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Zagleich

95.

Dienstag den 24. April

Amtliches.

DienstnaHrichten aus dem Kreise.

Verloren: Ein Hausschlüssel mit Schünke. Ein Hundemaulkorb, B F. gej.

Gefunden: Ein Portemonnaie mit Geld.

Zugelaufen: Ein schwarz und weißer junger Pudel. Ein schwarzer Dachshund mit gelbem Halsband.

Vom Wasenmeister am 23. d. M. eing efangen: Ein schwarzer Pudel und ein kleiner schwarzer Hund, beide m. Geschl.

Hanau am 24. April 1894.

r. ^taöf^rei^ ^artait.

Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes.

Um den alljährlich sich wiederholenden Beschädigungen -tk öffentlichen Aulagen entgegenzuwirken, wird daran erin- nert, daß es verboten ist, die Wege zu verlassen, die Einfriedigungen zu Verschreiten, den Rasen zu betreten, Zweige, Blüthen oder Blätter von dm Bäumen und Sträuchern zu pflücken, den Vögeln nachzustelleu, wie Behaupt Unfug zu treiben.

Personen, welche die betreffenden polizeilichen Verbote selbst verletzen 4er in dieser Beziehung die Aufsicht über ihre Pflegebefohlenen vernach- issigen, werden unnachsichtlich zur Bestrafung augezeigt.

Der polizeiliche Schutz allein wird aber zur vollständigen Sicherung itr öffentlichen Anlagen nicht ausreichen. Dieselbe ist nur dann zu er- tagen, wenn die Besucher selbst, durchdrungen davon, daß die Anlagen i« allgemeinen Schutze anvertraut sind und jedem Einwohner ohne Aus- rchme gleichmäßig zu Gute kommen, auch ihrerseits jedem Frevel sofort mtzgenEeten.

An die Eltern, Vormünder, Lehrer,.Grzieher und Dienstherrschaften ergeht die Bitte, auf ihre Kinder und Pflegebefohlenen, auf Gesinde und Weiter durch angemessene Vorhaltungen einzuwirke» und auf diese Weise chizutragen, daß im Interesse Aller die Achtung fremden Eigenthums, der Sinn für die Natur und ihre Schönheiten in allen Kreisen der Einwohnerschaft immer mehr ausge­bildet und befestigt werde.

Hanau am 12. April 1894.

Der Oberbürgermeister

Dr. Gebeschus.

5170

Handelskammer zu Hanau.

Im Büreau der Handelskammer (Stadtschloß rechts vom Hauptportale) Met am Mittwoch den 25. April er. um 4Vs Uhr nachm. eine öffentliche Sitzung der Handelskammer statt.

Die Handelskammer.

Canth al.

5451

Tagesschau.

Berlin, 23. April. Auf Grund des Artikels 6 der Verfassung ist A Seiner Majestät, dem König von Württemberg der Königliche anßer- iümtliche Gesandte und bevollmächtigte Minister, Geheime Legationsrath ?«iherr von Varnbüler zum Bevollmächtigten zum Bundesrath ernannt Wien.

. Berlin, 22. April. Nachdem der Reichstag seine Sitzungen be- Um hat, hat in Berlin der preußische Landtag freie Bahn. Die Rede- Nift im Abgeordnetenhause noch eine außerordentlich große, und es sieht k genau so aus, als ob man in den Sommer hineintagen wolle. Bis zum . Mtfest wird auf einen Sitzungsschluß kaum zu rechueu sein; wird doch "(neue Gesetz über die Bildung der Landwirthschaftskammern, dessen ^Berathung nunmehr beginnt, sicher von neuem zu weit ausge- Winen. Debatten über die Lage der Landwirthschaft Anlaß geben.

Berlin, 22. April. Nach dem Plane der Neuordnung der preus- Staatseisenbahnen werden. in folgenden Städten an Stelle der Be- F^hter Betriebs-Inspektionen errichtet werden. In 33erlitt, Breslau,

3»fcrtteit5-

Preis:

Die Ispallige Garmondzeile »der deren Naum

10 A

Die l'Mp. Zeil» 15 A

Die2spalt.Zeil- 20 A

Die Bfpalt. Zeile 30

1894.

Görlitz, Stralsund, Stettin, Guben, Cottbus, Altona, Hamburg, Kiel, Flensburg, Schneidemühl, Stolp, Danzig, Königsberg in Preußen, Allen­stein, Thorn, Bromberg, Posen, Oppeln, Kattowitz, Ratibor, Neiße, Glogau, Lissa i. Pr., Magdeburg, Halberstadt, Braunschweig, Bremen, Hannover, Paderborn, Harburg, Cassel, Frankfurt a. M., Nordhausen, Wiesbaden, Münster, Dortmund, Essen, Düsseldorf, Wesel, Köln, Neu­wied, Trier, Koblenz, Krefeld, Saarbrücken, Aachen, Erfurt, Weißenfels, Dessau, Halle a. S., Hagen und Altena i. W. Im allgemeinen ändert sich hiernach nichts, da alle Städte, welche jetzt Betriebsämter haben, mit Betriebs-Inspektionen bedacht werden. Wenn auch der Bestand der Be­amten bei Aufhebung der Betriebsämter etwas verringert wird, so wird diese Verringerung auf die Wohnungsverhältnisse der betreffenden Städte keinen so nachtheiligen Einfluß ausüben, wie man annahm. Die Vertreter verschiedener Städte, welche sich dieserhalb an den Minister gewandt hatten, haben deshalb auch kurzweg eine befriedigende Zusicherung erhalten. Auch die Bau-Inspektionen bleibe» nach der Neuordnung fast sämmtlich an ihren jetzigen Sitzen.

Berlin, 23. April. Laut telegraphischer Meldung an das Ober­kommando der Marine sind S. M. S.Arcona", Kommandant Kapitän zur See Hofmeier, und S. M. S.Alexandrine", Kommandant Kor­vettenkapitän Schmidt, am 22. April in Rio de Janeiro angekommen und beide Schiffe sowie S. M. S.Marie", Kommandant Korvettenkapitän Freiherr von Lyncker, an demselben Tage nach Cabo-Frio (nördlich bei Rio de Janeiro) in See gegangen.

DasKöln. Tbl." schreibt: Der Vorstand des Deutschen Kriegerbundes gibt Nachstehendes bekannt:ImBerliner Tageblatt" wird aus Posen über eine eigenartige Aktion gegen den Reichskanzler Grafen Caprivi berichtet: Hiernach hat die Posener Landwehrzeitung in ihrer Nummer 8 dieses Jahrganges zum Geburtstage des Herrn Reichs­kanzlers der Verdienste desselben um das Zustandekommen des russischen Handelsvertrages gedacht. Der Rittergutsbesitzer Breest-Wieske habe hier­gegen, als einer Beleidigung der dem Posener Landwehrverbande angehörigen Landwirthe bei der Redaktion der genannten Landwehrzeitung und weiter bei dem Vorsitzenden des Posener Landwehrverbandes protestirt. Als er von beiden Seiten eine Abfertigung erfahren habe, habe er im Vereine mit anderen Kameraden eine Beschwerdeschrift an den Vorstand des Deut­schen Kriegerbundes gerichtet. Vor einiger Zeit soll nun Herr Ritterguts­besitzer Breest einem der Unterzeichner der Beschwerdeschrift die Mittheilung gemacht haben, daß der Redakteur der Posener Landwehrzeitung von letzter Instanz rektifizirt worden sei. Da mit dieser Instanz nur der Vorstand des Deutschen Kriegerbundes gemeint sein kann, so erklärt der unterzeich­zeichnete Vorstand, daß ihm eine Beschwerdeschrift in dieser Angelegenheit weder von Herrn Rittergutsbesitzer Breest, noch von irgend einer anderen Seite zugegangen ist, so daß also auch kein Bescheid ergehen konnte." Es wäre gut, wenn bei der Publikation solcher Dinge etwas Vorsicht obwaltete, sie wirken doch zu peinlich und müssen nur Verstimmung er­regen.

Der Schneidermeister Dowe ist auf dem Wege, ein reicher Mann zu werden. Er hat in Berlin im Wintergarten sich als Spezialität entdeckt und gedenkt mit seinem kugelsicheren Panzer eine Weltreise anzu­treten. Die Leiter der ersten Spezialitätenbühnen der Welt umwerben ihn. Die Herren Bial (New-Aork), Mool (Alhambra, London), Marchand (Folies Bërgères, Paris), Cäsare Montoglio (Rom), Borney (Kasino, Paris), Somcssy (Pest), Mcllini (Hannover), Schippanowsky (Köln) und Zeppenfels (Hamburg) bemühen sich persönlich, den Erfinder für ihre Lo­kale zu gewinnen. Den Sieg errang vorläufig Herr Mool aus London, wohin Herr Dowe nebst den Kunstschützen Martin und Western zunächst auf drei Monate mit der Gage von 16 000 Mark monatlich geht. Das Berliner Austreten Dowe's findet in wenig Tagen bereits seinen Abschluß.

Amsterdam, 23. April. In Groningen wird vom 2. bis 10. Juni eine internationale Photographicausstellung stattfinden. Dieselbe umfaßt vier Klassen und wird Alles Begreifen, was sich an die Photo­graphie anschließt.

Malmoe, 23. April. Der deutsche DampferHermann" rettete gestern bei der Insel Moen den Kapitän und den Steuermann des im