der letzte Casseler Veteran der Freiheitskriege, im 94. Lebensjahre zu Cassel; am 12. Februar der Königliche Eisenbahndirektionspräsident a. D. Sigmund von Schmerseld im 79. Lebensjahre zu Montreux ; am 14. Februar der Domdechant und Generalvikar Karl Kalb im 81. Lebensjahre zu Fulda; am 19. Februar der Metropolitan a. D. Gottfried Schantz im 86. Lebensjahre zu Cassel; am 28. Februar Baron Arthur von Griesheim, früher Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses, im 47. Lebensjahre zu Eisenach; am 5. März der Buchdruckereibcsitzer Philipp Döll, Mitglied des Bürgerausschusses, im 48. Lebensjahre zu Cassel; Am 11. März Superintendent Paul Wiederhold, 1. Pfarrer an der Johanniskirche, im 68. Lebensjahre zu Hanau; am 12. März der königliche Bergrath a. D. Philipp Werner Hausmann im 78. Lebensjahre zu Wilhelmshöhe ; am 6. April der Bibliothekar Ferdinand Zwenger, Herausgeber des „Hessenland", im 69. Lebensjahre zu Fulda; am 14. April der Generalmajor z. D. Eduard Funck, Ehrenvorsitzender des Kriegerverbandes für Hessen und Waldeck, im 75. Lebensjahre zu Cassel; am 5. Mai Dr. med. Friedrich Hein im 78. Lebensjahre zu Cassel; am 10. Mai der Kommerzienrath Zimmermann, Mitglied des Abgeordnetenhauses, im 62. Lebensjahre zu Hanau; am 21. Mai Dr. med. Emil Joost im 44. Lebensjahre zu Cassel; am 31. Mai der Divisionspsarrer Martin Kögel im 29. Lebensjahre zu Cassel; am 4. Juni der Generalmajor a. D. Jobst Wilhelm von Böcking im 77. Lebensjahre zu Cassel; am 8. Juni der Bijouteriefabrikant Heinrich Weishaupt, Vorsitzender des Gemeindeausschusses in Hanau, Mitglied des Provinzial- und Kommunallandtages, im 62. Lebensjahre zu Hanau; am 1. Juli der frühere kurhessische Staatsminister Freiherr Alexander v. Baumbach-Ropperhausen im 80. Lebensjahre zu Ropperhausen; am 16. Juli der Ober-Postkassen- Buchhalter a. D. Adalbert Jäneke, verdient um das Turnwesen, im 71. Lebensjahre zu Cassel; am 22. Juli der frühere kommandirende General des 11. Armeekorps, General der Infanterie Graf von Bose, im 85. Lebensjahre zu Hasserode; am 25. Juli der Generalsuperintendent a. D. Dr. Julius Martin im 82. Lebensjahre zu Cassel; am 31. Juli der Marburger Professor Dr. Johann Karl Glaser im 80. Lebensjahre zu Neuenhain bei Zimmersrode; am 25. Juli der Geheime Oberregierungsrath Joseph Busch, Direktor des Betriebsamtes Schwerte-Cassel, im 56. Lebensjahre zu Cassel; am 3. August der Professor Otto Speyer im 74. Lebensjahre zu Cassel; am 3. August der Präsident des Königlichen Konsistorium Friedrich von Trott zu Solz im 60. Lebensjahre zu Cassel; am 4. August Frhr. Ernst Schenk zu Schweinsberg, Erbschenk von Hessen, im 91. Lebensjahre zu Schweinsberg; am 9. September der Generallieutenant z. D. Freiherr Bernhard v. d. Busche-Haddenhausen im 71. Lebensjahre zu Cassel; am 22. September Amtsrichter a. D. Reinhard Dietz im 72. Lebensjahre zu Cassel; am 24. September der Metropolitan a. D. August Friedrich Karff im 82. Lebensjahre zn Cassel; am 27. September der Geheime Rechnungsrath Heinrick Gunkel im 79. Lebensjahre zu Cassel; am 30. September der Major a. D. Friedrich Engelhardt im 77. Lebensjahre zu Cassel; am 4. Oktober der Amtswundarzt Armin Kollmar im 80. Lebensjahre zu Melsungen; am 12. Oktober der Regierungs- und Baurath a. D. Wilhelm Landgrebe im 92. Lebensjahre zu Cassel; am 19. Oktober Rudolf Neuber, 2. Pfarrer an der Marienkirche, im 49. Lebensjahre inHanau; am 6. November der Regierungs- und Gewerberath Eduard Neubert im 59. Lebensjahre zu Cassel; am 9. November der Kgl. Forstmeister a. D. Ludwig Wilhelm Dehnert im 84. Lebensjahre zu Cassel; am 16. November der Amtsgerichtsrath Gustav Wilhelm Zimmermann im 71. Lebensjahre zu Cassel; am 16. November der Geheime Sanitätsrath Dr. med. Ludwig Ulrich im 83. Lebensjahre zu Cassel; am 16. November der Oberförster Friedrich Sacksofsky im 61. Lebensjahre zu Reichensachsen; am 18. November der Geheime Kommerzienrath Oskar Henschel im 57. Lebensjahre zu Cassel; am 3. Dezember der Bürgermeister Heinrich Knobel, Mitglied des Provinzial- und Kommunallandtages, früher auch des preußischen Abgeordnetenhauses, im 64. Lebensjahre zu Ehlert; am 5. Dezember die hessische Schriftstellerin H. Brand (Frau Lilly Wigand, geb. Hillebrand), zu Wahlershausen; am 5. Dezember der Geheime Justizrath z.D. Röttger Ganslandt im 83. Lebensjahre zu Cassel; am 11. Dezember her Dr. med. Ludwig Wachs im 51. Lebensjahre zu Cassel; am 17. Dezember der Kommissionsrath Daniel Frey, Theaterdirektor, im 77. Lebensjahre zu Hanau; am 21. Dezember der Reichsgerichtsrath a.D. Dr. jur. Ludwig Möli im 78. Lebensjahre zu Cassel.
* Aus dem Gemeinde-Ausschutz. In Ergänzung unseres in voriger Nummer enthaltenen Sitzungsberichtes des Gemeinde-Ausschusses theilen wir nachstehend den Wortlaut des Stadtrathsbeschlusses, betreffend die Veranlagung von außerpreußischen Einkommen zur Gemeinde-Einkommensteuer, mit: „Vom 1. April 1895 an soll von der in der Stadt Hanau aus dem Gesammteinkommen eines Steuerpflichtigen zu zahlenden Gemeinde-Einkommensteuer die in einer außerpreußischen Gemeinde gezahlte Steuer bis zur Höhe des Betrages abgezogen werden, um den sich die Steuer aus diesseitigem Einkommen durch Hinzuziehung des auswärtigen (außerpreußischen) erhöht. Mindestens jedoch ist ein Viertel des Gesammt- einkommens (§ 49 des Kommunalabgabengesetzes) in der Stadt Hanau zu versteuern.
* Zum Postneubau Projekt. Nach unseren Informationen ist die in der „Frankf. Ztg." veröffentlichte und auch von uns reprodu- zirte Nachricht/ welche das Scheitern der Verhandlungen meldet, unzu- treffend. Die Stadt Hanau, welche früher auf dem Standpunkte sich be
fand, das Grundeigenthum an der gelben Mauer überhaupt nicht zu veräußern, hat bei der Postbehörde eine Ausnahme gemacht und auch kürzlich ein gegen früher erheblich niedrigeres Angebot betreffs des vorgenannten Eigenthums gemacht. Zugleich ist auf den Erwerb des alten Postgebäudes verzichtet worden.
* Hunau's Einwohnerzahl. Nach einer am 5. Dezember v. I. vorgenommenen Feststellung zählte die Zivilbevölkerung nebst den in der Stadt wohnenden Militärpersonen 26 078 Personen. Die Zahl der kaser- nirten Militärpersonen einschließlich der Familienangehörigen betrug 1842, zusammen also 27 920, sodaß wir jedenfalls jetzt das 28. Tausend überschritten haben. Im Vorjahre umfaßte die muthmaßliche Gesammteinwoh- nerzahl 26 136 Personen.
* Die Neujahrsnacht. Die Straßen unserer Stadt zeigten in der Neujahrsnacht ein viel ruhigeres Bild als in den früheren Jahren. — Dagegen wird aus dem benachbarten Frankfurt folgendes Stimmungsbild, das wir der „Franks. Ztg." entnehmen, veröffentlicht: Das wüste Treiben der Neujahrsnacht auf der Zeil, Schießen, Schreien, Eintreiben und Entreißen der Hüte, Wegnahme der Regenschirme u. dgl. war diesmal so arg, daß die Polizei sich schließlich entschloß, durch die zahlreich vorhandenen Schutzmannschaften die Zeil räumen zu lassen, was kurz nach 1 Uhr geschah. Ein Mann, der das Wegnehmen von Schirmen gewerbsmäßig betrieb, wurde verhaftet; wegen Körperverletzung wurden drei Individuen verhaftet.
* Jagdkalender. Im Monat Januar haben Schonzeit: Elchwild, weibliches Rehwild, Rehkälber, der Dachs und Rebhühner. Das übrige Wild ist sagbar.
* Verfügung. Der Bezirksausschuß zu Cassel hat den Schluß der Jagd auf Hasen, Auer-, Birk- und Fasanen - Hennen, Haselwild und Wachteln auf den 19. Januar 1895 festgesetzt.
* Abreißkalender. Kurz vor Jahresschluß übersandte die chromolithographische Kunstanstalt Heinr. u. August Brüning dahier ihren Geschäftsfreunden einen Abreißkalender für das Jahr 1895, dessen künstlerische Ausführung hohe Anerkennung verdient und einen Beweis von der Leistungsfähigkeit der rührigen Firma gibt.
* Unseliger Entschluß. Ein sich hier auf Urlaub aufhaltender Soldat des Infanterie-Regiments Nr. 81 machte gestern Abend 10 Uhr in der Wohnung seiner Mutter, Schützengasfe, feinem Leben durch Erhängen ein Ende. Die Motive zu der unseligen That sind unbekannt.
Falb's „Wetterprognosen für 1895", welche glücklicher Weise das Gute haben, daß sie selten zutreffen und gerade deshalb eine gewisse Berühmtheit erlangten, sind wiederum erschienen und seien Denjenigen, welche daran glauben, hiermit mitgetheilt. Darnach sollen „kritische Tage erster Ordnung" sein: 11. Januar, 3. Februar, 11. März, 3. April, 22. Juli, 20. August, 18. September und 18. Oktober. Während Falb sodann die „Kritischen zweiter Ordnung" auf den 24. Jannar, 26. März, 25. April, 9. Mai, 22. Juni, 4. September, 14. Oktober, 2. und 16. November und 31. Dezember plazirt, reiht er die dritte Ordnung auf den 25. Januar, 24. Mai, 7. Juni, 7. Juli, 5. August, 2. und 16. Dezember ein. Die drei „stärksten kritischen" Tage (11. und
20. März und 18. September) werden noch durch eine Sonnenfinsterniß verstärkt. In Summa 25 kritische Tage. Durch reichliche Schneefälle soll sich der Januar in der ersten Hälfte bemerkbar machen, „während im Februar die Niederschläge seltener werden und das Wetter meist trocken und kalt sein wird." Reicher an Niederschlägen, aber wärmer gestaltet sich die erste Märzhälfte, wogegen starke Schneefälle um den 20. zu erwarten seien. Schneefälle, aber auch Gewitter soll uns der April be- scheeren, während der Mai uns nur die letzteren widmet, verbunden mit heftigen Stürmen. Einen „bösen Monat" benamst Falb den Juni, der sich durch reichliche Niederschläge mit häufigen Gewittern auszeichnen soll und Wolkenbrüche und Hochwasser wiederholt spendet. Das „Wetter- Repertoire" für die andere Hälfte will Falb erst später aufstelleu.
Für heute. Stadttheater in Hanau: „Wie die Alten sungen", Lustspiel in 4 Akten von Karl Niemann; Anfang 7 Uhr. — Briefmarkensammler-Verein : Abends Va9 Uhr Zusammenkunft in der Restart- ration Mohr. — Turn- und Fechtklub: Abends von 8^2—10 Uhr Turnen der Männerabtheilung. — Allg. christl. Arbeiterverein: Abends 1/a 9 Uhr gemüthliche Zusammenkunft im Vereinslokal „Brauerei Weismantel." — Abends 9 Uhr: Freiwillige Feuerwehr, 1. Komp, im „goldnen Herz"; Steiger-Korps bei Beck. — Männerabtheilung der Turngemeinde: Abends von 9—10 Uhr Turnen.
Versteigerungs & Verpachtungs- rc. Kalender für Donnerstag den 3. Januar.
Holzversteigerung in den Anlagen zu Wilhelmsbad; Termin vormittags 9 Uhr, Zusammenkunft kleine Wirthschaft.
$ Großauheim, l. Januar. (Erfreulich.) Zum Besten der hiesigen barmherzigen Schwestern fand vorgestern im Saale „zur Rose" dahier eine theatralische Vorstellung statt. Hiesige Jungfrauen und Schulmädchen spielten „Das Hirtenmädchen von Lourd" und darauf folgte ein kleiner Schwank: „Studentenstreiche", aufgeführt von Jünglingen hiesigen Orts. Der Saal war zum Erdrücken voll, es ist dies ein Beweis dafür, daß der Opfersinn der Bewohner Auheims noch nicht erstorben ist, wenn es gilt, den Armen ihr Elend lindern zu helfen.
B. Aus dem Freigeeicht, 1. Januar. (Vereinsmeierei.) Wie an anderen Orten, so macht sich auch in unserem Freigericht die söge-