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Jährlich 9 -M Kalbj. 4^50-4.
Vierteljährlich 2 M 25 A
Kür auswärttge gbomienten mit km betreffenden Postansschlag.
Dir einzelne stummer 10 ^.
ArnLLiches Hvgan für Ktaöt- und Lanökreis Karr au.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Die Ispaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 -4.
Die IVifp. Zeile 15 A
Die 2spalt. Zeile 20 4.
Die Zspalt. Zeile 30 4.
Nr. 114.
Freitag den 18. Mai
1894.
Amtliches.
StcrHtkvois ^anau.
Bekanntmachung.
Das Feilhalten in den Buden und Ständen während der diesjährigen Frühjahrsmesse nach eingetretener Dunkelheit ist nur bei Beleuchtung mittelst sogenannter Sturmlaternen gestattet.
Das Aufstellen von Kochapparaten und das Kochen in den Buden und Ständen ist untersagt.
Zuwiderhandlungen werden mit Strafe bis zu 9 Mark eventuell Haft geahndet.
Hanau am 16. Mai 1894.
Königliche Polizeidirektion.
P. 4819 v. O ertz en.
Bekanntmachung.
Auf Grund der allgemein ertheilten höheren Ermächtigung wird hierdurch für Sonntag den 20. und Sonntag den 27. Mai d. J. eine vermehrte Beschästigungszeit für alle Zweige des Handelsgewerbes in der Stadt Hanau und zwar bis 7 Uhr abends zugelassen.
Während des Gottesdienstes und zwar in der Zeit von 9^4 bis IV/4 Uhr vormittags und von 2 bis 3 Uhr nachmittags ist jedoch jede Art der Beschäftigung ausgeschlossen.
In Betreff des Osfenhaltens der Verkaufsbuden auf der hiesigen Frühjahrsmesse bleiben die seitherigen Bestimmungen unberührt, nur ist den Verkäufern von Verzehrungsgegenständen als Konditorei- und Bactwaaren, sowie Obst an den beiden vorbenannten Sonntagen ebenfalls das Feil- Halten bis 7 Uhr abends gestattet.
Hanau am 16. Mai 1894.
Königliche Polizeidirektion.
P 4820 v. Oersten.
^anö&reisp Barratt. Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes, ^mpforörmrtg;
„für die diesjährigen Impfungen in den nachstehenden Gemeinden: Hüttengesâß : Impfung am 29. Mai, vormittags 8 Uhr,
Revision „ 5. Juni, „ 8 „
(im Saale des Gasthauses „Zur Krone).
i Neuwiedermust: Impfung am 29. Mai, vormittags 10 Uhr, Revision „ 5. Juni, „ 10 „
(im Schulsaale).
Langenselbold: Wiederimpfung am 30. Mai, vormittags 7 Uhr, Revision „ 6. Juni, „ 7 „ .
Erstimpfung „ 30. Mai, „ 9 „
Revision „ 6. Juni, „ 8 „
(im Rathhaussaale).
Die Herren Ortsvorftände der vorstehend genannten Orte mache ich (auf die für die Ausführung des Jmpfgeschäftes vom Bundesrath getroffenen Vorschriften (Amtsblatt 1866, S. 105) aufmerksam und erwarte insbesondere I genaue Befolgung der zu Anlage II daselbst für die Ortspolizeibehörden gegebenen Vorschriften.
Hanau am 15. Mai 1894.
Der Königliche Landrath
A. 1381 v. Oersten.
DienstnachriHten aus dem Kreise.
Zugelaufen: Am 13. ds. Mts. ein grauer Pinscher mit gelben Streifen, m. Geschl.; Empfangnahme bei Karl Greb zu Bruchköbel.
Gefunden: Eine graue Pferdedecke mit Streifen.
Verloren: Ein Portemonnaie mit 8 Mark.
Hanau am 18. Mai 1894.
^faöt&reio ^anaxt.
Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes.
Nothstall am Schlachthof.
Die für Herstellung eines Nothstalles am Schlachthause dahier nothwendigen Maurer-, Zimmer-, Dachdecker- und Spenglerarbeiten sollen im Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden.
Plan, Arbeitsauszug und Bedingungen liegen von heute an im Stadtbauamt Zimmer Nr. 24 für Interessenten auf und sind entsprechende Angebote verschlossen, mit der Aufschrift „Nothftall" bis zum Samstag den 26. dieses Monats, vormittags 11 Uhr, daselbst einzureichen."-t
Die Eröffnung der Angebote findet um diese Zeit im Zimmer Nr. 25 im Beisein etwa erschienener Betheiligter statt.
Hanau am 16. Mai 1894.
Der Oberbürgermeister
Dr. Geb eschus. 6619
Mittwoch den 23. Mai 189 4 6596
Zucht- und Fettviehmarkt in Hana«.
Den Leitern der Generalstreiks in Hamburg und Wien scheinen die Streiks über den Kops zu wachsen. Die Wiener Tischler, von denen heute noch immer über 10 000 streiken sollen, hatten sich nach Hamburg um Hülfe gewendet, aber die Generalstreikkommission mußte erklären, daß sie keine Mittel zur Verfügung habe und hat daher die Genossen allerwärts ersucht, pekuniäre Hülfe nach Wien zu senden. Große Hoffnung dürfte sie wohl kaum haben, daß ein nennens- werther Betrag nach der schönen Donau abgeht; die wenigen Hundert Mark, welche die Berliner Tischlergesellen aufgebracht, sind nur ein Tropfen ans den heißen Stein; und in wenigen Tagen werden die Wiener Tischler die Waffen strecken müssen, wie es die Maurer bereits gethan, nicht ohne Groll im Herzen über die Deutschen, die trotz der wiederholten Betonung von dem innigen Zusammenhang der deutschen und österreichischen Arbeiterbewegung so gut wie nichts für die kämpfenden Brüder übrig gehabt haben. Und die Deutschen? Sie denken dasselbe von den Österreichern: österreichische Maurer sind nach Freiburg i. Br. geeilt und haben die Stellen der Streikenden besetzt. Aber nicht allein der Freiburger Strike ist verloren, sondern auch alle anderen in den letzten Tagen hinzugekommenen; die Zimmerer in Danzig werden ebensogut kapituliren müssen wie die Brauer in Lübeck und Berlin, die Maler in Bremerhaven, die Dachdecker in Dresden, die Schmiede in Bremen, die Zimmerer in Barth, bie Bau- arbeitsleute in Flensburg und Lüneburg. Die Generalstreikkommission ist nicht in der Lage, auch nur einen Pfennig den Streikenden zuweisen zu können, und aus den papiernen Kundgebungen machen sich die letzteren gar nichts. Das Streikefieber geht übrigens seinem Ende entgegen, denn der Ausbruch neuer Streikes steht nicht bevor; lange genug werden übrigens die Arbeiter zu laboriren haben, daß sie wieder einmal den Hetzern zu willig Gehör geschenkt. (K. Tbl.)
Amerikanische Getreideproduktion.
Es scheint, als ob die bisherige Getreideproduktion in Amerika, wodurch der europäischen, insbesondere auch der deutschen Landwirthschast eine so scharfe Konkurrenz gemacht wurde, dort nicht mehr lange, haltbar sein würde. Anzeigen hierfür sind schon früher erwähnt worden, jetzt liest man in der Illinois Staats-Ztg.: „Man hat bei 25 000 Weizensarmern, 28 000 Maisfarmern und" 4000 Sachverständigen Erkundigungen emgeholt und Antworten erhalten, die nichts weniger als ermuthigend. find. Die erlangten Zahlen beweisen, daß bei den jetzigen Preisen selbst in den -jer. Staaten das Farmen unprofitabel ist, daß die Farmer immer tiefer m Schulden gerathen nnd auf die Dauer nicht bestehen können. Die Berichte ergeben, daß der Weizenbau in Illinois 11,45 Dollar per Acker kostet, in Wisconsin 12,93 Dollar; der Maisbau in Iowa 9,92- Dollar, in Wisconsin 15 53 Dollar; die durchschnittlichen Kosten werden für ILeizen auf 11,69 Dollar, für Mais auf 11,71 Dollar berechnet. Die Grund