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chemischen Untersuchung unterworfen werden zu können, durch die festge- stellt wurde, daß die Milch mit einem Drittel Wasser verfälscht war. (O. A.)

Worms, 19. Mai. Ein beklagenswerther Unfall ereignete sich gestern Nachmittag am städtischen Lagerhaus. Der heftige Wind, welcher dem herannahenden Gewitter vorausging, setzte zwei Güterwagen in Be­wegung, welche gegen einen im Einladen begriffenen Wagen stießen und den dabei stehenden Steueraufseher Bolens zu Boden warfen. Dem Un­glücklichen wurde dabei ein Bein total abgefahren.

* Kleine Mittheilungen aus Nah und Fern. In Offenbach wurde am Freitag Nachmittag ein zweijähriges Bübchen von einem Hanauer Fuhrwerk überfahren. Anläßlich des Wegzuges des vom 15. d. Mts. ab in den Ruhestand getretenen Lehrers Rudershausen in Klein-Krotzenburg beabsichtigen die Lehrer des Bezirksvereins Seligenstadt eine Abschiedsfeier zu veranstalten. Kürzlich klopfte eine Vielköpfige Zigeunerfamilie die Gemeinde Froschhausen ab. Eine junge Wittwe wollte die günstige Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ohne sich. Von einem Zigeunerweibe die Zukunft prophezeien zu lassen. Die rosigen Wahrsagungen der Zigeunerin beglückten die junge Wittwe derart, daß sie beim Weggange der glückverheißenden Pußtatochter nicht einmal das Fehlen ihres gespickten Portemonnaies bemerkte. Der Verlust rourbe erst dann wahrgenommen, als das Zigeunervolk schon einen viel zu weiten Vor­sprung hatte, als daß die verfolgende Ortspolizei mit Erfolg operiren konnte. Nach Mainz fiel ein Gewinn der Braunschweiger Lotterie von 100 000 Mk. Sämmtliche Theilhaber des Looses sindkleine Leute."

Frankfurter Theater-Repertoir.

Opernhaus. Dienstag, den 22. Mai:Medici". Mittwoch, 23.:Hänsel und Gretel".Puppenfee". Donnerstag, 24.;Fra Diavolo".Die Entführung aus dem Ballsaal". Freitag, 25.: Ge­schlossen. Samstag, 26.;Der Barbier von Sevilla". Hierauf:Die Verlobung bei der Laterne". Sonntag, 27.;Der Prophet". Mon­tag, 28.: Geschloffen. Dienstag, 29.:Tristan und Isolde".

Schauspielhaus. Dienstag, den 22. Mai:Minna von Barn­helm". Mittwoch, 23.:Madame Sans-Gène". Donnerstag, 24.: ^,Der Talisman". Freitag, 25.:Zriny". Samstag, 26.:Ma­dame Sans-Gene". Sonntag, 27.: Neu einstudirt:Aschenbrödel". Montag, 28.:Mikado".

Marktbericht.

Hanau, 19. Mai, 9l/a Uhr vormittags. Lebensmittelpreise folgende: Geflügel: Tauben, das Pärchen 7080 Pfg.; ein alter Hahn 1,20 Mk.; ein Huhn 11,20 Mk.; eine Gans (junge) 2,502,80 Mk.; Fische: gewöhnliche Sorte 3035 Pfg., bessere Sorte 3540 Pfg., Aal 80 Pfg. bis 1,10 Mk., Hecht 1 Mk., Barben 60 Pfg., Barsch 6070 Pfg. = V2 kg; Gemüse: Merrettig, die Stange 610 Pfg.; Spargel, 100 Stück 22,50 Mk.; Blumenkohl, das Stück 2570 Pfg.; Kopfsalat, das Stück 610 Pfg.; Rettig, das Stück 10 Pfg.; Ober-Kohlrabi, das Stück 15 Pfg.; Sellerie, das Stück 1015 Psg.; Gurken, das Stück 3070 Pfg.; Gelbe Rüben, die Portion 1820 Pfg.; Neue Erbsen, die Portion 35 Pfg.; Neue Bohnen, das Pfund 11,50 Mk.; Schnittkohl, die Portion 1525 Pfg.; Spinat, die Portion 1015 Pfg.; Kartoffel, das Doppelliter 10 Pfg.; Obst: Aepfel, 35 Pfg. das Stück; Zitronen, das Stück 810 Pfg.; Apfel­sinen, das Stück 815 Psg.; Verschiedenes: Butter, das Pfund 1,10 bis 1,20 Pfg.; Käse, das Stück 34 Psg.; Eier, das Stück 57 Pfg.;

Inserate.

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Norddeutscher Lloyd

Bremen

Beste Reisegelegenheit.

Nach Newyork wöchentlich dreimal, davon zweimal mit Schnelldampfern

Nach Baltimore mit Postdampfern einmal.

wöchentlich

Ozeanfahrt mit Schnelldampfern 67

mit Postdampfern

910 Tage.

-^9^7

2081

Nähere Auskunft durch Theodor Weitz, Hanau, Hospitalstraße 44, Bindernagel & Söhne, Gelnhausen.

Zwiebel, das Doppelliter 30 Pfg.; Radieschen, das Bündel 3 Pfg.; Waizenmehl, 1. Sorte 20 Pfg., 2. Sorte 18 Pfg., 3. Sorte 16 Pfg., 4. Sorte 14 Pfg. = Vs kg.

Sprechfaul.*)

Oeffentliche unentgeltliche Militärkonzerte.

Die Anwesenheit der 87er Regimentskapelle in unserer Stadt und ihre nlustkalischen Produktionen zeigen uns wiederum so recht, welcher Sinn für Militärmusik in unserer Bevölkerung herrscht.

Alt und Jung zog gestern nach dem Marktplatz, um den lang ent­behrten Klängen zu lauschen und in froher Hoffnung daß wir, wenn die Ulanen erst bei uns eingezogen, wohl öfter Gelegenheit haben werden Militärmusik zu hören, gingen Alle nach Hause.

Möge diese Hoffnung insofern nicht getäuscht werden als sie öffent­liche unentgeltliche Konzerte betrifft, denn es erscheint doch fraglich, ob der Kommandeur des Ulanen-Regiments geneigt sein dürfte, den Wünschen von Hanau's Bürgern hierin besonderes Entgegenkommen zu zeigen, wenn dem Regiment der erbetene kleine Zuschuß zu Wohnungen für Unteroffiziere (die Kapelle besteht zum größten Theil aus solchen) von der Stadtver­waltung abgeschlagen wird.

Die neue Garnison bringt uns doch sicherlich so manchen Vortheil, daß eine kleine Gegenleistung von Seiten der Stadt wohl ganz am Platze wäre. X.

*) Für die unter dieser Rubrik eingesandten Notizen übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.

Patent-Ertheilungen.

Nr. 75 753. Verfahren zur Darstellung eines blauen basischen Farbstoffs. A. Leo nhardt u. Co. in Mühlheim a. M., Hessen, vom 12. Januar 1892 ab. Kl. 22.

Nr. 75 803. Verfahren zur Darstellung eines rothen, beizenfärben­den Triphenylmethanfarbstoffes aus x-Nitrobenzaldehyd und Salicylsäure. Farbwerke, vorm. Meister, Lucius u. Brüning in Höchst a. M., vom 2. März 1893 ab. Kl. 22.

Nr. 75 816. Wecker mit Fallgewicht. R- Hochheimer in Frankfurt a. M., Holzgraben 37, vom 13. Oktober 1893 ab. Kl. 74.

Schiffsbericht.

Der Hamburger Doppelschrauben -SchnelldampferColumbia", Kapitain Vogelgesang, welcher am 11. Mai von Soupthampton abge­gangen, ist am 18. Mai, 9 Uhr morgens, wohlbehalten in New - Port eingetroffen.

Wetterbericht desHanauer Anzeiger" vom 20. Mai.

Nach Beobachtungen des hies. Verschönerungs-Vereins am Wetterhäuschen am kaiserl. Postgebäude.

Barometer: morgens 752, mittags 751, abends 750.

Thermometeri morgens + 9,0 C., mittags + 20,0° C., abends + 12,5° C.

Hygrometer (Feuchtigkeitsmesser): morgens 60, mittags 40, abends 72.

Lambrecht's Patent - Wettertelegraph (im Rathhaushof): Am 21. Mai. Veränderlich.

Der Zeiger am Fuß des Wettertelegraphen gibt den Stand von etwa 8 Udr morgens an.