Nbonnements- PreiS:
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Die einzelne Urumu« 10 4.
wirr Ammer
Gleich
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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Nr 268.
ZAfertümS- Preis: Die Ifpattige Garnioiürzeile oder deren Daum 10 4.
Die t»^jv. Zeile 15 4.
WeÄsPalt. Zeile 20 4.
DieSspâ Zeile 30 4.
Donnerstag den 15. November
1894.
t Amtliches.
Slcrölkrteis Kernern.
Wegen der Chaussirung der linksseitigen Hälfte der Fahrbahn, auf der Lamboystraße zwischen dem Uebergang der Hanau-Friedberger Bahn und dem Henkel'schen Grundstück wird hiermit auf die Dauer von 6 Tagen die Lamboystraße für Lastfuhrwerke gesperrt.
Hanau am 14. November 1894.
Königliche Polizeidirektion.
P. 11999 J. V.: Dr. Köhler, Regierungsassessor. w
Nachstehende Bekanntmachung wird hiermit veröffentlicht.
Hanau am 13. November 1894.
Königliche Polizeidirektion.
P. 11973 I. V.t Dr. Köhler, Regierungsassessor.
Bekanntmachung.
Am 29. Oktober d. Js., nachmittags 5 Uhr, ist hier im Stadtwalde, Distrikt „Kaisertannc", die Leiche eines unbekannten Mannes im Alter von 35—40 Jahren, von untersetzter Statur, mit dunkelblonden Haaren, desgl. Schnurrbart und Mücke, stumpfer Nase, breitem Gesicht, blonden Augenbraunen, aufgefunden worden.
Bekleidet war die Leiche mit dunkelblauem, schwarzgestreiftem Sackrock mit schwarzer Einfassung, desgl. Weste, weißgestreifter Hose, schwarz- und weißgestreifter Unterhose, blau- und weißgestreiftem Flanellhemd, Papierkragen, blauem Shlips, grauen Gummihosenträgern, braunwollenen Socken, Halbschuhen, hellgrauem weichem Filzhut. Bei der Leiche wurden vorgefunden: Zwei rothe Taschentücher mit brauner Borde, ein Bleistift, eine Schnupftabaksdose von Birkenrinde, ein Gebund (5) Schlüssel. •
Die Kleidungsstücke werden zur eventl. Agnoszirung hier ausbewahrt.
Der Verstorbene scheint dem Bäckerhandwerk anzugehören. Die Leiche dürfte 3 Tage am Fundorte gelegen haben.
Um Anzeige wird ersucht, falls die Persönlichkeit der-töeiche bekannt sein sollte.
Frankfurt a. M. den 5. November 1894.
Königliches Polizeipräsidium.
^and&reis ^anau.
Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.
Von d?m Steuersupernumerar Schleifenbaum in Gifhorn bei Hannover ist ein Hülfsbuch über die Obliegenheiten der Gemeinde- und Gutsvorstände in Einkommen- und Ergänzungssteuersachen herausgegeben worden.
Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher des Landkreises mache ich aus dieses Hülfsbuch mit dem Bemerken aufmerksam, daß etwaige Bestellungen alsbald erfolgen müssen.
Hanau am 14. November 1894.
Der Vorsitzende der Einkomniensteuer-Veranlagungskommission für den Landkreis Hanau.
I. V.: Dr. Köhler, Regierungsassessor.
Das durch Verfügung des Herrn Regierungspräsidenten zu Cassel vom 3. Oktober 1894 A. IV. 7094, mitgetheilt durch diesseitige Verfügung vom 16. Oktober er. A. 2831, vorgeschriebene Formular für die Aufstellung des Voranschlags der Einnahmen und Ausgaben der Gemeinden ist auf Wunsch verschiedener Ortsvorstände in einer größeren Anzahl von Exempl^en diesseits bestellt worden.
Die Herren Ortsvorstände wollen mir deshalb binnen 5 Tagen anzeigen, wieviel Exemplare des Formulars sie benöthigen.
Hanau am 12. November 1894.
Der Königliche Landrath.
A. 3050 I. V.: Dr. Köhler, Regierungsassessor.
* Stadtkreis ^anctw.
Bekanntmachungen des Oberbnrgermeisteramtes.
Freitag den 16. d. M., nachmittags 2V2 Uhr, sollen im Stadtschloß hinterer Hof am Marstall eine Partie alter eiserner
Lesen öffentlich versteigert werden. Wegen Besichtigung wende man sich gefälligst an den Kastellan des Stadtschlosses.
Hanau am 10. November 1894.
Der Oberbürgermeister.
J. V.: Heraeus. 14753
Die Ausführung von
Erd- und Maurerarbeiten, Zimmerarbeiten, Pflastererarbeiten auf der Sandelmühle, Nordstraße Nr. 12, werden hiermit öffentlich ausgeschrieben.
Pläne, Auszüge und Bedingungen liegen von Montag Nachmittag den 12. d. Mts. in den Büreaustunden im Stadtbauamt I Zimmer Nr. 24 des Rathhauses zur Einsicht auf.
Verschlossene Angebote werden bis zum 17. d. M., vormittags 11 Uhr, daselbst entgegengenommen und findet auch zu dieser Zeit die Eröffnung derselben im Beisein etwa erschienener Interessenten statt.
Hanau am 10. November 1894.
Der Oberbürgermeister.
I. V.: Heraeus. 14754
Bekanntmachung.
Die Fischerei in dem Zu- und Abflußgraben der Sandelmühle soll Samstag den 17. November 1894, vormittags */42 Uhr, nach dem Meistgebot unter Zuschlagsvorbehalt auf 3 Jahre im Kämmerei- lokal öffentlich verpachtet werben.- Die Bedingungen liegen daselbst zur Einsichtnahme bereit.
Hanau den 6. November 1894.
Der Stadtkämmerer
___________________ Scherzberg.__________________14747
Tagesschau.
Berlin, 14. Nozp Die Ernennung des Oberlandesgerichts-Präsi- denten Schönstedt zum Justizminister ist heute erfolgt.
Berlin, 14. Nov. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Verordnung, betreffend die Uebertragung der landesherrlichen Befugnisse auf den neuen Statthalter von Elsaß-Lothringen.
Berlin, 14. Nov. Die Generalsynode nahm einstimmig in zweiter Berathung den Agendenentwurf an.
Berlin, 14. Nov. Der Reichstag wird, der „K. Ztg." zufolge, am 5. Dezember nach dem üblichen Gottesdienste mit der Thronrede im Rittersaal des königlichen Schlosses eröffnet werden. Dann erfolgt die Schlußstcinlegung und Einweihung des neuen Reichstagsgebäudes durch den Kaiser. Nachmittags findet die erste formelle Sitzung im alten Gebäude mit Namensaufruf statt. Abends ist Bankett der Reichsbehörden und Abgeordneten, wozu von verschiedenen Seiten Spenden von Genußmitteln angemeldet sind. Am folgenden Tage wird die erste ordentliche Sitzung mit der Präsidentenwahl stattfinden. Es bestätigt sich, daß zunächst nur die Vorlage gegen die Umsturzbestrebungen eingebracht wird.
Berlin, 14. Nov. Wie vorauszusehen war, hat der Verlaus des Frankfurter Parteitages den sozialdemokratischen Diktator Bebel wenig befriedigt. In einer Versammlung der Sozialdemokraten im 2. Reichstagswahlkreis sprach derselbe, wie die „Fr. Ztg." schreibt, in zweistündigem Vortrag über den Frankfurter Parteitag und erklärte, dieser habe auf ihn den peinlichsten Eindruck gemacht. Noch nie, so lange die Partei bestehe, sei er so enttäuscht zurückgekehrt. Die kleinbürgerliche, vornehmlich in Süddeutschland vertretene Strömung verwässere die Partei. Der bayrische Partikularismus und Opportunismus, den Vollmar systematisch fördere, sei mit dem Parteiprinzip unvereinbar. Das Spottwort von der bayerischen internationalen Sozialdemokratie sei berechtigt. Vollmar's Sraatskunst sei jetzt schon durch den neuen Kurs gescheitert. Auch mit Vollmars Behandlung der Agrarfrage sei er nicht einverstanden; er werde selbst im Sommer eine Agrarkonferenz berufen. Jedenfalls sei ihm eine kleine zielbewußte Partei lieber als ein großer undisziplinirter Haufe. Bebel beantragte schließlich eine Resolution, die bedauert, daß der Parteitag den Vertretern in Landtagen nicht eine bestimmte Direktive gegeben und die partikularistische Strömung verurtheilt habe. Sie wurde mit Beifall angenommen.