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Lit. C. 133, 240, 751, 434, 498, 262, 141, 87, 267, 742, 306, 338 â 200 Mark.

Rückständig: c. 330, 709, 747 â 200 Mark.

Reihe II zu 31/s°/o (V. Ziehung).

Lit. A. Nr. 124, 62 â 1000 Mark.

, B. 102, 68, 80, 272 â 500 Mark.

C. 389, 1, 220, 504, 513, 212, 396, 768, 493, 344 â 200 Mark.

Rückständig: A. 55 â 1000 Mark, C. 653 â 200 Mark.

H Anleihe vom 1. Oktober 1889. II. Serie zu 3%/« (V. Ziehung).

Lit. A. Nr. 143 â 2000 Mark.

B. 174, 259, 279 â 1000 Mark.

C. 234, 368, 353, 384 â 500 Mark.

D. 268, 348, 281, 358, 303, 424, 355, 330 â 200 Mark.

Rückständig: C. 209, 351 â 500 Mark.

Dieselbe Anleihe I. Serie (III. Ziehung).

Lit. A. Nr. 3 â 2000 Mark.

, B. 23 â 1000 Mark.

C. 168, 170 â 500 Mark.

D. 171, 230, 170, 232, 97, 124, 191 â 200 Mark.

Rückständige D. 68, 246 L 200 Mark.

Hanau am 27. September 1894.

Der Stadtrath :

Dr. Gebeschus. 9

Städtische Sparkasse.

Die Wiedereröffnung der städt. Sparkasse findet am Donnerstag den 3. Januar 1895 statt.

Für neu hinzutretende Sparer sei bemerkt, daß die Ausfertigung der Sparkaffenbücher kostenfrei erfolgt.

Hanau am 31. Dezember 1894.

Die Verwaltung der städt. Sparkaffe.

Küstner. Klaere. Eilber. 32

Neujahr 1895.

Das alte Jahr, es eilt hinab ins Meer der Ewigkeit, und mit mehr oder weniger Pathos wird ihm der Abschiedsgruß der Menschen nachge- rusen, mit Becherklang und Freudenruf aber des neuen Jahres Ankunft gefeiert. Zwar ist ja ein Jahr nur ein Tropfen im Meer der Ewigkeit, zwar bildet es nur eine einzige Spanne Zeit in den tausenden und aber­tausenden von Jahren, welche der schwache Menschengeist auszudenken ver­mag; und doch umfaßt ein Jahr soviel des Erdenglückeâ und des Erden­leides, so viele Vorkommnisse, die ein Menschenherz bewegen, so viele für das Schicksal nicht nur einzelner Menschen, sondern ganzer Generationen und Völker entscheidende Momente, daß es ganz natürlich ist, wenn sich am Schluffe eines Jahres des Menschen Blick rückwärts wendet und er vor seinem geistigen Auge die Erlebnisse des dahinschwindenden Jahres vorbeipassiren läßt. Wohl ist es dem Menschen gegeben, seinen Blick weit hinaus in die Ferne schweifen zu lassen und zu grübeln über den Anfang und das Ende der Dinge dieser Welt, aber dennoch haftet schließlich sein Auge immer wieder auf dem zunächstliegenden, auf dem, was sein persön­liches Wohl und Wehe angeht. Und geeigneter ist wohl keine Stunde im Jahre, Rückschau zu halten über vergangene.Tage, als jene, da der Zeiger der Weltuhr sich der Mitternachtsstunde nähert und gar bald der Glocken dumpfer Klang des neuen Jahres Einzug kündet.

Weniger der Politik und den großen Fragen, welche die Allgemein­heit beschäftigen, widmet sich heute der Rückblick, den wir auf das abge­laufene Jahr thun, sondern den zunächst liegenden Dingen, dem Hause und der Familie, der wir selbst angehören, für die wir arbeiten und schaffen, für die wir den täglichen Kampf mit dem Leben aufnehmen. Und da ist es im allgemeinen ein Gefühl des Dankes und zum Theil wenigstens der Zufriedenheit, das uns durchzieht, ein Gefühl des Dankes für manche schöne und glücklich verlebte Stunde und der Zufriedenheit darüber, daß wir das neue Jahr im Freundeskreise in Frohsinn und Heiterkeit beginnen dürfen. Denn es liegt in der Menschennatur begründet, daß alle jene zahlreichen Stunden des Trübsals, des Schmerzes, an denen es im abge­laufenen Jahre sicherlich nicht gefehlt, zurücktreten und verblasten in der Erinnerung gegen die verhältnißmäßig wenigen Stunden, die durch keinen schrillen Mißton des Leides gestört waren. Und daß dem so ist, das ist ein tröstlicher Gedanke des Erdenlebens, der in Verbindung mit der Hoff­nung, die den Menschen stets beseelt, das Leben trotz aller Mühen und Drangsalen zu einem köstlichen Besitz des Menschen macht.

Jahre kommen und vergehen, In dem Webstuhl läuft geschäftig Schnurrend hin und her die Spule Was Er webt, das weiß kein Weber.

Wie die Jahre kommen und vergehen, so kommen und vergehen auch die tausende von Generationen, so sinken Geschlechter und Völker ins Grab

und neue und immer neue treten an ihre Stelle. Und sie alle haben ge­kämpft und gestrebt, und gehofft und gewünscht, und nach Menschenbegriffen Großes und Gewaltiges und Dauerndes geschaffen, und sei es nach Jahr­hunderten, sei es nach Jahrtausenden, ist oft von ihnen nichts mehr übrig geblieben, als die Erinnerung, und auch diese nicht immer. Ueber allen aber, die das rollende Rad der Zeit zermahlen hat, über allen, die da jemals auf Erden für die Ewigkeit zu schaffen vermeint und die doch ver­weht sind, wie Spreu im Winde, über uns Lebenden, die wir wiederum uns der hochentwickelten Kultur rühmen, wölbt sich allein ewig das blaue Himmelsgewölbe, auch uns mahnend, daß alles auf Erden dem Wechsel, der stetigen Veränderung unterworfen. Und doch ist und bleibt der Mensch die Krone der Schöpfung, ihr Mittelpunkt und ihr Beherrscher durch seinen alle Erdcnhindernisse überwindenden Geist. Deshalb, wenn auch zuweilen Kleinmuth das Menschengemüth befällt, wennschon srlcher Kleinmuth die Besten der Nation befallen mag, wenn sie in mitternächtlicher Sylvester- stunde rückwärts blicken, der Mensch richtet sich immer wieder auf, sein Geist erstarkt immer wieder und am allermeisten und allerbesten gerade in den Tagen der Krisis.

Auch unser Jahrhundert, das mit Windeseile seinem Ende entgegen­rollt, zeigt gleich allen seinen Vorgängern die schwere Krisis, die den Le­benden ungleich ernster und wichtiger erscheint, als je eine frühere inner­halb der Weltgeschichte. Alle Geisteskräfte, alle Autoritäten auf dem Ge­biete der Erkenntniß des Völkerlebens, alle edlen, hochherzigen Männer und Frauen und nicht minder alle Elemente der Gewaltsamkeit sind am Werke, diese Krisis zu beschwören oder womöglich mit einem Schlage über dieselbe hinauszukommen. Aber ruhig und mit mathematischer Sicherheit geht über all diesem leidenschaftlichen Erdengewimmel der Sterne Heer seinen Ganz, wie vor Jahrtausenden. So wird auch die Erdengeschichte, die Menschheitsgeschichte, die wir mit einer gewissen Uebertreibung die Weltgeschichte nennen, weiter ihren Lauf gehen und kommende Jahrhunderte mit ihrer noch höheren Entwickelung, mit ihrem vielleicht noch größeren Hoffen und Wünschen werden auf unsere Zeit herabsehen als die Vorbe­reitung für ihre eigene Zeit, wie wir selbst herabsehen auf jene vergangene Zeiten, die das Pidestal unserer Entwickelung gewesen. Das Menschen­gemüth aber faßt diese Gedanken kurz zusammen in die Wortealles Menschenwerk ist vergänglich!"

Sind diese in der Sylvesternacht dem sinnenden Menschen aufstei­genden Gedanken aber auch für den Augenblick niederdrückend, so sind sie doch zum Glück nicht die einzigen Gedanken, die ihn bewegen. Denn wie der Mensch nicht blos für die Zukunft, sondern in der Gegenwart lebt, so richtet sich auch sein Denken, Sinnen und Trachten gar bald wieder auf die Gegenwart. Und in ihr sind es eben Menschen, unter denen er selbst lebt und webt und alle sind einanoer gleich seit Anbeginn des mensch­lichen Erdenlebcn. So schließt er sich denn immer wieder freudig an den Nebenmenschen und an des Neujahrs hellen Morgen, an welchem der Sylvestertraum verflogen, da erschallt sein Glückwunsch zum neuen Jahr hinüber und herüber und sonnig ist sein Blick, heiter sein Sinn und be­ruhigt sein Gemüth.

Auch wir haben allezeit allen unseren Mitmenschen nur Gutes ge­wünscht und das Beste unsern lieben Lesern. Heute, am Neujahrstage, wo alle allen ihre Wünsche darbringen, wo alle freudiger und hoffnungs­voller gestimmt sind, als vielleicht das ganze Jahr hindurch, heute können wir unsere Wünsche sür unsere Leser am besten in die Worte zusammen­fassen : Möge einem jeden wenigstens ein Theil dessen in Erfüllung gehen, was er im vergangenen Jahre erhofft und erstrebt hat! möge einem jeden die Kraft und Energie und vor allem das höchste Gut, die Gesundheit, erhalten bleiben, daß er weiter streben und schaffen könne, für sich und für seine Mitmenschen. Uns selbst aber möchten wir nur das Eine wünschen: daß uns die Gunst unserer Leser auch weiterhin erhalten bleibe! Ihnen allen aber ein kräftiges

Glück zum neuen Jahr!

Tagesschau.

Berlin, 31. Dez. Der heutigeStaatsanzeiger" veröffentlicht folgende Allerhöchste Verordnung vom 30. Dezember:

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen ?c., verordnen gemäß Artikel 51 der Verfastungsurkundc vom 31. Januar 1850 auf den Antrag des Staatsministeriums, was folgt:

Die beiden Häuser des Landtags der Monarchie, das Herrenhaus und das Haus der Abgeordneten, werden auf den 15. Januar 1895 in Unsere Haupt- und Residenzstadt Berlin zusammenberufen.

Das Staatsministerium wird mit der Ausführung dieser Verordnung beauftragt.

Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beige­drucktem Königlichen Jnsiegel.

Gegeben Neues Palais, den 30. Dezember 1894.

4 (L. S.) Wilhelm.

von Boetticher. Freiherr von Berlepsch. Miguel.

Bosse. Lronsart von Sch eilendorff. von Köller.

Freiherr von Marschall. Schönstedt.

Berlin, 31. Dez. Seine Majestät der Kaiser und König nahmen heute Vormittag im Neuen Palais die Vorträge des Chefs des Zivilkabi- nets, des kommandirenden Admirals, des Staatssekretärs des Reichsmarine- amtâ und des Chefs des Marinekabinets entgegen.