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Nr. 62.
Mittwoch den 14. März
1894.
Amtliches.
^taöfRrew ^anau.
Nachstehende Bekanntmachung wird hiermit veröffentlicht.
Hllnau am 10. März 1894.
Königliche Polizeidirektion.
p. 2415 I. A.: Dr. Köhler, Regierungsassessor.
Bekanntmachung.
Am 1. d. Mts., morgens 10 Uhr, ist hier aus dem Main die Leiche einer unbekannten Frauensperson im Alter von 18 bis 20 Jahren, mittlerer Größe, kräftiger und untersetzter Statur, mit dunkelblonden starken Haaren, vollem dicken Gesicht, gesunder Gesichtsfarbe — gelândet worden.
Die Leiche war bekleidet mit einem schwarz, weiß und grau karrirten Ueberrock, einem braunen mit schmalen gelben und blauen Streifen versehenen Unterrock, welcher unten mit rothem mit schwarzen Sternchen versehenen Kattun zwei Finger breit besetzt ist, einem rothen Flanellunterrock, einer blauen, weiß gestreiften Jacke, einer schwarzen Trikottaille, einem braunen Kopftuch (— eine Ecke ist mit Blumen verziert —), blauen Strümpfen und Halbschuhen. Die Leiche dürfte höchstens 2 Tage im Wasser gelegen haben. Bei der Leiche wurden vorgefunden: Ein Portemonnaie mit 10,54 M., ein Schlüssel und ein Paar Ohrringe mit blauen Steinen.
Die Verstorbene scheint Dienstmädchen gewesen zu sein und stammt vermuthlich aus der Gegend von Fulda.
k Die Kleidungsstücke sind bei der Kriminalabtheilung des Polizeipräsidiums asservirt.
Um Anzeige wird ersucht, falls die Persönlichkeit der Verstorbenen bekannt sein sollte.
Frankfurt a. M. den 28. Februar 1894.
Der Polizeipräsident.
Dienstnachrichten aus dem Kreise.
Verloren: Ein Hundemaulkorb.
Gefunden: Eine Brache.
Vertauscht am 11. d. M. im hiesigen Stadttheater (Panerre-
Garderobe) ein hellbrauner Herrnhut. ««^ 4
Zugelaufen: Ein kleiner glatthaariger schwarzer Hund mit gelben Abzeichen. Ein kleiner schwarzer Spitzhund mit braunen Pfoten: Empfang- nahme bei Wilhelm Schäfer zu Niederdorfelden.
Hanau am 14. März 1894.
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^taöUireio ^anaxt. Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes. (DiffenMß Si^ung ltes ^mdnde-âussdiulfes Donnerstag den 15. März 1894, nachm. 4*/^ Uhr.
Berath ungsgegen stände: Hauptetat pro 1894/95.
Stadtkassenrechnung, Abtheilung I, sowie Asservaten und Vorschüsse pro 1892 93.
Etat der Stiftungen und Nebenfonds pro 1894/95.
Rechnung der Armenkasse pro 1892/93.
Vertrag mit Fuhrmann Reffel pro 1894/95.
Mittheilung eines Urtheils des Oberverwaltungsgerichts, Kommunalwahlen betreffend.
^anMretö ^anau.
Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.
Der Umstand, daß in neuerer Zeit wiederholt in Ortschaften des hiesigen Kreises bei Leichenbegängnissen von an ansteckenden Krankheiten verstorbenen Personen unter anderen auch die Schuljugend dem Sarg gefolgt ist, gibt mir Anlaß, die zu Recht bestehende Kurhessische Verordnung vom 31. Dezember 1828 zu genauer Beobachtung zu empfehlen. Nach §. 6 derselben sollen alle an einer ansteckenden Seuche verstorbenen Personen ohne Begleitung anderer, als im Sterbehause wohnender Verwandten oder Bekannten in aller Stille beerdigt werden.
Hiernach darf bei Leichenbegängnissen von Personen, die z. B. an Flecktyphus, Diphtherie, Masern, Röcheln, Scharlach u. dergl. gestorben >sind, die Schuljugend unter keinen Umständen dem Sarge folgen.
. Hanau am 7. März 1894.
7. Vermiethung von Räiimlichkeiten im Stadtschloß.
8. Veränderung in der Felz'schen Wohnung im Stadtschloß.
9. Interpretation des Ortsstatuts vom 12. Dezember /25. April 1893.
10. Vermuthung von Räumlichkeiten Paradiesgasse 2 an Ortskrankenkasse des Landkreises Hanau.
11. Nachverwilligung von 200 M. auf Titel Ila 34 pro 1893/94.
12. Anschluß von 3 städtischen Gebäuden an das städtische Siel.
13. Verwilligung von 500 M. für den Geschichtsverein (Beitrag zur Festschrift).
14. Nachverwilligung eines weiteren Zuschusses für 1 verheirateten Vize-
feldwebel.
3494
V 1697 t
Der Königliche Landrath v. Oertzen.
Auf Grund Allerhöchster Ermächtigung hat der Herr Minister des Innern dem landwirthschaftlichen Bezirksverein und dem Badischen Rennverein zu Mannheim die Erlaubniß ertheilt, zu der Ausspielung von Pfer- I den, Rindvieh, Fahr-, Reit- und landwirthschaftlichen Geräthen re., welche i mit Genehmigung der Großherzoglich Badischen Landesregierung in Ver- ' bindung mit dem am 30. April und 1. Mai d. J. in Mannheim statt- L findenden Haupt-Pferde- und Rindviehmarkte veranstaltet werden soll, auch im diesseitigen Staatsgebiete und zwar in den Kreisen Hanau (Stadt und j Land), Gelnhausen und Schlüchtern des Regierungsbezirks Cassel und im Regierungsbezirke Wiesbaden, Loose zu vertreiben.
Die Polizeibehörden wollen dafür Sorge tragen, daß der Vertrieb «der Loose nicht beanstandet wird.
Hanau am 27. Februar 1894.
r a g e s f ch ß «.
Berlin, 13. März. Seine Majestät der Kaiser haben Aller- gnädigst geruht, den bisherigen Generalkonsul für Egypten, Grafen von Leyden, zu Allerhöchstihrcm außerordmtlichen Gesandten und bevollmächtig- ten Minister am Königlich rumänischen Hofe zu ernennen.
Berlin, 13. März. Seine Majestät der Kaiser nnd König nahmen heute Vormittag den Vortrag des Chefs des Militärkabinets entgegen.
Berlin, 12. März. Zu dem heutigen Diner beim Finanzminister Miquel erschien der Kaiser um 7 Uhr. Unter den Eingeladenen befanden sich hohe Reichs- und Staatsbeamte, sowie Parlamentarier, unter letzteren Erffa, Bennigsen, Hobrecht und Buol. (F. N.)
Berlin, 13. März. Die Blättermeldung, daß der Großfürst- Thronfolger von Rußland am Samstag hier zu der Revue der Alexander- Grenadiere eintreffe, ist unrichtig, sie wurde, nach den „F. N.", offenbar irrthümlich durch die morgen stattfindende Besichtigung der Grenadiere hervorgerufen, welche der Kaiser in Begleitung des russischen Botschafters Schuwaloff vornimmt, um das Regiment in den historischen Blechmützen
ÜV. 1713.
Der Königliche Landrath v. Oertzen.
zu sehen.
Berlin, 13. März. Das in verschiedenen Blättern erwähnte Gerücht über die Demission Boetticher's ist vollständig unbegründet.
Berlin, 13. März. In der Thronrede zur Eröffnung der neuen englischen Parlamentssession heißt es: „Meine Beziehungen zu den auswärtigen Mächten sind fortgesetzt freundschaftlich unb befriedigend, ru Verhandlungen zwischen meiner Regierung und derjenigen des ruffischen Kaisers zur Regelung der Grenzfragen in Zentralasien schreiten nn Geiste gegenseitigen Vertrauens und Wohlwollens, welcher jede Hoffnung eines baldigeii billigen Ausgleichs gewährt, fort. (B. u. H.-Z.)
Berlin, 13. März. Ein Füsilier der 10.Kompagnie des 2. Garderegiments, der gestern auf Schloßwache gezogen war, hat sich heute früh
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VM- Die heutige Nummer umfaßt außer dem Üuterhaltungèdlatt 16 Seiten