilen. Das Arbeitsamt steht unter Leitung und Aufsicht eines Ausschusses, dessen Vorsitzender der Bürgermeister ist, dem Vorsitzenden des Gewerbegerichts und einem Stadtverordneten und sechs Beisitzern des Gewerbegerichts, von denen immer zwei Mitglieder thätig sind. Die Kosten des Arbeitsamtes trägt die Stadt, sie stellt auch die nöthigen Lokale, alle Vermittelungen u. s. w. sind für Arbeitgeber und Arbeitnehmer kostenfrei.
Frankfurter Theater-Repertoir.
Opernhaus. Dienstag, den 8. Januar: „Undine". — Mitt- mioch, 9.: „Armida". — Donnerstag, 10.; Zum ersten Male: „Werther"' — Freitag, 11.: Geschlossen. — Samstag, 12., nachmittags SVs Uhr: „Das tapfere Schneiderlein". Abends 7 Uhr: „Troubadour". — Sonntag, 13., nachmittags 3Vs Uhr: „Das tapfere Schneiderlein". Abends 7 Ahr: „Werther".
Schauspielhaus. Dienstag, den 8. Januar: „Der Geizige". Vorher: „Gringoire". — Mittwoch, 9 : „Heimath". — Donnerstag, 10.; „Braut von Messina". — Freitag, 11.; „Der eingebildete Kranke." Vorher: „Der zündende Funke." — Samstag, 12.; „Fatale Geschichten". — Sonntag, 13.'. Zum ersten Male: „Die gelehrten Frauen". — Montag, J.4.: „Der arme Jonathan".
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Die Arbeiten und Lieferungen zu einem Anbau an das Wohnhaus und zum Neubau eines Backofens auf dem Förstcrdienstgehöft Niederrodenbach sollen im Ganzen verdungen werden.
Bedingungen und Zeichnungen liegen im Dienstzimmer des Unterzeichneten zur Einsicht aus. Ber- dingungsanschläge sind daselbst gegen 2 M. zu beziehen.
Mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis zum 19. Januar 1895, vormittags 11 Uhr, kostenfrei an den Unterzeichneten einzuweichen. 356
Hanau den 4. Januar 1895.
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Der Kartenverkauf für die erste Damensitzung äst geschlossen. 381 ______________Das Ministerium.
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Heute Montag den 7. Dezember:
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354 ________Der Vorstand.
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Schiffsbericht.
Der Hamburger Dampfer „Scandia" , Kapitain Reuter, ist am 4. Januar, 7 Uhr morgens, wohlbehalten von Hamburg in New-Jork angekommen.
Wetterbericht des „Hanauer Anzeiger" vom 6. Januar.
Nach Beobachtungen des hies. Verschönerungs-Vereins am Wetterhäuschen am kaiserl. Postgebäude.
Barometer: morgens 748, mittags 747, abends 74«. •
Thermometer: morgens — 5,5° 0., mittags — 3,0° C., abends — 4,0° C.
Hygrometer (Feuchtigkeitsmesser): morgens 80, mittags 72, abends 80.
Fambrecht's Patent-Wettertelegraph um Rathhaushof): Am 7. Januar. Veränderlich.
Der Zeiger am Fuß des Wettertelegraphen gibt den Stand etwa von 8 Uhr morgens an.
Qe* Bitte! Gedenket der hungernden Vögel! -^G
Inserate.
Meine Wohnung befindet sich Wrnbergerstr. I», l Etage, im Hause des Herrn Ph. Föll, und beginne ich den Unterricht daselbst am 11. Januar.
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