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Jährlich 9 « Haibj. 4^ 50 .4.

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Erscheint tSgüch mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Die 3spalt. Zeile 30 ^.

Ä. 67.

Dienstag den 20. März

1894.

Abonnements-Kinladung.

Mit dem 1. April 1894 beginnt ein neues Abonnement auf den Hanauer Anzeiger", welcher

^gleich amtliches Organ für den Stadt- nud Landkreis Hanan, «nd nachweislich das weitverbreitetste und umfang­reichste Blatt Hanaus ist.

Derselbe bringt täglich die amtlichen Bekanntmachungen für den Stadt- und Landkreis Hanau, hält seinen Leserkreis stets bezügl. der wichtigster» politischen und Tagesereignisse auf dem Laufenden, bietet Kurs- und Marktberichte, kirchliche, lokale und provinzielle Nachrichten, Auszüge aus den Verhandlungen des Reichs- und Landtags, aus denen des Provinziallandtags, die Protokolle der Sitzungen der Handelskammer sowie des Gemeinde- Ausschusses, Verloosungen, ferner Geschäfts- und Privat- Anzeigen, sowie die vollständigen Ziehungslisten Königl. Preutz. Klaffen-Lotterie. Das Unterhaltungsblatt enthält neben spannenden Erzählungen reiches Mannigfaltige, auch bringt der Hanauer Anzeiger" noch die im Laufe des Vormittags (am Tage der Ausgabe) beim Depeschen-Bureau Herold einlaufenden Drahtnachrichten.

Zur Veröffentlichung von Inseraten jeder Art eignet sich der Hanauer Anzeiger" seiner starken Verbreitung halber ganz besonders und kostet die Ispaltige Zeile nur 10 Pf.

Der Abonnementspreis beträgt M. 2.25 pro Quartal und nehmen sowohl die Expedition (Waisenhaus) als auch sämmtliche Poftanstalten Bestellungen entgegen.

Nicht gekündigte Abonnements gelten als stillschweigend erneuert.

Neu zutretende Abonnenten erhalten den Anzeiger vom Tage der Bestellung bis Anfang des Quartals unentgeltlich.

Die Expedition des Hanauer Anzeigers.

Amtliches.

Slerölkveis ^anaxt.

Nachstehende Bekanntmachung wird hiermit veröffentlicht.

Hanau am 16. März 1894.

Königliche Polizeidirektion.

P. 2569 I. A.: Dr. Köhler, Regierungsassessor.

Bekanntmachung.

Am 1. d. Mts., vormittags 9 Uhr, ist hier am Nadelwehr die Leiche eines unbekannten Mannes aus dem Main geländet worden.

Der Verstorbene ist ca. 4045 Jahre alt, 1,68 bis 1,70 m groß, hat dunkle graumelirte Haare, röthlich blonden Schnurrbart und Mücke. Die Leiche war bekleidet mit brauner Juppe, dunkelgrauen Hosen, dunkel­blauem wollenen Hemde, weißem Umlegkragen, um den Hals ein blau- wollenes Tuch geschlungen, Schaftenstiefeln.

Bei der Leiche wurde außer einem Bügelportemonnaie, enthaltend 5 M., nichts vorgefunden.

Die Kleidungsstücke werden zur eventl. Anerkennung bei der Kriminalabtheilung des Polizeipräsidiums auf = bewahrt.

Um Anzeige wird ersucht, falls die Persönlichkeit des Verstorbenen bekannt sein sollte.

Frankfurt a. M. den 7. März 1894.

Der Polizeipräsident.

Nachstehendes Ausschreiben wird hiermit veröffentlicht. Hanau am 16. März 1894.

Königliche Polizeidirektion

J. A.: Dr. Köhler, Reg.-Assessor.

Ausschreibett.

Der Kaufmann Max Mendelsohn und seine Ehefrau Anna Dorothea, geb. Hahn, sind seit dem 6.Januar ds. Js. von hier flüchtig und werden von der hiesigen Königl. Staatsanwaltschaft wegen betrüge­rischen Bankerotts steckbrieflich verfolgt.

Max Mendelsohn, am 24. März 1850 in Posen geboren, mosaisch, ca. 1,70 Meter groß, schwarzes Haar, schwarzm Vollbart, länglich blasse Gesichtsbildung, schmächtige, etwas nach vorn gebückte Statur ; trägt Brille oder Pince-nez und hat jüdischen Typus.

Anna Dorothea Mendelsohn, geb. Hahn, am 3. Dezember 1867 zu Dockenheim geboren, Christin, mittelgroß, hellblond, stark unter­setzt, frisches, blühendes Gesicht.

Die Vorgenannten haben ihre beiden Töchter im Alter von 3 bezw.

6 Jahren mitgenommen.

Gerichtlicher Haftbefehl ist erlassen.

Um Fahndung, Festnahme und Nachricht wird ersucht.

Frankfurt dm 8. März 1894.

Königl. Polizeipräsidium.

Nachstehendes Ausschreiben wird hiermit veröffentlicht. Hanau den 16. März 1894.

Königliche Polizeidirektion

J. A.: Dr. Köhler, Reg.-Assessor.

Ausschreiben.

Der Unterprimaner des hies. städt. Gymnasiums Eduard Mau­bach, geboren am 17. Februar 1875 zu Deutz ca. 1,73 Mir. groß, schmale Figur, etwas gebeugte Haltung, hat sehr schnellen Gang, dunkel­blonde Haare, blaue Augen, auf der Stirn viele Pickel; trug dunkelblauen Kammgamanzug (Taillenrock), dunkelgraublauen, ziemlich langen Herbst­überzieher, schwarzm steifen Filzhut, Schnürstiefel, vermuthlich Nickeluhr mit unechter Kette hat am 26. vor. Mts. sich heimlich aus dem Eltem- Hause entfernt und ist am 9. ds. Mts. in Raumthal gesehen worden.

Um Anhaltung des p. Maubach und Drahtnachricht wird ergebenft ersucht.

Frankfurt a. M., dm 13. März 1894.

Königl. Polizeipräsidium.

Nachstehendes Ausschreibm wird hiermit veröffentlicht.

Hanau am 16. März 1894.

Königliche Polizeidirektion.

P. 2573 I. A.: Dr. Köhler, Regierungsassessor.

Attsschreiben.

Der Büreaugehilfe Wilhelm Becker, am 24. Januar 1870 zu Ober-Ofleiden, Kreis Alsfeld, Großherzogthum Reffen, geboren, ist nach Unterschlagung von 1000 Mark zum Nachtheil der Ortskrankenkaffe für den Landkreis Frankfurt a. M. flüchtig.

Becker ist mittelgroß, schmächtig, hat hellblondes Haar, kleines blondes Schnurrbärtchen, blasses Gesicht und trägt braunen Ueberzieher, grauen Anzug und grauen weichen Hut.

Um Fahndung, Festnahme und Nachricht wird ergebenft ersucht.

Frankfurt a. M. den 8. März 1894.

Königl. Polizeipräsidium.

^anößreiö ^anau.

Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.

Die diesjâhrigm Frühjahrs-Kontrolversammlungen im Land- und Stadtkreise Hanau finden wie folgt statt:

Am 2. April 1894, vormittags 8 Uhr, in Fechenheim (Lmden- platz), für Fechenheim.

Am 2. April 1894, vormittags ll1/« Uhr, in Bergen (vor der schönen Aussicht), für Bergen, Enkheim, Niederdorfelden.

Am 2. April 1894, nachmittags 3 Uhr, in Bergen (vor der