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Rr. 211.
Montag den 10. September
1894.
Amtliches, ^anö&rets ^anau.
Vekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.
Im Anschluß an die Bekanntmachung vom 25. Juni er. A. 1471 (Hanauer Anzeiger Nr. 151) bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß mit dem Ablaufe des Jahres 1894 folgende Kreistagsmitglieder ausscheiden ;
a) aus dem Wahlverband der größeren Grundbesitzer:
1) Obcramtmann Schuppius zu Rüdigheimerhof,
2) Regierungsassessor Dr. von Savigny zu Hof Trages,
3) Hosmarschall Freiherr von Oer zu Birstein, g
4) Hauptmann a. D. von Rößler zu Wiesbaden (inzwischen verstorben).
b) aus dem Wahlverband der Städte:
5) Bürgermeister Reul zu Windecken.
c) aus dem Wahlverband der Landgemeinden:
6) Landwirth Theodor Weil zu Fechenheim (Wahlbezirk II, bestehend aus der Gemeinde Fechenheim),
7) Bürgermeister Grün zu Großauheim (Wahlbezirk III, bestehend aus der Gemeinde Großauheim),
8) Bürgermeister Hofmann zu Hüttengesäß (Wahlbezirk IV, bestehend aus den Gemeinden Langenselbold, Hüttengesäß und Neuwiedermuß), 9) Bürgermeister a. D. Kopp zu Großkrotzenburg (Wahlbezirk V, bestehend aus den Gemeinden Großkrotzenburg, Niederrodenbach und Oberrodenbach),
10) Bürgermeister a. D. Jung zu Roßdorf (Wahlbezirk IX, bestehend aus den Gemeinden Bruchköbel, Mittelbuchen, Roßdorf und Niederissigheim),
11) Bürgermeister Böckel zu Gronau (Wahlbezirk X, bestehend aus den Gemeinden Kilianstädten, Niederdorfelden, Oberdorfelden und Gronau),
12) Bürgermeister Ebert zu Bischofsheim (Wahlbezirk XI, bestehend aus den Gemeinden Bischofsheim, Hochstadt und Wachenbuchen).
Der im Jahre 1888 aufgestellte Plan über die Vertheilung der Abgeordneten auf die einzelnen Wahlverbände wie auch die damals bewirkte Eintheilung der Wahlbezirke im Wahlverbande der Landgemeinden, deren Veröffentlichung im Hanauer Anzeiger pro 1888 in Nr. 173 stattgefunden, haben für 12 Jahre Gültigkeit und bedürfen mit Rücksicht auf die im §. 69 der Kreisordnung enthaltenen diesbezüglichen Vorschriften einer Revision und anderweiten Feststellung nicht.
Die zu wählenden Abgeordneten werden von denjenigen Wahlverbänden bezw. Wahlbezirken gewählt, durch welche die Wahl der ausscheidenden Abgeordneten bewirkt ist.
In Gemäßheit des Artikels 1 Absatz 6 der Instruktion für die Wahlen zum Kreistage setze ich den Termin für die Wahlmännerwahlen im Bezirk der Landgemeinden auf
Samstag den 29. September d. 3s. hiermit fest.
Den Herren Bürgermeistern, deren Gemeinden durch die diesjährige Ergänzungswahl berührt werden, geht unterm heutigen Tage besondere Verfügung zu.
Hanau am 4. September 1894.
Der Königliche Landrath
A. 2434 v. Oertzen.
Das Verzeichniß mit Beschreibung der von den Körungskommissioncn angekörten Zuchtbullen wird in Geniäßheit der Vorschrift des §. 7 der Polizeiverordnung vom 17. Januar 1879 (Amtsblatt S. 40) nachstehend veröffentlicht.
Hanau am 7. September 1894.
Der Königliche Landrath
V. 7546 v. O crtz en.
der
^er^et^ni^
im Monat August d. I. von den betr. Kommissionen im Stadt- und Landkreis Hanau angekörten Zuchtbullen.
I. Bezirk (Hanau).
mit
1) Bruchköbel: Bullenhalter: Heinrich Fliedner; Privathaltung akkordmäßigem Vertrag; rothbraungescheckter Bulle mit weißem Kopf, 2 Jahre alt, Berner Kreuzung. II II II.
2) Derselbe; hellgelbgescheckter Bulle mit halbweißem Kopf und gelben Flecken an den Augen, 1»/2 Jahr alt, Berner Kreuzung. III*) II*) II*) 280*).
3) Groß anheim: Bullenhalter: Gastwirth Philipp Huth; Privathaltung mit akkordmäßigem Vertrag; rothgescheckter Bulle mit weißem Kopf, 2V2 Jahre alt, Berner Kreuzung. III II II.
4) Derselbe; gelbgescheckter Bulle mit Blesse, V/a Jahr alt, Berner Abkunft. II II II. (Zum Gebrauch für Rinder.)
5) Bullenhalter: Simon Kronenberger; Privathaltung mit akkordmäßigem Vertrag; gelber Bulle mit weißem Kopf und einzelnen weißen Flecken, 2 Jahre alt, Berner Abkunft. III II II 400.
6) Großkrotzenburg: Bullenhalter: Gastwirth Karl Wilhelm Euler; Privathaltung mit akkordmäßigem Vertrag; gelbgescheckter Bulle mit weißem Kopf, 2^2 Jahre alt, Berner Rahe. II II III.
7) Derselbe; hellgelber Bulle mit weißem Kopf, 2 Jahre alt, Berner Rahe. II II III.
8) Derselbe; rothgescheckter Bulle mit weißem Kopf, IV2 Jahr alt, Berner Rahe. II II III 280.
9) Hanau: Bullenhalter: Oekonom Christian Neuling auf dem Sandhof; Privathaltung mit akkordmäßigem Vertrag; hellgelbgescheckter Bulle mit weißem Kopf, 2Va Jahre alt, Berner Kreuzung. III II II.
10) Derselbe; grauer Bulle, reiner Schwyzer, P/2 Jahr alt. II II II 300.
11) Kesselstadt: Bullenhalter: Karl Reichert; Privathaltung mit akkordmäßigem Vertrag; rothgescheckter Bulle mit weißem Kops und rothen Flecken am rechten Auge, 2^2 Jahre alt, Berner Kreuzung. II II II.
12) Derselbe; gelbbraun mit weißem Kopf, weißen Flecken auf dem Bug, halbweißen Beinen und halbweißem Schwanz, l1^ Jahr alt, Berner Kreuzung. III II II 180.
13) Mittelbuchen: Bullenhalter: Friedrich Brosch L; Privathaltung mit akkordmäßigem Vertrag; graubrauner Bulle mit Blesse, 2^2 Jahre alt, Berner Kreuzung. III II II.
14) Bullenhalter: Michael Ruppel V.; hellgelbgescheckter Bulle mit weißem Kops, l3/» Jahr alt, Berner Kreuzung. III II II.
15) Bullenhalter: Heinrich Maisch III.; Privathaltung mit akkordmäßigem Vertrag; gelbrothgescheckter Bulle mit weißem Kopf und gelben Flecken unterhalb der Augen, ll/a Jahr alt, Berner Abkunft. III II II 400.
16) Niederissigheim: Bullenhalter: Konrad Gruner; Privathaltung mit akkordmäßigem Vertrag; rothgescheckter Bulle mit Stern, 2D2 Jahre alt, Berner Kreuzung. II II II.
17) Bullenhalter: Andreas Simon; Privathaltung mit akkordmäßigem Vertrag; gelbrothgescheckter Bulle mit weißem Kopf, 1^4 Jahr alt, Berner Kreuzung. III II II 180.
18) Oberissigheim: Bullenhalter: Gastwirth Philipp Dauth; Privathaltung mit akkordmäßigem Vertrag; gelbbraungescheckter Bulle mit meißem Kopf, 2^/4 Jahre alt, Berner Abkunft. II II II 200.
19) Wachenbuchen: Bullenhalterin: die Gemeinde; bei Wilhelm Müller L in Futter und Pflege; hellgelber Bulle mit Blesse, 2 Jahre alt, Berner Kreuzung. II II II.
20) Bei Peter Puth II. in Futter und Pflege; hellgelber Bulle mit weißer Stirn, 17 Monate alt, Berner Abkunft. III II II. (Zum Gebrauch für Rinder.) 400.
*) Die römischen Ziffern bedeuten: I. Qualität der Bullen; II. Fütterung, Reinlichkeit und Lager; III. Stellung resp. Sprungplatz (I sehr gut, II gut, III genügend, IV gering). Die arabischen Ziffern bedeuten die Anzahl der sprnug- fähigen Thiere in einer Gemeinde.