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Mir auswärtige Wiorweutcu mit lcm betreffenden M-ftmtfschlag.

Die eiryelne Mmemer 10 ^.

finimutr Ainciacr.

Zugleich ArnWcHes Hrgan für Kt<rL>L- und LcrrrLkveis Kanarr. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sorm- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

3»f ersten»- Preis:

Die Ispaltige Garmondzeite oder deren Raum 10 A

Die V/ifp. Zeile 15 ^.

Die 2fpalt Zeile 20 ^.

Die gspâZeile 30 ^.

Nr. 64.

Freitag den 16. März

1894.

Amtliches,

^taöt&rei^ ^anau.

Auf Grund des §. 2 der Polizeiverordnung vom 23. Januar d. I., teteeffmd das Eingesperrthalten der Tauben während der Saatzeit, wird hiermit für den Umfang -des Stadtkreises Hanau bestimmt, daß die Tauben wegen der Frühjahrsaussaat vom 20. März bis 20. April -. J. eingesperrt zu halten sind. KWMMWWM«W»WMWWMBW

Zuwiderhandlungen haben gemäße der erwähnten Verordnung Geld­strafen bis zu 30 Mark zur Folge.

Hanau am 14. März 1894.

Königliche Polizeidirektton.

P. 2495 J. A.: Dr. Köhler, Regierungsassessor.

(^anö&retö ^anau.

Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.

Aus Grund des §. 2 der Polizeiverordnung vom 12. Dezember 1893, betreffend das Eingesperrthalten der Taubm während der Saatzeit, wird hiermit bestimmt, daß die Tauben wegen der Frühjahrsaussaat vom 20. März bis 20. April eingesperrt zu halten sind. fcÄÄ?* w

Zuwiderhandlungen haben gemäß der erwähnten Verordnung Geld- strafen bis zu 30 Mark zur Folge.

Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher ersuche ich, die vor­stehende Bekanntmachung auf ortsübliche Weise in ihren Gemeinden rc. veröffentlichen zu lassen.

Hanau am 13. März 1894.

Der Königliche Landrath

A. 769 v. Oertzen.

Dienstnachrichtm Ms dem Kreise.

Gefunden: Ein Militärpaß für den Zimmermann Philipp Blum zu Mittelbuchen. Eine rothe Kappe. Ein Gebund Schlüssel (5 Stück).

Verloren: Fünf Loth dunkelgraue Wolle. Ein Sparkassenbuch ,»u der städtischen Sparkasse Nr. 6207.

Hanau am 16. März 1894.

^taöt&rei# ^anoxu . Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes. Diejenigen Eltern, deren Kinder zu Ostern d. J. in die hiesigen Schulen ausgenommen werden sotten, ersuche ich die hierzu erforderliche» Geburts­urkunden rechtzeitig bei hiesigem Standesamt zn bestellen.

Hanau am 1. März 1894.

Der Oberbürgermeister Dr. Gebeschus.

Städtische Handelsschule

Die öffentliche Prüfung der Handelsschule, zu der der Unter­zeichnete hiermit ergebenft einladet, findet

Montag den 19. März, vormittags 9 Uhr,

in nachstehender Ordnung statt:

9

920

940

1010

10»° Hanau den

Uhr

ff ff ff ff

920

9"

10" IO36 1050

Klasse DI ; Rechnen.

ff ff ff ff

15. März 1894.

II II

II II

b; Rechnen.

a u. b: Stenographie.

a: Geographie.

a: Französisch.

Der Dirigent der Handelsschule: . _____________ Dr. Schmidt. 3614

Klitscht gcwerblichk MbildWWlkl

Ausstellung.

Die Ausstellung der im letzten Schuljahre angefertigten Schüler­

arbeiten findet in der Zeit von Palmsonntag den 18. bis Oster- Montag den 26. ds. M. im Schulhause, Erbscngasse Nr. 1, statt.

Zum Besuche der Ausstellung, welche am 18. von 11 bis 4 Uhr, an dm übrigen Tagen von 10 bis 4 Uhr geöffnet^ sein wird, ladet er- gebenft ein

Hanau, 16. März 1894.

sDer Dirigent 3664 Thormählen.

Tagesschau.

Berlin, 15. März. Seine Majestät der Kaiser und König nahmen heute Vormittag den Vortrag des Reichskanzlers in dessen PalaiS, sowie die Vorttäge des Kriegsministers und des Chess »eS, Militärkabinets im Königlichen Schloß entgegen. W W

Berlin,15. März. Ihre Majestät die Kaiserin und Königin unter- nahmen gestern Vormittag mit dm Kaiserlichm Prinzen und der Prin­zessin in Begleitung des Oberhofincisters Freiherrn von Mirbach einen Spaziergang. Mittags empfingen Allerhöchstdieselbm den Besuch Ihrer Kaiserlichm Hoheit der Großherzogin von Toscana. Um 3 Uhr begaben Sich Ihre Majestät mit den 4 ältesten Kaiserlichen Prinzen in Begleitung des Oberhosmeisters Freiherrn von Mirbach und einer Hofdame an Bord S. M. S.Moltke" und ließm Sich dort nach Besichttgung des Schiffs sämmtliche Offiziere vorstellen. Um 4 Uhr kehrten Ihre Majestät nach Ab- bazia zurück. Bei der Ankunft und Abfahrt Ihrer Majestät gab der Moltke je 21 Salutschüsse ab, und die in dm Raam stehende Mann­schaft brach in Hurrahrufe aus. Gegen 5 Uhr erwiderten Ihre Majestät zu Wagen dm Besuch der Großherzogin von Toscana in Vocasca. Das Wetter ist trübe bei zeitweiligem Sonnenschein. (Reichsanz.)

Berlin, 15. März. Kardorff und Mirbach brachten soeben im Reichstage folgmde Interpellation ein: I. Soll die beantragte Neuaus- prägnng von Reichssilbermünzen nach den Münzgesetzvorschriften ftattfinben oder ist eine Münzgesetzänderung beabsichtigt ? II. Sollen die Neuprâg- ungm vor dem Abschluß der Berathungen der Silberkommission stattfinden, obwohl deren Ergebnisse zu Umprägungen führen können? III. Aus welchen Silberbeständen sollen die Neuprägungen geschehen? Die Re­formpartei brachte Anträge, betreffenb die Eidesleistung nnd die konfessionelle Eidesform, ein. (F. N.)

Berlin, 15. März. DieN. A. Z." erklärt die Zeitungsmeldung, der Schatzsekretär habe in der Stempelkommission gesagt, auf die Petitionen gegen die neuen Stempelsteuern sei nicht viel zu geben, als falsch. Der Schatzsekretär führte nur aus, die große Anzahl von Petitionen gegen die Stempelsteuer sei dadurch erklärlich, weil diese Steuern dm weitesten In­teressentenkreis erfaßten.

Berlin, 15. März. DasBerl. Tagebl." meldet ans Rom: Wie in Börsenkreisen verlautet, hat derCredite mobiliare zur Befriedigung seiner Gläubiger ein Arrangement getroffen. Der Credite proponirt, 30 Prozent baar und 35 Prozent nach 6 Monaten zu zahlen. Die Gläubiger, welche die völlige Liquidation nicht abwarten wollen, müssen sich verpflichten, für deu Rest Akttm zu nehmen.

Berlin, 15. März. Laut telegraphischer Mittheilung an das Ober- koinmando der Marine ist Se M. S.Marie", Kommandant Korvetten­kapitän Freiherr von Lpncker, am 11. März in Rio de Janeiro ange­kommen.

Berlin, 15. März. DerLokal-Anzeiger" meldet aus London: Während eine Gruppe von 400 Schülern in Godalmmy photographirt wurde, stürzte das Holzgerüst, auf welchem die Schüler standen, ein. Es entstand eine furchtbare Panik; zahreiche Knaben wurden verletzt, darunter 40 schwer. (K. Tbl.)

Die beiden sozialdemokratischen Reichstagsabgeordnrtea Metzger aus Hamburg und der Rechtsanwalt Stadthagen aus Berlin, die einzigen ihrer Partei, die bei der Abstimmung über den russischen Handelsvertrag fehlten, verbüßen in Hamburg eine Gefängnißstrafe von je 5 Monaten wegen Beleidigung des Senats und der Bürgerschaft. Die Gefangenen hatten ein Gesuch an den Senat gerichtet, zur Abstimmung über den rus­sischen Handelsvertrag in den Reichstag beurlaubt zu werden. Der Senat hat diese Gesuche abgelehnt. Die Beleidigung geschah in einer Volksver­sammlung, in welcher die beiden Reichstagsabgeordneten behaupteten, die Mitglieder der Regierung trieben Schacher mit Ländereien, die zum Bau einer Eisenbahn nach Ohlsdorf erforderlich gewesen.