Einzelbild herunterladen
 

UbormcmentS-

Preis:

Jährlich 9 M $alb j. 4 <^ 50-4* vierteljährlich

2 «M 25 ^.

Für auswärtige Abonnenten mit test betreffenden Postaufschlag.

Die einzelne Bonnet 10 ^.

anmm Ammer

Zugleich

ArrriticHes Kigern für Ktcröi- rrrrö Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Soun- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Unsern ons- Preis:

Die Ispnltige Garmoiidzeile oder deren Raum 10 ^.

Die l'Afp. Zeile 15 ^.

Die 2spalt. Zeile 20

Die 3spalt. Zeile 30 ^.

Nr. 177.

Mittwoch den 1. Augnst

1894.

Amtliches.

^taOf&reis ^anau.

Nachdem das städtische Nachtwachwesen sauf die Königliche Polizei- direktion übergegangen, ist die Schutzmannschaft mit einer neuen Art Alarminstrumente ausgerüstet, welche bei etwa ausbrechendem Feuer fortan zum Alarmiren benutzt werden, vovon ich die Einwohnerschaft Hanaus hiermit in Kenntniß setze.

Hanau am 30. Juli 1894.

Königliche Polizeidirektion.

P. 8043 v. O ertz en, Landrath.

^anö^rei^ ^anau.

Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.

Landwirth Peter Schwind V. zu Gronau ist als Ortsschätzer dortiger Gemeinde bestellt und verpflichtet worden.

Hanau am 25. Juli 1894.

Der Königliche Landrath

V. 6339 v. Oertzen.

Dienstnachrichten aus dem Kreise.

Gefunden: Ein Arbeitstäschchen mit Stickerei, einem Trauring und einer Brille; Empfangnahme dieser Gegenstände beim Herrn Bürger­meister in Kesselstadt. Ein Hundemaulkorb mit Zeichen Nr. 557. Ein rveißes Taschentuch. Ein Damensonnenschirm. Ein Portemonnaie mit etwas Geld. Ca. 300 Gramm Zwieback.

Hanau am 1. August 1894.

t Die ostastatischen Handel.

Die guten Zeiten, in denen der Europäer in behaglicher Ruhe die um Monate hinter den Ereignissen herhinkenden Nachrichten vernahm,wie hinten weit in der Türkei tie Völker auf einander schlagen", sind längst vorbei. In dem Maße, in dem sich der Verkehr zu Wasser und zu Lande, mit Dampfkraft und Elektrizität, durch das geschriebene, gedruckte und ge­kabelte Wort entwickelt hat, scheint unser Planet kleiner geworden zu sein. Wir nehmen setzt Antheil an Dingen, die uns früher völlig sremd waren; was uns ehedem zur Befriedigung der Neugier und zur Unterhaltung in müßigen Stunden diente, das vermag jetzt unsere eigensten Interessen zu berühren. Die Halbinsel Korea heg: noch weit, weit binter der Türkei m straften Asien, und doch braucht mm nur ein größeres Blatt es I braucht noch gar kein Webblatt jn sei» in die Hand jn nehmen, um | entweder n» Lerntet 50er deck glein deck uns er de ksrvun'che Frage

Iw Jabre 1855, als EÄiua wegen Trnkäng eit Franko eäck Streue .og. kam der Senrac von Tientsin zürnen Erina und Japan zu Stande. Korea war ms darin Vasaüennaal Edinas, Srrrn wLe jedoch auch Japan bei Regelung der höchst verlotterten inneren Zustände der Halbinsel mitzusprechen haben. Allein China strebte von Neuem die volle Oberhoheit über Korea an, ließ die Dinge hier laufen, wie sie wollten, und aus den Reformen wurde nichts. In einer südlich von der koreanischen Hauptstadt Söul gelegenen Gegend brach ein blutiger Ausstand aus, der durch die grausame Mißwirthschaft koreanischer Beamten hervorgerufen war. Japan machte jetzt sein Verlangen nach Reformen in Verwaltung und Heerwesen mit Entschiedenheit geltend; China forderte, daß Japan seine Truppen aus Korea zurückziehen sollte, bevor über die Reformen verhandelt werde. Japan ist darauf nicht eingegangen, die Versuche der europäischen Diplomatie, einen Ausgleich herbeizuführen, sind gescheitert. Nach den letzten Nachrichten ist bereits Blut geflossen, indem die Japaner bei Söul einen fransen Koreaner zurückgeschlagen und angeblich auch ein chinesisches Transvorischist in den Grund gebohrt haben.

Der stärkere Tbril ist nach allgemeiner Ansicht und für den Anfang nirgend Japan. Es besitzt ein nach curopâi'cken Mustern erzogenes Heer und eine woowrgalnnrae Skemrubr. während die reguläre Armee ^dwo- 'ihr a r fr oraanrare ' and 2 .e n au nrn Münen ' nkeckrerdir es nGtt oaaagew, Degegew am Charr ög NW stärkeren S££ab: kn 'eâner nnatt-ur-n rar . M-m«n Karst gstwätzten Bemäckwunr. m-â^rnr drs

japanische Reich nur 40 Millionen Seelen hat. Während China sich nach außen absperrt und im Innern in seiner zopfigen Erstarrung verbleibt, huldigt Japan dem Fortschritt der Kultur und ist bestrebt, Korea dem all­gemeinen Verkehr mehr zu öffnen. Jetzt dienen dem Außenhandel nur drei Häfen: Chemulpo an der Westküste, Fusan im Süden und Gensan im Osten; Eisenbahnen gibt cs in Korea noch nicht.

Das gemeinsame Interesse der großen europäischen Staaten bei einem Kriege zwischen Japan und China geht dahin, ihren mehr oder weniger beträchtlichen Handel nach Ostasien vor Schädigungen zu bewahren, sowie ihre dort wohnenden Unterthanen zu schützen. Weitere Interessen können sich noch einstellen für England, Rußland und auch für die Vereinigten Staaten von Nordamerika. England hat früher schon vorübergehend Port Hamilton besetzt gehabt. Rußland ist auf dem Küstengebiet von Wladi­wostok Grenznachbar; mit dem Ausbau der großen sibirischen Eisenbahn bekonimt es in Ostasien eine viel stärkere Stellung und wird noch mehr als bisher wünschen, dort an der koreanischen Küste einen vollständig eis­freien Hafen zu besitzen. Nordamerika will Kriegsschiffe absenden, während England schon ein Geschwader in der Nähe Koreas hat. Ein direttcs Eingreifen in die dortigen Kriegshändel ist vorläufig nicht wahrscheinlich; man wird hauptsächlich dafür sorgen, daß die offenen Häfen mit ihren Fremdenkolonien, darunter namentlich Shanghai, wo auch das deutsche Element ziemlich stark vertreten ist, vor Angriffen möglichst bewahrt bleiben.

t Ueber die Anmeldung von Waarenzeichen

hat das Rcichspatentamt nunmehr Bestimmungen erlassen. Danach muß die Anmeldung eines Warenzeichens in Form eines schriftlichen Gesuchs beim Patentamt eingereicht werden, dem die sonst erforderlichen Stücke als Anlage beizufügen sind. Das Gesuch muß enthalten: Die Angabe des Namens, der Berufsstellung, des Wohnorts oder der Niederlassung des Anmelders, den Antrag, daß das Warenzeichen in die Zeichenrolle einge­tragen werde; die Bezeichnung des Geschäftsbetriebes, in dem das Zeichen verwendet werden soll; ein Verzeichniß der Waaren, für die es bestimmt ist; die Erklärung, daß die gesetzliche Gebühr von 30 Mark an die Kasse des Patentamts eingezahlt sei oder gleichzeitig mit der Anmeldung eingehen werde, sofern die Eintragung nicht unentgeltlich zu erfolgen hat; die Auf­führung der Anlagen des Gesuchs unter Angabe ihrer Nummer und ihres Inhalts; die Unterschrift des Anmelders oder seines Vertreters.

Das Gesuch ist in zwei Ausfettigungen einzureichen, auch ist eine Darstellung des Zeichens in vier gleichen Ausfettigungen beizufügen.

Erachtet der Anmelder eine Beschreibung des Zeichens für erforderlicü, so ist eine solche in zwei Xus Fertigungen einzureichen. Dasselbe gilt für Modelle und Prob drücke der mit dem Zeichen versehenen Ware. Hat die Tmmang der èlunrelsnnz ergeben, daß sie ßirurugurg des Zeichens in die Roke ersten kann 's kao der Xtrnteiier einen für die LenneELlronang des Wickens öennnnnen Drncknock nnzurcknen.

Tagesschau..

Berlin, 31. Juli. Seine Majestät der Stirer und Sättig roden an Bord ver Bach:Hobenzollern" heule früh Bergen verladen und ge­denken morgen Minag in Wilhelmshaven einzutteffen.

Berlin, 31. Juli. Die stille Jahreszeit prägt sich am dentlichnen aus in der Abwesenheit fast aller leitender politischen Persönlichkeiren von der Reichshauptstadt. Es sind vom preußischen Staatsministettum nur noch der Reichskanzler und der Ministerpräsident in Berlin anwesend. In den Ministerien und im Reichsschatzamt ist man eifrig bei den Etats­vorarbeiten. Dem Reichstag, der auch in diesem Jahre wie gewöhnlich in der zweiten Hälfte Novembers wieder zusammen treten wird, soll der Reichs- Haushaltsentwurf gleichzeitig mit den bereits jetzt vom Bundesrath sertig- geftellten Vorlagen, insbesondere der Strafprozcßnovelle, gleich bei der Er­öffnung unterbreitet werden.

Berlin, 31. Juli. Besondere Marschmanöver sollen, wie der . Hannov. Kur." aus gut untern treten Kreisen hott, während der dirs- ibrigen großen S ar all er e ib.'tt gen roroenommen werden. Dabei werden den Truppen versuchsweise Gierende Lmarecke neck ttnem neuen Ersten bngegeben werden. Der Zweck Erer War tritt"t" Manöver ward nick: nur ul her LöWnr nammäer Ante ob en äaegrn.mbnm taub in der ZA: - 7 Wer "Hope BW käm nzs- . m S kmor co, m r m Leriertt-